Kreisliga A | Detmold

Spitzenspiel ultimatum in der Emmerkampfbahn


Kreisliga A Detmold (hk). Es ist so weit. Der letzte Hinrundenspieltag steht am Sonntag an. Um 14.30 Uhr werden die sieben Partien zeitgleich angepfiffen. Das große Spitzenspiel steigt in der Emmerkampfbahn zu Lügde, wenn Tabellenführer TuS WE Lügde den zweitplatzierten SV Eintracht Jerxen/Orbke in Empfang nimmt. Für SuS Lage kommt es zum nächsten Zuckerstadtderby, denn das Gastspiel bei der zuletzt im Aufwind befindlichen SG Kachtenhausen/Helpup steht an. Als einziges Team der Detmolder Beletage wartet Schlusslicht CSL Detmold noch auf einen Sieg. Bei den Sportfreunden Berlebeck/Heiligenkirchen hoffen sie auf die Saisonpremiere.


Von Henning Klefisch



TuS WE Lügde vs. SV Eintracht Jerxen/Orbke


Herzlich willkommen zum ultimativen Spitzenspiel, wenn der Klassenbeste aus Lügde den ersten Verfolger Jerxen/Orbke begrüßt. Die Partie besitzt durchaus eine vorentscheidende Bedeutung. Falls die Hausherren siegen, wären sie schon sechs Punkte enteilt. Bei einem Erfolg der Eintracht könnten sie aufschließen und bei einem Sieg mit mehr als zwei Toren Differenz der Westfälischen Eiche sogar die Tabellenführung stibitzen. Unklar ist bei den Hoffmännern, ob Philipp Deppe wieder mitspielen kann, während Yannick Pape definitiv ausfällt. Ihre Rückkehr für dieses Spitzenspiel geben Wiebe und Schmalisch. TuS-Coach Andreas Hoffmann ist im Gespräch bei Lippe-Kick davon überzeugt: „Wir erwarten ein sehr enges und schwieriges Heimspiel, bei dem Kleinigkeiten entscheiden werden." Für ihn ist absolut klar: „Jerxen/Orbke ist der Top-Favorit auf den Aufstieg. Unser Ziel ist es jedoch, ein gutes Spiel zu zeigen und die drei Punkte an der Emmerkampfbahn zu behalten", hat er schon die Spannung bei den Trainingseinheiten gespürt.

Nicht in die Tasche lügen möchte sich die Eintracht aus Jerxen/Orbke vor dem absoluten Spitzenspiel im Südosten des schönen Lipperlandes. Ein bodenständiger und realistischer Obmann Hubert Orynczak glaubt bei Lippe-Kick: „Mit Lügde machen wir uns nichts vor", sieht er sich durch die bisherigen Resultate der Westfälischen Eiche und der Tabellenplatzierung bestätigt. Seine Analyse hat ergeben: „Wir werden eine Mannschaft erwarten, die alle Eigenschaften mitbringt: Technische und taktische Versiertheit, Zweikampf- und Offensivstärke, Dynamik und Entschlossenheit", möchte man dennoch nicht wie ein Kaninchen vor der Schlange in Ehrfurcht erstarren und so betont Orynczak: „Wir lassen uns jedoch nicht einschüchtern und kennen unsere Stärken, auf die wir uns besinnen werden." So hat das Trainerduo Möller/Schlobinski die Truppe exzellent auf dieses Spitzenspiel vorbereitet. „Unsere Jungs sind selbst heiß! Wir werden alles geben, um am Ende erfolgreich aus dem Match zu gehen", so ein hoffnungsfroher Obmann. Die Ausfallliste ist allerdings ellenlang: Die langzeitverletzten Hijazi, Schönwälder, Merz, Kanne und Meier fallen auch in Lügde aus.



