Kreisliga A | Detmold

Schmiech: „Jerxen/Orbke ist verwundbar"

Kreisliga A Detmold (hk). Nach der englischen Woche geht es am Sonntag regulär mit der zehnten Runde weiter. Ein Spitzenspiel und Derby findet in Jerxen statt. Spitzenreiter Eintracht Jerxen/Orbke begrüßt den viertplatzierten TuRa aus Heiden. Die anderen Aufstiegsanwärter haben auf dem Papier lösbare Aufgaben vor der Flinte. TuS WE Lügde begrüßt die SG Kachtenhausen/Helpup, während Fortuna Schlangen beim SC Ditib Detmold gastiert. Zuletzt hat der SV Diestelbruch/Mosebeck ziemlich geschwächelt. Nun darf man gespannt sein, ob der Forderung von Obmann Michael Cucchiara, der zwei Siege aus den kommenden beiden Spielen gefordert hat, auch Taten auf dem Platz folgen. Es geht vor heimischer Kulisse gegen das Schlusslicht SC Augustdorf.

Von Henning Klefisch


Post TSV Detmold II vs. TSV Rischenau

Man muss jetzt nicht davon ausgehen, dass Post TSV II-Kicker Marvin Dück am Samstagabend die Stadthalle in Detmold mit einem Vortrag über den TSV Rischenau füllt, denn: „Den Gegner kenne ich nicht besonders gut", gibt er unverfroren zu, rechnet sich aber vor heimischer und wohl auch zahlreicher Kulisse als Vorspiel vor dem Bezirksliga-Derby des Post TSV gegen den FC Augustdorf gute Chancen aus. Im unteren Tabellenfeld zu verkehren, gefällt Dück keineswegs. Dies betont er im Gespräch mit Lippe-Kick, wenn er sagt: „Wichtig ist ein Sieg auf jeden Fall, da wir aus der unteren Tabellenhälfte natürlich schnell wegwollen und es von uns bis zum fünften Platz nur drei Punkte sind", könnten die Postler mit einem Sieg am kommenden Gegner vorbeiziehen. Defensivspezialist Tim Smithen kehrt nach zwei Spielen in die erste Mannschaft zurück. Fabian Droletz muss die Sperre nach seiner Ampelkarte verbüßen. Stefan Pauls und Brese De Monteira fehlt die Fitness, um zu spielen. Ansonsten ändert sich personell nichts für Coach Jens Kaiser. Eine gute Reaktion hat der TSV
Rischenau auf die 2:4-Niederlage beim SV Eintracht Jerxen/Orbke gezeigt und am Dienstag vor heimischer Kulisse den TuS Horn-Bad Meinberg mit 4:2 besiegt. Nun geht es für die Rischenauer-Rasentruppe wieder auf den Kunstrasen. Diesmal in die Werre-Arena zum Post TSV Detmold II. TSV-Obmann Sebastian Tunke kann die Residenzler „sehr schwer einschätzen", hat aber die jüngsten beiden Siege im Blick, weshalb er sich gewarnt zeigt. Einfach wird die Aufgabe beim Vorjahresaufsteiger nicht: „Wir werden alles hereinwerfen müssen, um dort zu bestehen", prophezeit er und gibt bei Lippe-Kick zu Protokoll, dass die Mannschaft im Vergleich zu den jüngsten Spielen variiert. Das ändert aber nichts an der Zielsetzung, die da lautet: „Auf jeden Fall von dort etwas mitzunehmen", hat Tunke mit seiner Truppe keine Lust Sightseeing in Lippes größter Stadt zu betreiben.


TuS WE Lügde vs. SG Kachtenhausen/Helpup SPiel fällt aus

Zunächst einmal hegt Lügde-Coach Andreas Hoffmann die Hoffnung, dass diese Begegnung überhaupt stattfindet. Die regenreichen Tage könnten nämlich einen Strich durch die Rechnung machen. In diesem Spiel sieht er seine Truppe in der Favoritenrolle. „Wir wollen das auch bestätigen", kündigt er via Lippe-Kick an und fordert die volle Punktzahl von seinem Team. Wohl wissend, dass seine Mannschaft in diesem Spiel „auch nichts geschenkt bekommen wird." Yannick Pape fehlt immer noch. Seine Rückkehr feiert Arthur Wiebe. Unklar, ob Timo Ellermann und Nils Nehrig mitspielen können.


