Bezirksliga Staffel 3

Eigene Jugend als neue Tugend


Bezirksliga 3 (hk). Ein Umdenken hat beim Türkischen SV Horn eingesetzt. Aus der Jugend soll eine Tugend werden. In dieser Saison geht auch eine TSV A-Jugend an den Start. Es ist eine strategische Entscheidung, denn zukünftig möchte der lippische Bezirksligist seine Stars von morgen selbst ausbilden. Für das Aushängeschild der Rot-Weißen, die Bezirksligatruppe, gilt der Klassenerhalt in dieser Saison als das Höchste der Gefühle.


Von Henning Klefisch


Tabellenplatz zwölf steht für die Horner als Zwischenbilanz. Die 16 gesammelten Zähler sind gleichbedeutend mit fünf Punkten Bonus auf einen Abstiegsrang. Mit der bisherigen Saisonbilanz zeigt sich Ünal „eigentlich zufrieden", wenn er aber auch einräumt: „Wir hätten sechs bis zehn Punkte mehr haben können", rechnet er damit, dass der Kampf um den Klassenerhalt bis zum letzten Spieltag geht. Langfristig möchte der TSV ein Mitglied der Bezirksliga sein. „Daran wollen wir arbeiten, obwohl die Bezirksliga definitiv für uns schwerer als die A-Liga ist. Es liegen wirklich Riesen-Unterschiede, obwohl es nur eine Liga höher ist", so die Beobachtung von Ünal (Bild rechts), der dies besonders in Pokalduellen gegen Kreisligisten gemerkt hat. Dort haben sich die Horner mit halber Besetzung und Schonung von Stammspielen „locker weg durchgesetzt." Der Trainingsumfang und die Qualität haben sich im Vergleich zum Kreisfußball merklich gesteigert. Drei statt zwei Einheiten stehen an. Als künftiges Ziel gibt Ender Ünal aus, dass „Jahr für Jahr Eigengewächse hochgezogen werden", haben die Horner „alles in unsere Jugend gesetzt", die in der A-Junioren Kreisliga mit sieben Punkten aus sieben Spielen den vierten Rang belegen. Der Horner-Manager gibt zu, dass dadurch „die erste Mannschaft etwas vernachlässigt worden ist." Auch deshalb soll der Kader zeitnah mit drei bis fünf Spielern verstärkt werden. Ünal kündigt an: „Wir wollen uns nach unseren Möglichkeiten umschauen", betont er, dass beim Türkischen SV Horn keine Gehälter mehr gezahlt werden. Einzig Spritgeld wird übernommen. „Wir wollen kein Geld mehr zahlen, das hat keinen Sinn", will man stattdessen den eigenen Nachwuchsspielern das nötige Vertrauen schenken.

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