Bezirksliga Staffel 2

Zwischen Topspiel und Pflichtsieg



Bezirksliga 2 (hk). Während der Post TSV Detmold den Klassenerhalt bei vier noch ausstehenden Spielen und elf Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsrang so gut wie eingetütet hat, brauchen der TSV Oerlinghausen und vor allem der TBV Lemgo noch einige Zähler. Der Aufsteiger aus Lemgo fährt zum abgeschlagenen Schlusslicht FC Stukenbrock, während Oerlinghausen mit dem Tabellenzweiten VfR Wellensiek ein Großkaliber am heimischen Kalkofen begrüßt. Die Postler reisen zum Tabellennachbarn SV Spexard II und hoffen auf Beute.



Von Raphael Bopp



TSV Oerlinghausen - VfR Wellensiek


Dem TSV Oerlinghausen fehlen noch zwei Siege zum sicheren Klassenerhalt. Den ersten wollen die Bergstädter schon gegen Wellensiek holen, das am Sonntag ab 15 Uhr am Kalkofen zu Gast ist.

Die Favoritenrolle liegt aber nicht beim TSV, der aktuell nur auf Rang zwölf notiert ist. „Wir erwarten eine sehr spielstarke und kompakte Wellensieker Mannschaft. Wellensiek möchte oben dran bleiben und wir wollen da unten raus. So einfach ist das", schildert Thorsten Neubauer die Ausgangslage. Zuletzt stimmten zwar die Ergebnisse nicht, der Auftritt gegen den Tabellenführer machte aber Mut. „Wir müssen da anknüpfen, wo wir gegen Rietberg aufgehört haben. Die zweite Hälfte habe ich uns besser gesehen." Dennoch finden sich die TSV-Kicker in einer unangenehmen Lage, bei sechs Zählern Vorsprung droht der Abstiegskampf. „Es geht jetzt nur noch über Kampf, Leidenschaft und Disziplin. Wir spielen zuhause und wollen nicht verlieren", sind die Anforderungen aber bekannt. Eine zusätzliche Hürde könnte das Verletzungspech werden, denn „leider haben wir mit einigen Blessuren zu kämpfen. Ein Einsatz von Dawid Stroisz ist fraglich und ob Bujar Mavriqi spielen kann, müssen wir vor dem Spiel entscheiden. Beide wären ein Verlust für das Team." Andererseits kann sich Neubauer über die Rückkehr von Tobias Dingerdissen freuen. „Tobse ist ein wichtiger Spieler, er kann hervoragend antizipieren und ist im Aufbauspiel meiner Meinung nach einer der besten Spieler der Liga", betont der Coach den Stellenwert des Rückkehrers. Daher trauen sich die Bergstädter am Sonntag einiges zu: „Es wird schwer aber nicht unmöglich, gegen Goliath zu kämpfen."

Dieser Goliath namens VfR Wellensiek ist der letzte echte Konkurrent von Viktoria Rietberg im Kampf um die Staffel-Meisterschaft. Bei acht Punkten Rückstand und noch vier zu absolvierenden Spielen sind die Chancen des VfR aber eher theoretischer Natur. Vorraussetzung wäre ein Sieg gegen Oerlinghausen und eine Fortsetzung der bereits fünf Spiele dauernden Serie.



SV Spexard II - Post TSV Detmold


Ein Spiel im Niemandsland der Tabelle erwartet die Zuschauer am Sonntag in Gütersloh. An der Josefschule empfängt der SV Spexard II den Post TSV Detmold.

Drei Siege in Folge bescheren dem SVS im Saisonfinale ein komfortables Polster auf die Abstiegsränge. Sieben Zähler brachte die zweite Mannschaft zwischen sich und die Gefahrenzone und verbesserte sich darüber hinaus auf Platz elf.

Platz neun geht aktuell an den Post TSV Detmold, der noch vier Punkte mehr sammeln konnte. Dass Spexard die Zähler dringender benötigt, könnte ein Problem werden, doch Johann Felker und Co. wollen es nicht soweit kommen lassen: „Am Sonntag haben wir ein schweres Auswärtsspiel vor der Brust. Spexard II steckt noch mitten im Abstiegskampf und benötigt jeden Punkt, zuhause wollen die bestimmt auch auf drei Punkte spielen. Obwohl es für uns nur noch um die goldene Ananas geht, wollen wir jedes Spiel gewinnen",stellt er aber klar und nennt die Gründe. „Erstens wollen wir nicht den Wettbewerb verzerren, es kann auch uns eines Tages treffen, da wären wir dankbar für jede Mannschaft, die alles gibt obwohl die durch ist. Und zweitens stehen wir diese Saison ziemlich schlecht dar in der Tabelle, deswegen wollen wir aus den letzten Spielen die bestmögliche Punktausbeute machen, um eventuell noch ein, zwei Plätze nach oben zu rücken." Die Residenzler rechnen in jedem Fall mit einem schwierigen Spiel, zumal noch nicht klar ist, wen sie auf den Platz schicken können. „Es wird ein schweres und hartes Spiel, das wohlmöglich kampfbetont sein wird, da Spexard alles daran setzen wird, um die Punkte zu behalten. Wir haben zurzeit nur elfb is zwölf gesunde Spieler, viele Verletzte, deswegen gehen wir so ziemlich am Stock, was aber keine Ausrede sein soll. Wir wollen das Spiel gewinnen und werden alles mögliche dafür tun."



FC Stukenbrock - TBV Lemgo


Dieses Spiel scheint entschieden, bevor es überhaupt begonnen hat. Kaum jemand rechnet mit einem Heimsieg, wenn am Sonntag ab 15 Uhr der FC Stukenbrock auf den TBV Lemgo trifft.

Das liegt in erster Linie an der Bilanz des FCS, der Tabellenletzter ist und bereits sicher abgestiegen ist. Fünf Punkte landeten bisher auf dem Konto der Stukenbrocker, die mit 112 Gegentoren die Schießbude der Liga sind.

Die jüngsten Ergebnisse des TBV Lemgo sorgten in der Hansestadt jedoch auch nicht für Begeisterung. Einen einzigen Sieg feierte der TBV in den letzten fünf Spielen und rutschte dadurch auf Rang 14 ab. Nur noch zwei Zähler trennen das Team von Andreas Goll vom ersten Abstiegsplatz, weshalb auch der Trainer weiß, „dass wir die drei Punkte holen müssen". Zwar fehlt ihm mit Ali Celik eine verlässliche Offensivkraft, dafür kehren mir Reichert und Becker zwei Akteure in den Kader zurück. Ein Schlüssel zum Sieg wird „die Einstellung sein. Stukenbrock ist keine Schießbude mehr, die haben sich stabilisiert. Trotzdem fahren wir dahin mit dem Selbstbewusstsein, um drei Punkte zu holen", kann es nur ein Resultat geben.

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