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Die Situation bei der JSG Aspe-Retzen

Die Vereine TuS Grastrup Retzen und der SV Werl Aspe leisten seit Jahren eine hervorragende Jugendarbeit, in beiden Vereinen genießt die Arbeit mit und für Kinder und Jugendliche einen hohen Stellenwert. Beide Vereine verfügen zudem über sehr engagierte und erfahrene Übungsleiter, die selbst noch aktiv sind (oder waren) und den Kindern mit Freude und Begeisterung die Grundlagen des Fußballspiels vermitteln.
Diese gute Arbeit trägt regelmäßig Früchte, mehr als den Verantwortlichen lieb ist, profitieren davon jedoch oft nicht die eigenen B- und A-Jugendmannschaften oder gar die Seniorenabteilungen, sondern ambitionierte, überkreislich tätige Vereine außerhalb von Bad Salzuflen.
Diesen Trend will man in Grastrup-Retzen und beim SV Werl-Aspe stoppen und auch veranlagten Kindern und Jugendlichen dauerhaft eine sportliche Heimat bieten - möglichst bis zur eigenen Seniorenmannschaft. Um dieses Ziel zu erreichen, haben die verantwortlichen Jugendleiter Christian Sandner und Feyhan Karadeniz beschlossen, die Kräfte zu bündeln und ab der C-Jugend gemeinsame Teams für den Kampf um Tore und Punkte zu schicken. "Wir wollen mittelfristig mit unseren Jugendmannschaften überkreislich spielen. "Dies ist für einen Verein allein kaum zu stemmen", so Karadeniz, der seit vier Jahren in Werl-Aspe die Jugendabteilung verantwortet. "Viele talentierte Spieler haben uns in der Vergangenheit bereits ab der D-Jugend verlassen, weil sie überkreislich spielen wollten, diesen Spielern wollen wir es zukünftig ermöglichen, in ihrer Heimatstadt zu bleiben." Neben der guten Arbeit im Breitensport wolle man nun auch im Leistungsbereich stärker Fuß fassen. "Mit zusammen rund vierhundert Kindern und Jugendlichen haben wir nämlich nicht zu wenig Spieler (der Grund, warum die meisten Vereine Spielgemeinschaften bilden)." Aufgrund der geringen Kreisliga A-Meldungen der Vereine, sah sich der Fußballkreis Lemgo auch in dieser Saison gezwungen bei den A- und C-Junioren eine Qualifikationsvorrunde spielen zu lassen. Diese Vorrunde wurde von allen drei teilnehmenden JSG-Teams (A, C1 und C2) erfolgreich bestritten. Die A und C1 konnten ihre Gruppen souverän mit dem ersten Tabellenplatz abschließen. Ganz besonders freuen sich die Verantwortlichen, dass auch die C2 die Qualifikation zur Kreisliga A erreichen konnte.
Die B-Junioren konnten erfreulicherweise direkt in die Kreisliga-Gruppen eingeteilt werden. Während die B1 mit fünf Siegen aus fünf Spielen zum Favoritenkreis der Kreisliga A zählt, spielt die B2 eine hervorragende Saison in der Kreisliga B. Hier hat es das Team überwiegend mit „Ersten" Mannschaften der Nachbarvereine zu tun. Die „Grundsteinlegung" der JSG Aspe-Retzen geht auf den Winter 2014 zurück. Zu diesem Zeitpunkt fand ein Treffen aller „Salzufler"-Jugendabteilungsverantwortlichen im Vereinsheim des SV Werl-Aspe statt. Nach Diskussion der aktuellen Lage des ortsansässigen Jugendfußballs wurde auch ein Blick in die Zukunft gewagt. Am Ende vereinbarten lediglich die Verantwortlichen des TuS Grastrup-Retzen und des SV Werl-Aspe die Gründung einer Jugendspielgemeinschaft. Zunächst jedoch nur im Bereich der A-Jugend, um erst gemeinsame Erfahrungen sammeln zu können. Mit Beginn der Saison 2015/16 gingen die A-Junioren der JSG erstmals gemeinsam auf Torejagd.
Die guten Erfahrungen der Premierensaison und die gute Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen der beiden Gründervereine, führte zu der logischen Folge auch die jüngeren Jahrgangsstufen der C und B-Junioren in die JSG einzufügen. Durch diese qualitative und quantitative Aufwertung der Mannschaften konnten auch hochmotivierte externe Trainer für die Ausbildung der Jugendlichen gewonnen werden.
Selbstverständlich gab es anfänglich auch kritische Stimmen von Vereinsvertretern, Eltern und Kinder beider Vereine zum Zusammenschluss. Hat man doch bisher immer gegen den großen Ortsrivalen aus Retzen bzw. Aspe gekämpft. Es zeigte sich aber sehr rasch nach der Bildung der neu „zusammengewürfelten" Mannschaften (C2 bis A), dass die „Kids" hiermit die geringsten Schwierigkeiten hatten. Ganz im Gegenteil: Die nun leistungsmäßig gerechter aufgestellten Teams finden so zusammen, als hätten sie noch nie voneinander getrennt gespielt hätten. Sportlich wie auch sozial ist die JSG Aspe-Retzen u.E. eine Erfolgsgeschichte. Die Verantwortlichen sind mehr denn je der Überzeugung mit der Gründung der JSG die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Mit dem Ziel, den Jugendlichen eine bestmögliche sportliche und soziale Wirkungsstätte zu geben, wird die JSG weiter den erfolgreichen Weg gehen.

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