Kreisliga A | Detmold

Heiden duelliert sich mit Berlebeck/Heiligenkirchen im Kampf um den Klassenerhalt

Kreisliga A Detmold (hk). Der 27. Spieltag findet am heutigen Dienstagabend mit einem Spiel weniger statt. Da der Rasenplatz am Schulzentrum Mitte auch weiterhin noch gesperrt ist, fällt die Begegnung des SC Ditib Detmold gegen den FC Augustdorf aus. In den acht weiteren Spielen wird um wichtige Punkte für den Aufstieg und den Klassenerhalt gekämpft. In beiden Tabellenregionen ist die Spannung ein ganz wichtiger Faktor. Besonders interessant wird die Partie zwischen dem TuRa Heiden und SF Berlebeck/Heiligenkirchen, da es hier zu einem direkten Duell zwischen zwei abstiegsgefährdeten Teams kommt.

Von Henning Klefisch und André Bell


FC Fortuna Schlangen vs. TSV Rischenau

(hk).
Den TSV Rischenau bezeichnet Schlangen-Coach Werner Koch als einen „ansprechenden Gegner mit neuem, alten Trainer und seit vier Spielen ungeschlagen", wird diese Aufgabe für die Fortuna-Kicker sehr anspruchsvoll sein. Daher ist nach Aussage von Koch entscheidend: „Wir müssen eine gute Leistung zeigen, um erfolgreich zu sein. Wir kennen die Stärken, aber auch Sachen, die vielleicht nicht so gut ausgeprägt sind", zeigt er sich „gespannt, ob wir uns verbessert zeigen", in einem Spiel, in dem der eine oder andere Akteur beim Spitzenreiter fehlen wird. Da das jüngste Gastspiel der Fortuna am Ostersamstag ausgefallen ist, ist der Tabellenführer definitiv ausgeruht. Der Respekt beim TSV Rischenau vor dem kommenden Gastspiel beim FC Fortuna Schlangen ist gewaltig. Sebastian Tunke spricht hier immerhin vom Duell „beim besten Team der Liga!" Auch wenn die Rischenauer zuletzt einen klaren Aufwärtstrend demonstrierten, „sind wir natürlich krasser Außenseiter", gibt der Obmann bei Lippe-Kick zu, hofft auch am Rennekamp Zuwachs für das eigene Punktekonto zu erwirtschaften, in dem Wissen, dass dies „natürlich besonders schwer ist." Keine große Überraschung im Lager des Tabellenneunten aus Rischenau, dass die Personalsituation in diesem Wochentagsspiel „immer schwierig ist." Sebastian Tunke weiß noch aus der eigenen Erfahrung als Spieler zu berichten: „Es sind aber auch die Spiele, auf die man sich am meisten freut als Spieler, sich mit den Besten messen, auf einem Top-Platz und unter Flutlicht", könnten hier vielleicht Helden geboren werden.


SV Diestelbruch/Mosebeck vs. Spielvereinigung Hagen/Hardissen

(hk). Nach sieben Punkten aus den letzten drei Partien soll die Miniserie fortgeführt werden. An das Hinspiel erinnert Weber sich nicht gerne zurück, weil: „Im Hinspiel haben wir drei sicher geglaubte Punkte nach drei Standards noch verloren. Das zeigt uns, dass man sich gegen niemanden in der Liga Fehler erlauben darf", sollte nun die nötige Konzentration demonstriert werden. Weber hat auch den Süden der Tabelle im Kopf, wenn er bei Lippe-Kick zu Protokoll gibt, dass für den „Gegner viel auf dem Spiel steht", weshalb die Kicker des SV Diestelbruch/Mosebeck „gewarnt sind." Bis auf den verletzten Spielführer Christian Zimmermann kann Weber auf alle Spieler bauen, die sich „im Training aufdrängen." Etwas Erleichterung gibt es im Gästelager zu vernehmen. Der 3:1-Derbysieg gegen SuS Lage ist enorm wichtig gewesen, allerdings ist die Enttäuschung nach der 2:4-Niederlage gegen Rischenau am Ostersamstag nicht gerade gering gewesen. Nun geht es auf den neuen Kunstrasenplatz nach Diestelbruch, wo Hagen/Hardissen-Coach Michel Wißmann mit einem „schwierigen Spiel" rechnet. In der Verteidigung möchte der Aufsteiger stabil stehen, um dann „vielleicht etwas mitnehmen zu können", so der Wunsch von Wißmann. Eine Sache möchte er noch anmerken: „Was mich positiv stimmt ist, dass wir Woche für Woche unsere Tore machen!" Aber: „In der Defensive gibt es jedoch immer wieder Probleme, woran wir arbeiten!" Hoffnung macht ihm, dass mit Ridderbusch und Di Paterniano zwei potentielle Leistungsträger wieder in den Trainingsbetrieb zurückkehren, am Dienstag allerdings keine Option darstellen. Der am Zeh verletzte Björn Freitag steht nicht zur Verfügung.


