Kreisliga A | Detmold

Derbytime rockt

Kreisliga A Detmold (hk). Torreich ist der 13. Spieltag bereits eröffnet worden, als am Mittwochabend der SC Augustdorf mit dem 6:4 über CSL Detmold den ersten Saisonsieg eingefahren hat. Sonntag folgen sieben weitere Partien. Lügde hat eine sehr komplizierte Aufgabe beim SC Ditib Detmold, die vier der letzten fünf Spiele gewonnen haben und sogar Fortuna Schlangen schlugen. Nicht leicht wird auch die Aufgabe am Dörenwald für den SV Eintracht Jerxen/Orbke. Man darf gespannt sein, wie Lage sich in Heiligenkirchen bewährt. Die Sportfreunde gelten bekanntlich als unberechenbar.

Von Henning Klefisch

SC Ditib Detmold vs. TuS WE Lügde

Von einem „harten Stück Arbeit" geht Ditib-Spielertrainer Erhan Eksioglu vor dem Heimspiel gegen den TuS WE Lügde aus. Er bescheinigt
dem Tabellenzweiten „eine sehr gute Saison bisher" und gibt sich überzeugt: „Das ist eine junge Mannschaft mit einem neuen Trainer. Sie werden uns alles abverlangen." Aus der Außenseiterrolle möchten die Detmolder agieren, es dem Favoriten möglichst schwermachen, sich gut vorbereitet zeigen und: „Dem Gegner unser Spiel aufdrängen", fordert Eksioglu. Seine Beobachtung, die ihm Mut macht: „Meine Jungs sind heiß", spricht die Entwicklung auch für Ditib. Vier der letzten fünf Spiele wurden gewonnen. Nun erhofft sich der Coach der Residenzler vor allem ein „gutes und faires Match." Yasin Aytektin war zuletzt zwei Wochen im Urlaub und gibt nun sein Comeback. Die favorisierten Südostlipper müssen auf vier wichtige Spieler verzichten. Robin Schlieker, Yannick Pape, Julian Schmalisch und Pascal Lessmann fallen aus, hinter dem Einsatz von Manuel Altrogge steht ein Fragezeichen, während Tim Dachrodt und Lukas Nöltker zurückkehren. Westfälische Eiche-Coach Andreas Hoffmann geht von einem „engen Auswärtsspiel" aus bei einem Kontrahenten, den er nur schwer einsetzen kann. Allerdings ist auch ihm aufgefallen, dass Ditib „bereits Ausrufezeichen setzen konnte." Dass wahrscheinlich auf dem Aschenplatz am Schulzentrum gespielt wird, „stellt für uns kein Problem dar." Lügde möchte „ein gutes Spiel zeigen und drei Punkte mitnehmen", ist die Maßgabe laut Hoffmann klar.

FC Fortuna Schlangen vs. TuS Horn-Bad Meinberg

Kopfschüttelnd erinnern sich die Beteiligten des FC Fortuna Schlangen an die schmerzhafte Niederlage in Bad Meinberg aus der Vorsaison zurück. Damals verspielte man im Waldstadion quasi den Aufstieg.
Auch Abwehrchef Yannik Vukadinovic weiß: „Das war letztes Jahr die bitterste Niederlage der Saison, so kurz vor Ende." Er selbst fehlt diesmal nach der fünften Gelben Karte gesperrt, wird aber von der Seitenlinie coachen. Die Motivation ist gewaltig im Lager der Fortunen: „Man merkt, dass alle heiß sind auf Sonntag und endlich auch die Negativserie beenden wollen", haben die Schlänger nach dem Rücktritt von Werner Koch nun eine „normale Trainingswoche" absolviert. Dort konnte ausschließlich der Fokus auf das kommende Derby gerichtet werden. Trotz der Fortunen-Niederlagenserie zuletzt glaubt Horn-Bad Meinberg-Coach Kemal Akman, dass die Gastgeber „klarer Favorit" in dieser Begegnung sind, wünscht er sich von seiner Mannschaft: „Wir müssen zusehen, dass wir defensiv gut organisiert sind. Nach vorne schaffen wir es immer, uns Torchancen zu erarbeiten", hofft Akman nun auf ein defensives Bollwerk. Niklas Bohlmann fehlt wegen eines Wochenendausfluges und Pascal Ihmels plagt sich mit Rückenschmerzen herum.

