Bezirksliga Staffel 2

Den letzten Schritt gehen

Bezirksliga 2 (rb). Es wird für die lippischen Teams nicht einfacher in der Schlussphase der Bezirksliga-Saison. Der Klassenerhalt ist für den TSV Oerlinghausen noch nicht beschlossene Sache, weil man zuletzt sicher geglaubte Punkte liegen ließ. Beim FSC Rheda soll das nun nachgeholt werden. Ähnliche Ambitionen hegt der TBV Lemgo, der den TuS Dornberg zu Gast hat. Sorgenfrei ist hingegen der Post TSV Detmold, die Residenzler haben mit dem FC Stukenbrock eine lösbare Aufgabe vor der Brust.

Von Raphael Bopp

FSC Rheda vs. TSV Oerlinghausen

Die TSG-Kampfbahn ist die passende Bühne für den Abstiegskampf des TSV Oerlinghausen. Am Sonntag ab 15 Uhr geht es hier gegen die Gastgeber vom FSC Rheda um wichtige Punkte.
Es könnte auch als Krisengipfel durchgehen, denn beide Teams laufen ihrer Topform derzeit hinterher. Drei Niederlagen in Folge sorgen dafür, dass der FSC auf Rang acht durchgereicht wurde. Mit 45 Punkten hat Rheda sich aber schon früh aller Abstiegssorgen entledigt.
Das will auch Oerlinghausen so schnell wie möglich schaffen. Weil man aber zuletzt fünf Spiele lang sieglos blieb, mussten die Bergstädter auf den Klassenerhalt noch warten. „Spätestens jetzt sollte allen mal klar werden, dass es um den Abstieg geht", macht auch Trainer Thorsten Neubauer klar. „Die letzten Begegnungen haben gezeigt, dass wir gegen Mannschaften wie Rietberg und Wellensiek durchaus mithalten können", gibt es aber Anlass zur Hoffnung. Jedoch ist die aktuelle Lage nicht einfach, Neubauer begründet dies unter anderem mit fehlendem Personal: „Leider haben wir auch einige Spieler, die mit leichten Verletzungen in die Spiele gehen. Wir haben einfach einen zu dünnen Kader. In den vergangenen Wochen mussten wir genau hingucken und ein Gleichgewicht zwischen Belastung und Entlastung finden." Die größten Pluspunkte des TSV sind also das Polster von fünf Punkten und das Wissen, dass man stark genug ist, im Abstiegskampf zu bestehen. Genau dieses Potential soll nun wieder auf den Platz gebracht werden. „Wir werden nicht aufgeben und weiter Fussball spielen. Gegen den FSC müssen wir kompakt stehen und Standardsituationen vermeiden. Wir werden gucken müssen, wer alles spielen kann." Ein eigener Punktgewinn und eine Niederlage des SV Häger in Friedrichsdorf würden den Klassenerhalt bereits sicherstellen.

TBV Lemgo vs. TuS Dornberg

Am Jahnplatz hofft der TBV Lemgo, am Sonntag seinen letzten Sieg untermauern und einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen zu können. Das Ziel sind drei Punkte gegen den TuS Dornberg.
Der Aufsteiger aus Lemgo konnte sich mit dem 3:2 in Stukenbrock einen Vorsprung auf die Abstiegsplätze erspielen. Vier Punkte trennen das Team von Andreas Goll derzeit von der Gefahrenzone und so kann sich der TBV bereits am Wochenende retten, wenn man selbst gewinnt und Häger in Friedrichsdorf nicht erfolgreich ist.
Dornberg hat als Vierter keine nennenswerten Ambitionen mehr, zeigte aber mit zwei Siegen zuletzt, dass man noch Lust auf die Punkte hat. Mit einem Sieg gegen Hicret ließen sie außerdem keine Zweifel, dass sie auch gegen Abstiegskandidaten voll zur Sache gehen. Daher wird Lemgo alles investieren müssen, kann aber auf die Perspektive vorzeitiger Klassenerhalt als Motivation zurückgreifen.

Post TSV Detmold vs. FC Stukenbrock

Auf dem Papier ist es eine klare Angelegenheit. Der Post TSV Detmold, seines Zeichens im Mittelfeld der Tabelle beheimatet, empfängt am Sonntag um 15 Uhr den Tabellenletzten FC Stukenbrock.
Für die Residenzler geht es in der Liga bereits um nichts mehr. Auf Rang neun droht weder nach unten Gefahr, noch sind nach oben große Sprünge möglich. Stattdessen steht bereits das Kreispokalfinale gegen Fortuna Schlangen bevor, in dem man die Saison neben dem LZ-Cup mit einem weiteren Titel beenden kann.
Für Stukenbrock geht es nur noch um Schadensbegrenzung. Der Abstieg des FCS steht bereits seit längerem fest, denn bisher landeten erst fünf Punkte auf dem Konto der Gäste. Die Niederlagenserie fand auch am vergangenen Sonntag beim 2:3 gegen den TBV Lemgo ihre Fortsetzung. Die Favoritenrolle ist also klar an den Post TSV Detmold verteilt, zu klar scheinen die Qualitätsunterschiede zwischen beiden Teams. Dennoch warnt Johann Felker davor, die drei Punkte bereits einzuplanen. „Wir haben ein Heimspiel. Dass wir zuhause jeden schlagen können wissen wir, dennoch dürfen wir Stukenbrock auf keinen Fall unterschätzen!" Der Hauptgrund ist die Erinnerung an das Hinspiel: „Im Hinspiel haben wir Stukenbrock unterschätzt und deswegen nur 2:2 gespielt. Zuhause zählt nur ein Sieg, alles andere wäre eine Enttäuschung", soll sich das am Sonntag nicht wiederholen. Die Residenzler müssen dabei jedoch noch immer auf viele Spieler verzichten. „Personell gehen wir weiterhin am Stock, viele Verletzte und einige die in der 3. aushelfen. Nichtsdestotrotz wollen und werden wir gewinnen."

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