Bezirksliga Staffel 2

Derby, Reisen, neuer Trainer

Bezirksliga 2 (rb). Nach einer kleinen Pause steht am kommenden Wochenende wieder ein Lipper Derby auf dem Programm. Der FC Augustdorf empfängt den TBV Lemgo zum direkten Duell. Zur gleichen Zeit wollen auch die anderen Teams ihre Bilanz aufbessern: Der Post TSV Detmold hat mit dem TuS Friedrichsdorf eine große Hürde zu meistern, der TuS Asemissen steht beim SV Spexard II fast schon in der Pflicht zu punkten. Darüber hinaus feiert am Sonntag ein neuer Trainer sein Debüt, erstmals steht Miron Tadic beim TSV Oerlinghausen an der Seitenlinie. Sein erster Gegner ist der Tabellenführer VfR Wellensiek.

Von Raphael Bopp

FC Augustdorf vs. TBV Lemgo

Das Derby wirft bereits seine Schatten voraus. Während der FCA am gestrigen Abend sein Freundschaftsspiel gegen die U19 des SC Paderborn bestritt, gilt die Konzentration bereits dem Lipper Derby gegen den TBV Lemgo, das am Sonntag ab 15 Uhr am Schlingsbruch über die Bühne geht.
Den Heimvorteil wollen die Augustdorfer selbstverständlich nutzen. Die Punkte können sie in jedem Fall gut gebrauchen, fehlen der Heymann-Elf doch aktuell ein paar Zähler zum Glück. Mit deren fünf steht der FCA aktuell auf Position 13. Ein Punkt und das bessere Torverhältnis trennt die Hausherren also derzeit vom Abstiegsplatz. Dabei ist der Trend im Moment nicht der Freund des Teams von Trainer Matthias Heymann. Seit vier Spielen ist seine Mannschaft nunmehr sieglos. Bei der gestrigen 0:1-Niederlage im Testspiel gegen den A-Jugend-Bundesligisten SC Paderborn 07 haben die Augustdorfer demonstriert, „wie schwer man es einem Gegner machen kann. Unsere Defensive bzw. die gesamte Mannschaft hat sehr gut gearbeitet", lobt FCA-Coach Matthias Heymann und zeigt sich besonders davon angetan, dass den Paderstädtern nur wenig Raum gestattet wurde. Nun fordert er: „Das muss auch der Ansatz für Sonntag sein. Mit Lemgo kommen individuell sehr starke Spieler, die du alleine kaum verteidigen kannst. Wir wollen und werden als geschlossene Mannschaft dagegenhalten", hofft Heymann auf das Kollektiv, um die volle Punktzahl am Schlingsbruch zu behalten. „Ich bin guter Dinge, dass uns das auch gelingen kann", gibt er sich optimistisch.
Dem TBV Lemgo geht es diesbezüglich besser, die Hansestädter reihen sich mit zwölf Zählern auf Rang sieben ein. Vor dem jüngsten 0:2 gegen Friedrichsdorf reihten sie sogar drei Siege aneinander. Diese Serie im Derby neu aufzunehmen ist das erklärte Ziel. „Wir haben ja am Sonntag das Spiel in Augustdorf und dann am Dienstag spielen wir das Pokal-Viertelfinale in Bexterhagen. Beides sind Rasenplätze und da freuen wir uns schon drauf, dass es mal endlich wieder auf Rasen geht", will man auf klassischem Geläuf Erfolge feiern, betont Co-Trainer Ulas Tokdemir. Seiner Einschätzung nach kommt dem TBV der natürliche Untergrund eher entgegen. „Da freuen sich die Jungs auch drauf, weil wir in der Liga bis jetzt eigentlich nur Kunstrasenplätze hatten. Gerade die Jungs, die von der Oberliga kommen, die sind es ja eigentlich eher gewohnt, auf Rasen zu spielen." Der Schlingsbruch ist aber auch die Heimat des FCA, den man trotz der klaren tabellarischen Unterschiede nicht unterschätzen will. „Zu Augustdorf kann man sagen, dass sie als Aufsteiger in der schweren Gruppe bisher vernünftige Ergebnisse eingefahren haben. Hier oder da hätten sie vielleicht das ein oder andere Pünktchen mehr reinholen können. Aber das ist nicht zu unterschätzen. Letzte Woche haben sie gegen Wellensiek klar ihre Grenzen aufgezeigt bekommen", lässt sich die Leistungsfähigkeit des Gegners inzwischen einschätzen. „Man muss jetzt gucken, dass es ein Derby ist, die es diese Saison ja auch öfter in der Gruppe gibt. Für Augustdorf ist das mit Sicherheit eines der ganz besonderen Spiele, das Heimspiel gegen den TBV Lemgo. Dementsprechend erwarten wir auch die Einstellung, die Moral und den Willen, im Derby Punkte einzufahren", rechnen Tokdemir und sein Chef Ediz Türkmen mit engagierten Augustdorfern, fordern von ihrem eigenen Team aber nicht weniger: „Genau dasselbe kann man auch über uns dann resümieren. Wir wissen auch um die Wichtigkeit solcher Spiele und nachdem wir das erste Derby gegen Post zu Hause verloren haben, sind wir da auch schon in der Pflicht, gegen Augustdorf auf jeden Fall es besser zu machen. Dementsprechend sind wir eingestellt und ich denke nach letzter Woche und dieser unnötigen Niederlage ist die Stimmung relativ gut und wir werden am Wochenende beide Spiele hoffentlich erfolgreich gestalten."

