Bezirksliga Staffel 3

Ünal präsentiert seine Wunschsspieler

Bezirksliga 3 (hk). Den Klassenerhalt hat der Türkische SV Horn bereits einige Spieltage vor dem Saisonende eingetütet. Dadurch gab es die wichtige Zeit, um die ersten Neuverpflichtungen perfekt zu machen. Neben Gökhan Cabuk darf Chefcoach Sedat Akcay auch Mehmet Yavuz, Abdulhamid Köse, Markus Witmann und Samet Uslu als Neuzugänge präsentieren.

Von Henning Klefisch


Samet Uslu weckt viele Hoffnungen. Das
letzte halbe Jahrzehnt hat der Defensivspezialist bei Steinheimer Fußballvereinen verbracht. Zunächst viereinhalb Jahre beim SV Steinheim, davor sechs Monate beim TSC Steinheim. Nun sucht der 22-Jährige eine neue sportliche Herausforderung in der Bezirksliga. Er hat viele Angebote aus dem Höxteraner-Raum und sogar aus der Landesliga abgelehnt und gilt als absoluter Wunschspieler von Akcay. Vor allem die mit ihm befreundeten Keles-Brüder Oguzhan und Cihat haben ihre Überzeugungsqualitäten gewinnbringend in die Waagschale geworfen. „Ich möchte mich weiterentwickeln und der Mannschaft helfen", so Uslu. Im offensiven Mittelfeld zuhause ist Abdulhamid Köse (Bild rechts), der mit seinen 19 Jahren noch viel Entwicklungspotential besitzt und bereits beim A-Ligisten Post TSV Detmold II wichtige Erfahrung im Seniorenbereich gesammelt hat. Nun spricht Köse vom „nächsten Schritt." Sein neuer Manager Ender Ünal macht deutlich: „Er möchte es uns beweisen und auch helfen." Ünal macht kein Geheimnis daraus, dass er es „bei Post schwer hatte, aber er will den Durchbruch bei uns wagen", verrät er über den Flügelflitzer. So alt wie Köse ist auch Mehmet Yavuz. Zuletzt hat er in der Bezirksliga A-Jugend des TBV Lemgo gespielt und fühlt sich im defensiven Mittelfeld zuhause. Yavuz wohnt in Horn und gilt als absoluter Wunschspieler unseres Präsidenten Ivo Peraga und vom Stellvertreter Sven Koch. Er hat sich dank Onkel für uns entschieden, obwohl auch Lemgo und andere Vereine ihn wollten", so der Horner-Manager. Markus Witmann hat beim Landesligisten Suryoye Paderborn gespielt, kann flexibel auf den verschiedenen Offensivpositionen agieren und hat das 20. Lebensjahr ebenfalls noch nicht überschritten. Sieben Tore hat der veranlagte Kicker in der abgelaufenen Spielzeit für Suryoye erzielt.


„Ein verlorener Sohn kehrt zurück"

Satte
14 Jahre älter als die vier genannten Spieler ist Gökhan Cabuk (Bild links). Er kommt vom Lokalrivalen TuS Horn-Bad Meinberg und gilt als routinierter Spielmacher. In der Vergangenheit hat er für SuS Lage und SuS Pivitsheide, Yunus Lemgo und eben den TuS gespielt. Als Sechser erzielte er in den vergangenen beiden Spielzeiten 40 Tore für die Kurstädter. Nun sagt er zu den Beweggründen für den Wechsel: „Es ist eine Herzensangelegenheit. Ich schaue nach vorne und möchte meine Fähigkeiten in der Bezirksliga einbringen." Fast schon staatsmännische Worte wählt Ünal: „Mit Gökhan Cabuk kommt ein verlorener Sohn zurück, der mit 33 Jahren reif und heiß ist." Bei seinem Heimatverein trifft er auf seinen spielenden Bruder Serkan und seinen Vater, der bei jedem Heimspiel an der Seitenlinie mitfiebert. Für den TSV-Manager Ender Ünal ist jung wohl ein dehnbarer Begriff, wenn er gegenüber Lippe-Kick postuliert: „Alle fünf Spieler sind jung und auch noch lern- und formfähig. Das ist auch gut so, denn Sedat wird denen noch den richtigen Feinschliff geben", vertraut er dem Ex-Profi, macht zudem deutlich, dass er es als „wichtig" erachtet, dass die Vorfreude beim Quintett stark ausgeprägt ist. „Es macht den Vorstand und mich stolz, dass sie sich für uns entschieden haben" und andere lukrative Offerten ausschlugen. Trotz dieser wirklich beachtlichen Neuverpflichtungen glaubt Ender Ünal, dass in diesem Jahr „der Klassenerhalt schwerer wird", wird es primär nur darum gehen, in der Bezirksliga zu bleiben.  Schon in wenigen Tagen gibt es Grund zur Freude für den Türkischen SV Horn, der sein 30-jähriges Bestehen feiert. Am 8. und 9. Juli findet im Eggestadion die Jubiläumsfeier statt. Auf Livemusik und türkische Spezialitäten dürfen sich die Besucher freuen.


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