Kreisliga A | Detmold

Welche Reaktion zeigen die Heidener Bengels?


Kreisliga A Detmold (hk). Keine echte Pause gibt es im Detmolder Kreis-Oberhaus. Die Heidener haben nach einer schwachen Performance beim SC Ditib Detmold etwas abreißen lassen müssen. Ein Führungstrio ist etwas davongezogen. Da Jerxen/Orbke, Schlangen und Lügde am Sonntag ihre Spiele gewonnen haben, haben sie sich einen kleinen Bonus erarbeitet. Für den Spitzenreiter aus Jerxen/Orbke geht es am Dienstag ab 15.00 Uhr zu den Sportfreunden Berlebeck/Heiligenkirchen, Schlangen begrüßt den SV Diestelbruch/Mosebeck und Lügde reist nach Heiden. Auch weiterhin auf den ersten Saisonsieg warten der SC Augustdorf (gegen SuS Lage) und CSL Detmold (gegen Post TSV Detmold II).


Von Henning Klefisch



SC Augustdorf vs. SuS Lage


Einen Zähler haben die Augustdorfer aus acht Partien bis dato gesammelt. Die Hoffnung auf den ersten Sieg ist groß, die Personalnot jedoch auch. Nach der gestrigen 1:5-Niederlage in Schlangen hat sich die Personalsituation verschlechtert. SCA-Interimstrainer Recep Kirikci kündigt via Lippe-Kick an, dass er erst kurzfristig sehen kann, welche Akteure tatsächlich einsatzfähig sind. Über den Gegner weiß er zu berichten: „Lage scheint richtig gut drauf zu sein", haben das Derbychen beim SuS Pivitsheide zuletzt überzeugend mit 2:0 gewonnen. Auf den Geschmack gekommen ist SuS Lage, was das Punkten betrifft. Nun möchten sich die Zuckerstädter mit einem Sieg im oberen Tabellendrittel festsetzen, formuliert Coach Christian Martens gegenüber Lippe-Kick bereits die Zielsetzung. Neben Abwehrstratege Manuel Eßer fallen vielleicht auch zwei weitere Akteure angeschlagen aus. Positiv, dass Aykut Kahyaoglu seine Rückkehr feiert. Martens rechnet auf dem Kunstrasenplatz in Augustdorf mit einem „kampfbetonten Spiel." Warnende Worte spricht er hinsichtlich des Kontrahenten: „Augustdorf hat gegen Pivitsheide gezeigt, dass sie punkten können, deswegen müssen wir sehr konzentriert sein."


CSL Detmold vs. Post TSV Detmold II


Karl Schmid, der Vereinsboss des CSL Detmold, verrät den besonderen Charakter vom Residenz-Derby: „Das Spiel ist schon etwas Besonderes, denn beim Post TSV II spielen vier ehemalige Spieler von uns." Für den Tabellenvorletzten wird es vor allem darum gehen, endlich einmal dreifach zu punkten. Sonst droht der Anschluss an das Tabellenmittelfeld verpasst zu werden. Schmid wünscht sich vor allem, dass seine Truppe komplett ist und gepunktet werden kann. Den Druck schiebt er klar in Richtung der Gäste: „Wir haben nichts zu verlieren."


FC Fortuna Schlangen vs. SV Diestelbruch/Mosebeck


Eine „Top 5-Mannschaft" sieht Fortuna Kapitän Yannik Vukadinovic mit dem SV Diestelbruch/Mosebeck auf seine Truppe zukommen. Da er die Offensive der Dörenwald-Kicker besonders stark einschätzt, wird es wohl auf den Abwehrchef und seine Mitstreiter vor allem ankommen. Die Devise bleibt für die Fortuna auch diesmal existent: Vor heimischer Kulisse will man keine Zähler abgeben, darf man sich doch im Aufstiegsrennen keine Schwächen erlauben. Da auch die Personalsituation durchaus günstig ist, „freue ich mich auf ein interessantes Duell", kündigt der Stratege an. Zuletzt hat der SV Diestelbruch/Mosebeck merklich in seinen Leistungen geschwächelt. Nun hofft Pressechef Lennart Rethmeier auf eine Reaktion seiner Mannschaft. Er rechnet aber mit einer „besonders schwierigen Aufgabe" und hat dafür auch eine verständliche Begründung: „Schlangen zählt nicht umsonst zu den Favoriten auf den diesjährigen Titel", sieht er die Rot-Weißen deshalb in der Außenseiterposition vor dem Gastspiel am Rennekamp. Im Vergleich zur schwachen Performance beim 0:1 gegen Kachtenhausen/Helpup hofft er, dass einige Verletzte ihr Comeback. Dabei wird aber wohl der Wunsch der Vater des Gedanken sein, denn: „Die Chancen stehen leider nicht all zu gut", räumt er realistisch ein. Trotz der Personalmisere fordert er von seinem Team „eine enorme Leistungssteigerung." Speziell die gestrige Vorstellung treibt ihn die Sorgenfalten auf die Stirn. Bei einer Wiederholung dieser Performance prophezeit Rethmeier: „Wir werden dann auch in Schlangen nicht punkten."


