Bezirksliga Staffel 3

„Die Bezirksliga ist nicht das Himmelreich"


Bezirksliga 3 (hk). Die bisherige Spielzeit ist aus Sicht des RSV Barntrup eine zum Vergessen. Von 21 möglichen Zählern haben die Roten Teufel gerade einmal einen geholt, was für die wenig geliebte rote Laterne berechtigt, die hell und warnend zugleich in Barntrup leuchtet. Nicht nur der taiwanische Teebauer kennt das altbekannte Sprichwort: „In der Ruhe liegt die Kraft", so agiert auch RSV-Vereinsboss Andreas Schlingmann, der „nicht wie ein Zinshase herumspringen möchte", vielmehr Ruhe bewahrt. Die Personalpolitik nennt er ursächlich für diese sportliche Krise unter dem neuen Trainer Jörg Dettmar (Bild rechts). Dabei ist die Infrastruktur doch mit dem 2016 erbauten Kunstrasenplatz im Grunde glänzend. Doch es gilt: Entscheidend ist auf dem Platz.


Von Henning Klefisch



Mit den verschiedenen Übungsleitern der Seniorenteams zeigt sich Schlingmann „sehr, sehr zufrieden." Offen gibt er zu: „Sie haben darunter zu leiden, dass sowohl ein bisschen Klasse als auch Masse fehlt", benennt er hier den Grund für den verpatzten Start. Spielerausfälle können ganz schwer adäquat kompensiert werden. Dazu kommt das fehlende Matchglück und das Nachlassen im zweiten Durchgang, wo teils die Ordnung verloren wird (Beispielhaft die 1:4-Pleite gegen den SV Atteln). Beim 1:5 in Nieheim betrachtet er die „ganz schlechten Schiedsrichterleistungen" als entscheidend für diese klare Niederlage.  Zuletzt gab es auch beim Aufstiegskandidaten Hövelhofer SV ein klares 1:5. Die Personalien sind unterschiedlich zu bewerten. Bereits beim TuS Almena hat Dettmar Tobias Normann trainiert, den Andreas Schlingmann als „sehr gute Verstärkung" bezeichnet und seine Dynamik lobt. A-Jugendkicker Ole Dobrileit hat bereits mehrere Einsätze bestritten und das „zur vollsten Zufriedenheit", betont der Vereinsboss. Aziz Doosti muss als Flüchtling vor allem in den Abendstunden Sprachkurse besuchen, steht deshalb für den Trainingsbetrieb nur unzureichend zur Verfügung. Schlingmann zeigt sich ehrlich: „Damit sind wir momentan nicht so zufrieden." Er ist sich vollauf bewusst, dass die „Bezirksliga nicht das Himmelreich ist", spielen doch auch andere Dinge eine wichtige Rolle, wie etwa die Gesamtzusammenstellung des Vereins. Primär wird es für die Barntruper darum gehen, relativ vernünftig in die Winterpause hineinzukommen, dann personell nachzulegen und „mit besseren Ergebnissen die Serie zu Ende zu bringen", erklärt das Barntruper Urgestein, das der Auffassung ist: „Wenn dann unter dem Strich dabei herauskommt, dass wir mit erster, zweiter oder dritter Mannschaft oder mit zwei Mannschaften absteigen müssen, dann ist das so. Dann dreht sich der Globus auch weiter", zeigt sich Schlingmann aber kämpferisch, dass alles Mögliche unternommen wird, um mit allen Teams den Klassenerhalt zu packen. Falls das Prestigeteam aus der Bezirksliga den Durchhänger nicht übersteht und tatsächlich in den Kreisfußball zurückkehren muss, streben die Roten Teufel den direkten Wiederaufstieg an. Bis dahin wird aber noch viel Wasser die Bega westwärts aus dem Barntruper Stadtgebiet fließen.

 

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