SC Ditib Detmold vs. TuS Horn-Bad Meinberg


„Das Spiel gegen Horn-Bad Meinberg wird kein leichtes Match", befürchtet Ditib-Coach Erhan Eksioglu, der seiner Truppe empfiehlt, vor heimischer Kulisse auf dem Aschenplatz „dem Gegner unser Spiel aufzudrängen." Im Spiel gegen das Schwergewicht aus Jerxen/Orbke haben die Residenzler trotz der 2:4-Niederlage unter Beweis gestellt, was die mannschaftliche Geschlossenheit bewirken kann. Der Charakter ist vorbildlich gewesen, kamen sie nach einem schier aussichtslosen 0:3-Rückstand dank einer Energieleistung noch einmal auf 3:2 heran. Sogar der Ausgleich wäre möglich gewesen. „Dies zeigt mir, dass wir am Sonntag den Dreier einfahren wollen und müssen." Das Wissen ist bei den Ditib-Jungs absolut vorhanden, dass die Horner unter keinen Umständen unterschätzt werden sollen, möchte man es dem Kontrahenten „so schwer wie möglich machen." Eksioglu hofft auf ein „gutes und faires Match", zeigt sich letztlich auch optimistisch: „Ich bin mir sicher, wenn wir an unsere letzten Leistungen anknüpfen, werden wir dafür belohnt." „Für uns ist momentan jeder Gegner eine große Herausforderung. Mit der Rolle als Favoriten können und dürfen wir uns momentan nicht kleiden", zeigt TuS-Trainer Kemal Akman hier viel Demut und Realismus. Gegenüber Lippe-Kick gibt er ehrlich zu, dass die bittere 2:3-Niederlage gegen Kachtenhausen/Helpup „immer noch in den Knochen steckt." Etwas Positives hat die Pleite am Dienstag immerhin. „Unsere Leistung kann nicht schlechter werden", hofft er, dass ein konzentrierter Spielvortrag über die gesamte Spielzeit die Möglichkeiten zu punkten signifikant erhöhen wird. Die Forderung an sein Team via Lippe-Kick ist klar: „Ich erwarte von meiner Mannschaft eine adäquate Reaktion bezüglich der letzten Niederlage." Sergio Frey plagt sich schon seit zwei Wochen mit einem Bänderriss herum und fehlt auch diesmal. Unklar, ob Jarrit Karaus (Muskelzerrung) mitspielen kann.



SG Kachtenhausen/Helpup vs. SuS Lage SPIEL FÄLLT AUS


Der 3:2-Auswärtssieg am Dienstag beim TuS Horn-Bad Meinberg hat der Seele der SG Kachtenhausen/Helpup wirklich gutgetan. Dennoch sagt SG-Kapitän Alexander Wolf voller Respekt vor dem Gegner: „Lage steht auf Platz vier in der Liga und das nicht zu Unrecht, aber wir wollen die Punkte zuhause behalten und für die Punkte kämpfen", gibt er als Zielsetzung aus. Klar ist ihm auch, dass Wolf mit seiner Truppe „keinen schönen Fußball spielen wird", sondern das Spiel von „SuS Lage zu unterbinden und unsere Chancen eiskalt zu nutzen", könnte die Mischung erfolgversprechend sein. Carl Kruse kehrt nach einer Sperre wieder zurück und Dominik Wall gibt das Comeback nach seinem Urlaub. Ansonsten kann Coach Manuel Roßblatt in Bestbesetzung antreten. Auch bis in das Lagenser-Lager hat sich der überzeugende Auswärtssieg der SG Kachtenhausen/Helpup herumgesprochen. Folglich kündigt SuS-Coach Christian Martens an, dass man den Gegner „absolut ernstnimmt", denn mit dem Blick auf den 3:2-Sieg des Kontrahenten in Horn sagt er: „So ein Befreiungsschlag setzt bekanntlich neue Kräfte frei. Gerade aus dem Grund wollen wir alles dagegensetzen und zeigen, dass wir zurecht ein paar Plätze höher stehen", möchte man die Favoritenrolle auf dem Platz auch annehmen. „Die Hinrunde mit einem Sieg abzuschließen, wäre eine feine Sache", wünscht sich Martens, der sich mit seiner Truppe nach der „super Hinrunde" mit einem dreifachen Punktgewinn belohnen möchte. Der Konkurrenzkampf tobt bei den Zuckerstädtern unerbittlich, denn nahezu alle Spieler stehen zur Verfügung und drängen auf einen Platz in der Startformation. Diesen Eifer spürt der Coach auch bei den Trainingseinheiten. „Jeder will sich anbieten und ist heiß", hat auch der langzeitverletzte Endrit Merovici seine Rückkehr ins Lauftraining gefeiert. Nach der fünften Gelben Karte kehrt Benjamin Borchert zurück.