TuS Friedrichsdorf vs. Post TSV Detmold

Ein Duell um den Anschluss an die Spitzenplätze der Liga dürfen die Zuschauer am Sonntag ab 15 Uhr an der Carl-Diem-Straße in Gütersloh erwarten. Dort treffen der TuS Friedrichsdorf und der Post TSV Detmold aufeinander, ihres Zeichens Achter und Sechster der Tabelle.
Nachdem der TuS Friedrichsdorf mit zwei Siegen gestartet war, ging dem TuS zunächst die Puste aus und es setzte drei Niederlagen in Serie. In den letzten beiden Partien fand Friedrichsdorf aber wieder in die Spur und holte vier Zähler.
Noch besser ist der aktuelle Lauf des Post TSV Detmold, der auch in Friedrichsdorf nicht enden soll. „Mit dem TuS Friedrichsdorf erwartet uns natürlich ein anderes Kaliber als Heiden und Canlar", warnt Manager Michael Grundmann aber vor Übermut. „Es ist eine sehr kompakte Mannschaft, es gab immer sehr enge Spiele gegen uns. Mal hat Friedrichsdorf gewonnen, mal haben wir gewonnen", erinnert sich Grundmann. Die Anforderungen an sein Team werden in jedem Fall hoch sein. „Wir spielen auf Rasen in Friedrichsdorf und müssen wirklich hellwach sein. Die Jungs haben einen super Lauf in den letzten beiden Spielen, haben echt total überzeugt in Heiden und gegen Canlar. Von der Einstellung her hat das hundertprozentig gepasst. Wenn wir das auch gegen Friedrichsdorf zeigen, bin ich mir ziemlich sicher, dass wir da was holen", gibt es aber aktuell gute Gründe, als Postler viel Selbstvertrauen zu besitzen. Das soll die Residenzler zum nächsten Dreier tragen. „Wir wollen den Schwung, den wir aktuell haben, mitnehmen. Die Jungs dürfen nicht zufrieden sein mit der aktuellen Situation. Wir müssen weiter Gas geben, Punkte holen und total fokussiert sein auf die Liga", fordert der Manager daher. „Die englischen Wochen sind jetzt vorbei, wir haben praktisch immer einmal unter der Woche immer gespielt und am Sonntag. Das ist erstmal weg, wir haben nur noch Sonntagsspiele, was uns wahrscheinlich auch guttut", gönnt der Spielplan seinem Team jetzt auch wieder Pausen. Darüber hinaus gibt es auch aus dem Post-Lazarett wieder positive Signale. „Personell sieht es so aus, dass eigentlich nur noch Erdem Cömert fehlt. Die Langzeitverletzten sind klar, Enis Cömert, Manu Wichmann und Kiki Schiprowski fallen aus. Tim Smithen ist noch nicht hundertprozentig fit, ist aber auch schon wieder im Training. Deswegen können wir aus einem guten Kader schöpfen, wir haben fünfzehn Leute, die spielen können und wenn die Einstellung passt und die Jungs Gas geben, dann ist durchaus was möglich." Dieser Tage soll was geholt werden kann auch an den Werresportplatz geholt werden, die Zielsetzung für Sonntag ist somit eindeutig: „Wir können in Friedrichsdorf gewinnen, was wir auch WOLLEN. Wir sind mit dem Pokal jetzt sieben Spiele ungeschlagen und wollen diesen Schwung einfach auch mitnehmen."

