Kreisliga A | Detmold

Schmiech arbeitet noch an der richtigen Mischung


Kreisliga A Detmold (hk). Eine junge, talentierte Mannschaft aufzubieten, ist heutzutage en vogue, in Mode sozusagen. Ob als prominentes Beispiel die deutschen Champions League-Aspiranten RB Leipzig oder Borussia Dortmund, aber auch TuRa Heiden in der A Detmold. Der Trend geht bei einigen Teams klar dahin, auf entwicklungsfähige Spieler zu setzen. Die Heidener stellen mit einem Durchschnittsalter von 21, 3 Jahren mit einem deutlichen Abstand die jüngste Mannschaft in der gesamten Spielklasse. Coach Thorsten Schmiech nennt die Bedingungen dafür.


Von Henning Klefisch



Ganz entscheidend ist es für die Heidener, dass alle Protagonisten im Verein davon überzeugt sind, mit solch einer juvenilen Truppe "zu arbeiten und ihr uneingeschränkt zu folgen", verrät Schmiech. Verhehlen möchte er nicht, dass man dafür auch Defizite im taktischen und körperlichen Bereich in Kauf nehmen muss. Beides Begleiterscheinungen, die beim TuRa-Fehlstart im Sommer zu beobachten waren. Für Schmiech ist entscheidend, dass "der Druck auf die jungen Bengels nicht erhöht und so ihre Entwicklung gehemmt wird", lernen speziell die jungen Spieler bekanntlich am Besten aus Fehlern. Allerdings hat der Mittvierziger auch bemerkt, dass "heutzutage nicht mehr alle 17-, 18- und 19-Jährigen bereit sind, diesen Prozess anspruchslos anzugehen", kommt die Qualität oft vom Quälen, eine Eigenschaft, die bei vielen Teenagern auf dem Weg in den Seniorenfußball nicht mehr ganz weit oben in der Prioritätenliste steht. Die Heidener haben sich nicht bewusst für den massiven Einsatz junger Spieler entschieden. Vielmehr habe man sich "der Situation vieler talentierter Jungs in der letztjährigen A-Jugend, die Möglichkeit die Spielpraxis zu ermöglichen, angepasst!"



Keine gute Vorbereitung als Problem


In vielen Bereichen gibt es das allseits bekannte Sprichwort, dass die Mischung entscheidend ist. So auch im lokalen Fußball. In dem einen oder anderen engen Match hat den Heidenern ein "erfahrener Recke gefehlt, der die Bengels auf dem Platz führt", sagt Thorsten Schmiech (Bild links), der zugibt: "An der Mischung müssen wir für die kommende Saison noch etwas arbeiten!" Eine gute Entwicklung haben die Heidener in den letzten Spielen vor der Winterpause hingelegt. In den Spielen beim SuS Pivitsheide (2:1) und gegen den TuS Horn-Bad Meinberg (3:2) gab es die volle Punktzahl. Schmiech hofft derweil, dass seine Spieler diesen "positiven Trend bestätigen und für jeden Gegner eine große Herausforderung darstellen!" Auf Ligamatches müssen die Heidener-Kicker wohl noch bis Mitte März warten, da der heimische Rasenplatz nicht bespielbar ist. "Durch das unsägliche Thema Kunstrasen und Lage ist eine planbare Vorbereitung nicht möglich", moniert Schmiech, der sich sehr erfreut darüber zeigt, dass seine Spieler "gut und intensiv in der Vorbereitung gearbeitet haben." Bereits am 19. Februar wäre man für das Derby in Kachtenhausen bereit gewesen, aber muss sich weiterhin in Geduld üben. Passend zum aktuellen Wetter versucht sich Schmiech als Freund der Metapher: "Solange versucht man sich über Wasser zu halten, was sehr unbefriedigend ist", beschreibt er die lange Wartezeit für den Ernstfall. Schmiech, der "zu 90 Prozent" auch für die kommende Saison seine Zusage gegeben hat, bringt klar zum Ausdruck: "Zusammenfassend kann man festhalten, dass es mit dieser hochtalentierten Mannschaft sehr viel Spaß, aber auch sehr viel Arbeit macht und hier und da auch sehr viel Nerven und Geduld kostet", befindet er sich mit seinen Bengels auf einem guten Weg Richtung Klassenerhalt.

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