Bezirksliga Staffel 2

Die Lipper weiter im Gleichschritt?

(rb). In der Bezirksliga 2 liegen die lippischen Teams alle dicht beieinander. Post Detmold und der TSV Oerlinghausen haben sich mit je 36 Zählern bereits im Mittelfeld eingerichtet, der TBV Lemgo lauert dicht dahinter mit 30 Punkten. Weitere sollen am Sonntag dazukommen. Dann empfängt Oerlinghausen am Kalkofen den TuS Dornberg. Post Detmold gastiert bei der Reserve des SC Wiedenbrück und Lemgo reist zum Kellerkind BV Werther.


Von Raphael Bopp


TSV Oerlinghausen vs. TuS Dornberg


Nur ungern denken die Bergstädter an das vergangene Wochenende und das 1:3 im Derby gegen den Post TSV Detmold zurück. Stattdessen geht es nun mit neuer Kraft in das Heimspiel gegen den TuS Dornberg, das am Sontnag um 15 Uhr am Kalkofen angestoßen wird.

„Wir haben das Spiel gegen Post abgehakt und die Fehlerquellen Dienstag auf dem Platz im Training kurz angesprochen", schildert Trainer Thorsten Neubauer die Aufarbeitung der Derbyniederlage. Einfacher wird es aber am kommenden Sonntag nicht, denn mit dem TuS Dornberg kommt ein formstarker Gegner. „Dornberg hat in den letzten fünf Spielen 15 Punkte geholt. Das ist schon eine tolle Serie", muss der Coach anerkennen. Chancenlos sieht er sein Team aber keineswegs, denn „gegen Stukenbrock haben sie sich schwer getan. Wir wissen aber auch, wo sie anfällig sind. Es wird wichtig sein, die passende Einstellung zu finden. Die habe ich gegen Post bei einigen Spielern vermisst." Das Rezept, mit dem das auf dem Platz umgesetzt werden kann, ist dabei ein altbewährtes. „Wir müssen einfach die Zweikämpfe wieder annehmen und im richtigen Moment zupacken. Bei Ballbesitz müssen wir ruhiger spielen und dürfen den Ball nicht wieder leichtfertig verschenken", sind Konsequenz und Fehlervermeidung das oberste Gebot. Für den TSV spricht auch, dass sich die Lage im Kader weiter entspannt, mit Mehmeti und Öksüz kehren zwei wichtige Stützen zurück, lediglich hinter Orhan Berisha „steht aufgrund einer Zerrung im Oberschenkel ein Fragezeichen."

Der TuS Dornberg rangiert dank seiner Siegesserie aktuell auf dem sechsten Tabellenplatz. Mit Manuel Klei haben die Gäste zudem einen verlässlichen Torjäger in ihren Reihen, der bereits neun Mal traf. Bei insgesamt 55 Treffern darf sich die gegnerische Defensive aber nicht nur auf ihn fokussieren.


SC Wiedenbrück II vs. Post TSV Detmold


Eine anspruchsvolle Aufgabe hat der Post TSV Detmold vor der Brust. Am Sonntag gastiert das Team von Michael Grundmann im Stadion am Sportzentrum Burg und spielt dort gegen den SC Wiedenbrück II.

Die Reserve des Regionalligisten ist als Zehnter zwar unter den Residenzlern notiert, zeigte zuletzt aber aufsteigende Form und konnte zwei Siege einfahren. Mit 34 Zählern ist der Abstand zu Post (36) nur noch gering.

Fussballerisch stark präsentierte sich zuletzt auch der Post TSV. Das Grundmann-Team plagen aber andere Sorgen, wie der Trainer selbst zu Protokoll gibt: „Bei uns ist weiterhin Personalmangel. Das ist aber schon die ganzen letzten Wochen so", verweist er auf eine lange Ausfallliste. Alex Felker und Manuel Wichmann fehlen verletzt, hinter Schiprowski steht ein Fragezeichen nach Krankheit. Zudem stehen Chris Rüschenpöhler, Tobi Stork und Johann Felker nicht zur Verfügung, „sodass einige auf jeden Fall fehlen. Trotzdem haben wir es in den letzten Wochen ganz gut gemacht." Wenig überraschend stellt auch der Gegner ein ernstzunehmendes Hindernis da. Als zweite Mannschaft ist Wiedenbrück zudem eine Wundertüte, wie Grundmann erläutert. „Wir spielen auf Rasen in Wiedenbrück, die letzte Woche Lemgo mal 4:1 vom Platz gefegt haben, sie sind im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich stärker und stabiler geworden. Und man weiß eben nicht, wer da von der ersten runterkommt. Deswegen wird es sehr sehr schwer, aber wir fahren da selbstbewusst hin." Und so rechnen sich die Residenzler Chancen aus, wie groß diese sind, muss sich aber noch zeigen. „Ich wäre mit einem Punkt absolut zufrieden. Auch aufgrund der Personallage ist es eben schwierig, da eine Einschätzung zu geben. Wenn die Jungs so fighten wie gegen Oerlinghausen, gegen Friedrichsdorf und gegen Lemgo, dann brauchen wir uns vor gar keinem verstecken und können da durchaus punkten."


BV Werther vs. TBV Lemgo


Am Sonntag spielt der TBV Lemgo nicht nur gegen den BV Werther. Ab 15 Uhr auf dem Sportplatz Meyerfeld kämpft das Team von Trainer Andreas Goll auch gegen den eigenen Negativtrend an.

Vermeintlich kommt das Duell mit BV Werther da zur rechten Zeit. Werther steckt als 16. tief in der Abstiegszone und hat noch vier Zähler Rückstand auf das rettende Ufer. Nach einem kurzen Aufwärtstrend und zwei Siegen, setzte es am vergangenen Wochenende eine klare Niederlage in Friedrichsdorf (0:4).

Nach einem starken Start unter dem neuen Trainer ist der Motor des TBV Lemgo zuletzt aber ebenfalls ins Stottern geraten. In den letzten fünf Partien gelang kein Sieg, zudem musste man zuletzt beim 1:4 zu Hause gegen Wiedenbrück kräftig Lehrgeld zahlen. Und so findet man sich auf Rang zwölf wieder, mit 30 Punkten beträgt der Vorsprung auf den Abstiegsplatz aber weiterhin sechs Zähler.

Wir bedanken uns für die Unterstützung bei unseren Sponsoren & Partnern