Bezirksliga Staffel 2

Bielefeld, Derby, Dornberg


Bezirksliga 2 (rb). Am dritten Spieltag steht bereits das dritte Lipper Derby auf dem Programm. Das große Duell zwischen dem TBV Lemgo und dem Post TSV Detmold wird mit Spannung erwartet. Die übrigen Vertreter in dieser Staffel haben sehr interessante Aufgaben vor sich. So empfängt der TuS Asemissen den Spitzenreiter TuS Dornberg. Augustdorf und Oerlinghausen unternehmen zur gleichen Zeit Auswärtsfahrten nach Bielefeld, der FCA zum SC Hicret, die Bergstädter zum FC Türk Sport.


Von Raphael Bopp



TuS Asemissen - TuS Dornberg


Im zweiten Heimspiel soll der zweite Sieg für den TuS Asemissen gelingen. Die Favoritenrolle liegt am Sonntag ab 15 Uhr allerdings beim TuS Dornberg, der dann in Leopoldshöhe gastiert.

Aufsteiger TuS Asemissen fand sich in der neuen Liga bisher gut zurecht und besiegte gleich zum Start Oerlinghausen mit 4:1. In der Vorwoche zahlte der Neuling jedoch Lehrgeld und verlor mit 1:6 beim TBV Lemgo, ein Ergebnis, das man beim TuS schnell abhaken will: „Das Spiel gegen den TBV Lemgo ist für uns vergessen! Bleibt zu hoffen, dass die Jungs die 1:6-Niederlage aus ihren Köpfen bekommen", so Obmann Michael Kastner. Ob sich seine Hoffnung erfüllt, ist derzeit ungewiss, denn „nach unserer überragenden letzten Saison haben die Spieler das Verlieren ein wenig verlernt", berichtet Kastner. Gegen die neuen, stärkeren Gegner sind diese Erfahrungen wieder möglich, chancenlos sieht sich Asemissen aber auch vor dem Vergleich mit dem Tabellenführer nicht. „Und schon wartet mit dem TuS Dornberg ein weiterer "dicker Brocken" auf uns! Wir werden versuchen von der ersten Minute an hell wach zu sein und auf keinen Fall früh in den Rückstand zu gelangen. Wenn und das alles gelingen sollte bin ich mir sicher das wir gegen Dornberg zumindest einen Punkt an der Grester Straße behalten!"

Der TuS Dornberg legte einen makellosen Saisonstart hin und feierte gegen Augustdorf (7:2) und Oerlinghausen (5:1) zwei klare Siege. Somit stellt der Spitzenreiter auch die bisher beste Offensive, gegen die der Weg zum Erfolg nur über eine stabile Abwehr führt.



SC Hicret Bielefeld - FC Augustdorf


Auch der zweite Lipper Aufsteiger ist am Wochenende wieder im Einsatz. Der FC Augustdorf fährt nach Bielefeld und trifft auf dem Sportplatz am Gleisdreieck auf den SC Hicret.

Die Hausherren können nach zwei Spielen auf eine ausgeglichene Bilanz zurückblicken. Ein Sieg, eine Niederlage sowie 4:4 Tore bescheren dem SC einen soliden achten Platz. Das Heimspiel konnte gewonnen werden.

Augustdorf wurde von Dornberg in der Bezirksliga empfangen und zahlte beim 2:7 Lehrgeld. Hoffnung kann der FCA aber aus der Vorwoche schöpfen, wo ein 2:2 im Heimspiel gegen den FC Türk Sport Bielefeld gelang. Dieser erste Punkt katapultierte den Aufsteiger auf Rang elf und soll nur der Startschuss zu einer erfolgreichen Saison sein. „Wir wollen versuchen an die gute Leistung gegen Türk Sport anzuknüpfen und wenn möglich die vollen drei Punkte mit nach Hause nehmen", formuliert Trainer Matthias Heymann das ehrgeizige Ziel. Auch er weiß aber um die Schwierigkeit dieser Aufgabe. „Personell sieht es Sonntag nicht gut aus, einige Leistungsträger werden uns fehlen. Dazu kommt der große, ungewohnte Ascheplatz. Aber wir werden wieder 90 Minuten alles geben und Hicret das Leben so schwer wie möglich machen", steht die eigene Leistung im Vordergrund.



FC Türk Sport Bielefeld - TSV Oerlinghausen


Eine umkämpfte Partie wird erwartet, wenn am Sonntag ab 15 Uhr der FC Türk Sport Bielefeld auf den TSV Oerlinghausen trifft. Denn auf dem Hartplatz am Kupferhammer sind die kämpferischen Qualitäten beider Teams wichtig.

Dies gilt umso mehr, weil beide Mannschaften dringend Punkte benötigen. Der FC Türk Sport kann bisher erst einen Zähler sein Eigen nennen, den man vorige Woche in Augustdorf holte. Am Mittwoch stand aber das Kreispokalspiel gegen den SV Peckeloh an, in dem der FC über 120 Minuten gehen musste. Wie das Team die Zusatzbelastung verkraftet hat, wird sich am Sonntag zeigen.

