Kreisliga A | Detmold

Akman hofft auf den großen Sprung

Kreisliga A Detmold (hk). Um 19.30 Uhr - zum besten „Gute Zeiten, schlechte Zeiten"-Augenblick - müssen der TuS Horn-Bad Meinberg und die SG Kachtenhausen/Helpup nachsitzen. Die beiden Tabellennachbarn bestreiten nämlich heute ihr Nachholspiel auf dem Ascheplatz im Eggestadion. Die Partie leitet Referee Bernd Aschhoff.

Von Henning Klefisch

Es muss schon ziemlich viel passieren, dass der TuS Horn-Bad Meinberg tatsächlich noch in den unbeliebten Abstiegskampf rutscht. Immerhin haben die Kurstädter 16 Punkte auf dem Zählerstand und damit zwölf mehr als der SC Augustdorf, der unter dem Strich steht und schon ein Spiel mehr absolviert hat. Neun Punkte Bonus haben die Hornschen auf den heutigen Gegner. Allerdings ist der Fußball unberechenbar, denn wer vor der Saison Geld darauf gesetzt hätte, dass die glorreichen und perspektivreichen Traditionsvereine Werder Bremen und 1. FC Köln das Tabellenende der Fußball-Bundesliga bilden, könnte wahrscheinlich die Roulettekugeln in Monaco und die dortigen Frauen für sich tanzen lassen. TuS-Trainer Kemal Akman, selbst leidenschaftlicher FC-Fan, weiß dies alles. Ein Traumtänzer ist der im ostwestfälischen Fußball vielfach Gereiste keineswegs. Er ist von realistischen Gedankengängen geprägt, weshalb er auch von einem „enorm wichtigen Spiel" spricht und zu berichten weiß: „Sollten wir gewinnen, machen wir einen großen Schritt nach oben, was den Tabellenplatz angeht", wäre es Platz zehn am Ende des Tages. „Dementsprechend werden wir auch spielen. Wir wollen die drei Punkte", so ein energischer Akman. Auch beim Fußball gehören stets zwei Teams dazu. So warnt Kemal Akman vor einem „höchst willigen und motivierten Gegner", könnte die SG Kachtenhausen/Helpup doch mit einem Auswärtserfolg ein Sechs-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge aufbauen. Der Akmansche-Tenor ist klar: „Es wird kein einfaches Spiel, aber auch kein unmögliches, was die drei Punkte angeht." Keine Freudensprünge verursacht bei ihm der Blick auf die Ausfallliste. Beruflichen Verpflichtungen müssen Harry Özmen und Marcel Bailmann nachgehen, Fabio Dresen ist im Auslandssemester, Sergio Frey weiterhin verletzt. Positiv: Sein Comeback gibt Capitano Dennis Tille. Neun Punkte sind schon ein Brett. Allzu gerne möchten die Schützlinge von Coach Manuel Roßblatt diese Differenz auf sechs Zähler verkürzen. Spielführer Alexander Wolf fordert: „Wir müssen wieder über den Kampf versuchen, Punkte mitzunehmen." Zudem glaubt er fest daran, „dass die Platzverhältnisse ihren Beitrag leisten werden, aber meistens müssen beide Mannschaften mit dem Platz zurechtkommen." An eine „realistische Chance" glaubt er dann, wenn „wir unsere Fehler minimieren", ist sich aber auch im Klaren: „Bringen wir aber nicht mindestens 100 Prozent, wird es ein ganz schweres Spiel für uns", vertraut der Wolf aber seinem Rudel.

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