SuS Lage vs. TuS WE Lügde

(hk). In Bestbesetzung kann SuS Lage agieren. Nach dem Sieg zuletzt gegen SuS Pivitsheide „wollen wir natürlich an Samstag anschließen", verkündet Abwehrspieler Manuel Eßer die Marschroute und fügt hinzu: „Lügde ist zur Zeit gut drauf, aber wir wollen die Punkte holen", können die Lagenser in Bestbesetzung auflaufen. TuS WE-Keeper Felix Wessel gibt sich ganz pragmatisch, wenn er davon spricht, dass die lange Reise auch mit einem dreifachen Punktgewinn belohnt werden soll. Allerdings warnt er vor den Lagensern, die nach dem Trainerwechsel mit einem 3:1-Heimsieg über SuS Pivitsheide überzeugten. „Ich denke, die sind hochmotiviert", glaubt Wessel, der die Personalsituation als „nicht so rosig" beschreibt, fallen doch R. Schlieker (gesperrt), S. Schlieker (verletzt), Jahn, Schmalisch (beide Arbeit) und Jagalla (privat) definitiv aus und steht hinter dem Einsatz des einen oder anderen Spielers noch ein Fragezeichen.


TuRa Heiden vs. SF Berlebeck/Heiligenkirchen

(hk). Nach dem torlosen Remis gegen Ditib Detmold folgt nun also das nächste Heimspiel gegen einen direkten Tabellennachbarn für den TuRa Heiden. Auch im Spiel gegen die Sportfreunde Berlebeck/Heiligenkirchen steht für TuRa-Trainer Thorsten Schmiech fest: „Wir wollen das Spiel natürlich gewinnen", er möchte aber auch die Entwicklung unter Geffers nicht unterschätzen: „Der Gegner ist sehr gut aus der Winterpause gekommen und ist sicher nicht mehr mit der Mannschaft aus der Hinrunde vergleichbar", möchte der Turn- und Rasensportverein das eigene Spiel durchsetzen und mehr Effizienz im Torabschluss beweisen als zuletzt. „Wenn uns das gelingt, bin ich zuversichtlich, auch heute zu punkten", möchte man gegen BHK keine Gastgeschenke verteilen, da man vor heimischer Kulisse bekanntlich die Basis für den Klassenerhalt legen muss. Zur Personalsituation kann Schmiech berichten: „Personell sind bei uns Wochenspiele immer eine kleine Wundertüte aufgrund arbeitsbedingter Verpflichtungen, aber wir werden ein schlagkräftiges Team auf den Platz bringen", kann dies ihn hoffnungsfroh stimmen. Für BHK-Coach Thorsten Geffers ist das Spiel beim TuRa Heiden sicherlich ganz besonders, schließlich agierte er ein Vierteljahrhundert beim direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt als Spieler und Spielertrainer, hat er zudem gleich zweimal den Sprung in die Bezirksliga mit seiner „alten Liebe" als Coach geschafft. Das rückt aber für die 90 Minuten auf dem Spielfeld in den Hintergrund, wie er gegenüber Lippe-Kick betont: „Aber heute stehen wir uns leider als Gegner im Kellerduell gegenüber. Aufgrund der zu erwartenden schlechten Platzverhältnisse erwarte ich ein kampfbetontes Spiel, in dem es für beide Teams um viel gehen wird." Geffers fordert: „Keiner darf jetzt den Anschluss ans untere Mittelfeld verlieren", weshalb er nicht damit rechnet, dass es auf der Rotenbergkampfbahn spielerische Highlights geben wird. Die Marschroute ist klar: „Es muss gepunktet werden." Im Vergleich zur 0:2-Heimniederlage gegen Hiddesen/Heidenoldendorf gibt es personell nicht viele Neuigkeiten. Hinter dem Einsatz von einigen angeschlagenen Akteuren steht noch ein Fragezeichen.