Noch ohne Zählbares steht der TSV Oerlinghausen da, der in Asemissen und gegen Dornberg jeweils klar verlor. Auf einem schwierigen Platz sollen nun die ersten Punkte geholt werden. „Es wird bestimmt nicht einfach werden gegen den FC Türk Sport", ahnt TSV-Coach Thorsten Neubauer. „Auf dem Platz am Kupferhammer zählt nur die Einstellung und das passende Schuhwerk. Auf diesem Platz können wir nicht Hacke, Spitze, 1 2 3 spielen. Es muss sowohl auf Asche als auch auf Rasen die Einstellung stimmen." Unabhängig davon ist der Sieg das Ziel. „Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe. Wir wollen natürlich auch endlich die ersten Punkte holen", gibt Neubauer die Richtung vor. Für den Trainer der Bergstädter ist es ein besonderes Spiel, wie er gegenüber Lippe-Kick erklärt. „Ich freue mich, einen alten Weggefährten wieder zu sehen. Mit Yusuf Oyluctharan habe ich bei Arminia Bielefeld noch zusammen gespielt. Wir haben uns bestimmt 20 Jahre nicht gesehen." Vor dem Wiedersehen steht die Aufstellung und hier wird Neubauer improvisieren müssen. „Verletzungsbedingt wird uns Karaarslan fehlen. Hinter Johannhörster und Kozak steht auch noch ein Fragezeichen aufgrund von Verletzungen."



TBV Lemgo - Post TSV Detmold


Das dritte Lipper Derby der Saison steigt am Sonntag ab 15 Uhr auf dem Jahnplatz. Dort ist der TBV Lemgo zu Hause, die Hansestädter empfangen den Post TSV Detmold.

Die Vorzeichen sprechen derzeit für den TBV Lemgo, der am vorigen Wochenende den ersten Ligasieg feierte. „Wir haben uns gegen Asemissen ein Stück weit gesteigert, sind aber noch nicht da, wo wir hinwollen", dämpft nach dem 6:1 im Derby aber der Co-Trainer Ulas Tokdemir die Euphorie. „Jetzt wollen wir gegen Post im nächsten Derby nochmal einen draufsetzen, uns nochmal steigern. Wir haben im Training an einigen Sachen gearbeitet, die noch nicht ganz ok waren und werden das kontinuierlich weiter machen", liegt noch viel Arbeit vor den Hansestädtern. Auch wenn der kommende Gegner bisher auf Punkte verzichten musste, haben die Verantwortlichen des TBV großen Respekt vor den Residenzlern. Über den Post TSV sagt Tokdemir: „Wir spielen mit Post am Wochenende gegen eines der starken Teams der Liga, die oben auf jeden Fall noch mitspielen werden. Trotz des schlechten Saisonstarts werden die am Ende der Saison mit ganz oben landen", trifft er eine Prognose. „Es ist ein sehr gutes Team, über Jahre hinweg mit einer guten Mischung in der Mannschaft, sehr ambitioniert. Man kennt Post aus den letzten Jahren, da wird die Einstellung schon die richtige sein", besteht kein Zweifel an der Motivation für das Spiel. Die Hansestädter wissen auch um die Motivation des Gegners: „Es ist eine besondere Situation: Wenn man mit zwei Niederlagen gestartet ist und jetzt zum Derby kommt, kann man für Post natürlich auch vieles wieder wettmachen. Das wissen wir, wir sind auf alles vorbereitet, haben eine gute Einstellung und hoffen vor zahlreichen Zuschauern auf ein gutes Lipper Derby mit einem erfolgreichen Ende für uns." Auf den gelb-rot gesperrten Khalil Rhilane muss der TBV verzichten, doch sein Ausfall bleibt nicht der einzige. „Personell haben wir den ein oder anderen angeschlagenen Spieler, einige mit Trainingsrückstand", verrät Tokdemir.

Beim Post TSV Detmold hielt die Feierstimmung nach dem Sieg im Westfalenpokal nicht lange an. Zum Start in die Bezirksliga mussten die Residenzler gegen den SV Avenwedde und den VfR Wellensiek quittieren. Somit findet sich das Team auf einem Abstiegsplatz wieder, dass man über das Potential für höhere Ehren verfügt, konnte die Elf aber bereits nachweisen. Diese Qualitäten müssen sie nun auch auf den Platz bringen. Post-Manager Michael Grundmann wirft mit Blick auf das Derby zunächst ein Auge auf die Liste der Ausfälle, neun Namen umfasst diese. Darauf stehen mit Johann Felker, Felix Buba, Enis Cömert und Tim Smithen auch unumstrittene Leistungsträger. „Die fehlen alle am Sonntag. Das ist natürlich keine optimale Situation. Ich hätte gerne gegen Wellensiek und Lemgo mit einem vollem Kader gespielt", sind die Residenzler derzeit geschwächt. Aufgeben ist aber keine Option, daher lautet auch am Sonntag das Motto: „Trozdem haben wir 13 Leute, die bereit sein werden, alles zu geben und Lemgo es so schwer wir möglich zu machen." Dass die Hausherren aktuell die besseren Karten haben, muss aber auch Grundmann einräumen. „Natürlich sind wir aufgrund der Ausfälle krasser Außenseiter in dem Spiel. Lemgo schätze ich spielerisch und taktisch stark ein."

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