Kreisliga A | Detmold

Spieltag der Lokalduelle

Kreisliga A Detmold (hk). Einige schöne Derbys wie zwischen dem TSV Rischenau und dem TuS WE Lügde, zwischen CSL Detmold und dem SV Eintracht Jerxen/Orbke oder auch im Aufeinandertreffen vom SC Augustdorf und dem SuS Pivitsheide sind Bestandteil der siebten Runde. Wohltuend spannend ist der Kampf um die Tabellenspitze, wo Primus Jerxen/Orbke und der fünftplatzierte SV Diestelbruch/Mosebeck gerade einmal zwei Zähler voneinander entfernt sind. Nach sechs Niederlagen in Serie hofft der SCA auf den ersten Zähler. Aber Obacht: SuS Pivitsheide ist ein komplizierter Gegner.

Von Henning Klefisch


SC Augustdorf vs. SuS Pivitsheide

SuS Pivitsheide ist schwierig einzuschätzen! Sie haben ja auch einen gewaltigen Umbruch vollzogen", sagt der SCA-Interimstrainer Recep Kirikci über den kommenden Gegner, betont aber auch: „Für uns ist es momentan egal, wer kommt, beziehungsweise gegen wen wir spielen." Vor allem kommt es darauf an, dass seine Truppe sich in der Liga erheblich steigert und „endlich mal die Leistung auf den Platz bringt", fordert Kirikci. Mit Blick auf die 1:3-Pokalspielniederlage gegen den Post TSV Detmold sagt er: „Wir müssen die Leidenschaft vom Pokalspiel auf die Liga übertragen und über den Kampf ins Spiel finden! Dann haben wir eine Chance", kommt aber erschwerend hinzu, dass sich die Personalsituation als äußerst ungünstig gestaltet. Die Hoffnung ist, dass sie sich im Vergleich zum Pokalspiel verbessert. Viele
Fragezeichen sind beim SuS Pivitsheide anzutreffen.
Mehrere Kicker sind angeschlagen, auch Abwehrkoloss Andre Selse, weshalb sich aktuell noch nicht sagen lässt, wer von diesen Spielern tatsächlich zur Verfügung steht. Deutliche Worte spricht er in die Lippe-Kick Mikrofone: „Auch wenn wir zuletzt unsere Spiele gewinnen konnten, haben wir mit unseren Leistungen nicht überzeugt, ich hoffe aber, dass wir den richtigen Hebel finden und wieder besseren Fußball zeigen", kann er aus Erfahrungswerten berichten, dass es auf dem Kunstrasenplatz in Augustdorf „immer schwer ist." Von seiner Mannschaft erhofft er sich, dass sie die dort herrschende Situation annimmt und „alles für einen Auswärtssieg tun."


CSL Detmold vs. SV Eintracht Jerxen/Orbke

Absolut korrekt stellt CSL-Vereinsboss Karl Schmid fest: „Wir müssen gegen Jerxen/Orbke ran und das macht die Sache nicht einfacher." Immerhin ist die Eintracht doch ein „Aufstiegsfavorit", weshalb dieses Spiel gewiss nicht vergnügungssteuerpflichtig wird. Ein Vorteil für die Residenzler: „Wir haben nichts zu verlieren und werden unser Spiel machen, um den Jerxern einen Punkt abzunehmen." Die Hoffnung ist im CSL-Lager groß, dass der komplette Kader dafür zur Verfügung steht. Am
Platz an der Sonne fühlt sich die Eintracht aus Jerxen/Orbke ausgesprochen wohl. Das weiß auch Obmann Hubert Orynzczak, der mit einem dreifachen Punkgewinn in der Nachbarschaft beim CSL Detmold diesen Zustand konservieren möchte. „Dies ist auch unser Anspruch und wir werden uns voll und ganz auf einen Sieg fokussieren", zeigt er sich nicht kompromissbereit. Nach vorne möchte die Eintracht druckvoll spielen und im Abwehrverbund nichts anbrennen lassen, wünscht sich Orynczak vor allem mehr Kaltschnäuzigkeit im Torabschluss bei seiner Mannschaft. „Wenn uns dies gelingt, werden wir am Sonntag nach dem Spiel hochzufrieden sein", so der Obmann. Lukas Kanne hat sich zuletzt eine Knieverletzung zugezogen. Ein MRT wird Klarheit darüber geben, wie ernst es um ihn ist.