TuS Kachtenhausen vs. SC Augustdorf

(hk). Ein schmuckloses 1:1-Unentschieden gab es im Hinspiel zwischen dem TuS Kachtenhausen und dem SC Augustdorf. Nach einer mäßigen Hinserie hat sich der TuS Kachtenhausen heimlich, still und leise bis auf den sechsten Tabellenplatz vorgeschoben. Eine punktreiche Rückrunde sei Dank. Stürmer Alexander Binder ist auf den Geschmack gekommen, wenn er fordert: „Wir wollen in der Rückrunde so viele Punkte wie möglich holen." Bis zu drei Akteure spielen nicht mit, weitere Ausfälle gesellen sich dazu. Aber Binder hat erkannt: „Augustdorf wird personell auch ein paar Probleme haben, da ihnen drei Spieler wegen Gelb-Roter Karten fehlen", warnt er aber tunlichst davor, „einen angeschlagen Gegner zu unterschätzen." SCA-Trainer Ayhan Tumani erklärt vor dem Spiel: „Man sieht an der Tabelle, wie stark der Gegner ist", wird er auf die gesperrten Spieler Daniel Kleinwegener, Serhat Tumani und Levent Kozak verzichten müssen. Dennoch: „Unser Ziel ist es dort zu gewinnen", erklärt der Coach.


TuS Horn-Bad Meinberg vs. Post TSV Detmold II


(ab). Auf dem Hartplatz des Eggestadions des TSV Horn begrüßt der TuS Horn-Bad Meinberg am heutigen Abend die Zweitvertretung des Post TSV Detmold. Am Samstag hatte der TuS gezwungenermaßen spielfrei, die Stadt sperrte beide Plätze, also sowohl Rasen als auch Asche, das Spiel gegen Fortuna Schlangen musste abgesagt werden. Etwas Gutes hat die Absage aber vielleicht doch. „Ich hoffe, dass einige der angeschlagenen Spieler jetzt zurückkommen", setzt Andre Schnatmann darauf, dass sich in der Pause der ein oder andere Spieler regenerieren konnte. „Wir müssen mal schauen, wer sich erholt hat", gibt es allerdings keinen aktuellen Stand, welche Spieler ausfallen und wer einsatzfähig ist. Das Ziel nach drei Niederlagen in Folge ist aber dennoch klar: „Wir wollen zurück in die Erfolgsspur." Also drei Punkte um „am Ende der Saison unter der den Top Fünf der Liga zu stehen." Mit dem Post TSV Detmold II kommt ein Gegner, der letzte Woche das erste Erfolgserlebnis des Jahres feiern konnte, gegen den SC Augustdorf gab es ein klare 4:0. „Letzte Woche haben wir den ersten Dreier der Rückrunde eingefahren, ich hoffe, dass wir darauf aufbauen werden", so Post-Kicker Tim Haskins. „Wäre nicht schlecht, heute gleich nochmal zu punkten. Klar ist Horn ein schwerer Gegner, die sind unter den ersten fünf, das wird eine schwere Sache. Aber wenn wir geschlossen und mit einer kämpferischen Leistung an das Spiel rangehen, dann denke ich, dass wir vielleicht einen Punkt mitnehmen können." Personell wird sich bei den Residenzlern im Vergleich zu den letzten Wochen nicht viel ändern, wie Haskins verrät: „Wir haben den gleichen Kader wie die letzten Wochen, aus der ersten können wir auch niemanden bekommen, die haben selbst Personalnot." Einen kleinen Vorteil sieht er aber: „Der Ascheplatz könnte uns ein klein wenig mehr liegen als der Rasen. Ich hoffe einfach, dass wir mit breiter Brust ins Spiel gehen, Selbstvertrauen tanken können und wer weiß, vielleicht nehmen wir dann einen oder sogar drei Punkte aus Horn mit. Das wäre genial." Philip Dräger wird als Schiedsrichter die Partie um 19:30 Uhr anpfeifen.