SC Ditib Detmold vs. FC Fortuna Schlangen

Es ist für Ditib Coach Erhan Eksioglu überhaupt keine Frage, dass Fortuna Schlangen „eine der besten spielerischen Mannschaft ist und bleibt", wird es für seine Mannschaft entscheidend sein, gegen den Aufstiegsaspiranten „einen sehr guten Tag zu erwischen", glaubt Eksioglu. Nachteilig, dass aus dem 2:0-Auswärtssieg bei der SG Kachtenhausen/Helpup zwei gelb-rot Gesperrte als unrühmliche Erinnerung bleiben. Der Ausfall von Gökhan Ak und Yalcin Oran tut definitiv weh. Im Spiel auf dem heimischen Rasenplatz im Schulzentrum Mitte zeigt sich Ditib „richtig heiß", befindet man sich zwar in der Außenseiterrolle. Dennoch will man es der Fortuna „ganz bestimmt nicht einfach machen", kündigt Eksioglu bei Lippe-Kick an. Schließlich herrschen zunächst gleiche Voraussetzungen vor, denn: „Es wird elf gegen elf gespielt und wenn meine Mannschaft kämpf und eine hohe Laufbereitschaft zeigt, werden wir es dem Gegner nicht leicht machen." Erhan Eksioglu wünscht sich vor allem, dass seine Truppe die Leistungen aus den vergangenen Spielen wieder abrufen kann und sich auf das eigene Spiel konzentriert, hofft er, dass dieses „schön und fair" sein wird. Fortuna-Abwehrchef Yannik Vukadinovic ist aufgefallen: „Ditib hatte in den letzten Jahre immer seine Probleme eher im defensiven Bereich und wir möchten sie genau dort beschäftigen", hofft er auf den nächsten Sieg, um die Eintracht aus Jerxen/Orbke unter Druck zu setzen. Beim Spiel unter der Woche gegen den SV Diestelbruch/Mosebeck (4:2-Sieg) hat sich Simon Tronich verletzt und fällt wohl aus. Rudi Dorofeev, Jonas Scholle und Jonas Otten feiern aber ihre Rückkehr, weshalb für Vukadinovic klar ist: Die Personallage sieht ganz entspannt aus.


SV Diestelbruch/Mosebeck vs. SC Augustdorf

Die Forderung von Diestelbruch/Mosebeck-Obmann Michael Cucchiara klingt noch in den Ohren. Aus den kommenden beiden Heimpartien gegen den SC Augustdorf am Sonntag und dann gegen Ditib Detmold sollen seine Schützlinge doch bitteschön die Maximalausbeute einfahren. Zunächst richtet sich auch beim Pressechef Lennart Rethmeier der Blick auf den SCA, „der überraschenderweise mit nur einem Punkt auf dem letzten Tabellenplatz liegt", reibt er sich diesbezüglich etwas verwundert die Augen. Die zuletzt eher überschaubaren Leistungen hat er nicht vergessen, weshalb er nun ein hohes Maß an Konzentration einfordert, um das Saisonziel nicht schon alsbald mit einem Fernglas beobachten zu müssen. Die Torjägerlegende Timo Flecker erweist sich die Ehre und gibt sein Comeback. „El Tren" Martin Rethmeier, der ebenfalls für seine zuverlässigen Torjägerdienste am und im Dörenwald geschätzt wird, muss weiterhin mit der Zuschauerrolle Vorlieb nehmen. Sein Bruder befürchtet gar: „Bei ihm könnte es bereits das Hinrundenaus bedeuten." Erfreulich, dass Janick Bahms und Timo Schiewe dem Cheftrainer Sascha Weber wieder zur Verfügung stehen. Schiewe hat gar einen Monat das rot-weiße Jersey nicht mehr über seinen Körper gestreift.

SC Augustdorf-Interimstrainer Recep Kirikci bezeichnet den SV Di-Mo als „eine spielstarke Mannschaft mit einem herausragenden Stürmer", der aber bekanntlich nicht spielen wird. Im Duell auf dem bekannten Kunstrasenplatz möchte das Schlusslicht alles in die Waagschale werfen. Kirikcis Wunsch ist eindeutig: „Ich hoffe, dass meine Mannschaft eine andere Einstellung und Körpersprache als letzten Dienstag an den Tag legt! Ohne Leidenschaft und Mut haben wir keine Chance", wäre dann der Abstiegskampf wohl relativ zeitnah zuungunsten der Augustdorfer entschieden. Wie eine Klette treu bleibt dem SCA das Verletzungspech. Deshalb sehnt sich Kirikci danach, „dass wir eine schlagkräftige Mannschaft stellen können."



