Kreisliga B | Detmold

Abstiegskampf in Schlangen, Pivitsheide und Detmold


Kreisliga B Detmold (ab). Für den FC Fortuna Schlangen II gibt es am Abend die nächste Gelegenheit auf den ersten Saisonsieg und das erneut in einem direkten Duell mit einem Konkurrenten aus dem Tabellenkeller, der SuS Pivitsheide II wird zu Gast sein. Abstiegskampf wird es auch in Detmold zu sehen geben, wo die dritte Mannschaft des Post TSV den SV HW Falkenhagen begrüßt. Und auch in Pivitsheide geht es um Punkte für den Klassenerhalt, die zweite Mannschaft des FSV trifft auf die SG Hiddesen/Heidenoldendorf II. An der Tabellenspitze hat die erste Mannschaft FSV Pivitsheide am Dienstag mit einem Unentschieden vorgelegt, die Verfolger können den Rückstand also verkürzen. Die SG Sabbenhausen/Elbrinxen muss sich mit den Sportfreunden aus Oesterholz-Kohlstädt auseinandersetzen, die SG Brakelsiek/Wöbbel spielt gegen Aufsteiger SG Klüt-Wahmbeck. Höchst interessant wird auch die Partie der Tabellennachbarn FC Augustdorf II und TuS Eichholz-Remmighausen. Die Spiele in Hakedahl (gegen den BSV Müssen) und bei der Spvg Hagen-Hardissen (gegen den RSV Hörste) fallen aus.


Von André Bell & Henning Klefisch



FC Augustdorf II vs. TuS Eichholz-Remmighausen


(hk). Nachdem die Reserve des FSV Pivitsheide deutlich abgenudelt worden ist, „müssen wir am Donnerstag 100 Prozent wach sein", fordert FCA II-Kicker Adam Penkalla, gibt es doch mit dem TuS Eichholz/Remmighausen „ein ganz anderes Kaliber." Deshalb rechnet er auch mit einem „schweren Spiel für uns." Seine Warnung ist eindringlich: „Wenn wir nicht alle konzentriert an das Match herangehen, werden wir keine Chance haben. Aber wenn wir unser Spiel klar angehen, werden wir die Punkte bei uns behalten", darf man gespannt sein, wie die Augustdorfer in dieses Spiel gehen werden.

Mit einem Duell zwischen „zwei ähnlich starken Mannschaften" rechnet TuS-Kicker Timo Tcheon, der von seiner Mannschaft die Maximalleistung einfordert, um die volle Punktzahl am Schlingsbruch zu holen. Er gibt sich positiv, hat seine Mannschaft durch gute Ergebnisse doch zuletzt die Stimmung deutlich angehoben. Der immer noch verletzte Marco Barkowski kann als einziger Akteur nicht mitspielen.

Um 19.30 Uhr wird Waldemar Hundsdörfer diese Begegnung anpfeifen.



FC Fortuna Schlangen II vs. SuS Pivitsheide II


(ab). Erneut steht für den Aufsteiger aus Schlangen ein wichtiges Spiel an. Mit dem 1:3 gegen Falkenhagen vom Sonntag im Rücken geht es nun gegen den SuS Pivitsheide II. Nach elf Spielen hat die Fortuna nur vier Punkte und noch keinen Sieg auf dem Konto. Trainer Douglas Vukadinovic ist aber weiterhin guter Hoffnung, dass sich das bald ändern wird. Personell geht sein Team zwar weiterhin auf dem Zahnfleisch, aber „trotzdem werden wir versuchen unsere Fehler vom letzten Mal abzustellen. Es wird bei uns nur über den Kampf gehen und wenn die Mannschaft das versteht ist für uns was Zählbares drin", ist bei der richtigen Einstellung der erste Sieg nur eine Frage der Zeit.

Nur einen Hauch entspannter ist die Situation bei den Gästen, auch der SuS schwebt in Abstiegsnot, liegt mit sieben Punkte nur knapp vor der Abstiegszone. Schlangen II könnte mit einem Sieg sogar an den Gästen vorbeiziehen. „Gegen Fortuna II haben wir ein Spiel, das nicht einfach ist", weiß auch SuS-Co-Trainer Andrew Wilson. Seine Einschätzung: „Ich denke, beide Teams wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen und das wird zu sehen sein." Personell sieht es bei den Gästen dafür deutlich besser aus. „Wir haben fast alle Spieler wieder am Bord", meint Wilson, „sodass wir auf viele Spieler zurückgreifen können." Das Spiel hat eine immense Bedeutung: „Für unser Team sind die drei Punkte sehr wichtig, aber wir wollen natürlich nicht den Gegner unterschätzen, denn sie denken sicherlich gleich. Wir freuen uns auf ein spannendes Spiel am Rennekamp und ich kann mir vorstellen, dass es auch so wird."

Für die Leitung des Spiels ist der Sportskamerad Marco Bester zuständig, los geht es um 19:30 Uhr.



