Kreisliga A | Detmold

Zwei Derbys und der Wunsch nach dem Siegeshattrick


Kreisliga A Detmold (hk). Fünf Nachholspiele gehen wie geplant am heutigen Dienstagabend über die Bühne. Um 19.30 Uhr ist jeweils Anstoß für diese Begegnungen, wo es auch um wichtige Zähler für den Klassenerhalt geht. Mit dem FC Fortuna Schlangen ist auch ein Aufstiegsaspirant mit von der Partie. Die Sportfreunde Oesterholz/Kohlstädt hoffen auf den Siegeshattrick gegen TuRa Heiden. Auch zwei Derbys hat diese Nachholrunde im Angebot. Die abstiegsbedrohte Spielvereinigung Hagen/Hardissen begrüßt den TuS Kachtenhausen, während TuS WE Lügde die Rischenauer zu Gast hat.


Von Henning Klefisch & Andre Bell



TuS WE Lügde vs. TSV Rischenau


(hk). Ursprünglich hätte diese Begegnung Mitte Oktober am zwölften Spieltag stattfinden sollen. Hat sie aber nicht, weshalb dieses südostlippische Derby in der Osterräderstadt nun kurz vor Ostern ausgetragen wird und da es so große Freude macht, gibt es diese Partie in einem Monat bereits wieder zu erleben. Mehr Schwankungen als Uli Borowka in seiner Hochphase erlebte die Westfälische Eiche in den letzten Wochen im fußballerischen Bereich. Co-Trainer Felix Wessel hat als mögliche Ursache dafür erkannt, „dass wir eine katastrophale Wintervorbereitung hatten." Diese hatte an der breiten Brust aber mal so überhaupt nichts geändert. Wessel sagt im Brustton der Überzeugung: „Jedoch hat die Mannschaft genug Potential, jeden Gegner der Liga zu schlagen", wird es auch im heutigen Abendspiel gegen die Nachbarn darum gehen, die volle Punktzahl an der Emmer zu behalten. Wessel lobt den Kontrahenten: „Rischenau hat eine starke Reaktion nach dem Trainerwechsel gezeigt, darüberhinaus haben sie eine hohe Qualität in der Offensive", muss diese Abteilung Attacke gezähmt werden. Personell werden „einige Ausfälle" ins Kontor schlagen, „aber Jammern hilft nicht", erklärt der Keeper, der hofft, mit einem Sieg auf Rang fünf zu springen. Durch die 0:1-Niederlage am Sonntag beim TuS Kachtenhausen ist dies verpasst worden. Die Vorfreude auf dieses Derby ist auch im Lager des TSV Rischenau groß. „Endlich wieder Derbyzeit", verkündet Manager Sebastian Tunke, der auch korrekt zu berichten weiß: „Nachdem es vier- oder fünfmal verschoben werden musste, kann es morgen endlich losgehen, wenn die Emmer nicht mehr zu hoch steigt", soll es lieber erst nach dem Spiel feuchtfröhlich zur Sache gehen.  Die Rischenauer möchten natürlich nur allzu gerne den Schwung vom 6:0-Auswärtssieg beim SC Ditib Detmold mitnehmen, „mit dem Wissen, dass uns was total anderes, als noch Sonntag erwartet", konstatiert er für die Mannschaft des TuS WE Lügde, dass diese „eine gute Saison spielen und sich auch ähnlich hohe Ziele, wie wir gesteckt haben", rechnet er mit einem „klasse Spiel" was nach seinem Wunsch „so fair abläuft, wie am Sonntag bei Ditib."



