Kreisliga B2 | Lemgo

Wie erholt sich Leese von der ersten Saisonniederlage?

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Die Winterpause rückt auch für die Beteiligten der B2 Lemgo immer näher, doch bis dahin wird es darum gehen, so viele Punkte wie möglich zu ergattern. Nachdem der BSV Leese zuletzt seine erste Saisonniederlage kassiert hat, muss der Spitzenreiter zum starken Aufsteiger SV Werl-Aspe II. Die Konkurrenz muss zunächst einmal selbst ihre Hausaufgaben erledigen. Der diesjährige Aufstiegskampf verspricht immerhin allerhand Spannung zu offenbaren. Auch im Tabellenkeller geht es spannend zur Sache, wie bei den kommenden Partien deutlich wird.

Von Henning Klefisch


TuS Asemissen II vs. TuS Lipperreihe II

Regional
und tabellarisch treffen hier zwei direkte Tabellennachbarn aufeinander. Der Tabellenelfte TuS Asemissen II begrüßt die Reserve des TuS Lipperreihe. Die Gäste haben 14 Zähler auf der Habenseite, weshalb sie auf dem zehnten Platz und damit einen Punkt und Rang besser als die Asemisser gerated sind. Seine Hoffnung: "Ich hoffe, dass wir einen ordentlichen Start ins Spiel finden und Torchancen herausspielen können", würde dies ganz genau seinen Geschmack treffen. Ähnlich wie das Gladbacher-Fohlen Christoph Kramer brauchen auch die Asemisser "unbedingt einen Dreier", wie Cheftrainer Thomas Marx fordert, aber auch weiß, dass sein Wunsch sich rein auf die Punkteausbeute bezieht. Wenn dies nicht gelingen würde, droht das Abrutschen zum Jahresende in die Kellerregion, was Marx einfach mal so gar nicht lässig findet. Zur Personalsituation berichtet er: "Wer alles im Kader steht, ist noch offen, genug Leute stehen aber zur Verfügung!" Ob Lipperreihe II Coach und Keeper Bruno Moreira die nächsten Nächte in voller Wachsamkeit vor Aufregung harrt, kann nicht verifiziert werden. Aus seiner Vorfreude vor diesem interessanten Vergleich macht er kein Geheimnis, wenn er sagt: "Gegen Asemissen II ist das für mich DAS Derby des Jahres." Überhaupt keine Bedeutung besitzt nach Einschätzung des Portugiesen die aktuelle Tabellenlage, "weil so ein Derby seine eigenen Gesetze hat", kann er mit so einem Spruch das gierige Phrasenschwein mal schnell mit Hartgeld vollstopfen. Allgemeines Unwohlsein in seinem Gedächtnisprotokoll ruft noch das letzte Duell in Asemissen hervor, als man im Status des Spitzenreiters als Favorit anreiste, aber nicht mehr als ein 1:1 erreichte. Deshalb weiß Moreira: "Entsprechend ist man bei so etwas natürlich gewarnt." Zugleich sind solche Partien sogenannte Icebreaker für den gesamten Saisonverlauf, wie der Fänger erklärt: "Außerdem kommt das genau richtig. Wenn man meiner Meinung nach eine kleine Krise hat, so wie wir, kann man bei Spielen gegen einen Tabellenführer oder einem Derby den Ligaalltag ausblenden", kann für die bisherige Serie keine Vergnügungssteuer erhoben werden. In diesem "besonderen Spiel" wird es nun darum gehen, dass man den berühmten Bock umstoßen kann. Eickelmann und Baak fehlen. Moreira kehrt zwischen die Pfosten zurück und der langzeitverletzte Mathea steht auch wieder im Kader. "Ob es für einen Einsatz reicht, bleibt abzuwarten", möchte er sich noch nicht in die Karten blicken lassen.


TuS Helpup II vs. SG Hörstmar/Lieme II

Voller
Hochachtung spricht SG Hörstmar/Lieme II-Coach Heinrich Wölk bei Lippe-Kick über den kommenden Gegner und hat bemerkt: "Dadurch, dass sie auf Spieler aus der ersten Mannschaft zurückgreifen, haben sie auch an Qualität gewonnen." Zugleich spielt es für den Aufsteiger auch überhaupt keine Rolle, dass die Helpuper bisher erst zwölf Punkte haben sammeln können. Denn: "Durch die Verstärkung aus der Ersten sind die deutlich besser." Nach dem 4:1-Heimsieg über den zuletzt wiedererstarkten SV Wüsten II geht die Spielgemeinschaft voller Selbstvertrauen in das Spiel. Coach Heinrich Wölk kann in Bestbesetzung antreten. "Wir wollen aus Helpup einen Punkt mitnehmen und ohne Gegentor bleiben", so seine Wunschvorstellung. Die zuletzt gezeigten individuellen Fehler im Mannschaftsverbund möchte man beim TuS Helpup II unter allen Umständen verhindern. In der Defensive will der Aufsteiger sicher stehen und mit einem soliden Spielaufbau die eigenen Chancen kreieren.