FSV Pivitsheide II vs. SG Hiddesen/Heidenoldendorf II


(ab). Bei der zweiten Mannschaft des FSV Pivitsheide gab es heimlich, still und leise einen Trainerwechsel. Wolfgang Gwiasda ist nicht mehr Coach des Aufsteigers, interimsmäßig leitet Cedric Ehlebracht, unterstützt von Andree Köhler, die Trainingseinheiten und wird auch am Abend an der Seitenlinie stehen. Dann geht es gegen die SG Hiddesen/Heidenoldendorf II. Die personellen Voraussetzungen werden dabei deutlich besser sein als zuletzt, von 16 einsatzfähigen Spielern war die Rede. Bis auf einen Punkt könnte man an die SG heranrücken, ein Heimsieg natürlich vorausgesetzt.

Entsprechend gewarnt sind deshalb auch die Gäste, die sich mitnichten auf ihre Punktepolster ausruhen können. Das weiß natürlich auch Coach Sören Müller: „Wenn wir die Klasse halten wollen und uns einen Vorsprung auf die Abstiegsränge sichern wollen, müssen wir gegen FSV II gewinnen." Dabei kann Müller ebenfalls auf einen stark besetzten Kader zugreifen: „Wir haben fast alle Spieler an Bord, haben sogar noch ein, zwei Verstärkungen. Wenn wir da nicht doch noch Absagen bekommen, der Tag ist ja noch jung, dann haben wir einen richtig guten Kader." Vom Gastgeber erwartet er ein kampfstarkes Spiel: „Ich denke, dass die kämpferisch richtig gut sind, sich noch nicht aufgegeben haben, sich da voll reinhauen werden. Spielerisch sind die vielleicht nicht die besten, aber kämpferisch werden die uns einiges abverlangen." „Da müssen wir einfach dagegenhalten", fordert er von seinen Jungs, „wenn wir denken, da geht es mit Schönspielerei, weil die unter uns stehen, dann brechen wir uns da einen ab und kriegen irgendwie ein Ding rein, was wir dann nicht mehr aufholen können."

Das klingt nach Abstiegskampf, wie man ihn sich vorstellt. Zwei lauf- und einsatzfreudige Teams unter Flutlicht, was will man mehr. Für die Ordnung auf dem Platz ist Schiedsrichter Cemil Türkoglu zuständig. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr.



SG Sabbenhausen/Elbrinxen vs. SF Oesterholz-Kohlstädt


(ab). „Wir spielen definitiv", sagt SG-Coach Sven Grossmann angesichts der bereits erfolgten Absagen in Hakedahl und Hagen-Hardissen. Einem interessanten Spiel steht also nichts im Wege. Und auch im zehnten Saisonspiel gilt bei der SG die Devise: „Wir wollen das Spiel natürlich gewinnen." Nachdem von den letzten drei Spielen nur eines tatsächlich stattgefunden hat, das letzte bei Brakelsiek/Wöbbel fiel aus, das Spiel gegen Schlangen II wurde für die SG gewertet, „sind die Jungs willig und heiß, endlich wieder zu spielen", wie Grossmann verrät. Mit den Sportfreunden erwartet er einen „Gegner, der sehr lauf- und kampfstark" ist, „aber das sind wir auch und wir wollen die drei Punkte zu Hause behalten." Grossmann hofft, „dass der Knoten bei Kai Gast jetzt geplatzt ist und er wieder regelmäßig trifft." In dieser Saison hat der Torjäger, der letztes Jahr mit 26 Toren Torschützenkönig wurde, erst sechsmal treffen können. Gute Nachrichten gibt es unterdessen aus dem Krankenlager: „Haydar [Demirkutlu; Anm. d. Red.] ist auch wieder dabei, er hat seine Verletzung auskuriert und am Dienstag schmerzfrei trainiert und wird von Anfang spielen."

Die Gäste aus Oesterholz-Kohlstädt kommen ebenfalls mit guten Neuigkeiten, die Björn Brinkmann mitteilt: „Also bei einem kann sich die SG sicher sein. Wir treten auf jeden Fall an. Wenn man bedenkt, dass Sabbenhausen/Elbrinxen von ihren bisher vier Heimspielen erst zwei regulär gespielt hat und die anderen beiden Gegner nicht angetreten sind, auweia." „Nun geht es, bis jetzt, auf den Elbrinxener Rasenplatz, wo wir auch mit den Sportfreunden so einige Schlachten schon geschlagen haben", erinnert sich der Obmann an vergangene Tage. „Allerdings noch ohne Sabbenhausen. Ich habe schon ordentlich Respekt vor der SG, denn es wird meistens nicht zimperlich gespielt, sprich mit der nötigen Aggression und dem Kampf um jeden Ball und jeden Zentimeter. Das muss uns bewusst sein, das müssen wir annehmen." Eine weitere Motivationsspritze für die Gäste ist die bisherige Heimbilanz der SG: „Sie haben zuhause noch kein Tor kassiert, auch das muss Ansporn für jeden von uns sein." Auch die relativ weite Anfahrt bis raus nach Lügde spielt für Brinkmann keine Rolle: „Natürlich wird es ein Vorteil für die Heimmannschaft sein in der Woche, so eine Strecke, wo sich der ein oder andere abhetzt, aber das lasse ich nicht als Ausrede gelten, falls der Einsatz nicht stimmt." Nachdem zuletzt endlich wieder gewonnen werden konnte, nach zuvor drei Spielen ohne Sieg, fordert er: „Unser Anspruch muss sein, nicht nur gegen die unteren zu Punkten, sondern auch mit den oberen mitzuhalten und das können wir auch." Das gelingt, „wenn wir von Minute eins hellwach sind, nicht früh in Rückstand geraten, den Gegner früh attackieren und unsere Fitness über 90 Minuten ausspielen. Ein Tor machen wir immer. Vielleicht geht es auch mal lang und schmutzig bei dem Boden. Wir schauen mal und sind auf alles vorbereitet." Personell kann Trainer Eugen Schlej auf alle Spieler zurückgreifen, es gibt „keinen Ausfall."