SuS Lage vs. SG Hiddesen/Heidenoldendorf

Vorab: Da der Rasenplatz am Werreanger gesperrt ist, wird diese Partie auf der Asche an der Eichenallee ausgetragen. Lage- Spielertrainer Christian Martens warnt vor der SG Hiddesen/Heidenoldendorf, besitzt diese doch „gute Einzelspieler" in den eigenen Reihen. Sein Team möchte folgendes entgegenbringen: „wollen wieder geschlossen und als Kollektiv auftreten und dem Gegner mit unserem gewonnenen Selbstbewusstsein etwas entgegensetzen", glaubt er, dass diese Begegnung sicherlich hart wird, „aber durchaus etwas drin ist für uns." Die Bedingung dafür wird aber sein, dass die Lagenser ähnlich konzentriert wie in den letzten Partien auftreten. Der Optimismus wird auch dadurch gesteigert, dass Benjamin Borchert und Alexander Japs wieder zur Verfügung stehen. Martens selbst weiß noch nicht, ob er mitspielen kann. Zwei Personalien gibt es von den Gästen zu vermelden. Da Lukas Burmeier auf der Geburtsfeier seiner Großmutter weilt, kann er nicht mitspielen. Jonas Sprengelmeyer kehrt in das Team zurück. Nach Ansicht von SG-Coach Lütfi Soylu kommt der Ascheplatz seiner Mannschaft entgegen. Die Begründung ist simpel: „Der Ascheplatz ist fast wie ein Kunstrasenplatz", erklärt er diese These damit, dass doch im Gegensatz zum Rasenplatz die Ballannahme wohl besser gelingen mag. Soylu rechnet mit einer engen Partie. Er zeigt sich über die bisherigen Vorstellungen der Lagenser „wirklich überrascht" und: „Es ist spannend, wie sie spielen", weiß Lütfi Soylu schließlich auch, dass der Gegner „einen Lauf hat." Dazu will man am eigenen Leib erfahren, „warum sie da oben sind", gibt es den Praxistest ab 15.00 Uhr. Selbst möchte Hiddesen/Heidenoldendorf da weitermachen, wo sie mit dem überzeugenden Sieg gegen SuS Pivitsheide zuletzt aufgehört haben. Die Zielsetzung bleibt bestehen: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen, wenn es geht."


SuS Pivitsheide vs. CSL Detmold

Die Personalprobleme bleiben den Hausherren weiterhin treu. Zwei Urlauber geben zwar ihr Comeback, was durch zwei Gelbsperren aber ausgeglichen wird. Dazu kommen die Verletzten. Deshalb sagt Defensivspezialist Andre Selse auch: „Somit sind wir weiter eng besetzt und müssen gucken, wie wir die nächsten Begegnungen überstehen", spricht er hier von einem Pflichtsieg gegen den Aufsteiger, damit der Abstand zu den unteren Plätzen weiterhin bestehen bleibt. „Einfach wird das aber sicher nicht", gibt er seinem Team mit auf den Weg. 

Sein Mitspieler Christopher Petkau sieht das ähnlich: „Wir müssen punkten, damit wir nicht unten reinrutschen!"

CSL-Vereinsboss Karl Schmid glaubt an ein „schweres Spiel" auf dem Rasenplatz in Pivitsheide. Er lobt, dass die SuSler ihre vielen Abgänge gut verkraftet haben
und nun einen seriösen Rang im Tabellenmittelfeld belegen, „wobei es für uns um sehr viel geht", nämlich den Anschluss an die Nichtabstiegsränge nicht zu verpassen. Schmid betont aber: „Aber ich habe Vertrauen in unser Trainerteam und in unsere Mannschaft, die machen das Beste daraus und kämpfen um die Punkte", haben die Residenzler auch in diesem Spiel „nichts zu verlieren." Den SuS Pivitsheide sieht er klar in der Favoritenrolle.