SG Kachtenhausen/Helpup vs. SC Ditib Detmold


Vielleicht wurde die SG Kachtenhausen/Helpup von angeblichen Fußball-Experten mit wenig Ahnung schon zu früh abgeschrieben. In den letzten Wochen hat die Spielgemeinschaft fleißig gepunktet und sich bereits einen Vorsprung erarbeitet. Nun kündigt Co-Trainer Alexander Wolf bei Lippe-Kick an: „Wir wollen an die Leistung der letzten Spiele anknüpfen und die nächsten Punkte holen", bezeichnet er diese Begegnung als „ganz wichtiges Spiel für uns", stehen doch beide Teams kurz vor dem Rotlichtbezirk der A Detmold. Gut gestaltet sich die Personalsituation. Ausnahmen bestätigen hier die Regel. Wolf fordert: „Die Mannschaft soll sich mit den Punkten selbst belohnen", sind doch Zähler der erste Weg zur Besserung. Ditib-Coach Erhan Eksioglu ist ein Zeitgenosse, der sich intensiv mit der Materie beschäftigt. Dennoch sagt er mit Blick auf den kommenden Gegner: „Die SG Kachtenhausen/Helpup kann ich ganz schlecht einschätzen", haben diese doch erst am gestrigen Tag beim favorisierten SV Diestelbruch/Mosebeck „ein Zeichen gesetzt", betont Eksioglu. Er weiß, dass es sicherlich einfachere Aufgaben gibt als in der Dörenwald-Hölle zu siegen. Von seiner Truppe wünscht er sich, dass sie wie beim 2:1-Sieg über TuRa Heiden eine „geschlossene Mannschaftsleistung" über die komplette Spielzeit zeigt und auch den nötigen Willen demonstriert. Als „sehr wichtig" klassifiziert er dieses Spiel gegen einen direkten Tabellennachbarn, möchten die Residenzler doch unbedingt den Anschluss an das Tabellenmittelfeld herstellen. Folglich fordert er: „Wir müssen unser Spiel dem Gegner aufdrängen." Eksioglu rechnet fest damit, dass Laufbereitschaft erforderlich sein wird und es folglich „ein kampfbetontes, faires und gutes Spiel für uns wird."


SG Hiddesen/Heidenoldendorf vs. SuS Pivitsheide


Bei den Hausherren geben Ole Schieffer, Carlos Schäuble und Dorian Fries ihr Comeback. Jonas Sprengelmeyer ist nicht da und Steffen Hinder muss eine Sperre nach der fünften Gelben Karte absitzen. Nach der „schlechtesten Leistung, seitdem ich Coach bei der SGHH bin" (O-Ton: Lütfi Soylu) bei den Postlern wünscht sich SG Coach Lütfi Soylu nun eine Wiedergutmachung von seiner Mannschaft in diesem ewig jungen Derby. „Das ist nicht zu akzeptieren", moniert Soylu und erinnert sich selig an die guten Auftritt gegen Schlangen und Jerxen/Orbke zurück. Mit einem Rückblick bemängelt er: „Wir haben nie unser Spiel gespielt. Das, was uns in der Liga stark gemacht haben, haben wir nicht gezeigt", kritisiert er auch das fehlende Lauf- und Kampfbereitschaft. Auch sich selbst nimmt er nicht aus der Kritik aus, wenn er sagt: „Ich habe vielleicht ein, zwei Umstellungen zu viel gemacht." Den Kontrahenten aus Pivitsheide lobt er als „eine gute Mannschaft", verspricht er zudem auch, dass „die Jungs heiß gemacht werden", wünscht sich der ehrgeizige Trainer sehnlichst den Derbysieg. Für SG-Kicker Andre Selse ist diese Partie zweifelsfrei etwas ganz Besonderes, hat er doch einst beim VfL Hiddesen und auch in Heidenoldendorf gekickt. Vielleicht fällt auch deshalb seine Gegneranalyse etwas genauer aus, wenn er sagt: „Ich erwarte einen spielstarken Gegner mit schnellen und technisch guten jungen Spielern", werden bei den Pivitkern wieder einige Ausfälle zu beklagen sein. Entweder sind die Akteure angeschlagen oder befinden sich im Urlaub. „Von daher laufen wir teilweise etwas auf dem Zahnfleisch, haben aber auch weiterhin das Problem mit konstanten Leistungen", sind die letzten Vorstellungen eher mau gewesen. Am Sonntag etwa gab es ein 0:2 vor heimischer Kulisse gegen SuS Lage. Selse wünscht sich Wiedergutmachung in diesem Derby und möchte auch mal aus einem Auswärtsspiel mehr mitnehmen als die Erfahrung.


