Kreisliga A | Detmold

SF Oesterholz-Kohlstädt unter Zugzwang


Kreisliga A Detmold (ab). Am heutigen Abend sollten ursprünglich drei Nachholspiele stattfinden. Doch die Partien in Lügde (gg. Rischenau) und Heiden (gg. Hagen-Hardissen) wurden erneut abgesagt. Übrig bleibt noch die Partie zwischen den SF Oesterholz-Kohlstädt und dem TuS Horn-Bad Meinberg. Gespielt werden soll „auf jeden Fall", so vermeldet es zumindest Sportfreunde-Obmann Björn Brinkmann. Nur das Wo ist bislang noch nicht endgültig festgelegt.


Von André Bell



Die Sportfreunde aus Oesterholz-Kohlstädt kommen immer mehr unter Zugzwang. Am vergangenen Wochenende konnte die Konkurrenz im Abstiegskampf teilweise dreifach punkten, Berlebeck-Heiligenkirchen und Hiddesen-Heidenoldendorf gewannen ihre Spiele, SuS Lage holte einen Punkt. Somit beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer dreizehn Zähler, allerdings hat man noch vier Spiele mehr in der Hinterhand. Aber ob man den Abstand gegen den TuS Horn-Bad Meinberg, der am Sonntag mit einem furiosen 9:1 gegen den TSV Rischenau in die Rückrunde starten konnte, verkleinert werden kann? Beim 2:3 bei Aufstiegsfavorit und Lokalkonkurrent Fortuna Schlangen vor rund drei Wochen zeigte man zumindest mal, dass mit den Sportfreunden durchaus noch zu rechnen ist in der Rückrunde. Sportfreunde-Obmann Björn Brinkmann (Bild rechts), der eine Vergangenheit beim TuS Horn-Bad Meinberg hat und dem auch mit TuS-Coach Wolfgang Wächter einiges verbindet hofft, dass man am heutigen Abend der siegreichen Konkurrenz nacheifern kann: „Natürlich freue ich mich persönlich auf den Vergleich gegen meinen Ex-Verein, wo ich tolle fünf Jahre das Tor hüten durfte und wir eine tolle Zeit zusammen gehabt haben. Ich habe noch viele Kontakte von damals zu Trainern und Spielern und ich verfolge den Weg des TuS auch weiterhin. Nach dem bitteren Abstieg in die Kreisliga B freut es mich ganz besonders, dass der Verein nochmal die Kurve bekommen hat und im Moment wieder super dasteht. Ist mit Sicherheit ein Verdienst von Wolfgang Wächter, der auch mich damals von Schlangen nach Horn holte und nun, nach ein paar Ausflügen, wieder zu seiner alten Liebe zurückgefunden hat. Und was er anpackt, das sieht man ja, wird zwangsläufig zum Erfolg führen, da bin ich mir sicher. Aber für Schulterklopfen wird am Sonntag zumindest für 90 Minuten keine Zeit sein, da wir uns in einer Situation befinden, wo wir punkten müssen ohne Ende. Wir geben alles, haben auch 100%ige Chancen, aber machen die Dinger nicht. Hinten wirst du dann immer zwangsläufig bestraft und schon läuft es gegen dich. Das ist wirklich so, wenn man unten steht. Das weiß ich und wir können das einschätzen. Wichtig ist mir, dass wir an das Ziel glauben, genauso, dass wir auch heute Abend was mitnehmen können. Es wird ein Kampfspiel, wo Kleinigkeiten entscheiden und wer mehr investiert, mehr Einsatz zeigt und mehr an sich glaubt wird auch gewinnen. Vielleicht wird auch nur eine Standardsituation das Spiel entscheiden. Wir haben auf jeden Fall nichts zu verlieren, Horn ist klarer Favorit. Aber wir bauen auf die Leistung der letzten Wochen und werden zeigen, dass wir noch Leben." Auf zwei Spieler wird Osterholz-Kohlstädt dabei verzichten müssen: „Alex Rose ist zwei Wochen gesperrt und Sven Tegeler ist verhindert", so der Obmann. Auf die leichte Schulter nehmen wird man die Sportfreunde beim TuS Horn-Bad Meinberg nicht. „Das ist ein sehr gefährlicher Gegner, für die geht es schon um alles. Das wird ein richtig schweres und auch ein enges Spiel", stellt TuS-Keeper Andre Schnatmann (Bild links) fest. Aber: „Wir wollen auf jeden Fall unseren Lauf von Sonntag fortsetzen und je nachdem, auf welchen Platz wir spielen, unsere spielerische und individuelle Klasse ausspielen." Man will nämlich sogar dem Wetter trotzen und „auf jeden Fall spielen", denn „irgendwann wird es mal Zeit", spielt SF-Obmann Björn Brinkmann auf die zahlreichen Ausfälle der letzten Wochen an. Im Gespräch ist auch eine kurzfristige Verlegung auf den Kunstrasenplatz in Schlangen. Das Heimrecht wurde schon getauscht, da in Horn-Bad Meinberg auf dem Rasen nicht gespielt werden könnte, Alternative wäre da noch der Ascheplatz gewesen, „aber das will keiner", ist Brinkmann kein Fan des harten Untergrunds. Um 19:30 Uhr soll angepfiffen werden, spätestens dann wird auch der Spielort feststehen.

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