SV Diestelbruch/Mosebeck vs. SV Eintracht Jerxen/Orbke

Durchaus erfreut zeigt sich Di-Mo-Pressesprecher Lennart Rethmeier, dass der Klassenbeste in der heimischen Dörenwald-Arena begrüßt werden kann. Nachdem trotz einer ordentlichen
Leistung zuletzt beim Tabellenzweiten TuS WE Lügde mit 0:3 verloren worden ist, wartet die nächste Herkulesaufgabe für die Weber-Mannen. Ernst wird Rethmeier, als er bezüglich der eigenen Personalsituation von Lippe-Kick angesprochen wird. Er hebt leicht seinen Kopf, pustet einmal tief durch, um dann mit einem traurigen Blick zu offenbaren: „Die Personalsituation entspannt sich auch an diesem Wochenende nicht. Ganz im Gegenteil, sie wird noch dramatischer. Zehn Spieler stehen uns gegen Jerxen nicht zur Verfügung", kann man sich aber auf die interne Verstärkung aus der dritten Mannschaft verlassen. Neben dem alten Schlachtross Marlon Hillmann gibt auch der „Bob Marley vom Dörenwald", Luis Mendes, sein Comeback. Beide sind etatmäßig der dritten Mannschaft zuzuordnen, wo sie um den Aufstieg in die B-Liga kämpfen. Im Brustton der Überzeugung teilt Rethmeier mit: „Dennoch werden wir eine schlagkräftige Truppe auf dem Platz sehen. Auch in der vergangenen Saison konnten wir trotz einiger Ausfälle Jerxen am Dörenwald bezwingen", funkeln seine Augen bei diesem Satz. Mahnend erhebt SVE-Obmann Hubert Orynczak den Zeigefinger: „Obacht ist geboten! Die Euphorie nach dem Sieg gegen Schlangen darf nicht dazu führen, dass wir die Leistung von D/M unterschätzen", erklärt er und schwelgt in Erinnerungen: „Aus der Vergangenheit wissen wir, dass D/M technisch gute sowie zweikampfstarke Spieler in den eigenen Reihen hat." Nach einer wirklich ansprechenden Vorstellung ist Fortuna Schlangen am vergangenen Sonntag in die Knie gezwungen worden. Orynczak wünscht sich, dass seine Mannschaft an die „Performance vom vergangenen Sonntag anknüpft und unser dynamisches Spiel durchzieht." Dies wäre der erhoffte Schlüssel zum gewünschten Erfolg, was gleichbedeutend mit drei Punkten wäre.

TuRa Heiden vs. SuS Pivitsheide

Auf der heimischen Rotenbergkampfbahn möchte TuRa Heiden im Duell „mit einem gleichwertigen Gegner" (O-Ton: TuRa-Trainer Thorsten
Schmiech) siegreich sein. So sollen mit dem erhofften Derbysieg die jüngsten beiden Pleiten vergessen gemacht werden. „Gerade das 3:2 in Post haben wir intensiv aufgearbeitet, sodass uns so eine schlafmützige erste Viertelstunde hoffentlich nicht nochmal passiert", fordert Schmiech. Mit Blick auf den Gegner ist sich der Heidener Coach im Klaren, dass die SuSler Substanz haben, die aber durch Spieler wie Samuel Töws aus der zweiten Mannschaft aufgefangen werden konnte. Die Heidener müssen personell umbauen. Kevin Affeldt hat sich gegen den Post TSV II einen Bänderriss zugezogen, Mathis Nispel wohl eine Bänderdehnung. Ihre Rückkehr nach Krankheit geben Steffen Hillmann und Jann König! Die 2:3-Heimpleite nach einer 2:0-Führung wurmt SuS-Spieler Marian Schulz sehr. Folglich fordert er von seinem Team vor dem Derby in Heiden: „Wir müssen nur couragierter auftreten als gegen Berlebeck/Heiligenkirchen. Da hat die erste Halbzeit recht gut geklappt, aber nach der Pause haben wir den Fußball eingestellt", legt er den Finger ganz ehrlich in die Wunde. Zugleich prophezeit er: „Wenn es wieder passiert, könnte es sehr, sehr schwierig werden gegen Heiden." Schulz, dem tiefe und schwer bespielbare Rasenplätze aus seiner Zeit bei der Spielvereinigung Bavenhausen nur allzu geläufig sind, rechnet nach den feuchtnassen Temperaturen mit einem „ziemlich tiefen Platz." Deshalb betrachtet er den „Kampf und die Mentalität" als Tugenden, die zu Erfolgsfaktoren werden könnten.

