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Personalprobleme bei der Fortuna

Kreispokal (hk). Am heutigen Abend finden insgesamt sieben Pokalspiele statt. Sechs werden regulär aus der zweiten Runde ausgetragen und die Erstrundenbegegnung zwischen der SG Hiddesen/Heidenoldendorf und dem FC Augustdorf wird nachgeholt. Neben dem FCA gibt es mit dem Türkischen SV Horn einen zweiten Bezirksligisten. Die Horner müssen beim starken A-Ligisten TuS WE Lügde antreten. Nicht chancenlos wird sicherlich auch der FSV Pivitsheide agieren, der als B-Ligaspitzenteam eine breite Brust hat und den Tabellenzweiten aus dem Detmolder-Oberhaus, den TuRa Heiden, auf dem Kunstrasenplatz an der Oerlinghauser Straße begrüßt. Bereits um 18.30 Uhr wird die Partie zwischen der SG Klüt/Wahmbeck und dem SuS Pivitsheide angepfiffen, da der Rasenplatz im Rudolf-Harbig-Stadion in Klüt über kein Flutlicht verfügt.

Von Henning Klefisch, André Bell und Raphael Bopp


SG Klüt-Wahmbeck vs. SuS Pivitsheide


(ab). Ein A-Ligist musste schon dran glauben, in der ersten Runde schmiss die SG Klüt-Wahmbeck den CSL Detmold raus. Der B-Liga-Aufsteiger schickt sich an, die Pokal-Überraschung der Saison zu werden. Wieder ist ein A-Ligist zu Gast und wie in der letzten Runde hält man die Erwartungen gering, der Fokus liegt klar auf dem Abstiegskampf in der Liga. Das ist auch logisch begründet. „Personell gehen wir auf dem Zahnfleisch", erläutert Kapitän Patrick Hoffmann, der ausführt: „Böger fällt mit Verdacht auf Kreuzbandriss auf unbestimmte Zeit aus, dazu fehlen gegen SuS mit Buesink, Winkelgrund und meiner Wenigkeit drei weitere Akteure." Und deshalb sieht man das Spiel als „weitere Trainingseinheit an". Es wird rotiert werden: „Die Jungs, die zuletzt nicht so oft gespielt haben, werden Ihre Chance sicherlich nutzen wollen, ob wir weiterkommen oder nicht ist uns im Grunde genommen "egal", für uns zählt nach dem miserablen Saisonstart nur die Liga." Nach zuvor zwei Niederlagen gab es für die Gäste aus Pivitsheide am Sonntag einen Last-Minute-Sieg gegen den TuS Horn-Bad Meinberg. Doch man geht davon aus, dass es „kein Selbstläufer wird", zumindest, wenn es nach Marian Schulz geht. „Wir müssen uns auf jeden Fall steigern im Gegensatz zu Horn am Sonntag, aber wenn wir es schaffen unser Spiel aufzuziehen, wird es ein gutes Spiel", ist er sich sicher. Er schätzt, dass die SG „sehr tief stehen wird". Es könnte zu einem Geduldsspiel für den SuS werden. Fehlen wird Ferdinand Lange, ein Fragezeichen steht noch hinter Henning Diekmann und Marian Schulz. Um 18:30 Uhr ist bereits Anstoß im Rudolf-Harbig-Stadion in Detmold. Daniel Topp leitet das Spiel.



RSV Hörste vs. TuS Eichholz/Remmighausen

(hk). Kevin Leps sagt zu den eigenen Prioritäten: „Wir nehmen diese Partie gerne mit, aber uns ist dieser Pokal nicht so wichtig wie die Meisterschaft", ist vor dem Heimspiel gegen den Ligakonkurrenten vor allem wichtig, dass ohne Verletzungen aus diesem Spiel gegangen wird. RSV-Coach Frank Linnemann kann fast vollends in Bestbesetzung antreten. Baumgartner, Peikert, Octavianus und Leps kehren zurück. Burmeier möglicherweise auch. Auf Hagemann, Martens und Tcheon muss aber verzichtet werden. Die Gäste, die eine enttäuschende Leistung beim 2:3 beim SuS Pivitsheide II abgeliefert haben, müssen auf Keeper Jean-Marc Krumme, Marco Barkowski und Kim-Oliver
Konzelmann definitiv verzichten. Jannik Rother gibt sein Comeback und auch einige A-Jugendkicker stoßen zum Team dazu. TuS-Obmann Kai Tcheon verrät bei Lippe-Kick: „Wir werden mit einer verstärkten Offensive versuchen, Hörste auch in ihrer Hälfte zu beschäftigen." Den Paukenschlag gab es am gestrigen Abend. Coach Jörg Jöstingmeier ist mit sofortiger Wirkung von seinem Traineramt zurückgetreten. Die Spieler Jan Eskuchen und Felix Tcheon übernehmen vorläufig das Coaching. Sebastian Fischer pfeift die Begegnung ab 19.30 Uhr an.


