Bezirksliga Staffel 2

Nur Augustdorf muss reisen


Bezirksliga 2 (rb). Für die lippischen Teams geht es am Sonntag mehrheitlich vor eigenem Publikum um Bezirksliga-Punkte. Der TuS Asemissen etwa bekommt es zuhause mit dem SC Bielefeld zu tun, Post Detmold erwartet den TuS Dornberg am Werresportplatz und der TBV Lemgo hat den FC Türksport Bielefeld zu Gast. Einzig der FC Augustdorf muss reisen, die Heymann-Elf gastiert beim SV Spexard II.


Von Raphael Bopp



TuS Asemissen vs. SC Bielefeld 04/26


Der TuS Asemissen hofft nach zwei Niederlagen wieder auf ein Erfolgserlebnis. An der Grester Straße empfängt der Aufsteiger den SC Bielefeld 04/26.

Für einen Aufstieger weist der TuS eine ordentliche Bilanz aus, zehn Punkte konnten bisher gesammelt werden. Allerdings gingen die letzten beiden Partien verloren, sodass die Mannschaft nun unter Druck steht. „Wir haben am Sonntag mal wieder ein Spitzenteam der Liga zu Gast, langsam wird die Luft nach unten immer dünner", fasst Obmann Michael Kastner die Herausforderung zusammen. „Wir müssen langsam versuchen die Köpfe wieder frei zu bekommen, die Jungs haben in den letzten zwei Jahren kaum ein Spiel verloren und einfach das verlieren verlernt", zahlt das Team nach starken Kreisligajahren nun Lehrgeld. „Um den Knoten platzen zu lassen wäre mal ein Sieg gegen ein Topteam der Liga wichtig, damit sollten wir am besten Sonntag anfangen", soll der Bock nun umgestoßen werden.

Gegner SC Bielefeld ist jedoch eines der Spitzenteams der Liga. Mit 22 Zählern steht der SCB auf Rang vier der Tabelle. Zudem haben sie mit Dennis Lobitz, der elf Treffer verbuchen konnte, den zweitbesten Torjäger der Staffel in ihren Reihen. Allerdings konnte das Momentum zuletzt nicht ganz beibehalten werden, nur sieben Punkte landeten in den letzten fünf Spielen auf dem Konto.



SV Spexard II vs. FC Augustdorf


Der FC Augustdorf hat am Sonntag die Favoritenrolle inne. Ab 15 Uhr gastiert der FCA in Gütersloh an der Josefschule beim SV Spexard II.

Für den SVS war die Saison bisher eine einzige Enttäuschung, in zehn Spielen setzte es zehn Niederlagen. Als letztes Team steht die Spexarder U23 somit noch ohne Punkte dar. Die Favoritenrolle fällt also zwangsläufig den Gästen zu, die optimistisch ins Spiel gehen. „Wir haben eine sehr gute Trainingswoche hinter uns. Wenn wir das Sonntag auf den Platz bringen werden wir die drei Punkte mit nach Hause nehmen", ist Trainer Matthias Heymann sicher. „Wenn wir allerdings nur auf die Tabelle schauen und denken es läuft ganz von alleine, brauchen wir gar nicht erst los", warnt er aber vor Siegessicherheit. Dabei stimmen alle Vorraussetzungen: „Personell sieht es ganz gut aus. Wir können eine schlagkräftige Truppe stellen und wollen den nächsten Sieg einfahren!"



Post TSV Detmold vs. TuS Dornberg


Der Post TSV Detmold ist derzeit die am besten platzierte Mannschaft aus Lippe. Das soll auch am Sonntag so bleiben, wenn die Residenzler ab 15 Uhr den TuS Dornberg empfangen.