SF Berlebeck/Heiligenkirchen vs. TuS Horn-Bad Meinberg

D
ie Teams haben wegen der besseren Bespielbarkeit des Kunstrasenplatzes in Heiligenkirchen das Heimrecht getauscht. BHK-Coach Thorsten Geffers diagnostiziert seinem Ex-Verein TuS Horn-Bad Meinberg aktuell „ein Wechselbad der Gefühle." Vielleicht ist es auch der Fluch der guten Tat, denn nach der prächtigen Vorsaison werden die Kurstädter nun nicht mehr unterschätzt, weshalb sie unter den eigenen Erwartungen agieren. Die Duelle gegen die Topteams der Liga haben die Sportfreunde gar nicht mal so schlecht überstanden. Jetzt ruft Geffers „die Wochen der Wahrheit" aus, frohlockt er voller Hoffnung: „Gestalten wir diese erfolgreich, können wir uns in der Tabelle im oberen Drittel festsetzen. Das ist mein Ziel und Anspruch", ist dies mit der gut ausbalancierten Truppe gar nicht mal so utopisch. Zumal sich auch die Personalsituation bessert. Zwar fehlen Weber, Kersting, Hagemeier und Diekmann. Aber die Brüder Max und Michel Schnitzerling geben ihr Comeback. Vorab hat Coach Kemal Akman seinen Horn-Bad Meinberg-Akteuren deutlich gemacht, dass „einfache Spiele" ein Trugschluss sind. „Es muss jeder Einzelne an seine Grenze gehen, wenn wir gewinnen wollen", fordert er und will „aus Prinzip" keinen Kontrahenten unterschätzen. Bis zum Abpfiff will er von seinen Spieler „100 prozentigen Einsatz" sehen. Wenn die Jungs dies in die Tat umsetzen, gibt er sich optimistisch, „dass es schwer wird uns zu schlagen." Bis auf den gelbrotgesperrten Harry Özmen können die Kurstädter ihre beste Formation aufbieten.
 

SV Eintracht Jerxen/Orbke vs. TuRa Heiden

Der juvenile Mittdreißiger Hubert Orynczak schwelgt in den Erinnerungen und sagt: „Bereits zu meiner aktiven Zeit waren es stets brisante und spannende Derbys gegen TuRa Heiden. So wird es auch am kommenden Sonntag sein", glaubt der Obmann vom Spitzenreiter SV Eintracht Jerxen/Orbke vor dem Lokalduell mit dem Tabellenvierten. Mit einem Sieg möchte die Eintracht den Abstand auf die Heidener weiter vergrößern. Was er unter der Woche im Trainingsbetrieb beobachtet hat: „Unsere Trainer und Spieler sind heiß auf dieses Match und werden entsprechend eingestimmt sein. Die Heidschen sind in Topform und werden ihre spielerischen Qualitäten unter Beweis stellen", traut er auch den Gästen eine gute Leistung zu, weshalb resultierend für ihn feststeht: „Ich denke, wir werden ein hochkarätiges Spiel mit vielen sehenswerten Szenen erwarten können." Auf die Langzeitverletzten muss Coach Bastian Möller verzichten. Zu Improvisationsmaßnahmen ist TuRa-Trainer Thorsten Schmiech unter der Woche gezwungen worden, da die heimische Rotenbergkampfbahn nicht bespielbar war. Die Ausfallliste ist auch gravierend. Manuel Di Paterniano (wegen Knieverletzung 4–6 Monate), Tim Kuhlemann (Knieverletzung 3–4 Monate), Fynn Hülsiggensen (Schambeinentzündung 6–9 Monate) und Keeper Pascal Möller (Rippenverletzung 2–3 Wochen) fallen aus. Personelle und wohl auch taktische Umstellungen sind daher unausweichlich. „Ich bin gerade von der Qualität in der Breite des Kaders überzeugt, sodass wir das auffangen können und unser Spiel auf den Platz bringen werden", gibt sich Schmiech diesbezüglich überzeugt und schiebt ganz elegant der Eintracht den Druck zu. „Jerxen/Orbke ist der Tabellenführer, spielt zu Hause und wird sicher mehr gefordert sein als wir! Eine sehr spielstarke Mannschaft, aber wie im Spiel beim SuS Lage gesehen auch verwundbar", macht ihm der Lagenser Überraschungssieg durchaus Mut. Ähnlich wie im schweren Gastspiel in Schlangen, wo es eine Punkteteilung gab, möchten die Heidener auch im Gastspiel beim Klassenbesten „auf drei Punkte gehen und alles heraushauen", macht der Turn - und Rasensportverein kein Geheimnis aus der enormen Vorfreude.

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