Hakedahler SV vs. SV Eintracht Jerxen/Orbke

(hk). Die 1:5-Niederlage in der Liga beim RSV Hörste tut weh für den Hakedahler SV. Spielmacher Cano Igrek ist fest davon überzeugt: Gegen Jerxen wird es recht schwierig zu gewinnen, aber nicht unmöglich", möchte er nicht vorab die Flinte ins Korn werfen, denn: Wir haben gegen starke Mannschaften oftmals schon gezeigt, wie stark wir wirklich sind und werden versuchen, um jeden Preis eine Runde weiter zu kommen", verspricht er bei Lippe-Kick. Ghazanfari und Erkan Aslan fallen aus. Die nötigen Konsequenzen aus der ersten Niederlage gegen SuS Lage (3:4) müssen die Kicker des SV Eintracht Jerxen/Orbke im heutigen Pokalspiel ziehen. Es geht zum B-Ligisten Hakedahler SV, der sich gewiss gegen ein Pokalaus stemmen wird und die David-Mentalität im Duell mit dem Favoriten an den Tag legen möchte. SVE-Obmann Hubert Orynczak gibt sich überzeugt: „Auch Hakedahl wird sich mit allen Kräften gegen uns stemmen", wünscht er sich von seinem Team, dass es „von Beginn an hellwach und konzentriert" agiert und entscheidend mehr antizipiert, die Zweikämpfe besser annimmt und für sich entscheidet und mehr Kaltschnäuzigkeit im Torabschluss an den Tag legt. „Wenn wir diese Dinge umsetzen, wird uns der Erfolg gelingen." Klar ist: Der letztjährige Pokalfinalist nimmt den Wettbewerb ausgesprochen ernst und möchte gerne eine Runde weiterkommen. Kohder Soulemain-Omarat ist für die Spielleitung zuständig.


SG Hiddesen-Heidenoldendorf vs. FC Augustdorf


(rb). Während es für alle anderen Teams schon in der zweiten Runde zur Sache geht, muss auf dem Sportplatz Heidenoldendorf erst das letzte Ticket für diese vergeben werden. Nachdem vor zwei Wochen das Spiel wegen des Flutlicht-Ausfalls abgebrochen werden musste, stehen sich die SG Hiddesen-Heidenoldendorf und der FC Augustdorf um 19:30 Uhr erneut gegenüber.

SG-Coach Soylu hat vor dem Duell die Qual der Wahl: „Wir haben für morgen einen 17-Mann Kader. Zwei Fänger, 15 Spieler. Dazu wird noch stoßen Freddy Esau, der zurzeit noch bei der zweiten gespielt hat die ganze Zeit, damit er Spielpraxis kriegt. Genau wie Dorian Fries und Alexander Schreckenbach wird morgen auch dabei sein, der ja über eine Woche krankgeschrieben war." Verzichten muss der A-Ligist aber auf Ole Schieffer und Niklas Hampe, jeweils verletzungsbedingt. Für Hampe wird dann wieder Tim Bukowski zwischen die Pfosten rücken. Carsten Budde ist der Ersatzkeeper „Dazu werden neu dazukommen Michi Thissen und Miguel Soylu, die bei der A-Jugend gespielt hatten." Wie schon beim ersten Versuch liegt der Druck beim Bezirksligisten. „Ich schätze Augustdorf immer noch stark ein, wie auch vor zwei Wochen", so Soylu. Die Hoffnungen, vom FCA unterschätzt zu werden, stehen aber nicht gut: „Ich denke aber auch, dass Augustdorf morgen nicht so viel testen wird, sondern auch mit der stärksten Formation spielen wird, da sie ja gerne eine Runde weiterkommen wollen. Genauso wie wir und leider wurde ja das Spiel beim Stand von 2:1 für uns abgebrochen dadurch, dass das Flutlicht nicht ging", ist der FCA gewarnt. „Jetzt gehts wieder und wir freuen uns erstmal auf die 90 Minuten, eventuell 120 Minuten, vielleicht auch das Elfmeterschießen. Wir sind heiß, wir wollen wieder versuchen, eine Überraschung zu erzielen, wobei ich aber stark davon ausgehe, dass Augustdorf wie gesagt mit der besten Aufstellung spielen wird und uns alles abverlangen wird", können Soylu und sein Team sich zumindest auf einen Pokalfight freuen.