SV Werl-Aspe II vs. BSV Leese

Mit 29 Punkten nach 14 Spielen belegt der SV Werl-Aspe II einen absolut respektablen fünften Tabellenplatz. Nachdem das letzte Heimspiel deutlich mit 4:0 gegen den SC Lemgo/West gewonnen werden konnte, erlebte man in Holzhausen sein persönliches Waterloo und ging deutlich mit 1:6 unter. Nun geht es am Heerser Bruch gegen den Spitzenreiter BSV Leese und man möchte unbedingt unter Beweis stellen, dass man die notwendigen Lehren aus diesem Spiel gezogen hat. Nicht gut gestaltet sich die Personalsituation, wo keine Entwarnung vorherrscht. Erst nach der Winterpause geben die verletzten Spieler ihr Comeback. Folglich ist der Kader auf Kante genäht, den die Spielertrainer Alexander Ruge und Christoph Schlautkötter zur Verfügung haben. Das Ziel wird dennoch nicht kleiner: "Dennoch spielen wir zu Hause und wollen uns nach dem Spiel gegen Holzhausen/Sylbach rehabilitieren. Wir wollen mit aller Macht punkten. Ob uns das gelingt, wird der Sonntag zeigen", darf man sich diesbezüglich gespannt zeigen. Die Asper-Klatsche gegen die TSG bezeichnet Leeses-Führungsspieler Jan Plöger als "einen gehörigen Dämpfer", zeigt sich aber auch überzeugt, dass der Sportverein im kommenden Spiel Wiedergutmachung betreiben möchte. Was ihm aufgefallen ist: "Werl Aspe II präsentiert sich als sehr guter Aufsteiger mit einem klaren Plan, der schwer zu besiegen ist." Nach der 2:3-Heimniederlage gegen den SC Bad Salzuflen II möchte auch der BSV Leese eine Reaktion zeigen und "mit einem Sieg antworten", so formuliert Plöger die Anspruchshaltung. Wovon er absolut überzeugt ist: "Wir werden eine schlagkräftige Truppe zusammenhaben und voll auf Sieg spielen."


SC Bad Salzuflen II vs. TuS Bexterhagen

Vielleicht hat die Brust der Kicker des SC Bad Salzuflen II nun Tim Wiese-Dimensionen, zumindest was das Selbstvertrauen betrifft. Immerhin ist der Sportclub das erste Team, dass den BSV Leese geschlagen hat. Hochzufrieden verkündet Bad Salzuflen II Co-Trainer Simon Koring folglich: "Letzten Sonntag hat die Mannschaft ihr Potenzial gezeigt. Wenn wir mit dem gleichen Willen und Teamgeist ins Spiel gehen, wird sich auch Bexterhagen schwer tun", haben Koring und seine Kicker offenbar Geschmack gefunden an der Disziplin "Favoritenärgern." Was der Co-Trainer ganz penibel beobachtet hat: "Der Gegner hat diese Saison schon gezeigt, dass sie immer wieder spannende Spiele, die bis zum Ende offen sind, haben." Er weiß selbstverständlich auch, dass sie als amtierender Tabellenzweiter mit viel Selbstvertrauen und einem starken Ranking anreisen. Immerhin haben sie ihr letztes Heimspiel gegen den TSV Schötmar II klar mit 7:0 für sich entscheiden können. Simon Koring wünscht sich unterdessen: "Wir wollen nach den starken letzten Spielen bei Gegnern von oben aber auch dieses Mal gerne den Favoriten ärgern." Der kleine Ascheplatz an der Waldstraße in Bad Salzuflen erscheint schon etwas ungewohnt zu sein für den TuS Bexterhagen. Zudem wird der SC Bad Salzuflen II mit breiter Brust nach dem Überraschungssieg beim ungeschlagenen Spitzenreiter BSV Leese auflaufen. Wiederholungsgefahr besteht nach Aussage von Bexterhagen Co-Trainer Uwe Wehmeyer: "Voller Euphorie werden die Salzufler versuchen, auch dem Tabellenzweiten ein Bein zu stellen." Deshalb rechnet Wehmeyer, dass diese Aufgabe beim Tabellenachten "sehr schwer für uns wird." An der ambitionierten Marschroute hat sich aber beim TuS Bexterhagen überhaupt nichts geändert: "Nichtsdestotrotz werden wir versuchen, unser Spiel durchzusetzen und dreifach zu punkten." Ohne vier Stammkräfte reist der TuS Bexterhagen den kurzen Weg. Verletzungsgründe und berufliche Verpflichtungen sind die Ursache für diese Abwesenheit.