Um 19:30 Uhr erfolgt der Anstoß, Rolf Gkarelas ist der Schiedsrichter der Partie.



Post TSV Detmold III vs. SV HW Falkenhagen


(ab). Ein weiteres Spiel, in dem es um wichtige Punkte für den Klassenerhalt geht, findet auf dem Werresportplatz in Detmold statt. Die dritte Mannschaft des Post TSV hat seine bisher erspielten zehn Zähler alle zu Hause geholt. Auch gegen Falkenhagen soll das wieder gelingen. „Zum Gegner kann ich leider nicht viel sagen, außer, dass die mit uns unten drin stehen", meint Post-Keeper Ferhan Demir. Es gibt ein klares Ziel: „Für uns zählt natürlich nur ein Sieg zu Hause, alles andere wäre eine klare Enttäuschung für uns." Er erwartet aber, dass „Falkenhagen uns es nicht einfach machen wird, dazu kommt noch, dass wir wieder aus beruflichen Gründen auf zwei, drei Spieler verzichten müssen." „Trotzdem gilt für uns zu Hause wie gesagt nur drei Punkte, nichts anderes", so die Kampfansage in Richtung der Gäste.

Mit drei Zählern weniger auf dem Konto steht der SV derzeit nur auf Rang 15. „Wir werden natürlich versuchen etwas Zählbares aus Detmold mitzunehmen", meint Denis Micheller vor dem Duell, denn: „Gerade gegen direkte Konkurrenten müssen wir versuchen dreifach zu punkten." Alle sieben bisher erspielten Punkte wurde so geholt, gegen Klüt-Wahmbeck, SuS Pivitsheide II und zuletzt in Schlangen. „Das wird gegen den Post TSV sicherlich nicht einfach", weiß aber auch Micheller, „zumal man nie weiß, mit was für einer Truppe sie auflaufen werden." Nachdem Trainer Roland Szymkowiak am Wochenende noch aus dem Vollen schöpfen könnte, „gestaltet sich das ganze unter der Woche wieder recht schwierig, da wir auch einige angeschlagene Spieler haben", so Micheller.

Um 19:30 Uhr geht es auch hier los, Christian Zinneker leitet die Begegnung.



SG Brakelsiek/Wöbbel vs. SG Klüt-Wahmbeck


(ab). Endlich wieder spielen will die SG Brakelsiek/Wöbbel, die vor zwei Wochen ihr letztes Spiel machen konnte. Mit erst acht Spielen hat die Weskamp-Schrenner-Elf die wenigsten aller Teams absolviert, ein neuntes wird voraussichtlich am Abend dazukommen. „Wir gehen davon aus, dass wir in Brakelsiek spielen können", meint Falk Weskamp. Der freut sich zuerst einmal „auf ein Wiedersehen mit Marcus Alf." Mit dem Keeper der SG Klüt-Wahmbeck feierte er im Sommer den Sieg beim Best of Lippe-Kick 2017. Vom Aufsteiger erwartet Weskamp, „dass sie uns kämpferisch einiges abverlangen werden." Doch trotz der langen Pause ist seine eigene Elf „gut drauf und wir wollen natürlich zu Hause punkten."

Für das aktuelle Schlusslicht der Liga steht eine schwere Fahrt auf dem Programm. Man geht als Außenseiter in die Partie, hat es so aber schon dem ein oder andere Team richtig schwermachen können, wenn es auch noch nicht zu einem Sieg gereicht hat. „Für uns ist der Gegner eine völlig unbekannte Mannschaft", meint Kapitän Patrick Hoffmann, „die aber sicherlich, einigen Aussagen nach zu urteilen, zu Recht zu den Topteams der Liga zählt." Somit ist die Ausgangslage klar: „Auf uns wartet wohl ein ganz schweres Auswärtsspiel, aber natürlich werden wir auch dort versuchen zu punkten und den Favoriten zu ärgern."

Um 19:30 Uhr ist Anpfiff, geleitet wird das Spiel vom Unparteiischen Thorsten Pölert.

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