Kreisliga B | Detmold

Jöstingmeier zieht Schlussstrich

Kreisliga B Detmold (hk). Die Wege von Jörg Jöstingmeier und vom TuS Eichholz/Remmighausen trennen sich mit sofortiger Wirkung. Am gestrigen Abend ist der ehemalige Landesligaspieler von seinem Traineramt zurückgetreten. Mehrere Punkte sind zusammengekommen und es hat sich abgezeichnet, dass Jöstingmeier nicht mehr lange Coach der Grün-Weißen sein wird.

Von Henning Klefisch

Wer Jöstingmeier kennt, weiß, dass er ein Fußballverrückter ist, der eine Sache ganz oder gar nicht macht. In den letzten Wochen haben einige seiner Spieler offenbar nicht die richtige Einstellung an den Tag gelegt, wie in einer Pressemitteilung vom Verein auch deutlich wird: Jörg Jöstingmeiers Vorstellung von Motivation, Ehrgeiz und Disziplin konnte die Mannschaft nicht erfüllen. Er gab an, dass er so keine Möglichkeit mehr sieht, die mit der Mannschaft gesteckten Ziele zu erreichen." Die Leistung seiner Truppe beim jüngsten 2:3 gegen SuS Pivitsheide II brachte das berühmte Fass zum Überlaufen. Auch sechs Punkte nach fünf Spielen und Tabellenplatz zehn ist eine enttäuschende Zwischenbilanz. Zunächst unterrichtete er Vorstandsmitglied Kai Tcheon von seiner Entscheidung. In der gestrigen Unterhaltung mit dem Mannschaftsrat und der Abteilungsleitung erörterte er seine Gründe. Er hofft, dass seine Entscheidung auch eine Chance für einen Neuanfang sein kann. Dies war für ihn auch ein Grund, die Entscheidung nicht weiter aufzuschieben", liegt ihm selbstredend auch das sportliche Wohlergehen des TuS Eichholz/Remmighausen am Herzen. Die Abteilungsleitung und auch die Mannschaft haben seine Entscheidung akzeptiert und wünschen ihm auf seinem weiteren Trainerweg alles Gute."
Der Ex-Trainer (Bild rechts) hat einen Ratschlag für Tcheon und Gröne parat: „Die sollen einmal die Spieler in der Pflicht nehmen, die mehr mit Abwesenheit geglänzt haben, was die Vorbereitung und die Spiele angeht", seien nun die „Türen wieder offen und der Weg ist wieder frei", gibt es nach seiner Meinung nun die Chance auf den Neustart. „Das ist nicht meine Philosophie von Fußball, wenn man was erreichen will und es tut mir sehr leid für die Jungs, die immer dabei waren und alles gegeben haben und werden es auch weiter tun", sind es nach seiner Angabe nur fünf, sechs Akteure gewesen, die sich als störend für das Mannschaftsklima erwiesen haben. Den vorläufigen Interimstrainern Felix Tcheon und Jan Eskuchen wünscht er „alles Gute" auf ihrem Weg, „der nicht ganz so einfach wird", befürchtet Jöstingmeier, der sich bei Kai Tcheon und Dirk Gröne ausdrücklich für die Zusammenarbeit bedankt. „Es war für uns drei auch nicht immer einfach und sie haben mich immer unterstützt in meinen Entscheidungen." Für den TuS-Führungsspieler Serkan Altunbas ist diese Entscheidung „teilweise verständlich und teilweise unverständlich", kann er persönlich diese Entscheidung definitiv verstehen, da Jöstingmeier die „Mannschaft nicht mehr so richtig erreichen konnte." So sei oft nicht das auf dem Platz umgesetzt worden, was er vorgegeben hat. Eine Schuld vom Team möchte Altunbas nicht von sich weisen: „Als Team verliert man zusammen und gewinnt zusammen."

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