SV Spexard II vs. TuS Asemissen

Erstmals in dieser Saison fällt dem TuS Asemissen in der neuen Saison die Favoritenrolle zu. Für den Aufsteiger geht es am Sonntag um 15 Uhr an die Josefsschule, wo man gegen den SV Spexard II um wichtige Punkte spielt.
Punkte hat der SVS noch keine geholt. Die Reserve aus Spexard hat bei seinen sieben Niederlagen bisher nur sechs Tore erzielt, aber stolze 40 kassiert. Die Defensive ist damit die anfälligste der Liga, dementsprechend gut stehen die Chancen der TuS.
„Ich hoffe, dass wir am Sonntag endlich wieder einen Dreier einfahren", gibt es für Asemissen daher nur ein Ziel. „Wichtig ist nur, dass wir mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen. Auch gegen den Tabellenletzten müssen wir von der ersten bis zur letzten Minute hellwach sein! In den letzten Spielen haben wir teilweise die Zuordnung verloren und die Zweikämpfe nicht richtig angenommen, das gilt es zu verbessern", haben die blau-weißen aber noch Arbeit vor sich. Asemissen reist mit fast dem kompletten Kader an, einzig Johannes Driedinger darf nach seiner roten Karte gegen Hicret nicht mitwirken.

TSV Oerlinghausen vs. VfR Wellensiek

Mit neuem Trainer gegen den Tabellenführer, das ist das Motto am Kalkofen. Dort empfängt der TSV Oerlinghausen am Sonntag um 15 Uhr den VfR Wellensiek beim Debüt des neuen Übungsleiters Miron Tadic.
„Ein neuer Trainer ist da seit Dienstag. Die Jungs sind hochmotiviert. Der Gegner kommt vielleicht zur richtigen Zeit, weil man direkt funktionieren muss", verspricht sich Milko Micanovic einen Impuls für seine Mannschaft. Die Ansätze dazu waren unter der Woche bereits zu erkennen. „Wir haben gut trainiert und können auf alle Mann zugreifen. Es wird anspruchsvoll, definitiv, Wellensiek ist eine sehr gute Truppe. Aber ich glaube nicht, dass die das Spiel schon gewonnen haben", rechnet man sich auch als Außenseiter etwas aus. „Wir werden unser Bestes geben und dann werden wir mal sehen, wo wir nach 90 Minuten stehen. Wir wollen natürlich unserem neuen Coach einen guten Einstand bescheren und wollen schauen, dass wir gegen Wellensiek erfolgreich sind."
Oerlinghausen wäre das erste Team, das es schafft, Wellensiek alle drei Zähler abzuluchsen. Im bisherigen Saisonverlauf war ein Remis das höchste der Gefühle für die Gegner des VfR. Mit 19 Zählern steht Wellensiek also an der Tabellenspitze und gastiert als Favorit am Kalkofen.

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