SV Wüsten II vs. TuS Ahmsen

Sein letztes Heimspiel hat der SV Wüsten II gegen den favorisierten TuS Lipperreihe II mit 4:2 gewonnen. Für Wüsten II-Kicker Marc Reissmann steht absolut fest: "Ahmsen gehört ganz klar zu den Top-Favoriten der Klasse." Schließlich seien die Ahmser "vorne wie hinten sehr stabil!" Vorteilhaft für den Aufsteiger und Tabellenletzten ist, dass Oertel und Ludewig wieder ihr Comeback geben. Gut gelaunt aus Boston ist TuS Ahmsen-Manager Lothar Köhnemann zurückgekehrt. Seine Truppe fährt als Tabellenvierter zum Schlusslicht SV Wüsten II. Trotz der offensichtlichen Favoritenrolle fährt Köhnemann "mit gemischten Gefühlen" zum Aufsteiger, immerhin verfügt dieser doch über viele, erfahrene Spieler, die einem Spiel alleine entscheidend ihren Stempel aufdrücken können", könnte dies doch aus Sicht der Ahmser durchaus negative Folgen haben. Sicherlich wird Köhnemann keine Vorlesung über den SV Wüsten II geben können. Dennoch hat er analytisch beobachtet: "Die punkten immer da, wo andere etwas liegen lassen. So gewinnen die gegen Lippereihe II und wir spielen nur 1:1 gegen die", ist der Fußball irgendwie unlogisch. Für Köhnemann logisch ist hingegen, dass "ein Spiel auch im Kopf entschieden wird. Wenn unsere Jungs klar sind und sich im Klaren sind, was die abrufen müssen, um diese Mannschaft zu schlagen und oben dran zu bleiben, dann kann das klappen", zeigt er sich selbstbewusst, weiß aber auch, dass dafür eine Halbzeit oder mit einer 20 minütigen Pause dies nicht klappen wird. Schließlich möchte man unbedingt verhindern, dass man den Außenseiter stark macht. Eine weitere Motivation für den SV Wüsten II hat Köhnemann auch beobachtet: "Auch spielt nach uns Wüsten I ein Heimspiel. Das bedeutet dann viele Zuschauer und eine Stimmung, die bei einem engen Zwischenstand auch mal schnell emotional hochkochen kann", könnten dann die Emotionen vielleicht sogar Tango tanzen, weshalb der stets gechillte Manager mit all seiner Lebensweisheit folgende Botschaft für sein Team parat hat: "Wir müssen hochkonzentriert zur Sache gehen und das Spiel mit Motivation und der nötigen Leidenschaft spielen. Dann klappt das bestimmt", verrät er eine Erfolgsformel. Schließlich glaubt er an seine Truppe und freut sich in Wüsten zudem "alte Bekannte" wiederzusehen", kann sich dieser Trip in vielerlei Hinsicht als lohnenswert erachten.

TuS Lockhausen vs. TSG Holzhausen/Sylbach

Wolfgang Bexten sagt zur Ausgangslage vor dem Duell gegen die Seriensieger aus Holzhausen/Sylbach: "Sie sind die Favoriten in dem Spiel. Wir werden als Außenseiter in das Spiel gehen und versuchen über unseren Kampfgeist dagegenhalten", möchte man dadurch zum Erfolg kommen und vielleicht die Überraschung schaffen. Obwohl gleich drei Stammkräfte nicht mitspielen können, "werden wir eine schlagkräftige Mannschaft aufbieten, um den Favoriten zu ärgern und natürlich versuchen, die Punkte bei uns zu behalten", hofft Bexten, dass die Siegesserie der TSG Holzhausen/Sylbach in Lockhausen ein jähes Ende erfährt. Mit 32 Punkten belegen die Gäste nach zuletzt neun Siegen in Folge den dritten Tabellenplatz und weisen fünf Punkte Rückstand zum Tabellenführer BSV Leese auf.


