Bezirksliga Staffel 3

Abstiegskampf in Horn – Blomberg gegen Nieheim

(rb). Der Abstiegskampf spitzt sich zu in der Bezirksliga 3. Während oben alle Entscheidungen bereits gefallen sind, kämpfen im Keller noch vier Teams gegen den Abstieg. Darunter auch der RSV Barntrup, der aus diesem Quartett aktuell die schlechtesten Karten hat. Am Sonntag geht es für die roten Teufel nun ins Derby, im Eggestadion gastiert man beim TSV Horn, der sich bereits retten konnte. Parallel empfängt der Blomberger SV den FC Nieheim.


Von Raphael Bopp


Blomberger SV vs. FC Nieheim


Nicht ohne Grund spricht BSV-Trainer Richard Soethe vor dem Spiel seiner Blomberger gegen den FC Nieheim von einem Spiel „ um die goldene Ananas". Für beide Teams ist die Partie mit Blick auf die Tabelle bedeutungslos, nur minimale Verschiebungen sind noch möglich.

Der verlorene Anreiz war den Teams in den letzten Wochen anzumerken, Soethe hat diese Entwicklung auch beim Gegner verfolgt: „Nieheim hat bisher eine sehr gute Serie gespielt und erst zuletzt die eine oder andere schwächere Partie aufgrund von Personalproblemen abgeliefert. Dies ist bei dieser Tabellenkonstellation, wo es eigentlich jeden Sonntag nur um die goldene Ananas geht, nach einer langen Saison auch nicht verwunderlich", so der Trainer, dessen Team aber selbst davon nicht verschont blieb. „Wir haben es die letzten Spiele selber erlebt. Vielleicht können wir die personelle Situation bei Nieheim und das Pokalspiel, dass sie am Freitag gegen Dringenberg bestreiten mussten, zu unserem Vorteil nutzen. Wir werden es sehen", gibt er sich aber zuversichtlich. In einem Punkt gibt es schon jetzt eine Verbesserung zu notieren, die angesprochenen Personalprobleme können gelöst werden. „Personell sieht es bei uns für Sonntag wieder besser aus, da einige länger erkrankte und verletzte Spieler wieder in den Kader zurückkehren. Wir werden daran arbeiten am Sonntag unser Punktekonto auf 49 aufzustocken", lautet daher die klare Zielvorgabe.


TSV Horn vs. RSV Barntrup


Es ist kein Derby wie jedes andere. Die Vorzeichen könnten nicht unterschiedlicher sein und doch ist mit einer intensiv geführten Partie zu rechnen, wenn am Sonntag ab 15 Uhr der TSV Horn und der RSV Barntrup auf dem Platz die Klingen kreuzen.

Denn für den TSV Horn geht es formal nur noch um die Ehre, der Klassenerhalt ist dem Aufsteiger bereits sicher. Die Punkte zu verschenken hat an der Egge aber niemand vor, wie Manager Ender Ünal betont: „Es geht dem Ende zu, wir haben unser Ziel schon seit zwei Wochen erreicht und haben das letzte Heimspiel vor uns. Wir würden es gerne mit drei Punkten für unsere Fans fortsetzen", soll alles Zählbare beim TSV Horn bleiben, „auch wenn uns einige Spieler verletzt und gesperrt sowie urlaubsbedingt fehlen. Aber aus Erfahrung weiß ich, dass es allen am Ende der Saison so geht", sieht Ünal darin keinen Nachteil. Es ist für den TSV das letzte Heimspiel der Saison, daher geht es auch darum, „uns anständig zu verabschieden", bevor am 8. Juni die Jubiläumsfeier des Vereins ansteht. So oder so gilt bei den Hornern aber auch am Sonntag: „Wir wünschen uns viele Zuschauer und ein faires Derby. Möge der bessere am Ende gewinnen."

Um mehr als ein gutes Spiel geht es dagegen für den RSV Barntrup, der nach wie vor im Abstiegskampf steckt. Als 15. liegt das Team derzeit zwei Zähler hinter dem rettenden Ufer. „Es geht weiter mit den Endspielen für uns. Im Lippederby müssen wir wieder, wie in den letzten Spielen, alles in die Waagschale schmeißen", ist sich Andreas Schlingmann der Lage bewusst. Mit zuletzt zwei Siegen haben die Barntruper aber bewiesen, dass sie den Ansprüchen gewachsen sind. Das soll am Sonntag bestätigt werden. „Mit der Einstellung der vergangenen Spiele, gehen wir sicher nicht chancenlos in das Spiel. Kratzen und Beißen und in den entscheidenden Situationen vor dem Tor die nötige Ruhe, dann könnte es klappen", ist das Erfolgsrezept denkbar einfach. Fünf Spieler werden dieses am Sonntag aber nicht umsetzen können, darunter auch die verletzten Funk, Daniel Schlingmann und Esau.

Im schlimmsten Fall könnte der Abstieg des RSV schon am Sonntag feststehen, nämlich dann, wenn die roten Teufel in Horn verlieren und Stahle und Warburg jeweils punkten. Verlieren aber beide, während der RSV die drei Punkte holt, hat Barntrup am letzten Spieltag den Klassenerhalt wieder in der eigenen Hand. Spannung ist also nicht nur wegen des Derbys garantiert.

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