Bezirksliga Staffel 2

Mit klarem Plan in die Zukunft


Bezirksliga 2 (rb). Kurz vor Beginn der Saisonvorbereitung musste der TBV Lemgo den Rücktritt seines Trainers Andreas Goll verkraften. Goll konnte nicht gewährleisten, den ambitionierten Weg der Hansestädter weiter mit vollem Einsatz mitgehen zu können und so trennte man sich einvernehmlich. Ediz Türkmen und Ulas Tokdemir übernahmen den Posten und gehen gemeinsam mit dem Team die ehrgeizigen Ziele des Vereins an.


Von Raphael Bopp


Erst der Durchmarsch durch die Kreisliga A mit 30 Siegen in 30 Spielen, dann im vergangenen Jahr der Klassenerhalt in der Bezirksliga: Beim TBV Lemgo geht es derzeit sportlich bergauf. Nur will will im Verein nicht wirklich Ruhe einkehren, die Herren-Mannschaft wurde in der abgelaufenen Saison von drei verschiedenen Trainern und Trainerteams betreut. Auch vor dieser Saison wird sich auf und neben dem Platz einiges verändern, mit Türkmen und Tokdemir ein neues Trainerteam sowie insgesamt 19 Neuzugänge für die beiden Herren-Mannschaften. „Die Mannschaft muss sich finden, wir brauchen erstmal Ruhe", gibt daher auch der neue Coach Ediz Türkmen zu bedenken. Es ist auf der Trainerbank eine interne Lösung, auch bedingt durch den Zeitpunkt der Trennung. „Es war klar, dass wir nicht ad hoc die Person finden, die unser Konzept vertritt. Darum haben wir nicht nach externen gesucht", so Türkmen. Sein Assistent Ulas Tokdemir, der ihm als Analyst zur Seite steht, ergänzt: „Wir haben schnell jemanden für ein ambitioniertes Projekt gesucht." Und so waren die beiden die erste Wahl, auch weil sie den Verein und das Team bereits kennen.



Projekt 2020 – Der Dreijahresplan


Der TBV will hoch hinaus, mit der Teampräsentation wurde auch das Projekt 2020 vorgestellt. Das Ziel ist klar, in drei Jahren wollen die Hansestädter in der Landesliga spielen. Kurzfristig wird es aber zunächst darum gehen, erste „Umstellungen" vorzunehmen, wie Tokdemir erklärt. „Wir wollen uns Zeit geben, die Dinge umzusetzen." Zu diesen kurzfristigen Maßnahmen gehören auch die Neuzugänge am Jahnplatz. Insgesamt 19 teils hochklassige Verpflichtungen sind den Hansestädtern geglückt. So kommt beispielsweise Thomas Specht von der U23 des SC Paderborn, Zalem Özmen und Yannic Schönhagen stoßen vom BV Bad Lippspringe aus der Landesliga zum TBV. Mit Fatih Öztürk (SV Werl-Aspe, Bild rechts) und Ilker Siviloglu (kommt vom FC RW Kirchlengern) sowie einem Quartett des TSV Kirchheide verstärken auch in Lippe bekannte Kicker den Kader. Da nur sieben Abgänge zu verzeichnen sind, stellt sich das Lemgoer Aufgebot gerade in der Breite nun besser auf.



Gute Jugendarbeit als Fundament


Das Gesicht des Kaders wird sich in den kommenden Jahren weiter verändern. Diesen Prozess wollen die Verantwortlichen nun bewusster steuern. „Wir haben ein klares Gesamtkonzept und eine Strukur", schildert Türkmen die neue Ausrichtung. „In der Jugend haben wir zwei Koordinatoren, Christopher Andre für die Jugendmannschaften bis zur U15 und Peter Wamser für die Mannschaften ab der U16." Andre und Wamser haben eine wichtige Aufgabe mit Blick auf die Zukunft. „Wir haben klare Vorstellungen, was wir von Spielern in jeder Altersklasse erwarten. In der U11 muss ein Spieler das können, in der U13 das", soll der eigene Nachwuchs gefördert aber auch gefordert werden. In den höheren Altersklassen beginnt dann die Heranführung an den Seniorenfussball. „Ab der U16 verfolgen wir ein einheitliches taktisches Konzept. Wir werden versuchen, jedes Jahr ein oder zwei Jugendspieler zu integrieren." Um diese Integration zu erleichtern, sollen auch die Nachwuchsteams hochklassig spielen, für die A- und B-Jugend soll es in die jeweiligen Landesligen hochgehen. Vorzugsweise sogar noch höher, „weil es doch noch Unterschiede gibt" zwischen Jugend- und Seniorenfussball, so Türkmen.


Beim TBV Lemgo wird derzeit alles auf Erfolg ausgerichtet, bis 2020 soll der Aufstieg in die Landesliga gelingen. Gegen einen vorzeitigen Erfolg würde sich beim TBV niemand wehren, im Gegenteil: schon dieses Jahr will man sich in der Bezirksliga 2 nach oben orientieren. „Wir wollen dieses Jahr oben angreifen. Von den Plätzen eins bis vier ist alles möglich. Aber wir haben keinen Druck schon dieses Jahr aufzusteigen", so Türkmen abschließend.

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