Kreisliga B | Detmold

Top Vier unter sich – Derby in Pivitsheide


Kreisliga B Detmold (ab). Was für ein Spieltag! Jede Menge spannende Partien sind geboten am letzten Hinrunden-Spieltag. Gleich zwei Top-Spiele finden an der Oerlinghauser Straße in Pivitsheide statt. Zunächst trifft die zweite Mannschaft des FSV im Derby auf den SuS Pivitsheide II. Im Anschluss hat Tabellenführer FSV Pivitsheide den viertplatzierten BSV Müssen zu Gast. Ein weiteres Spitzenspiel findet in Augustdorf statt, der FC Augustdorf II empfängt als Tabellenzweiter die drittplatzierte SG Brakelsiek/Wöbbel. Punkte sammeln im Abstiegskampf wollen der FC Fortuna Schlangen II, der auf den TuS Eichholz-Remmighausen trifft, und auch der Post TSV Detmold III, der es mit den Sportfreunden Oesterholz-Kohlstädt zu tun bekommt. Nach aktuellem Stand freigegeben ist der Platz des Hakedahler SV, dennoch ist bei der derzeitigen Wetterlage eine Austragung unwahrscheinlich. Ähnlich verhält es sich für die Partie zwischen der SG Sabbenhausen/Elbrinxen und der SG Istrup-Brüntrup. „Bis auf Weiteres" gesperrt sind die Plätze in Hagen und Hörste, so dass die Spiele der Spvg Hagen-Hardissen (gegen die SG Hiddesen/Heidenoldendorf II) und des RSV Hörste (gegen den SV HW Falkenhagen) nicht stattfinden werden.


Von André Bell & Henning Klefisch



FC Fortuna Schlangen II vs. TuS Eichholz-Remmighausen


(ab). Nach zwei Niederlagen gegen die Spitzenteams FC Augustdorf II und SG Brakelsiek/Wöbbel wollte die Fortuna am letzten Sonntag in Klüt den Sprung aus dem Tabellenkeller schaffen, das Spiel fiel allerdings aus. Nun ist man zu Hause gefordert, der TuS Eichholz-Remmighausen ist allerdings erneut ein größeres Kaliber. Trainer Douglas Vukadinovic freut sich zunächst einmal darüber, dass sich „die Personalsituation so langsam entspannt." Trotz der Niederlage gegen Brakelsiek/Wöbbel, die äußerst unglücklich war, will man aus diesem Spiel „einiges am Sonntag gegen Remmighausen mitnehmen." Der Coach weiß: „Wenn das gelingt, wenn wir diese Einstellung an den Tag legen, können wir einen Punkt holen. Remmighausen spielt schon seit Wochen eine stabile Serie und es wird schwer für uns, aber wir spielen zu Hause und diesen kleinen Vorteil müssen wir nutzen."

Die Gäste reisen dennoch als Favorit an den Rennekamp. „Gegen Schlangen II sind wir der Favorit", weiß auch Timo Tcheon, aber: „Wir werden sie auf keinen Fall unterschätzen." Die personellen Voraussetzungen sind allerdings sehr gut beim TuS: „Da wir in Vollbesetzung sind, werden wir einfach so weitermachen wie in den letzten Wochen." Das letzte Spiel verlor Eichholz-Remmighausen unglücklich gegen den FSV Pivitsheide mit 2:4. „Nach der bitteren Niederlage wollen wir diesen Spieltag wieder drei Punkte einfahren", so Tcheon.

Heike Schnittcher wird die Partie leiten, Anstoß ist bereits um 12:15 Uhr.



FC Augustdorf II vs. SG Brakelsiek/Wöbbel


(ab). Einer von mehreren Krachern an diesem Spieltag ist die Begegnung zwischen dem FC Augustdorf II und der SG Brakelsiek/Wöbbel. Nach neun ungeschlagenen Spielen in Folge herrscht bei den Sandhasen „große Vorfreude auf das Spiel gegen Wöbbel." Kicker Adam Penkalla verrät vor dem Spiel: „Wir haben diese Woche gut trainiert und wollen unsere Serie weiter halten. Wir sind auch gespannt, wie gut Wöbbel ist. Bei denen sind die letzten Spiele alle ausgefallen, ich kann mir vorstellen, dass das ein Vorteil für uns sein könnte." „Vom Papier her klingt es nach einem Topspiel. Wir geben Gas, damit es eins wird", so Penkalla.

