Bezirksliga Staffel 2

Der Tabellenführer kommt


(rb). Anspruchsvolle Aufgaben warten am kommenden Wochenende auf das Lipper Trio in der Bezirksliga 2. Der TSV Oerlinghausen hat eine Reise zur Reserve von Regionalligist SC Wiedenbrück zu bewältigen. Vor heimischer Kulisse treten die übrigen beiden Vertreter an. Der TBV Lemgo ist dabei gegen den Tabellenführer Viktoria Rietberg klarer Außenseiter, der Post TSV Detmold muss seiner Favoritenrolle gegen Abstiegskandidat BV Werther gerecht werden.


Von Raphael Bopp



SC Wiedenbrück II - TSV Oerlinghausen


Am Sportzentrum Burg in Rheda-Wiedenbrück geht es am Sonntag ab 15 Uhr zwischen dem SC Wiedenbrück II und dem TSV Oerlinghausen um Bezirksliga-Punkte.

Der SCW II kann dabei in den letzten Wochen auf eine starke Bilanz zurückblicken, drei Siege in Folge führten das Team in die obere Tabellenhälfte. Vor dem Match gegen die Bergstädter liegt Wiedenbrück auf Rang acht.

Dicht dahinter, auf Rang zehn, lauert der TSV Oerlinghausen. Das Team von Trainer Thorsten Neubauer musste aber zuletzt zwei Niederlagen hinnehmen, gegen Detmold und Dornberg blieb man ohne Punkte. Die Favoritenrolle geben die Bergstädter daher weiter: „Wiedenbrück geht als Favorit ins Spiel. Es wird darauf ankommen, dass wir in der Defensive kompakt gut verteidigen und vorne dann unsere Torchancen nutzen", erwartet Neubauer ein schwieriges Spiel. Der Coach sieht seine Schützlinge bereits im Duell mit Spielern, die für gewöhnlich höherklassig im Einsatz sind. „Wiedenbrück wird sicherlich einige Akteure aus dem Regionalligakader dabei haben, von daher dürfen wir sie nicht ins Spiel kommen lassen." Bewegung zwischen verschiedenen Mannschaften gibt es aber auch in Oerlinghausen, wodurch sich der TSV eine Verstärkung erhofft: „Positiv ist derzeit, dass sich eineige A-Jugendspieler des Bezirksligakaders aus den eigenen Reihen im Training empfehlen. Es ist nicht auszuschließen, dass der ein oder andere Spieler vielleicht sogar Sonntar einen Einsatz bekommt." Erhöht werden diese Chancen allein dadurch, dass mit Mojib, Weigelt, Busslaf, Berisha und Abdiu fünf Akteure fehlen werden.

Abseits des Platzes treibt der Verein seine Entwicklung weiter voran und setzt dabei auf Konstanz. Sebastian Boer (A-Ligateam), sowie Thorsten Neubauer, sein Assistent Milko Micanovic und Torwarttrainer Wolfgang Recker haben ihr Engagement am Kalkofen verlängert. Osvaldo Ratzlaff freut sich über die Verlängerungen und betont: „Kramerund Ratzlaff haben ihr Ziel erreicht."



TBV Lemgo - Viktoria Rietberg


Auch der TBV Lemgo geht nicht gerade als Favorit auf den Platz, wenn sie am heimischen Jahnplatz am Sonntag ab 15 Uhr gegen Liga-Primus Viktoria Rietberg spielen.

„Da kannst du eigentlich nicht viel falsch machen", gibt sich TBV-Trainer Andreas Goll daher unaufgeregt. „Aber natürlich werden wir das Ding nicht herschenken." Allerdings wird die Lage für den TBV noch durch zahlreiche Ausfälle gerade in der Defensive erschwert. Mit Rawe, Günther und Becker fehlen hier die Stammkräfte. „Das verbessert die Lage nicht, könnte die Mannschaft aber anregen, dass sie sich richtig reinhängen", hofft Goll dadurch eher auf eine Jetzt-erst-recht-Mentalität in seinem Team. Eine gute Leistung wird in jedem Fall von Nöten sein, denn Rietberg „steht nicht umsonst da oben. Sie haben den besten Torschützen und ein starkes Mittelfeld", weiß Goll um die Qualitäten des Gegners. Die eigenen Ausfälle und die Stärke der Viktoria machen eine neue Taktik notwendig: „Ich habe zwei Namen ganz oben auf meiner Taktiktafel stehen", verrät Goll und verweist auf Marc Birkenhake (31 Saisontore) und seinen Nebenmann Wadim Reger (14 Saisontore). „Es wird darum gehen, die beiden auszuschalten. Wir müssen mit Mann und Maus verteidigen und dann in der Offensive gucken, dass wir mit einem Tor vielleicht etwas mitnehmen."



Post TSV Detmold - BV Werther


Für den Post TSV Detmold sind drei Punkte zu holen und gegen den BV Werther sind die Residenzler am Sonntag ab 15 Uhr auf dem Werresportplatz klar favorisiert.

„Wir spielen am Sonntag zuhause gegen Werther, wo wir sicherlich drei Punkte holen wollen und müssen", weiß Trainer Michael Grundmann. Diese vermeintliche Klarheit kann aber auch gefährlich werden: „Werther kämpft gegen den Abstieg, das ist immer sehr gefährlich gegen solche Mannschaften, die sich natürlich doppelt den Arsch aufreißen. Trotzdem sind wir zuhause konstant und gut und wolle auf jeden Fall auch drei Punkte haben", lässt er aber keine Ausreden gelten. Zumal die Personallage nicht mehr so angespannt ist wie zuletzt. Tobi Stork, Johann Felker und Christian Schiprowski kehren ins Team zurück, „sodass wir 13-14 Leute haben. In den letzten Wochen waren es ja meistens nur zwölf." Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: „Bitter ist natürlich, dass Manuel Wichmann sich am Dienstag im Training die Achillessehne gerissen hat und nach seinem Muskelbündelriss, wo er schon vier Monate gefehlt hat, jetzt natürlich nochmal sechs Monate fehlt. Unglaublich schade und traurig, dass es ihm wieder passiert ist." Aus Wichmanns Verletzung soll aber auch Motivation für Sonntag entstehen. „Deswegen werden wir uns Sonntag auch doppelt den Arsch aufreißen, auch für ihn. Wir wollen auf jeden Fall gewinnen, das ist das wichtigste."

 

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