„Dornberg ist sicherlich ein richtig guter Gegner, den wir jetzt auch schon zwei Jahre kennen. Es waren immer auch schwere Spiele aber immer sehr ausgeglichen", weiß Manager Michael Grundmann aber um die Schwere der Aufgabe. Denn die Qualitäten des Gegners sind am Werresportplatz bekannt: „Es ist eine spielerisch sehr gute Truppe, hat schnelle Außenspieler, sehr kompakt. Ich vergleiche sie immer ganz gerne mit uns, also an guten Tagen können die wahrscheinlich jeden in der Liga schlagen. Aber sie können genau wie wir gegen jeden verlieren", ist eine Vorraussage reine Spekulation. Post hat jedoch etwas gutzumachen, wie Grundmann betont. „Und nach dem Spiel gegen Oerlinghausen erwarte ich von den Jungs einfach eine Reaktion, wir haben das Spiel verloren, weil wir uns selber geschlagen haben in Oerlinghausen. Das ist jetzt nichts gegen Oerlinghausen, aber ich glaube das Spiel haben wir ganz alleine verloren. Es lag wahrscheinlich nicht daran, dass Oerlinghausen so stark war, sondern dass wir einfach so schlecht waren und unser Spiel einfach nicht aufgezogen haben." Genau das Gegenteil ist jetzt gegen den TuS gefordert. „Das muss jetzt gegen Dornberg wieder passieren, dass wir unser Spiel machen, dass wir 100 Prozent den Kopf bei dem Spiel haben. Die Einstellung muss passen, die Jungs müssen richtig heiß auf den Sieg sein." Auch für die Perspektive ist ein Erfolgserlebnis wichtig. „Ein weiterer Punktverlust in den nächsten drei Spielen bedeutet, dass wir uns vom oberen Tabellendrittel verabschieden. Das wollen wir vermeiden", gibt Grundmann die Richtung vor. Für ihn persönlich ist es zudem ein besonderes Spiel: „Deswegen freue ich mich auf Dornberg, weil das wahrscheinlich ein sehr gutes Spiel sein wird. Sie haben zwei gute Trainer mit Kambach und Theermann. Ich bin mit ihnen öfter im Kontakt, deswegen freue ich mich, dass ich sie mal wiedersehe und dann gucken wir mal, was Sonntag passiert." Vor dem Match dürfen sich die Residenzler auf Rückkehrer freuen. „Personaltechnisch kommt Robert Fiorilli dazu, er war Sonntag nicht dabei. Es ist auch sehr wichtig, dass er jetzt wieder dabei ist. Sonst sind alle da, ich denke Fabi Droletz wird dazukommen, er hatte ja am Sonntag gegen Heiligenkirchen drei Tore gemacht, hat nach seinem Urlaub eine super Reaktion gezeigt und sich den Allerwertesten aufgerissen und genau das ist, was wir von den Spielern auch wollen. Ich glaube der Trainer wird ihn dafür auch belohnen und in die erste Mannschaft zurückholen", kommt das auch der sportlichen Qualität zu Gute.



TBV Lemgo vs. FC Türksport Bielefeld


Auch auf dem Jahnplatz wird am Sonntag Bezirksliga-Fußball gespielt. Der TBV Lemgo erwartet ab 15 Uhr den FC Türksport Bielefeld.

„Es geht gegen den FC Türksport, der – wie wir aus den Medien erfahren haben – in der letzten Woche ziemlich turbulente Tage hatte, wo Trainer und erster Vorsitzender zurückgetreten sind und ein neuer Trainer am Werk ist", verfolgt auch TBV-Co-Trainer Ulas Tokdemir das Geschehen beim Gegner aufmerksam. Denn die Entwicklung sorgt keineswegs für leichtes Spiel für den TBV: „Da gab es im Verein allgemein schon ein bisschen Unruhe. Das sind dann immer Sachen wie ein „angeschlagener Boxer", die sind immer am gefährlichsten, weil sich dann auch ganz schnell eine Gruppendynamik oder eine Gemeinschaft zusammenschweißen kann. Daher können wir das ganze nicht so überbewerten", kann auch der gegenteilige Effekt eintreten. Unbestritten sind weiter die sportlichen Qualitäten der Gäste. „Wir kennen Türksport aus der letzten Saison, wo sie relativ spielstark und in der Tabelle sehr weit oben waren. Wir wissen, was auf uns zukommt, was uns erwartet", rechnet Tokdemir mit einem schwierigen Spiel, zumal der TBV personell improvisieren muss. „Wir haben weiterhin so ein bisschen Personalprobleme, wenn man das bei dem breiten Kader, den wir haben, sagen kann. Mit Dennis Dinkelborg, der am Wochenende fehlen wird, fehlt ein weiterer Spieler, sodass wir eigentlich nur elf Spieler aufbringen. Wir müssen gucken, wie wir uns aus dem Team B für das Spiel noch verstärken. Nichtsdestotrotz ist es ein Heimspiel und da gilt natürlich ganz klar die Devise, dass die Punkte in Lemgo bleiben und so packen wir die Sache auch an", sollen die drei Punkte dennoch den Jahnplatz nicht verlassen.

Die Unruhen beim FC Türksport schlugen sich zuletzt aber auch in schlechten Ergebnissen wieder, mit vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen rutschte das Team auf Rang 15 in der Tabelle ab.

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