SG Hiddesen/Heidenoldendorf vs. TuS Horn-Bad Meinberg

„Ich warte noch auf die Zusagen einiger Spieler", existieren bei der Spielgemeinschaft vor dem Duell der Vorjahresaufsteiger noch einige Variable. Die Zielsetzung ist aber definitiv klar: „Wir wollen versuchen, die Punkte zu Hause zu behalten." Die vielen englischen Wochen sind wirklich kompliziert, beanspruchen den ganzen Kader und „machen uns langsam müde", gesteht Soylu ein, der mit seiner jungen Truppe seit eineinhalb Monate stets zweimal die Woche zu Pflichtspielen antreten muss. Durch Urlaub, Verletzungen oder Sperren verringert sich die Kaderzahl. Gegen die Kurstädter kann die SG immerhin einen 16-Mann starken Kader aufbieten und gehen mit folgender Maßgabe in die Partie: „Wir wollen den Anschluss nach oben nicht verlieren" und hat folgende Komponenten beim Gegner erkannt: „Sie sind zurzeit noch nicht so drauf wie letzte Saison", geht er aber davon aus, „dass sie sich so langsam eingespielt haben."Nach
der witterungsbedingten Pause ist beim TuS Horn-Bad Meinberg die Vorfreude wieder groß, dass in Heidenoldendorf endlich wieder um Tore und Punkte
gespielt werden kann. Die SG ist Coach Kemal Akman nach der Saisonvorbereitung „gut bekannt" und so charakterisiert er die Spielgemeinschaft als eine „junge, agile und dynamische Mannschaft. Dazu spielen sie einen spielerisch guten Ball, wenn sie die Freiräume bekommen", wird es für die Kurstädter in diesem Spiel darum gehen, „die Räume für den Gegner klein zu halten und Dominanz aufbauen", würde Akman dann vielleicht mit der Zunge schnalzen. Zugleich erfüllt der neue Coach auch die Rolle des Mahners, wenn er als Botschaft für sein Team parat hat: „Es wird ein schweres Spiel für uns." Oliver Dombrowski kann nach einer Blinddarm-Operation immer noch nicht spielen.


SuS Lage vs. Post TSV Detmold II

„Ich kenne ja bisher keinen Gegner in der Liga, da ich zehn Jahre in einem anderen Bezirk gespielt habe", kann SuS Lage-Coach Christian Martens in diesen Tagen viele neue Erfahrungen sammeln. Aus Erfahrungswerten weiß er aber grundsätzlich, dass es bei einer zweiten Mannschaft immer interessant zu beobachten ist, welche Akteure aus der Erstvertretung auf dem Spielfeld tatkräftig unterstützen. Nachdem die vergangene Partie beim TuS Horn-Bad Meinberg ins Wasser gefallen ist, sind die Lagenser hochmotiviert mit dem Blick auf das anstehende Spiel gegen den Vorjahresaufsteiger. Die Marschroute ist eindeutig: „Wir wollen auch gegen Detmold weiter punkten und das gewonnene Selbstbewusstsein nutzen", möchten die Lage-Kicker nach einer guten Trainingswoche auch diesmal wieder „mit Leidenschaft zu Werke gehen." Martens kann seine beste Formation aufbieten. Es gibt keine Ausfälle zu konstatieren. Post TSV Detmold II-Akteure Andreas Felker prognostiziert eine „kampfbetonte Partie" und führt weiter aus: Lage wird versuchen, uns das Leben schwer zu machen, aber wir werden den Kampf annehmen und versuchen, auswärts Punkte mitzunehmen. Erik Zweininger darf nach der erfolgreichen Hochzeit den Genuss der Flitterwochen erleben und wird nicht extra zum Spiel eingeflogen.