Die Gäste haben sich ebenfalls gewissenhaft auf diese Partie vorbereitet. „Wir werden heute nochmal trainieren und dann sehen wir, wie die Lage ist", so Trainer Falk Weskamp, der „zwei Spiele von Augustdorf gesehen" hat und da waren sie „gut unterwegs. Überzeugende Auftritte." Doch auch die SG hat großes Selbstvertrauen, konnte ihre letzten fünf Spiele allesamt für sich entscheiden. „Natürlich sind wir auf einen starken Gegner auswärts eingestellt und werden versuchen etwas mitzunehmen", äußert sich Weskamp aber eher vorsichtig.

Gespielt wird auf dem Kunstrasenplatz des SC Augustdorf, Patrick Kriebel pfeift die Begegnung um 12:30 Uhr an.



FSV Pivitsheide II vs. SuS Pivitsheide II


(ab). Ein weiterer Knaller am letzten Spieltag der Hinrunde. Nicht nur ist dieses Spiel ein Derby, sondern auch Abstiegskampf pur. Hier trifft der 18. auf den 14., der nur zwei Punkte mehr auf seinem Konto aufzuweisen hat. Der FSV Pivitsheide II zeigte zuletzt teilweise ansprechende Leistung, ist aber seit vier Spielen ohne Punktgewinn. Dennoch ist die Vorfreude auf das Spiel groß. „Erstmal freuen wir uns auf dieses Derby und wollen unbedingt die Punkte am Platz behalten, um so am Gegner vorbeizuziehen", so Andree Köhler. Zwar weiß man beim FSV II, dass es „nicht einfach wird, aber auch nicht unmöglich." „Wir sind gut vorbereitet und auch personell sieht es gut aus", ist an den Voraussetzungen nicht viel zu verbessern.

Bei den Gästen gibt es ein Comeback und einen besseren Zeitpunkt hätte sich Karsten Kuczer als Coach des SuS Pivitsheide II nicht aussuchen können. Nach einer Auszeit aus familiären Gründen steht er am Sonntag wieder an der Seitenlinie. Die Gastgeber kann er allerdings einschätzen, denn: „Ich habe noch kein Spiel von ihnen gesehen." Er selbst muss aufgrund von Arbeit und Krankheit auf ein paar Spieler verzichten, hat aber „sonst alle an Bord." Für Kuczer gilt, „dass ich mich voll und ganz auf uns konzentriere. Wir müssen langsam Punkte sammeln um unten aus dem Tabellenkeller zu kommen. Die Jungs sind motiviert und wollen auch. Das ist für mich zurzeit das wichtigste. Es macht mir sehr viel Spaß mit den Jungs zu arbeiten."

Um 12:30 Uhr ist Anstoß an der Oerlinghauser Straße, Herbert Indenbirken leitet die Begegnung.



Hakedahler SV vs. SG Klüt-Wahmbeck


(ab). Nach aktuellem Stand ist der Sportplatz Hohenloh überraschenderweise freigegeben, an eine Austragung ist allerdings nicht wirklich zu glauben. „Wir hoffen, endlich wieder spielen zu können. Wir freuen uns auf das Heimspiel. Hoffentlich werden die Plätze wieder freigegeben", meint auch Nuri Kurt mit Blick auf Sonntag. Nach nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen richtet sich der Blick beim HSV wieder nach unten, gegen Klüt-Wahmbeck wäre man leicht favorisiert, klar, dass man das Spiel gerne austragen würde. Personell lichtet sich das Lazarett allmählich. „Es kehren Amara Sambake und Nizam Igrek wieder ins Team zurück", erklärt Kurt, „nur die Langzeitverletzten Marcel Brinkmann und Aziz Kurt fallen aus."

Einen guten Eindruck hat die SG in ihren letzten Spielen gemacht, vier Punkte holten man aus den Spielen gegen die zweite und anschließend gegen die erste Mannschaft des FSV Pivitsheide. „Hakedahl ist immer ein unbequem zu spielender Gegner", weiß aber auch Kapitän Patrick Hoffmann, „aber wir wollen auf jeden Fall etwas mitnehmen, am liebsten natürlich drei Punkte."

Ob es diese Gelegenheit aber überhaupt gibt, entscheidet sich wohl kurzfristig. Angesetzt ist das Spiel für 14:30 Uhr, Schiedsrichter ist Alexander Schnüll.