SF Oesterholz/Kohlstädt vs. SV Eintracht Jerxen/Orbke

(hk). Der Anspruch ist bei den abstiegsbedrohten Sportfreunden aus Oesterholz/Kohlstädt ganz klar. Man möchte tunlichst vermeiden, eine weitere Serie zu starten. Nach vier Dreiern in Folge will man nicht zum zweiten Mal in Serie verlieren. Obmann Björn Brinkmann sagt zur Ausgangslage: „Man sieht, wir sind zwar ein ganzes Stück herangerückt, aber die anderen punkten auch immer mal wieder und es wird bis zum Ende sehr spannend bleiben. Das müssen wir verinnerlichen", fordert er von seinen Spielern und ärgert sich immer noch über das 0:1 gegen den TuS Kachtenhausen, was er als eine „doofe Niederlage" bezeichnet. Dennoch ist ihm auch in der Erfolgsphase bewusst gewesen, dass Niederlagen folgen werden. Nun geht es also gegen die aufstiegswillige Eintracht aus Jerxen/Orbke. Brinkmann hat beobachtet: „Zum Schluss haben sie aber auch immer wieder Federn lassen müssen, sei es gegen Berlebeck/Heiligenkirchen oder zuletzt im Spitzenspiel gegen Augustdorf", spricht dies nicht unbedingt für eine Unverwundbarkeit. Überragend hat sich der Tabellendritte allerdings im Hinspiel gegen Oesterholz/Kohlstädt präsentiert, als es einen deutlichen 9:0-Erfolg gegeben hat. Aber: „In der Zwischenzeit ist viel passiert und wir werden es Jerxen in Kohlstädt so schwer wie möglich machen", kündigt der Obmann an, dass die Möller-Jungs sich die Punkte „bei uns schon verdienen müssen." Schließlich ist das Osterfest und damit auch „die Geschenkzeit nun einmal vorbei." Brinkmann spekuliert mit Bonuszählern und stellt mit Freude fest: „Ich wüsste keinen, der nicht spielen kann und will." Nach dem Remis im Spitzenspiel gegen den FC Augustdorf (2:2) bringt SVE-Obmann Matthias Kuhlmann zum Ausdruck: „Wir erwarten eine zähe Partie, wollen aber die drei Punkte mitnehmen", haben sich die Sportfreunde aber in den letzten Wochen zum Favoritenschreck entwickelt.


SuS Pivitsheide vs. SG Hiddesen/Heidenoldendorf

(hk).
Nach der 1:3-Niederlage beim Abstiegskandidaten SuS Lage möchten die Pivitsheider nun eine Reaktion im Derby gegen den starken Aufsteiger zeigen. Mit einem Heimdreier könnten die Brokmänner auf Rang sechs springen. Richtig Luft verschafft hat sich im Abstiegskampf die SG Hiddesen/Heidenoldendorf, die am Ostersamstag einen 2:0-Auswärtssieg beim direkten Konkurrenten SF Berlebeck/Heiligenkirchen gelandet hat und mit 29 Punkten bis auf den elften Tabellenplatz sich hat vorschieben können. Im Vergleich zum Spiel in Heiligenkirchen kehren Oliver Petkau, Valentin Römisch und Jannik und Jonas Sprengelmeyer in den Kader zurück. Insgesamt verfügt Soylu über sechs A-Jugendliche im 16 Mann starken Kader. Sebastian Schönfelder wird nicht mitwirken können. Gelb gesperrt fehlen Daniel Kirchgässner und Oliver Lukas. „Einen Punkt wollen wir mitnehmen und uns von den Abstiegsrängen weiter entfernen", ist bei Lütfi Soylu die Vorfreude vor dem Derby enorm. Im Hinspiel verlor der Aufsteiger sein Heimspiel gegen SuS Pivitsheide mit 3:4.

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