Der FC Augustdorf hat am Wochenende klar beim SC Bielefeld verloren, im Pokal soll es nach der Vorstellung von Coach Heymann besser laufen. „Wir wollen die deutliche Niederlage am Sonntag und auch die erste Halbzeit des abgebrochenen Pokalspiels vor zwei Wochen wieder gut machen", ist Heymann mit dem 1:2-Zwischenstand bei Abbruch alles andere als einverstanden gewesen. Zumindest personell haben sich die Vorraussetzungen aber kaum verbessert. „Es fehlen leider auch morgen wieder neun Spieler im Kader. Das ist die Chance für die Jungs, die bisher nicht so viel Einsatzzeit in der Liga bekommen haben. Wir werden genau beobachten, wer bereit ist 110 Prozent zu geben. Jeder hat morgen die Chance, sich auch für einen Startelfeinsatz am kommenden Sonntag zu empfehlen", ruft man beim FCA den Konkurrenzkampf aus, um die letzten Prozente abzurufen. Eine weitere englische Woche in sieben Tagen ist ausdrücklich erwünscht: „Heidenoldendorf kann befreit aufspielen, da sie gegen uns nichts zu verlieren haben. Ich erwarte von meiner Mannschaft den Einzug in die nächste Runde!”



SG Sabbenhausen/Elbrinxen vs. FC Fortuna Schlangen


(ab). Die SG Sabbenhausen/Elbrinxen ist zu einem Favoriten-Schreck mutiert, hat sich auch in dieser Saison bereits mit einem höherklassigen Team eine Pokal-Schlacht geliefert. Der SC Ditib Detmold musste in der ersten Runde dran glauben. Nun kommt mit der Fortuna aus Schlangen allerdings ein „schwerer Brocken" in die mittlerweile berüchtigte Wörmke-Arena. SG-Coach Sven Grossmann sieht in den Schlangen den „Topfavorit auf den A-Liga-Meistertitel und auch bei uns der haushohe Favorit." „Wir müssen an dem Abend alles reinwerfen, was wir haben", wird auch Schlangen auf einen kampf- und laufstarken Gegner treffen. „Man hat ja letztes Jahr und auch dieses Jahr gesehen, dass wir nicht leicht zu spielen sind", erinnert Grossmann an den Halbfinal-Einzug seiner Truppe in der letzten Saison. Draus resultiert: „Wir haben Respekt vor dieser Truppe, aber keine Angst. Wie im jeden Spiel wollen wir unser Spiel durchsetzen und unsere kleine Chance, die wir haben, nutzen." Er traut seiner Mannschaft viel zu, auch, „dass wir auch Schlangen ärgern können und mit den Fans im Rücken können wir das auch schaffen." Aufseiten der Gäste hält man die Erwartungen allerdings niedrig. „Aufgrund der Ausfälle durch das Sonntags-Spiel und einiger angeschlagener Spieler, dazu einige die arbeitsbedingt fehlen, haben wir eine gewisse Personalnot", wie Yannik Vukadinovic berichtet, diese muss „vermutlich durch Spieler der zweiten oder dritten Mannschaften kompensiert werden." Auch der Fortuna sind die Leistungen der SG nicht verborgen geblieben: „Sabbenhausen ist ein sehr starker B-Ligist, was der Auftritt in der ersten Runde und auch das Erreichen des Halbfinales im letzten Jahr gezeigt hat. Wir schauen mal, was so geht, aber die Priorität liegt klar auf der Liga." Um 19:30 Uhr geht’s los. Schiedsrichter der Partie ist der Unparteiische Ahmad El Ali.



TuS WE Lügde vs. TSV Horn


(rb). Auf der Emmerkampfbahn in Lügde hofft der TuS WE Lügde auf die Pokalsensation. Ab 19:30 Uhr gastiert hier der Bezirksligist TSV Horn in der 2. Runde.

Für den A-Liga-Vertreter ist es ein Spiel, in dem die Mannschaft nichts zu verlieren hat. Umso bitterer sind die Ausfälle, über die Coach Andreas Hoffmann berichten muss: „Fehlen werden die Spielmacher Blum und Nehrig, zudem Schlieker verletzt und Wiebe beruflich", so der Lügde-Trainer. Am Matchplan für den Pokalabend ändert das aber nichts. „Trotz der Ausfälle wollen wir für eine Überraschung sorgen. Wir wissen aber sehr wohl, dass Horn der klare Favorit ist und wir auch das nötige Glück benötigen, um eine Runde weiterzukommen", betont Hoffmann.

