Bezirksliga Staffel 2

Derbyzeit in Lemgo


(rb). Aus lippischer Sicht steht der kommende 22. Spieltag ganz im Zeichen des Derbys zwischen dem TBV Lemgo und dem TSV Oerlinghausen. Ein besonderes Spiel erwartet auch der Post TSV Detmold, der mit dem Gastspiel beim TuS Friedrichsdorf ein echtes Schwergewicht der Liga vor sich hat.


Von Raphael Bopp



TBV Lemgo vs. TSV Oerlinghausen


Alle Blicke richten sich am Sonntag ab 15:00 Uhr auf den Kunstrasen am Jahnplatz gerichtet. Dort empfängt der TBV Lemgo den TSV Oerlinghausen zum Nachbarschaftsduell. Nicht nur auf der Landkarte sind die beiden Teams Nachbarn, auch tabellarisch sind sie dicht beieinander, Lemgo als Zehnter, die Bergstädter als Neunter.

„Das Spiel wird bei uns schon mit besonderen Augen gesehen", weiß auch TBV-Coach Andreas Goll um die Bedeutung der Partie und betont: „Wir sind hochmotiviert." Auch, wenn die Hansestädter auf Kapitän Patrick Siebert und Torwart Nico Pieper verzichten müssen, sollen die drei Punkte am Jahnplatz bleiben. „Das, was wir gegen Friedrichsdorf richtig gemacht haben, wollen wir mitnehmen", denkt der Trainer noch an das jüngste 2:3 gegen den TuS zurück, als seiner Mannschaft 60 starke Minuten gelangen, die folgenden 30 aber alle Punkte kosteten. „Wenn die Jungs zusammenhalten, schaffen wir das über 90 Minuten statt über 60.” Eine gute Leistung wird in jedem Fall nötig sein, erwartet man den TSV doch als „spielerisch gute Mannschaft, die schnell umschaltet und druckvoll angreift. Wir müssen körperbetont dagegenhalten, weil sie das auch tun werden”, ist sich Goll sicher.

Auch im Lager des TSV Oerlinghausen ist die Vorfreude auf das Derby greifbar. „Wir freuen uns auf das Spiel gegen Lemgo und wollen natürlich drei Punkte. In einem lippischen Derby brauche ich keinen unserer Spieler motivieren”, gibt Trainer Thorsten Neubauer die Marschrichtung vor. Weil auch die Bergstädter eine „gefühlte Niederlage” mit dem 1:1 gegen Spexard II zu verdauen hatten, wird es spannend zu sehen, welches Team seinen Rückschlag besser wegstecken konnte. Für Neubauer steht die Antwort auf diese Frage bereits fest: „Wir haben die gefühlte Niederlage gut verarbeitet und sind fest entschlossen, aus Fehlern zu lernen. Die Mannschaft hat die Woche sehr gut trainiert. Wenn wir das abrufen können, zu dem wir im Stande sind, wird alles gut.” Personell sieht es am Kalkofen gut aus, denn „Dawid Stroisz und Max Weigelt sind wieder mit dabei, sodass wir langsam wieder aus dem Vollen schöpfen können. Wir können flexibler im System agieren”, freut sich Neubauer über ein sich leerendes Lazarett. Hinzu kommen weitere Alternativen, die sich aufdrängen: „Wir sind positiv gestimmt, denn auch die Spieler der dritten Mannschaft mit John Berg, Lukas Hersch und David Rempel zeigen bei uns gute Leistungen im Training und wollen sich weiterentwickeln, das ist positiv.”


TuS Friedrichsdorf vs. Post TSV Detmold


Für den Post TSV Detmold geht die Reise am kommenden Bezirksliga-Spieltag nach Gütersloh. An der Carl-Diem-Straße empfängt der TuS Friedrichsdorf am Sonntag ab 15:00 Uhr die Residenzler.

Dass die Favoritenrolle bei den Hausherren liegt, ist nicht nur mit Blick auf die Tabelle zu erkennen. Auch Post-Trainer Michael Grundmann zollt den Qualitäten des Gegners Respekt: „Friedrichsdorf ist auf Platz drei aktuell in der Liga und spielt eine sehr konstante Saison. Das ist eigentlich eine Überraschung, letztes Jahr waren sie ganz lange im Abstiegskampf dabei und haben sich dieses Jahr echt gemausert zu einer guten Mannschaft.” Dennoch haben die Postler in dieser Saison bereits nachgewiesen, wie Friedrichsdorf zu schlagen ist. In der Hinrunde gelang ein knapper, aber nicht unverdienter 2:1-Sieg. „In der Hinrunde haben wir sie geschlagen, da haben wir auch ein top Spiel gemacht”, erinnert sich Grundmann. „Trotzdem wird es natürlich verdammt schwer auf Rasen. Aber wir haben eine gute Elf, wir haben gegen Hicret eine tolle zweite Halbzeit gespielt. Ich hoffe, dass die Jungs das mal über 90 Minuten bringen, denn dann ist es sehr schwer, gegen uns zu spielen.” Das 4:1 vom letzten Sonntag hat in jedem Fall Selbstvertrauen gegeben. Vier Akteure werden den Detmoldern gegen den TuS aber nicht zur Verfügung stehen. „Es fehlen bei uns Manu Wichmann, Enis Cömert, Jan Hilbrink und Cedi Albrecht verletzungsbedingt und aus beruflichen Gründen. Trotzdem haben wir eine super Truppe, also darf das keine Ausrede sein. Wir werden unser Bestes geben, ich wäre mit einem Punkt absolut zufrieden.”

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