Kreisliga A | Detmold

Zauberer Peckruhn entwickelt Di-Mo-Fänger


Kreisliga A Detmold (hk). Deutschland gilt traditionell als herausragendes Torwartland. Dies gilt im Spitzenfußball wie bei der Fußball-Nationalmannschaft, aber auch beim Detmolder Kreisligisten SV Diestelbruch/Mosebeck, der auf sechs hervorragende Schlussleute zählen kann. Der langjährige Stammkeeper der A-Ligatruppe, Sebastian Sundermann, hat erst jüngst seine Qualitäten im Team Detmold beim 2:4 gegen die Lemgoer beim Best of Lippe-Kick unter Beweis gestellt. Dazu kommen Leonard Schlegel, Tim Richter, Philip Stock, Sven Findeisen und Timo Döll, die das Rückgrat in den insgesamt drei Seniorenteams bilden. Torwarttrainer Uwe Peckruhn stellt stolz fest: „Ich glaube, dass gerade in den unteren Ligen dies nicht alltäglich ist."


Von Henning Klefisch



Es ist ein gesunder Konkurrenzkampf. Angst, dass der eine dem anderen Abführmittel ins Getränk mixt, muss keiner haben, da das Sextett auch menschlich hervorragend miteinander auskommt. Weitere junge Keeper aus dem Jugendbereich scharren mit den Hufen und stehen in den Startlöchern. Diese müssen dank intensivem und speziellem Torwarttraining gefordert und gefördert werden, um künftig eine Alternative für das Tor der Dörenwälder zu sein. Peckruhn verrät: „Im Seniorenbereich ist dies mittlerweile etabliert, im Jugendbereich versuchen wir gerade etwas aufzubauen." Schließlich gilt besonders bei den Fängern, dass Konkurrenz das Geschäft belebt und jeden einzelnen Spieler besser macht. Die Jugendarbeit ist ein echtes Pfund des sympathischen SV Di-Mo, gilt doch als Vorteil, dass Obmann Michael Cucchiara (Bild rechts) zuvor als Jugendobmann gewirkt hat. Speziell im Torhüterbereich soll künftig der Übergang zwischen Junioren und Senioren noch nahtloser vonstatten gehen. Als mögliche Erfolgsfaktoren benennt Peckruhn „Ruhe und Harmonie." Er weiß aber: Es muss schon relativ viel passieren, damit auf der Position des Torhüters gewechselt wird.



Peckruhn benennt sein Torhüterideal


Schwächen zeigen sollten die Keeper der Rot-Weißen dennoch lieber nicht. Der Goalie-Entwickler hofft im Gespräch bei Lippe-Kick: „Pushen sich die Keeper gegenseitig positiv nach vorne, führt das zu nicht für möglich gehaltene Entwicklungen", hat er als hervorragendes Beispiel die vergangene Spielzeit im Blick, als Sundermann (Bild links) und Schlegel sich gegenseitig im Kampf um die Stammkeeperschaft nach vorne trieben und der talentierte Tim Richter mächtig Dampf im Kampf um die Rolle als Ersatzkeeper machte. Dieser Konkurrenzkampf ging komplett ohne negative Nebengeräusche vonstatten. Ein Phänomen, was auch in der A-Klasse fast schon Seltenheitscharakter besitzt. Zauberer Uwe Peckruhn gilt als Torwartentwickler, er hat bei der Ausbildung das richtige Händchen und besitzt ein Auge, was einen fähigen von einem schlechten Fänger unterscheidet. Er meint: „Ein guter Torhüter besticht durch extreme Reflexe, eine gute Sprungkraft und Spielverständnis", hat es hier in den letzten Jahren doch eine erhebliche Entwicklung diesbezüglich gegeben. Um als Keeper eine gute Perspektive zu besitzen, muss man auch fußballerisch stark sein, stets mitdenken, um brenzlige Situationen frühzeitig erkennen und bereinigen zu können. Die nötige Nervenstärke und Konzentrationsfähigkeit bildet dafür schon die Basis. Ihm ist wichtig, dass seine Schützlinge nicht unvorbereitet in solch eine Situation gehen, denn: „Gerade Spielsituationen werden bei uns immer wieder trainiert, um im Training immer reale Bedingungen zu bieten. Nur wenn du siehst und lernst, wie sich Situationen durch bestimmte Entscheidungen verändern, machst du im Spiel automatisch das richtige", so seine Erklärung.



Nötiger Ernst mit der Portion Spaß


Nichts ist langweiliger als die Routine im Fußball. Deshalb ist Abwechslung in der Trainingsgestaltung durch neue Übungen elementar. Zugleich schärfen diese die Sinne und auch die Stimmung innerhalb der Truppe verbessert sich durch Varianz in der Trainingssteuerung. Es gab noch den Vokuhila und die Dorf-Jugend in Diestelbruch und Mosebeck ließ die Hüften zu Nenas 99 Luftballons kreisen, als Torschussübungen von der Strafraumgrenze en vogue waren. Mittlerweile sind die Trainer da kreativer. Wichtig ist die konkrete Fehleranalyse und auch das Anbieten von Lösungen. Auch eigene Erlebnisberichte und die maßgerechte und ambitionierte Förderung des Individuums sind Faktoren, die in der Peckruhnschen-Torwartschule ein Bestandteil sind. Wichtig: „Immer mit Ernst, aber nie ohne Spaß", soll das Lachen bei der Torwartarbeit nicht zu kurz kommen. Dazu bietet er auch einige Gesprächsoptionen bei privaten Sorgen an, wodurch eine mögliche mentale Blockade verhindert werden kann." Zufrieden resümiert er: „Ich glaube, alles in allem haben wir da ein Paket geschnürt, was richtig gut ist - aber nur, wenn die Jungs mitziehen, kannst du daraus Profit ziehen. Als Spieler, als Mannschaft, als Verein", herrscht bei ihm große Vorfreude vor der anstehenden Serie.

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