SG Kachtenhausen/Helpup vs. Post TSV Detmold II

„Post TSV ll hat 13 der insgesamt 17 Punkte in den letzten fünf Spielen geholt", so die Analyse von Kachtenhausen/Helpup II-Co-Trainer Alexander Wolf, der viel Respekt vor den Postlern hat. Auch glaubt er an personelle Verstärkung für die A-Ligatruppe: „Wahrscheinlich werden auch diesmal Spieler aus der ersten Mannschaft aushelfen und die Truppe, die eh schon gut drauf ist, nochmal verstärken." Das Lazarett lichtet sich bei der Spielgemeinschaft nicht, weshalb Wolf konsternieren muss: „Bei manchen Spielern müssen wir bis kurz vor dem Anpfiff schauen, ob es geht oder nicht." Allzu gerne möchte Post TSV II-Kicker Andreas Felker den aktuellen Lauf weiter fortsetzen. Dafür würde sich ein Auswärtsdreier in Kachtenhausen doch anbieten. Felker teilt gutgelaunt mit: „Momentan läuft es einfach bei uns, wir machen vorne die Dinger rein und stehen hinten gut und geordnet", gehen die Residenzler nach tabellarischen Aspekten favorisiert in die Partie und wollen dies auch auf dem Platz unter Beweis stellen. Auch weil die SG K/H neuformiert ist, hat der Mittelfeldspieler Probleme, konkret eine Analyse zu betreiben, freut sich vielmehr über die Bestbesetzung in seinem Team.

SF Berlebeck/Heiligenkirchen vs. SuS Lage

„Natürlich wollen wir im Heimspiel gewinnen", sagt BHK-Coach Thorsten Geffers zur Zielsetzung, um aber auch zu warnen: „Allerdings wird es nicht gerade einfach werden." Gleich sieben Akteure fehlen bei den Sportfreunden. „Zum anderen hat mich SuS Lage sehr positiv bisher überrascht", wird man auf die Zuckerstädter zu achten haben. Geffers glaubt, dass der Kontrahent „äußerst unangenehm" sein wird und sein Team speziell kämpferisch voll fordert. Erfreulich, dass mit Marius Grundmann und Frank Watermeier (ehemals Kesting) ein Duo in den Kader zurückkehrt. Nach einigen unnötigen Punktverlusten zuletzt fordert Lage-Abwehrrecke Manuel Eßer von seinem Team: „Wir müssen wieder mehr miteinander spielen und jeder mehr für den anderen kämpfen. Das haben wir in den letzten beiden Spielen vermissen lassen", sind folglich auch unnötig Punkte liegengelassen worden. Bis auf den gesperrten Eugen Neufeld und Endrit Merovici (Leistenzerrung) kann SuS-Coach Christian Martens seine beste Truppe auflaufen lassen. Über den Gegner sagt Eßer: „BHK steht genau wie wir in dieser Saison besser da, wie letztes Jahr, das Spiel werden wahrscheinlich Kleinigkeiten entscheiden", glaubt er an die bekannten Nuancen.

TSV Rischenau vs. SG Hiddesen/Heidenoldendorf Spiel fällt aus

Zuletzt stark in Form präsentierte sich der TSV Rischenau, der in Lage klar mit 4:1
triumphierte und sich bis auf den siebten Tabellenplatz vorschieben konnte. TSV-Obmann Sebastian Tunke formuliert seine Erwartungshaltung: „Ich erwarte ein kampfbetontes und enges Match von zwei Mannschaften, die sicher auch spielerisch überzeugen können." Im Lager der Spielgemeinschaft ist die Vorfreude groß, wenn der Tabellenvierte beim aufstrebenden Siebten gastiert. Hiddesen/Heidenoldendorf-Coach Lütfi Soylu vermutet: „Rischenau will mit Sicherheit die Punkte zu Hause behalten und wir werden versuchen, mindestens einen Punkt mit nach Hause zu nehmen", ist ihm die Schwere dieser Aufgabe definitiv bewusst. Da das Spiel der SG H/H II in Hörste ausfällt, hat die Spielgemeinschaft die volle Kapelle zur Verfügung, kann frei aufstellen und tritt mit einem 15-Mann-Kader die Reise nach Rischenau an. Sprich: Ein Spieler kommt definitiv nicht zum Einsatz.

Wir bedanken uns für die Unterstützung bei unseren Sponsoren & Partnern