Bezirksliga Staffel 1

„Die Qualität ist da, es mangelt nur an der Quantität"


Bezirksliga 1 (vs.) Nachdem der SV Werl-Aspe in der Hinrunde der vergangenen Saison nur acht Punkte einfahren konnte, stieg die erste Mannschaft aus der Bezirksliga ab. Obwohl sich das Team zum Ende der Rückrunde noch einmal fangen konnte und sogar kurz vor dem Saisonende vier Siege in Folge holte und sieben Spiele am Stück ungeschlagen blieb, muss das Team nun in der Kreisliga A Lemgo antreten. Mit einer Ausrichtung, die den Fokus noch stärker auf die Jugendarbeit legt, will sich der Verein nun den neuen Herausforderungen stellen und in Zukunft noch mehr auf den eigenen Nachwuchs bauen.


Von Vasco Stemmer



Dass das Trainergespann Schulze und Gnade in der nächsten Saison nicht mehr für den Verein tätig sein wird, steht ebenso wie die Verpflichtung des neuen Trainers Thorsten Meier bereits seit dem vergangenen Winter fest. Nach dem Abstieg werden zudem Dogan Ay, Fatih Öztürk, Andreas Benzel, Gerrit Bringemeier, Mo Khalaf, Kevin Krzemien und Mitat Bozkurt den Verein verlassen. „Die Qualität ist da, es mangelt im Moment nur an der Quantität", erläutert Werl-Aspes Geschäftsführer Stefan Tappe die Situation und zeigt sich überzeugt von dem Potential des Kaders. „Wir haben in der Kreisliga wahrscheinlich eine der besten Angriffsformationen mit Marius Seipt (Bild links), Till Meßmann und Andre Plail. Da brauchen wir uns nicht zu verstecken." Das bedeutet auch, dass dem SV mit diesem Gespann und Dennis Niehaus einige wichtige Spieler erhalten bleiben.

Als Ziel ruft der SV Werl-Aspe in der nächsten Saison nicht den Wiederaufstieg aus, sondern setzt auf eine konzentrierte Fortführung der Jugendarbeit, die Integration eigener Nachwuchsspieler in den Kader der Herrenmannschaften, sowie eine ausgebaute Vernetzung der ersten und zweiten Mannschaft. „Wir wollen uns in der Kreisliga erstmal wieder sortieren und auch dafür sorgen, dass wir wieder mehr Spaß in die Truppe kriegen. Dabei wollen wir alle Spieler aus beiden Mannschaften mitnehmen. Für das obere Drittel in der Kreisliga sollte es bei uns aber reichen", nennt Stefan Tappe die Ziele seines Vereins und bekräftigt auch die Jugendarbeit als wichtiges Element der Vereinsarbeit. „Ich will das gar nicht verurteilen, aber es gibt natürlich Spieler die sich nicht komplett mit dem Verein identifizieren, vor allem in der Bezirksliga spielen wollen und vielleicht auch ein bisschen aufs Geld schauen, was nicht schlimm ist. Davon wollen wir, aufgrund der Tatsache, dass unsere Jugendarbeit so hervorragend ist, jetzt weg." In der kommenden Saison werden sieben A-Jugend Spieler in die Herrenmannschaft wechseln, von denen zwei bereits Bezirksliga-Erfahrung sammeln und drei weitere schon die zweite Mannschaft unterstützen konnten.

Auch wenn es das Ziel des SV Werl-Aspe ist, die Integration der jungen Spieler in die Seniorenmannschaften kontinuierlich fortzusetzen, ist sich Stefan Tappe auch dem Interesse anderer Vereine an gut ausgebildeten Spielern und den damit einhergehenden Risiken bewusst: „Natürlich weckt es Begehrlichkeiten, wenn jemand gut spielt. Till Meßmann hatte verschiedene Angebote, hat sich aber für uns entschieden. Das zeigt uns auch, dass wir auf einem guten Weg sind."

In Hinblick auf externe Neuzugänge wird der SV nun schneller einen Weg gehen den der Verein mittelfristig ohnehin beschreiten wollte und sich auf die Suche nach Spielern aus dem Umfeld des Vereins und der näheren Umgebung konzentrieren. Starverpflichtungen planen Tappe und das Trainerteam nicht. „Grundsätzlich versuchen wir Spieler aus unserem näheren Umfeld zu begeistern, die uns in den letzten Jahren verlassen haben. Da stehen jetzt noch Gespräche aus." Konkrete Neuverpflichtungen gibt es allerdings noch nicht zu vermelden.

Auch einen gesteigerten finanziellen Einsatz um den Kader zu verstärken sieht man beim SV Werl-Aspe kritisch. „Finanziell wollen wir da auch nicht mehr mitmachen. Was manche Leute meinen kriegen zu können, steht in keinem Verhältnis zur Klasse, in der man spielt", erteilt Tappe dieser Option eine deutliche Abfuhr.

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