FSV Pivitsheide vs. BSV Müssen


(hk). Von einem Heimfluch muss beim FSV Pivitsheide noch nicht geredet werden. Allerdings sprechen die frischen Zahlen nicht unbedingt für die Charov-Schützlinge, die seit nunmehr drei Spielen vor heimischer Kulisse nicht mehr dreifach gepunktet haben. „Ich denke, bei uns in der Mannschaft weiß jeder warum", glaubt FSV-Spielmacher und Sprachrohr Jürgen Bolinger, der sich gerne an den jüngsten Sieg beim TuS Eichholz/Remmighausen (4:2-Erfolg) zurückerinnert. Dort demonstrierte sein Team auf eindrucksvolle Art und Weise, warum man in diesem Jahr ein ganz heißer Aufstiegsanwärter ist. „Diesen Schub müssen wir jetzt mitnehmen und gegen den nächsten Gegner vielleicht noch einmal eine Schippe drauflegen, um den Platz als Sieger zu verlassen", so der Bolingersche-Wunsch. Gegen den Tabellenvierten sieht er seine Mannschaft nicht als Favoriten, „denn Müssen hat echt sehr viele junge, gute Spieler in ihren Reihen, mit denen wir hoffentlich keine großen Schwierigkeiten bekommen werden", kann er sich immerhin darüber erfreuen, dass bis auf die Langzeitverletzten alle Spieler mitwirken.

Gutgelaunt und gutaussehend aus seinem Amerika-Urlaub mit Bruder Pascal Swoboda ist BSV-Fänger Andre Swoboda zurückgekehrt. Aus der Ferne hat der Detmolder-Auswahlkeeper beobachtet, dass die Blau-Weißen sich in der letzten Woche mit einem satten 6:0-Sieg bei der FSV-Reserve einspielen konnte. Erquickt registriert er zudem, dass seine Truppe gegen Ende der Hinserie „wieder zu voller Manpower kommt", die Begegnung auf dem Kunstrasenplatz aber auch „höchstwahrscheinlich das letzte Spiel vor der Winterpause werden wird", befürchtet er. Deshalb hofft er auf den dreifachen Punktgewinn vor der langen Winterpause. Leicht wird dieses Unterfangen aber nicht, denn Swoboda wirft einen präzisen Blick auf den Gegner, wenn er sagt: „FSV ist eine starke Mannschaft und vor allem individuell gut besetzt. In der Regel geht es immer gut zur Sache in den Derbys, aber alles auf anständige Weise." Vorteilhaft ist sicherlich, dass die Vorstände aus beiden Vereinen befreundet sind, weshalb wohl Harmonie in diesem Spiel Trumpf sein wird. Auch deshalb überwiegt bei ihm die Vorfreude: „Ich freue mich auf das Aufeinandertreffen und hoffe, dass wir den Tucken mehr Geilheit am Ende mitbringen und mit einem positiven Ereignis in die tristen Winterwochen gehen können."

Cemil Türkoglu ist für die Spielleitung ab 14.30 Uhr zuständig.



SG Sabbenhausen/Elbrinxen vs. SG Istrup-Brüntrup Spiel fällt aus


(ab). Auch hier stellt sich die Frage nach dem „Ob", nämlich ob gespielt werden kann. Nach aktuellem Stand wohl schon, meint zumindest Sven Grossmann. Und man würde auch gerne den positiven Trend aus dem Sieg beim SuS Pivitsheide II schon am Sonntag fortsetzen. Die Gäste aus Istrup-Brüntrup schätzt der Coach als „zweikampfstarke Mannschaft" ein, „die 90 Minuten unterwegs ist." Daraus folgert er: „Wir müssen sehr wach sein und wir müssen unsere Stärke durchbringen. Nur, wenn wir das machen, werden wir die Punkte am Platz behalten."

Trotz der zuletzt etwas schwächeren Resultate hat Istrup-Coach Roy Wangert weiterhin großen Respekt vor dem Gastgeber: „Sabbenhausen/Elbrinxen rennt der Spitze so ein bisschen hinterher. Die waren der große Favorit in der Liga Anfang der Saison. Sicher haben sie eine gute Mannschaft, doch wir wissen auch, was wir leisten können." Seine Truppe spielt meist ordentlich mit, wartet aber bereits seit sechs Spielen auf einen dreifachen Punktgewinn. „Wir werden wieder alles in die Waagschale werfen, um mindestens einen Punkt mitzunehmen", meint ein kämpferischer Roy Wangert. Ob er selbst beim Spiel sein kann, „steht noch in den Sternen. Ich wurde am Dienstag operiert. Malte Körber hat mich beim Training vertreten und sollte ich es nicht zum Spiel schaffen, wird Christian Deneke mich vertreten."