SV Diestelbruch/Mosebeck vs. Post TSV Detmold II


Schon der alte Börsianer Uli Hoeneß sprach fast schon inflationär: „The trend is your friend", hofft auch Di-Mo-Pressesprecher Lennart Rethmeier, der die bisher so ansprechende Heimbilanz natürlich weiter ausbauen will. Senkrechtstarter Joel Weber gibt sein Comeback nach Verletzungspause. Trotz dieser guten Voraussetzungen schwebt Rethmeier nicht auf Wolke sieben. Seine Warnung: „Post TSV II hat derzeit einen guten Lauf", wird es im Vergleich zur Punkteteilung in Horn darum gehen, konzentrierter vor dem gegnerischen Gehäuse zu agieren und zielstrebiger die Tormöglichkeiten zu verwerten. „Im Dörenwaldstadion hat dies in den meisten Spielen auch geklappt, deshalb bin ich da ganz optimistisch", sind Dreier doch auch im Fußball immer besonders schön. Nachdem Obmann Michael Cucchiara sein Ende zum Saisonende angekündigt hat, sucht der Verein nach einem externen Nachfolger. Diese können sich beim Verein ab sofort melden.

Post TSV Detmold II-Coach Jens Kaiser prophezeit „ein Spiel auf Augenhöhe", gibt er mit einem Schmunzeln im Gesicht auch zu: „Ich habe noch das 6:0 von letzter Saison in Erinnerung", sagt er mit Blick auf das Ranking: „Auch vom Torverhältnis ist das so gut wie identisch." In seiner Truppe kann er auf alle Kräfte setzen und sagt zur möglichen Erfolgstaktik: „Wir wollen aus einer sicheren Abwehr heraus agieren und gerne was mitnehmen", soll die Reise Richtung Dörenwald doch auch lohnenswert sein. „Noch in den Sternen steht", wie viele Akteure von der Bezirksligatruppe herunterkommen.



FC Fortuna Schlangen vs. SuS Pivitsheide


Selbst ein Blick in die Glaskugel würde bei Fortuna-Kapitän Yannik Vukadinovic wohl nicht helfen, wenn er den kommenden Gegner SuS Pivitsheide analysieren möchte. Die Pivitker kann er „schwer einschätzen" und konkretisiert: „Anfang der Saison haben sie viele Punkte geholt, was wir so nicht erwartet hatten. Momentan spielen sie eine Serie im Mittelfeld der Tabelle", fordert „Vuka" von seiner Mannschaft nun, dass auch fußballerisch wieder eine ansprechende Partie gezeigt wird. Die Möglichkeit: „Viel Ballbesitz." Nach dem aktuellen Stand der Dinge können die Blau-Weißen wohl in Bestbesetzung antreten. Mehr Klarheit gibt es diesbezüglich aber nach dem Abschlusstraining. SuS-Abwehrtitan Andre Selse geht davon aus, „dass wir nahezu komplett auflaufen können", sieht er sich mit seinen Pivitkern keineswegs chancenlos am Rennekamp, wenn er sagt: „Wir wollen natürlich, auch wenn wir in der Vergangenheit in Schlangen nicht viel holen konnten und sicherlich als Außenseiter in die Partie gehen, den positiven Schwung der letzten Wochen mitnehmen und möglichst Punkte einfahren", gibt er diese Zielsetzung bei Lippe-Kick bereits aus, räumt aber auch ein: „Mit einem Punkt wären wir aber wohl auch zufrieden."