TuRa Heiden vs. TuS WE Lügde Spiel fällt aus


Wiedergutmachung betreiben möchte TuRa Heiden im Verfolgerduell gegen den TuS WE Lügde. Deshalb soll gegen die favorisierten Gäste die volle Punktzahl eingefahren werden. Heiden-Trainer Thorsten Schmiech zeigt sich überzeugt: „Die Bengels wissen um ihre Qualitäten und werden diese morgen auch abrufen! Spiele wie gegen DITIB haben immer dann etwas Positives, wenn man die richtigen Lehren daraus zieht!" Selbst hat Schmiech die Lügder in Pivitsheide beobachtet, weiß folglich, über welche Spielstruktur der Gegner verfügt: „Wir werden Mittel finden, diese zu durchbrechen", gibt er sich optimistisch und freut sich auf einen starken Kontrahenten in der heimischen Rotenbergkampfbahn. Im Personalsektor wird es im Vergleich zum Ditib-Match zu einigen Veränderungen kommen. Mit einem „richtig harten Brocken" rechnet Gästecoach Andreas Hoffmann. Er erwartet ein „spannendes und attraktives Spiel, bei dem Kleinigkeiten entscheiden werden." Wiebe und Yannick Pape fehlen auch in diesem Spiel. Unklar ist der Einsatz von Lukas Nöltker und von Nils Nehrig, der sich beim gestrigen Heimsieg über Berlebeck/Heiligenkirchen eine Verletzung zugezogen hat.


SF Berlebeck/Heiligenkirchen vs. SV Eintracht Jerxen/Orbke


Die Tage der schweren Brocken erleben die Sportfreunde in diesen Herbsttagen. Am Sonntag erst gab es eine 0:2-Niederlage beim TuS WE Lügde, ehe am Sonntag das Duell mit dem Primus aus Jerxen/Orbke folgt. Da auch weiterhin einige Ausfälle zu verkraften sind, kündigt BHK-Coach Thorsten Geffers bei Lippe-Kick an: „Ich werde wieder in Sachen Kader und Aufstellung kreativ sein müssen", ist er doch dafür eigentlich bekannt. Keine Sorge hat er jedoch, dass speziell gegen den Klassenbesten seine Kicker hochmotiviert agieren werden. Die Marschroute ist klar ausgegeben: „Wir wollen zumindest kämpferisch unserem Gast alles abverlangen", hat dies doch auch beim sensationellen Auswärtssieg in Jerxen in der Rückrunde der abgelaufenen Serie hervorragend funktioniert. Für BHK-Obmann Matthias Kuhlmann besitzt diese Partie ganz bestimmt eine ganz besondere Bedeutung, geht es doch gegen sein Ex-Team. Sein Nachfolger bei der Eintracht, Hubert Orynczak, betont: „Ich denke, beide Seiten sind heiß genug und werden sich einen sportlichen Wettkampf liefern", kündigt er den vielfach gepriesenen Offensivfußball in diesem Zusammenhang an. Er rechnet damit, dass die Sportfreunde über die Zweikämpfe in die Partie finden möchten und ihr Heil in einem gepflegten Konterspiel suchen möchten. „Am Ende möchten wir jedoch als Sieger vom Platz gehen", möchte der Aufstiegsaspirant doch auch die Tabellenführung verteidigen.


TSV Rischenau vs. TuS Horn-Bad Meinberg


„Ein schwerer Gegner erneut", urteilt Rischenau-Obmann Sebastian Tunke und gibt zu, dass er die Horner „weiter oben erwartet hätte." Im Heimspiel soll gegen die Kurstädter ein Dreier gelingen. Tunke offenbart vor allem den Wunsch, dass seine Spieler die körperlichen Strapazen der 0:2-Niederlage in Jerxen gut kompensieren und bereits 48 Stunden später „wieder 90 Minuten alles geben werden", wird am Ende des Tages abgerechnet. Die Rischenauer bezeichnet TuS-Trainer Kemal Akman als „eine Kämpfertruppe mit großer Laufbereitschaft", teilt er Lippe-Kick seine Erinnerung mit. „Daher wird uns alles abgefordert", vermutet er. Auf Lippmann, Sergio Frey und Pascal Ihmels muss er verzichten. „Wenn wir gewinnen wollen, wird es ein hartes Stück Arbeit", prophezeit er seiner Mannschaft.

Wir bedanken uns für die Unterstützung bei unseren Sponsoren & Partnern