Dabei stehen die Chancen der TuS gar nicht so schlecht, glaubt man etwa TSV-Manager Ender Ünal. Vor dem Match äußert er sich zum anstehenden Pokalspiel: „Wir werden da mit halber Kraft auftreten. Alle angeschlagenen Spieler und verhinderten Spieler bleiben weg, viele aus der ehemaligen Zweiten helfen aus", ist bereits die Personaldecke sehr dünn. Dazu kommt aus Horner Sicht die Gewichtung der Wettbewerbe. „Wir haben die Liga als absolute Priorität, aber nutzen das auch als Vorbereitung für Urlauber, die konditionell nicht fit sind. Ich persönlich bin nicht scharf auf das Weiterkommen", findet Ünal überraschend klare Worte und kann diese begründen. „Das hat uns im letzten Spiel einen wichtigen Mann gekostet, der für mehrere Spiele ausfällt. Früher war der Pokal noch interessant, da beide Finalisten im Westfalen-Pokal spielen durften. Jetzt nur der Sieger, das ist richtig schwer." Und so verwundert es nicht, dass der Bezirksligist mehr darauf setzt, diesen Status beizubehalten. „Im Moment ist mir der Klassenerhalt und die Liga wichtiger. Das heißt nicht, dass wir nicht gewinnen wollen", wird der TSV auch in einem möglichen Drittrundenmatch antreten, „aber auch Lügde ist ein Fluchgegner von uns, sind sie immer gewesen. Und sind dieses Jahr sind sie in der Lage oben mitzuspielen, sie werden heute bestimmt williger als wir sein. Wir lassen es ruhiger und ohne Zwang angehen. Ich hoffe auf ein faires Spiel und keine Verletzungen."



FSV Pivitsheide vs. TuRa Heiden

(hk). Eine gewisse Parallele erkennt FSV-Spielmacher Jürgen Bolinger zwischen seinem Team und dem kommenden Gegner TuRa Heiden: „Die Jungs sind auch nahezu perfekt in die Saison gestartet", kündigt Bolinger an, dass sein Team sich gegen den klassenhöheren Rivalen „natürlich nicht geschlagen geben möchte." Was er aber auch offen zugibt: „Dennoch ist uns der Pokal nicht so wichtig", vermutet er zudem eine weitere Parallele: „Ich glaube, aber trotzdem, dass unsere Jungs eine ähnliche Sicht, wie ich haben." Er bringt Licht ins Dunkel: „Wenn ich auf dem Platz stehe, dann will ich auch gewinnen!" Deutlich mehr Bedeutung besitzt für ihn jedoch, dass alle Akteure ohne eine Verletzung aus diesem Spiel gehen, damit der weitere Fokus auf die Serie gelegt wird. TuRa-Trainer Thorsten Schmiech rechnet auf dem Kunstrasenplatz in Pivitsheide mit einem „sehr schweren Spiel, weil der FSV diese Saison geschickt, die in den Senioren-Mannschaften vorhandenen Qualitäten gebündelt hat und somit sicher auch A-Liga Qualität besitzt, was der hervorragende Saisonstart untermauert", kann er seinen Respekt mit nachvollziehbaren Argumenten untermauern. Schmiech möchte erst gar nicht den Phrasenklassiker bemühen, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat, bevor er noch drei Euro für den karitativen Zweck der Mannschaftskasse spenden muss. Vielmehr weiß er aber, dass die Motivation von klassentieferen Teams im Duell mit dem A-Ligisten immer groß ist. Er hat aber ein gewisses Grundvertrauen in sein Team, wenn er sagt: „Wir sind darauf vorbereitet und werden alles Notwendige in die Waagschale werfen, was nötig ist, um eine Runde weiterzukommen!" Die bisherige Saison hat eindrucksvoll bewiesen: „Die Bengels sind gut drauf und wollen auch am Dienstag ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und das Spiel gewinnen", kündigt Schmiech aber bei Lippe-Kick an, dass aufgrund des engen Terminplans - ähnlich wie im Gastspiel in Heiligenkirchen - auch diesmal wieder unverbrauchte Kräfte Eigenwerbung betreiben dürfen. Die Männer tanzen nach der Pfeife von Heike Schnittcher.

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