SF Oesterholz/Kohlstädt vs. TuRa Heiden


(hk). Lange Zeit haben die Sportfreunde Oesterholz/Kohlstädt darauf warten müssen. Nach den zwei Siegen in Serie hat sich der Tabellenletzte endlich eine vernünftige Dosis an Selbstvertrauen verschaffen können. Besonders die Moral nach dem 0:2 am Sonntag gegen die SG Hiddesen/Heidenoldendorf ist beeindruckend, hat man diesen Rückstand doch noch mit viel Kampf und Leidenschaft in einen 4:2-Sieg gedreht. „Das wäre in der Hinrunde fast undenkbar gewesen", erinnert sich SF-Obmann Björn Brinkmann ungerne an diese Phase der Saison zurück, die von Pleiten, Pech und Pannen gekennzeichnet ist. Die Oesterholz/Kohlstädt-Kicker besitzen aber eine schnelle Auffassungsgabe und so haben sie zuletzt aus den Fehlern gelernt und sind weiter strebsam. Pater Brinkmann sorgt für die nötige Bodenhaftung: „Aber wir haben nichts erreicht, wir wollen mehr und da kommt am Dienstag eine Mannschaft mit Heiden, die es uns nicht einfach machen wird", befürchtet er und analysiert: „Sie kämpfen ähnlich wie wir und kommen aus dem Kollektivverbund", gibt es heute Abend wohl eher Selters statt Sekt im fußballerischen Angebot. Heiden kann auch noch weiter Richtung Abstiegsränge rutschen, denn die deutliche 0:4-Heimpleite gegen den FC Augustdorf hat die Brust der Schützlinge von Coach Thorsten Schmiech sicherlich nicht breiter werden lassen. Brinkmann kann berichten: „Sie müssen uns schlagen, um wichtige Punkte zu sammeln, auch wenn sie noch fast die meisten Spiele haben", hat TuRa vier Spiele weniger auf der Habenseite als die Sportfreunde. Der Wunsch von Brinkmann ist simpel: „Es wird ein interessantes Spiel mit einem hoffentlich positiven Ergebnis für uns. Es kann auch sein, dass wir Rückschläge einstecken, aber auch da können wir mit umgehen", muss man auch nach Niederlagen immer wieder aufstehen. Bis auf Meik Köster kann Spielertrainer Eugen Schlej seine beste Mannschaft in diese so wichtige Partie schicken.

Die Dringlichkeit des Punktens hat TuRa-Trainer Thorsten Schmiech bereits erkannt, wenn er sagt: „Wir wollen irgendwie Punkte aus Oesterholz mit nach Hause nehmen!" Die „ohnehin nicht einfache Aufgabe" wird durch die Personalproblematik der Heidener erschwert, denn ohne Scholten, Nispel, Kuhlemann, Reuter, Hülsiggensen und Grams muss die Reise über die Gauseköte angetreten werden. Die jüngste Erfolgsgeschichte der Sportfreunde ist auch ihm nicht verborgen geblieben: „Oesterholz/Kohlstädt ist zuletzt gut in die Spur gekommen und wird sicher alles reinhauen, worauf wir vorbereitet sein müssen!" Dennoch zeigt er sich überzeugt, dass seine Mannschaft „eine realistische Chance hat, etwas mitzunehmen, wenn es uns gelingt, unser Spiel durchzusetzen", ist dies die Bedingung dafür.



TuS Horn-Bad Meinberg vs. SuS Pivitsheide


(ab). Verfolgerduell in Bad Meinberg, der Viertplatzierte TuS Horn-Bad Meinberg empfängt den Fünften SuS Pivitsheide. Die Form spricht klar für den TuS, der von seinen fünf Spielen vier gewann und einmal Unentschieden spielte. Der SuS hingegen holte aus fünf Partien nur vier Zähler, musste zuletzt ein 2:3 gegen den SC Augustdorf hinnehmen. Mit einem Sieg könnte Horn-Bad Meinberg das neu formulierte Ziel, ein Platz unter den ersten Fünf, mehr als zementieren. Derzeit beträgt der Vorsprung bereits satte zwölf Zähler. Hinzu kommt die Heimstärke der Wächter-Elf, alle acht Heimpartien konnten siegreich gestaltet werden. Allerdings wird das Spiel gegen Pivitsheide auf dem Hartplatz des Eggestadions vom TSV Horn ausgetragen. Das hat einen ganz einfachen Grund, der Rasenplatz am Waldstadion in Bad Meinberg hat kein Flutlicht. Für den SuS Pivitsheide aber so oder so ein ganz schweres Spiel, egal, wo gespielt wird. „Die stehen zurecht dort oben, das ist eine gute Truppe. Aber im Einzelnen kann ich zu dem Team nicht viel sagen, nur, dass auf uns eine Mammutaufgabe wartet und wir klar der Außenseiter sind", hat Dennis Zurheide viel Respekt vor dem Spiel. Zudem ist die „Ausgangssituation schwer, wir müssen über die Einstellung kommen, der Charakter wird gefragt sein", so der SuS-Kicker und auch „der Kader ist dünn besetzt, arbeitsbedingt sind viele behindert." Aber auch der TuS sieht den SuS als „schweren Gegner, der eigentlich immer zu den ersten Fünf in der Liga gehört, da habe ich die auch vor der Saison wieder getippt", gehört Pivitsheide für Andre Schnatmann zu den Top-Mannschaften der Liga. „Wir wollen unsere Heimserie aber natürlich fortsetzen. Wir müssen aber mal schauen, wie wir die Belastung vom Spiel am Sonntag verarbeiten können, vor allem die angeschlagenen Spieler." Ausfallen werden definitiv Toni Knöfel und Housseb Rassil. Um 19:30 Uhr wird die Partie vom Unparteiischen Kohder Souleiman-Omairat angepfiffen.