SG Kachtenhausen/Helpup vs. FC Fortuna Schlangen

Eine Sache steht für Kachtenhausen/Helpup-Coach Manuel Roßblatt schon vorab fest: „Schlangen ist für mich ohne Zweifel die beste Mannschaft in der Liga. Taktisch sehr gut geschult und mit individueller Klasse", besetzen die Fortunen eindeutig die Favoritenrolle in diesem Spiel. Dennoch möchte die SG sich auch weiterhin versuchen, „in der Liga zu etablieren und einfach eine solide Leistung abzurufen", wäre diese Kombination ganz nach dem Gusto des ehemaligen Bezirksligatrainers. Eine Hoffnung möchte er nicht aufgeben: „Vielleicht ist die Fortuna ja auf unsere Seite." Vier wichtige Spieler fehlen mit Simon Wittmann, Christoph Heidorn, Marvin Leuchtmann und Andreas Schneider. Deshalb empfiehlt Roßblatt, dass diese Situation „richtig eingeschätzt" wird. Vor allem ist es für ihn in diesem David vs. Goliath-Vergleich ganz relevant, „dass taktische Vorgaben umgesetzt werden und wir spielerische Akzente auch gegen Top Teams setzen können", benennt er bei Lippe-Kick seine Wunschvorstellung. Von
Lippe-Kick auf die Gegneranalyse angesprochen, erklärt Fortuna-Spielfüher Yannik Vukadinoviv: „Wir haben vernommen, dass es sich um eine Mannschaft handelt, die sich eher hinten rein stellt, versucht die Null zu halten und dann guckt, was nach vorne geht", hoffen die Schlänger dieses Abwehrbollwerk zu knacken. Nach dem nicht zufriedenstellenden Auftritt beim 2:2 gegen den TuRa Heiden ist die Motivation in diesem Auswärtsspiel in Kachtenhausen groß im Lager des Aufstiegsaspiranten. Arne Seehrich und Rudi Dorofeev feiern ihre Rückkehr. Vukadinovic verbindet damit Hoffnungen: „Wir erhoffen uns vorne mehr Durchschlagskraft."


TuRa Heiden vs. SV Diestelbruch/Mosebeck

Mächtig
Eindruck hat bei Heiden-Trainer Thorsten Schmiech der Auftritt seiner Mannschaft in der Vorwoche beim 2:2 in Schlangen hinterlassen. Dieses Spiel bei einem ultimativen Aufstiegsaspiranten ist für ihn Beweis genug,
„mit einem Gegner auf Top-Niveau mithalten zu können." Eine ähnlich anspruchsvolle Herausforderung erwartet die Heidener nun auch am Sonntag gegen den SV Diestelbruch/Mosebeck. Schmiech zeigt sich angetan von den Rot-Weißen: „Di-Mo ist eine sehr starke Mannschaft, die von vielen vor der Saison zurecht als Geheimfavorit bewertet wurde", spricht hier viel Respekt. Von seiner Mannschaft erwartet er: „Wir müssen nun erneut unter Beweis stellen, dass wir in der Lage sind auf konstant gutem Niveau zu agieren. Wenn uns das erneut gelingt", frohlockt er sich der eigenen Stärke bewusst, „können wir gerade zu Hause auch gegen Di/Mo einen Dreier einfahren." Erfreulich: Janik Markmann hat seine Knöchelverletzung auskuriert und steht vor seiner Rückkehr in den Spieltagskader.  SV Diestelbruch/Mosebeck-Pressesprecher Lennart Rethmeier gilt als nüchterner Zeitgenosse, der realistische Gedankenzüge in sich trägt. Folglich ist er sich vollauf bewusst, dass mit dem Duell gegen den TuRa Heiden eine „schwere Aufgabe bevorsteht." Die Abwehr der Heidener ist prächtig in Schuss, hat erst fünf Gegentreffer kassiert und stellt damit die beste Defensive der gesamten A-Klasse. Das Gefühl, als Verlierer vom Platz zu gehen, kennen sie ebenfalls nicht. Eine zweifelsfrei unangenehm zu bespielende Mannschaft, die zudem „sehr kompakt und diszipliniert verteidigt" und nur wenige gegnerische Einschussmöglichkeiten gestattet. Dazu kommen noch die treuen Heidener Anhänger. Rethmeier erkennt gewisse Parallelen zu den heimischen Gefilden: „Ähnlich wie am Dörenwald herrscht dort eine große Kulisse." Die Personalsituation verbessert sich nicht wirklich. Von den neun unter der Woche im Pokal fehlenden Spielern plus dem verletzten Tobias Schulz kehren wohl nur Christian Zimmermann und Christopher Wessel zurück, der aktuell eine Grippe auskuriert. Timo Schiewe, der sich eine Rippe angebrochen hat, fällt seit einer Woche aus und könnte ebenfalls zurückkehren. Für Sturmtank Martin Rethmeier „wird es auch im dritten Spiel in Folge schwierig mit einem Einsatz", so sein Bruder gegenüber Lippe-Kick. Man strebt Ertrag in der Rotenbergkampfbahn an: „Dennoch möchten wir unseren guten Lauf in der Liga fortsetzen und auch in Heiden punkten."


