Kreisliga A | Detmold

Rang fünf bis acht als Zielsetzung

Kreisliga A Detmold (hk). Wirklich souverän und mit guten fußballerischen Leistungen hat sich die SG Hiddesen/Heidenoldendorf vorzeitig den Klassenerhalt in der höchsten Detmolder Kreisliga gesichert. Einen Spieltag vor dem Saisonende rangiert der Aufsteiger mit 37 Punkten auf Rang zwölf und weist damit satte zehn Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf, der von den Sportfreunden Oesterholz/Kohlstädt belegt wird. In dieser Spielzeit hat sich die Spielgemeinschaft zu einer echten Attraktion in der Liga entwickelt, vielleicht sind sie sogar einer der spannendsten Vereine im gesamten lippischen Fußball, wenn man auch die Perspektive der Jugend betrachtet. Die sportliche Führung um Obmann Christoph Stelzle und dem Trainerteam Lütfi Soylu und Sascha Möller weiß, dass Stillstand Rückschritt bedeutet und versucht die Mannschaft weiter zu verstärken.

Von Henning Klefisch


Die
Neuzugänge machen absolut Sinn und haben alle eine Vergangenheit in Hiddesen/Heidenoldendorf. Onur Ünal kommt vom A-Ligakonkurrenten TuS Horn-Bad Meinberg zur SG. In der A-Jugend hat er bereits in Hiddesen gespielt. Steffen Hinder (Bild rechts) hat in der Vergangenheit einst ebenfalls für den VfL Hiddesen gespielt und wechselt vom SuS Pivitsheide zurück zu seinem Stammverein. Als neuen Keeper verpflichtete Soylu Niklas Hampe vom TuS Lipperreihe. In der B-Jugendbezirksliga hat er einst für den VfL Hiddesen das Tor gehütet. Nach einer Spielzeit bei Berlebeck/Heiligenkirchen spielte er zuletzt für den Lemgoer A-Ligisten aus Lipperreihe und gibt nun sein Comeback im Detmolder-Fußball. Aus der eigenen A-Jugend werden Trainersohn Miguel Can Soylu (Bild links), Michael Thissen und Christopher Knust in die erste Mannschaft hochgezogen, sie werden mit einem Doppelspielrecht ausgestattet.


„Die Mannschaft hat Moral bewiesen"

Nach
dem Rücktritt von Aufstiegstrainer Thorsten Geffers haben Möller (Bild links)/Soylu am Sonntag, den 1. Oktober, ihr Debüt im Heimspiel auf dem Hiddeser Bent gegen die SF Oesterholz/Kohlstädt gegeben. Nach einem 0:2-Rückstand zur Halbzeitpause haben die neuen Trainer in der Kabine die richtigen Worte gefunden und mit einer aufrüttelnden und emotionalen Ansprache dafür gesorgt, dass die Spielgemeinschaft im zweiten Abschnitt mit 4:2 gewinnt. „Die Mannschaft hat Moral bewiesen und ein Lebenszeichen gesendet", schwärmt Soylu auch heute noch davon. Nach dem achten Spieltag erinnert er sich, dass er die Mannschaft mit nur einem Zähler übernommen hat. „Es war richtig schwierig für uns, die Mannschaft so einzustellen, dass wir punkten. Wir waren schließlich zusammen mit Oesterholz/Kohlstädt abgeschlagen am Tabellenende." Sehr schmerzhaft war die Niederlage gegen Diestelbruch/Mosebeck, wo seine Truppe den 0:1-Rückstand in eine 2:1-Führung umwandelte, letztlich sich aber mit 2:4 geschlagen geben musste. Schließlich „hätten wir 4:1 oder 5:1 führen können", merkt Lütfi Soylu an. Auch die Pleite bei Oesterholz/Kohlstädt, wo sein Team nach einer 2:0-Führung noch 2:4 verloren hat, tat ihm weh.


Aussprache mit Geffers

Nun
geht der Blick in die Zukunft. Zunächst möchte sich die Spielgemeinschaft in der kommenden Serie den Klassenerhalt sichern und dann eine Platzierung zwischen Rang fünf bis acht in Angriff nehmen, erhofft sich Soylu (Bild rechts) auch durch die zahlreichen Jugendspieler „eine dynamische Truppe, die lauffreudig ist, mit Spielwitz und Kampfgeist." Den Grundstein dafür lieferte sicherlich Thorsten Geffers, der zweieinhalb Jahre mit Soylu zusammengearbeitet hat. Soylu hat zunächst als Reservetrainer den Klassenerhalt gesichert, während Geffers in einer zweifelsfrei schwierigen Gruppe B1 den erhofften Aufstieg knapp verpasst hat. Nachdem die Spielgemeinschaft in die vermeintlich etwas schwächere zweite B-Liga gewechselt ist, gelang die Rückkehr in die A-Klasse, während die zweite Mannschaft sich abermals den Klassenerhalt sicherte. „Mein Wunsch war es von Anfang an, in der Spielzeit 2017/18 mit Thorsten gemeinsam die erste Mannschaft zu coachen", verrät Soylu bei Lippe-Kick ebenso, dass die große Aussprache und anschließende Versöhnung zwischen den beiden stattgefunden hat. Lütfi Soylu kündigt zufrieden an, dass die beiden A-Ligatrainer auch in Kürze wieder den Konsum von einem Bierchen genießen werden. „Thorsten weiß genau, dass ich nichts Schlimmes wollte. Ich bin froh, dass wir den Disput beendet haben. Ich mag ihn und schätze ihn sehr. Ich habe viel von ihm gelernt", betont er. „Auch gut" findet er nun, dass er gemeinsam mit Sascha Möller die Mannschaft trainiert, bedankt sich zugleich auch für das von der Vereinsführung entgegengebrachte Vertrauen. „Wir haben mit dieser jungen Truppe sehr gute Ergebnisse erzielt", zählt Soylu stolz auf und möchte nicht unerwähnt lassen, dass er es sehr gut findet, dass seine Spieler über die gesamte Spielzeit so gut mitgezogen haben. „Wenn wir zusammenhalten, sind wir eine richtig gute Truppe", ist der Spaßfaktor auch in der gemeinsamen Zusammenarbeit mit Sascha Möller sehr hoch. „Wir ergänzen uns sehr gut und harmonieren prächtig", sind dies alles  Faktoren, die für eine spannende Zukunft der SG Hiddesen/Heidenoldendorf sprechen.

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