Spielvereinigung Hagen/Hardissen vs. TuS Kachtenhausen


(hk). Die Personalsituation beim Vorletzten aus Hagen/Hardissen wird immer prekärer. Nach dem jüngsten 2:2 gegen den Post TSV Detmold II fällt auch noch Marvin Godejohann nunmehr aus. Manuel Di Paterniano, Christian Baden und Manuel Roßblatt können in diesem Derby auch nicht mitwirken. Der zugleich als Sportlicher Leiter agierende Roßblatt hat beobachtet: „Die Mannschaft ist gestern an ihre Grenzen gegangen und einige müssen erstmal Kräfte sammeln", glaubt er, dass „es nicht unwahrscheinlich ist, „dass die Spielvereinigung auf einige Stammkräfte verzichten wird. Den Gegner sieht er als eine „gute, fußballerische Mannschaft, die über einige starke Akteure verfügt" und nach den zuletzt doch guten Ergebnissen auch selbstsicher daherkommt. Dennoch verfolgt der Aufsteiger vor allem vor heimischer Kulisse auch eigene Interessen, daher gilt: „Um den Klassenerhalt weiter im Auge zu behalten, wäre zumindest ein Punkt Pflicht. Dass uns dies gelingt, sehe ich aber durchaus als realistisch an, denn man hat am Sonntag gesehen, das die Mannschaft fokussiert gearbeitet hat", macht dieser Auftritt gegen die Residenzler Mut. Im Nachholspiel der 18. Runde zeigt sich auch TuS Kachtenhausen-Kicker Alexander Binder überzeugt, dass man in solch einem Spiel „keinen zu motivieren braucht. Wegen beruflichen Verpflichtungen und Urlaub wird der eine oder andere Kicker fehlen. Binder gibt sich jedoch überzeugt: „Wir werden trotzdem eine schlagfertige Truppe zusammenkriegen."



Post TSV Detmold II vs. FC Fortuna Schlangen


(hk). Eigentlich hätte die Begegnung des Aufsteigers gegen den Spitzenreiter am 19. Spieltag stattfinden sollen. Nun spielt der im Jahr 2017 noch sieglose Tabellenzehnte eben heute um 19.30 Uhr gegen die Fortuna. Nach einer Niederlagenserie hat die Mannschaft von Spielertrainer Jens Kaiser zuletzt mit einem 2:2 in Hagen/Hardissen wieder zumindest einfach gepunktet. Post TSV II-Betreuer Georgi Kratschalo rechnet damit: „Heute wird es ein schweres und intensives Spiel gegen den frisch gebackenen Tabellenführer aus Schlangen, sie sind klarer Favorit", macht es Kratschalo psychologisch äußerst geschickt, er weiß: „Wir können frei aufspielen", und sagt mit Blick auf die Fortuna: „Schlangen hat den Druck", immerhin wollen die Blau-Weißen in der nächsten Saison doch allzu gerne in der Bezirksliga Fußball spielen.

Für Fortuna-Coach Werner Koch handelt es sich bei diesem Gastspiel in der Werre-Arena um „eine anspruchsvolle Aufgabe." Schließlich kommt der Stress dazu, auswärts spielen zu müssen, „da einige erst auf den letzten Drücker zum Spiel können", sind es berufliche Verpflichtungen, die Priorität genießen. Nach der 8:0-Gala bei SuS Lage wünscht sich Werner Koch vor dem Spiel: „Wir wollen an die ansprechende Leistung der zweiten Hälfte in Lage anknüpfen, wissen aber auch, dass wir voll gefordert werden", ist der Respekt vor den zuletzt sieglosen Detmoldern nicht von der Hand zu weisen.


 

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