SuS-Akteur Marian Schulz rechnet damit, „dass der Gegner aus einer kompakten Defensive kommt", hat dazu „sicherlich noch etwas Wut im Bauch durch das Duell mit dem Post TSV II (0:3), ansonsten lasse ich das auf mich zukommen, da sie mir noch komplett unbekannt sind", so Schulz, der folgende Taktik bei Lippe-Kick verrät: „Wir werden einfach aus einer stabilen Grundordnung kommen, jeder für jeden, wir arbeiten super als Team und wenn wir das umsetzten und jeder Bock hat und wir alles geben, kann man sicherlich etwas aus Schlangen mitnehmen", zeigt er sich dann optimistisch.



SF Berlebeck/Heiligenkirchen vs. CSL Detmold


„Wir wollen mit allen Mitteln das letzte Spiel der Hinrunde für uns entscheiden", sagt BHK-Obmann Matthias Kuhlmann zur Zielsetzung vor dem Heimspiel gegen das Schlusslicht. Gerne können seine Jungs die Leistung aus dem letzten Spiel bei Hiddesen/Heidenoldendorf (1:1) fortführen: „Spielen wir mit der gleichen Einstellung wie letzten Sonntag, bin ich sehr zuversichtlich, da haben mich unsere Jungs sehr überzeugt", zieht er den imaginären Hut davor. Absolut bewusst ist sich CSL-Vereinsboss Karl Schmid: „Das ist eine starke, junge Mannschaft und die möchte uns schlagen, aber wenn wir hinten gut stehen, ist was drin für uns", ist Schmid sich auch bewusst, dass seine Truppe „punkten muss", soll der Anschluss an die rettenden Ränge schließlich nicht zu groß werden.



SC Augustdorf vs. TSV Rischenau


Die Tunkesche Anfrage positiv zu bescheiden, „ist im Sinne aller Beteiligten", erklärt SCA-Vorstand Recep Kirikci bei Lippe-Kick, denn der heimische Kunstrasenplatz sorgt für eine gewisse Wetterunabhängigkeit. Zum Hinrundenabschluss erhofft sich Kirikci einen Heimsieg und kündigt via Lippe-Kick an: „Dazu werden wir alles in die Waagschale werfen!" Verletzungsbedingt muss auch weiterhin auf Enes Bektas verzichtet werden, während Emre Cetin sein Comeback nach dem Urlaub gibt. „Wir werden auf jeden Fall eine schlagkräftige Truppe zusammenbekommen", gibt sich Recep Kirikci diesbezüglich optimistisch. Unfreiwillig hat der TSV Rischenau nun gleich eine zweiwöchige Fußballpause einlegen müssen. Da auf dem heimischen Rasenplatz in Rischenau an ein vernünftiges Fußballspiel nicht zu denken ist, ist das Heimrecht getauscht worden. TSV-Obmann Sebastian Tunke gibt treffend zu bedenken: „Vor der Pause waren wir sehr gut drauf und konnten überzeugende Siege einfahren, wir wollen das am Sonntag so weiterführen", soll die Favoritenrolle im Duell beim Tabellenvorletzten auch in die Realität umgesetzt werden. Tunke ist sich vollauf bewusst, „dass es eine schwere Partie wird", schließlich kämpft der SCA noch um wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Dennoch gilt für ihn die Maxime: „Kämpferisch und natürlich spielerisch auf dem Kunstrasen müssen wir dagegenhalten und unser Spiel aufziehen."

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