SF Berlebeck/Heiligenkirchen vs. SC Ditib Detmold

Die jüngsten BHK-Auftritte haben für Stirnrunzeln bei Thorsten Geffers gesorgt, der mit seiner zweifelsfrei fähigen Truppe auf dem neunten Rang verweilt und einen Blick in den Rückspiegel werfen sollte. Der Vorsprung auf den Tabellen-14. SG Kachtenhausen/Helpup, der den ersten Nichtabstiegsrang belegt, liegt bei nur drei Zählern. Der kommende Gegner Ditib Detmold liegt nur zwei Zähler dahinter, könnte mit einem Sieg sogar an den Sportfreunden vorbeiziehen. Es ist daher nur absolut zutreffend, wenn der BHK-Coach dieses Spiel als „richtungsweisend" klassifiziert. Eins im Sinn und plus drei im Kopf demonstriert der ehemalige Landesliga-Stürmer seine Qualitäten im Kopfrechnen und sagt mit Blick auf das Klassement: „Mit einem Heimsieg und dann zehn Punkten könnten wir uns in der oberen Tabellenhälfte festsetzen und auch den Abstand zu den Abstiegsplätzen weiter vergrößern." Der Heimsieg gegen die Residenzler „ist ganz klar definiert", zeigt sich Geffers diesbezüglich überhaupt nicht in Debattierlaune. Mehr Kommunikation gab es unter der Woche mit seinen Schützlingen. „Ich erwarte auch deshalb eine Trotzreaktion meiner Bad Boys BHK", macht er innerlich den Westside-Gruß. Ihr Comeback geben die „Kölschen Jungs" Max und Michel Schnitzerling und Tim Weber und so denkt man sich nicht nur deshalb: Et hätt noch immer jot jejange", möchte man den Kölner Volkshelden Willy Millowitsch zitieren. Abwesend sind hingegen Kruggel, Hagemeier, Kersting und Hagemeister. Fänger Jan Härtel chillt im Urlaub und wird auch diesmal wieder durch den zuverlässigen Dean Hollmann ersetzt. Die Sportfreunde Berlebeck/Heiligenkirchen genießen ein hohes Standing bei Ditib-Coach Erhan Eksioglu, der die Geffers-Mannen als „keinen leichten Gegner" bezeichnet und ein „hartes Spiel auf dem Kunstrasen" erwartet. Hoffnungslos geht Ditib aber keineswegs in diese Partie, denn Eksioglu betont: „Meine Mannschaft hat sich gut vorbereitet und weiß auch, was für ein wichtiges Spiel das ist." Die Kaderqualität nimmt spürbar zu. Gökhan Ak, Feyyaz Demirel, Yasin Aytekin und Ahmet Firinci kehren zurück.


TSV Rischenau vs. TuS WE Lügde

Eine
gute Kulisse erwartet sicherlich der TSV Rischenau, wenn der stark aufspielende Nachbar TuS WE Lügde zu Besuch ist. TSV-Obmann Sebastian Tunke möchte erst gar nicht um den heißen Brei herumreden, wenn er sagt: „Es ist Derby. Das ist immer für alle etwas Besonderes." Überraschend kommt der Höhenflug der Westfälischen Eiche nicht. Vielmehr bezeichnet er die Ergebnisse als „zu erwarten", so Tunke, der überzeugt ist, dass Lügde bis zum letzten Spieltag „oben mitspielen" wird. Bitter für die Hausherren: Einige Stammspieler fehlen aus unterschiedlichen Gründen, „sodass wir höchstens eine Minimalchance haben, vielleicht einen Punkt am Platz zu behalten", sieht er seine Mannschaft klar in der Außenseiterrolle, will aber nicht voreilig die weiße Fahne hissen: „Wir werden alles versuchen und bis zum Umfallen kämpfen, bis der Abpfiff ertönt", klingt dies doch nach einem leidenschaftlichen Derby. Die Gäste werden auch im Nachbarschaftsduell auf Yannick Pape verzichten müssen. Ob Fabian Deppe und Felix Wessel eingesetzt werden können, ist noch nicht klar. Lügde-Coach Andreas Hoffmann rechnet mit einem „engen Match gegen eine starke Offensive", steht für ihn fest, dass es „definitiv ein anderes Match als bei unserem Pokalsieg vor drei Wochen werden wird", in dem die Blau-Gelben fehlerlos agieren müssen. Die Zielsetzung für den Tabellenvierten ist klar: „Wir wollen das Derby natürlich gewinnen und werden uns gut auf den offensivstarken Gegner einstellen."

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