FC Union Entrup vs. SC Lemgo/West

In diesem Spiel ist der Anspruch für den favorisierten Gastgeber eindeutig: "Natürlich wollen wir im letzten Spiel der Hinserie die drei Punkte an der Ilse-Kampfbahn behalten", könnte das Team von Interimstrainer Mirko Ehle doch im Idealfall vom neunten auf den siebten Rang vorstoßen. Dafür wäre allerdings ein Heimsieg erforderlich. Trotz der Tatsache, dass die Westler sechs Plätze und sieben Punkte schlechter rangieren, "gehen wir mit einer gehörigen Portion Respekt in das Duell", verspricht Lessow, der Respekt vor der Offensive des Aufsteigers hat und daher auch unterstreicht: "Die Stärke dürfen wir keinesfalls unterschätzen." Eine nicht zu unterschätzende Variable: "Gerade auf unserem "Herbstrasen" kann viel Ungeplantes passieren." Nach dem aktuellen Stand der Dinge kann Ehle seine beste Formation ins Rennen schicken, bis auf die Langzeitverletzten. Coach Ehle sagt über den Gegner: "Mit Lemgo-West kommt eine Mannschaft, die zuletzt im Aufwärtstrend war. Deren Offensivabteilung ist sehr stark. Da müssen wir aufpassen", sensibilisiert er seine Mannschaft und glaubt an sein Team, wenn er sagt: "Ich glaube dennoch, dass wir realistische Chancen haben, wenn wir weiter diszipliniert und engagiert spielen. Erfrischend offen gibt SC Lemgo/West-Cheftrainer Frank Summek zu: "Ich hätte lieber am Anfang der Saison gegen Entrup gespielt, ich glaube, da wäre es vielleicht etwas einfacher gewesen", liefert er die Begründung gleich hinterher. Zuletzt haben die Unioner kräftig gepunktet und rangieren mit 16 Zählern auf einem Rang im Tabellenmittelfeld. Summek weiter: "Nun haben sie sich ja etwas gefangen und der Spielplan gibt es ja so her, also treten wir auch an." Nun wird es darum gehen, dass Summek seiner Mannschaft erklärt, dass diese den Glauben an ihre Fähigkeiten zurückbekommt und auch die Fähigkeit besitzt, dass sie die nötigen Zähler einfahren können. Was er beobachtet hat: "Wir waren oft nah dran, gerade gegen Mannschaften, die ganz oben stehen, und da müssen unsere Spieler sich unbedingt dran erinnern", könnte dies eben auch für das nötige Selbstvertrauen sorgen. Mit diesem Gedankengut, garniert mit dem notwendigen Willen, kann auch in der Ilsekampfbahn bestanden werden. Nach dem aktuellen Stand wird einzig Korkmaz am Sonntag ausfallen. Unklar ist, ob tatsächlich gespielt wird, da der Platz durch die vielen Regenschauern möglicherweise aufgeweicht ist. 

TSV Schötmar II vs. TuS RW Grastrup/Retzen

Ersan Dargecit, der Kapitän des TSV Schötmar II, freut sich, dass es nach den Spielen gegen die Spitzenteams aus Leese und Bexterhagen nun endlich gegen "einen Gegner auf Augenhöhe" geht. Er warnt sein Team vor der Unberechenbarkeit der Rot/Weißen: "Grastrup/Retzen ist aber natürlich immer für eine Überraschung gut, deswegen müssen wir das Spiel von Beginn an konzentriert angehen." Man setzt sich auch selbst ganz bewusst ein wenig unter Druck. Schließlich "müssen wir das Spiel definitiv gewinnen, um ein bisschen Luft da unten in der Tabelle zu bekommen." Nach seiner Rotsperre kann Ümit-Can wieder zurückkehren. Auch Eray Yildirim könnte seine Rückkehr nach der Geschäftsreise feiern. Die beiden Schlüsselspieler können die Qualität enorm erhöhen. TuS RW Grastrup/Retzen-Cheftrainer Martin Jedral hat folgende Vorgabe an seine Truppe: "Wir werden alles daran setzen, wieder drei Punkte zu holen und die Leistung gegen Asemissen II zu bestätigen!" Sein Wunsch, dass zum Hinrundenende mit dem gleichen Kader wie zuletzt gespielt wird, zerschlägt sich. Jedral verspricht und warnt: "Wir werden Schötmar II zu 100 Prozent ernst nehmen müssen, sonst kann es auch bei dieser Truppe eine Überraschung geben", ist die Qualität der Schötmaraner keineswegs zu unterschätzen.

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