Um 14:30 Uhr soll es losgehen auf dem Rasenplatz in Sabbenhausen, Marcus Cooper ist der Schiedsrichter der Partie.



Post TSV Detmold III vs. SF Oesterholz-Kohlstädt


(ab). Der Post TSV Detmold III steckt mitten im Abstiegskampf, trotz derzeit fünf Punkten Vorsprung auf Rang 15. Aber da sich erst kurz vor Saisonende entscheiden wird, wie viele Mannschaft überhaupt absteigen, bis zu sieben Mannschaften könnte es am Saisonende erwischen, bleibt es weiterhin eine enge Geschichte im Tabellenkeller. Zu dem gehört eben auch der Post TSV Detmold III nach nur einem Sieg aus den letzten sieben Spielen. Vor allem das 2:6 bei der SG Hiddesen/Heidenoldendorf II wirkt noch nach. „Nach der katastrophalen Leistung letzten Sonntag gegen geht es in erster Linie gegen Oesterholz wieder darum, gute, stabile Leistung zu zeigen", so Coach Anton Brum. Er fordert von seinen Jungs: „Die Einstellung und Motivation muss wieder stimmen, denn ohne die Bereitschaft, alles geben zu wollen, kann man gegen keine Mannschaft in dieser Liga bestehen." Der Respekt vor den Gästen ist groß: „Oesterholz schätze ich viel stärker ein, als sie in der Tabelle stehen. Die kommen ganz sicher nicht zu uns, um uns die Punkte kampflos zu überlassen." Das spielende Personal klärt sich erst kurzfristig, „wir müssen noch abwarten, wer uns alles zur Verfügung steht, ob die Verletzten rechtzeitig gesund werden." „Aber das ist keine Ausrede, die Einstellung und Bereitschaft muss stimmen. Eins ist klar, punkten müssen wir, egal wie", so Trainer Brum.

Die Gäste wollen nach drei Unentschieden in Folge aber auch endlich wieder einen Sieg einfahren, um nicht auch erneut unten reinzurutschen. Die Liga teilt sich derzeit in zwei Lager, die Teams auf den Rängen eins bis sieben spielen um den Abstieg, ab Rang acht, auf dem die Sportfreunde liegen, beginnt die abstiegsgefährdete Region. Satte acht Punkte liegen die Sportfreunde hinter Rang sieben. Am Sonntag geht es für den Absteiger auf den „sehr schwer bespielbaren Kunstrasen nach Detmold", wie Obmann Björn Brinkmann findet. Er führt weiter aus: „Der Platz ist jetzt sehr schmierig und die Bälle müssen schon genau kommen. Abschlüsse aus der zweiten Reihe und Standards sind auch Mittel, um in Detmold was zu holen." Das allein wird aber nicht zum Erfolg führen, denn „vor allem muss die Einstellung stimmen und wenn einer meint, es handelt sich um eine dritte Mannschaft und die wird im Schlaf geschlagen, der hat am Sonntag auf dem Platz nichts zu suchen." Brinkmann erwartet „eine konzentrierte, geordnete und vor allem eine geschlossene Mannschaftsleistung von 1 bis 15, da ist jeder gefragt." Schließlich, wie eingangs schon erwähnt, „wollen wir den Dreier und den brauchen wir auch, wir gucken mit einem schielenden Auge nach unten." Zwar haben die Sportfreunde eine Serie von drei ungeschlagenen Spielen am Stück aufgestellt, haben „aber nur in der zweiten Halbzeit gegen Hörste sehr gut gespielt. Diese Halbzeit sollte uns Schwung geben für die letzten Partien dieses Jahres." Einen Rückkehrer kann die Mannschaft auch in ihren Reihen begrüßen, Brinkmann dazu: „Mich freut es, dass Eugen Schlej wieder zum Kader gehört. Wir haben uns nach seiner Freistellung als Trainer zusammengesetzt und er wird die Mannschaft als Spieler weiterhin unterstützen. Die Mannschaft hat das sehr positiv aufgefasst, Phillipp [Schnieders, Anm. d. Red.] bleibt vorerst Interimscoach und macht seine Sache wirklich gut." Außer Silas Kriete und Philipp Pucker sind am Sonntag alle Mann an Bord.

Ab 14:30 Uhr rollt der Ball auf dem Werresportplatz, Milcan Colak hat die Leitung der Partie.

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