Kreisliga A | Detmold

Goldammer soll die Mannschaft führen

Kreisliga A Detmold (hk). Der verlorene Sohn kehrt zurück. Wie Lippe-Kick bereits am Sonntagabend verkündet hat, wechselt Jan Goldammer vom Post TSV Detmold zum SV Diestelbruch/Mosebeck. Der vielseitig einsetzbare Defensivspezialist hat zuletzt in der Bezirksligatruppe der Residenzler agiert, ist 28 Jahre alt, damit im besten Fußballeralter, dazu unglaublich erfahren. Nach dem Rückzug des SV Di-Mo aus der Bezirksliga im Jahr 2011 ist Goldammer in die Werre-Arena gewechselt. Der Kontakt zu seinem Heimatverein ist nie abgerissen, weshalb der Wechsel zum Tabellenfünften der abgelaufenen Kreisliga A Detmold nun zustande gekommen ist.

Von Henning Klefisch

Goldammer (Bild links) räumt ehrlich ein: „Nach fünf Jahren Post habe ich für mich gemerkt, dass mir mal wieder eine Veränderung guttun würde, außerdem wurde mir der Aufwand für die Bezirksliga zu hoch", ist er doch als Kaufmann beruflich stark eingespannt. Die Zeit bei den Postlern „möchte ich niemals missen", hat er doch gute und schlechte Zeiten erlebt, wie etwa den knapp verpassten Aufstieg in die Landesliga oder den Abstieg in die A-Klasse. Zuletzt lief es aber nicht mehr berauschend für den Defensivspezialisten, wie er bei Lippe-Kick zugibt: „Das letzte Jahr war für mich sportlich sehr durchwachsen und von einigen Verletzungen geprägt", hat er sich im Kreispokalendspiel gegen Jerxen/Orbke (3:0) die Schulter geprellt, sein vorderes Kreuzband gerissen und das Innenband angerissen, wie das MRT am Donnerstag ergeben hat. In diesem Jahr wird er kein Fußball mehr spielen. Dass ihn diese schwere Verletzung „zurückwirft, ärgert mich total, aber die werde ich auch noch überstehen", hat sich Goldammer doch stets als ein Kämpfer mit Stehaufqualitäten erwiesen.
Sein Blick richtet sich nun auf die kommende Aufgabe bei seinem alten, neuen Verein. „Wir haben in Diestelbruch/Mosebeck eine junge, talentierte Mannschaft mit einem prima Umfeld. Das war schon immer so, auch damals, wo ich noch zu Bezirksligazeiten dort gespielt habe", stimmt die Perspektive am Dörenwald. Wenig verwunderlich, dass die Weber-Männer für einen Wechsel seine erste Adresse gewesen sind. Letztlich haben ihn auch die Ambitionen und das Konzept von Sascha Weber, der einen modernen Angriffsfußball spielen möchte, überzeugt. Selbstbewusstsein hat er beim Post TSV Detmold eingeimpft bekommen, weshalb er energisch postuliert: „Wir müssen uns vor keinem Gegner in der Liga verstecken und wollen im oberen Mittelfeld landen", sieht er die geschossenen Treffer als positiv, während er bei der Anzahl der Gegentore noch Steigerungspotential erkannt hat. „Deshalb will ich helfen, die Defensive zu stabilisieren und das so schnell wie möglich", wird er an seinem Comeback für das Jahr 2018 arbeiten. Man wird sehen, wo und wann sich „Goldi" operieren lässt. Die Tendenz ist jedoch, dass er dies bei Dr. Jungmann in Herford tut. „Ich freue mich auf jeden Fall, wieder in Diestelbruch zu sein", macht er aus seiner Gefühlswelt keinen Hehl. Sein neuer Coach Sascha Weber wünscht sich: „Nun soll er unsere Abwehr stabilisieren und die gesammelte Erfahrung an unsere immer noch jungen Spieler weitergeben."

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