Kreisliga A | Detmold

„Keine Werbung für Fairplay"


Kreisliga A Detmold (hk). Lippe-Kick hat sich zum Ziel gesetzt, dass bei brisanten Spielen mit strittigen Situationen auch der Schiedsrichter befragt wird. Wie am Dienstag beim 3:1-Auswärtssieg des TuS Horn-Bad Meinberg beim TuRa Heiden. Die beiden Teams haben sich bereits ausreichend zu Wort gemeldet, da sich über einige Situationen hitzig gestritten worden ist. Wichtig ist es aber auch die Sicht vom Spielleiter Maximilian Dolch darzulegen, der bei uns seine Sicht der Dinge darlegt. Damit kommen alle Seiten zu Wort, was wir nur allzu fair finden, wollen zugleich dieses Thema aber auch abschließen.


Von Maximilian Dolch


Ehrlich gibt er bei Lippe-Kick zu: „Es war mit Sicherheit eines der schwierigsten Spiele meiner Laufbahn, und ich bin inzwischen auch zwölf Jahre dabei", werden die Ausmaße für ihn somit deutlich. Gegenüber Lippe-Kick äußert er sich wie folgt zu den Vorgängen: „In der zweiten Szene kommt es im Mittelfeld zu einem Zweikampf zwischen zwei Spielern, in dessen Folge ein Spieler von Heiden verletzt liegen bleibt. Hier kommt im direkten Anschluss Horn in Ballbesitz und spielt den Konter zu Ende und erzielt damit das 1:2. Auch hier gab es für mich keinen Grund das Spiel zu unterbrechen, da eine schwerwiegende Verletzung für mich nicht wahrzunehmen war. Die dritte Szene, die der Trainer von Horn anspricht (Kemal Akman), war etwas anders gelagert. Hier gab es einen Schiedsrichter-Ball, wo der Heidener Spieler sagte, dass er den Ball in Richtung Horn zurückspielen würde. Der SR-Ball wurde ausgeführt, der Spieler von Heiden spielte den Ball allerdings nicht, wie angekündigt zurück, sondern lief mit dem Ball auf das Tor zu. Da er in der Folge den Ball zu einem Mitspieler querlegte, hätte ein eventuelles erzieltes Tor gezählt. Generell möchte ich noch hinzufügen, dass es wohl in meinem Rücken wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen den Mannschaften bzw. einzelnen Spielern gekommen sein soll. Diese kann ich aber nicht bewerten, da ich sie nicht wahrnehmen konnte. Dies hat insgesamt dazu geführt, dass das Spiel sehr emotional geführt und schwer zu leiten war. Ich glaube, dass beide Mannschaften durchaus in der ein oder anderen Situation anders hätten agieren können oder sollen. Das Spiel gestern war sicherlich keine Werbung für Fairplay oder Respekt gegenüber dem Gegner", möchte er ganz bewusst keine Namen nennen, denn: „Ich schlage mich, alleine schon aufgrund meiner neutralen Position als Schiedsrichter, nicht auf eine Seite", möchte er aber die Situation sehr gerne beschreiben.

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