Kreisliga B | Detmold

Kann Fortuna nachlegen? – Spitzenspiel in Sabbenhausen


Kreisliga B Detmold (ab). Während der Kreis Lemgo schon die Winterpause einläutet, müssen die Detmolder Teams noch dreimal ran. Am Sonntag steht der 18. Spieltag auf dem Programm, der erste Rückrunden-Spieltag also. Erste Ausfälle gibt es bereits zu vermelden, so findet er Abstiegskracher zwischen der SG Klüt-Wahmbeck und dem SV HW Falkenhagen nicht statt. Auch das Top-Spiel zwischen dem BSV Müssen und dem FC Augustdorf II muss zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, ebenso die Partie zwischen der Spvg Hagen-Hardissen und dem Post TSV Detmold III. Gespielt wird dafür in Schlangen, wo die zweite Mannschaft der Fortuna die SG Istrup-Brüntrup erwartet. Auch der FSV Pivitsheide II spielt, hier sind die Sportfreunde Oesterholz-Kohlstädt zu Gast. Die erste Mannschaft des FSV trifft anschließend auf die SG Hiddesen/Heidenoldendorf II. Stattfinden wird auch das Spiel zwischen dem Hakedahler SV und dem SuS Pivitsheide II, man weicht auf den Kunstrasen in Heidenoldendorf aus. Nach jetzigem Stand gespielt wird auch bei der SG Brakelsiek/Wöbbel (gegen den TuS Eichholz-Remmighausen) und bei der SG Sabbenhausen/Elbrinxen (gegen den RSV Hörste).


Von André Bell & Henning Klefisch



FC Fortuna Schlangen II vs. SG Istrup-Brüntrup


(ab). Das war schon ein dickes Ausrufezeichen, dass der FC Fortuna Schlangen II am letzten Sonntag mit dem 4:1 gegen Eichholz-Remmighausen gesetzt hat, sehr zur Freude von Coach Douglas Vukadinovic. Gegen die SG rechnet er mit einem „engen Spiel." Er würde gerne mit „der gleichen Mannschaft auflaufen wie gegen Remmighausen", denn: „Die Mannschaft kann mit der richtigen Einstellung auch was gegen Istrup holen, aber es wird sehr schwer." „Im Hinspiel haben wir uns noch sehr naiv verhalten und ich hoffe, wir machen es am Sonntag besser", sind die Erinnerungen an das 0:3 vom ersten Spieltag noch präsent.

Die seit sechs Spielen sieglosen Gäste sind darüber hinaus auch auswärts noch ohne Sieg. Coach Roy Wangert erwartet ebenfalls ein „schweres Spiel für uns." Er begründet: „Schlangen ist zu Hause schwer zu spielen und dazu kommt noch unsere dreiwöchige Pause wegen Spielausfällen. Doch wir wollen und müssen jetzt auch mal auswärts einen Dreier einfahren. Wir möchten Schlangen hinter uns lassen und uns wieder ins Mittelfeld schieben." Bei einer Niederlage würde man sogar hinter die Fortuna zurückfallen. Wangert fordert von seiner Elf, „von Anfang an auf dem Platz zu sein und die Zweikämpfe für uns zu entscheiden." Das Geheimrezept: „Über ein sicheres Aufbauspiel wie im Hinspiel müssen wir dann auch unsere Torchancen besser verwerten."

Um 12 Uhr ist am Rennekamp bereits Anstoß, Attila Serdengecti wird die Partie leiten.



FSV Pivitsheide II vs. SF Oesterholz-Kohlstädt


(ab). Auf den FSV Pivitsheide II wartet am Sonntag „keine einfache Aufgabe", wie Andree Köhler mit Blick auf den kommenden Gegner meint. Gegen die Sportfreunde Oesterholz-Kohlstädt haben „die Jungs aber bereits gezeigt, dass sie mithalten können." 2:2 hieß es am ersten Spieltag nach 90 Minuten, ein erster Achtungserfolg für den frisch gebackenen Aufsteiger. „Wir wollen unsere junge Truppe auch nicht unter Druck setzen, aber so langsam müssen wir mal wieder punkten, um nicht den Anschluss zu verlieren", so Köhler. Aktuell ist der FSV Tabellenletzter, hat aber nur vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer, „wobei man natürlich warten muss, bis die Tabelle wieder gerade ist. Mittlerweile haben wir teilweise sechs oder sieben Spiele mehr als andere."

Dass sich die Sportfreunde am ersten Spieltag nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben, ist auch Obmann Björn Brinkmann noch bewusst, aber „seit dem ersten Spiel im August hat sich viel getan. Die Mannschaft steht an letzter Stelle der Tabelle und wir im absoluten Mittelfeld. Im Hinspiel haben sich die Pivitker ein 2:2 bei uns erkämpft, wo wir sogar bis kurz vor Schluss in Rückstand lagen und auch hätten verlieren können. Das sollte uns Warnung genug sein um die Mannschaft dieses Mal nicht zu unterschätzen." Brinkmann hat aber keinerlei Befürchtung, dass das passieren könnte: „Das haben die Jungs auch nicht in Detmold getan und werden es auch am Sonntag nicht tun. Natürlich sind wir Favorit und diese Rolle werden wir auch annehmen. Kurz um: ein Dreier ist Pflicht! Alles andere wäre ein Rückschlag und eine herbe Enttäuschung. Sonst bringt dir der hart umkämpfte Sieg in Detmold nichts, dann treten wir auf der Stelle." Von den Spielern auf dem Platz erwartet er nicht weniger als dass man „von der ersten Minute an von der Mannschaft sieht, dass sie die Punkte will." Das Erfolgsrezept dafür: „Gutes Pressing, den Gegner laufen lassen und die Chancen gleich wegmachen wären Lösungsvorschläge, aber das weiß auch Interimscoach Philipp [Schnieders; Anm. d. Red.] genau und er wird die Mannschaft vernünftig einstellen, da bin ich mir sicher." Mit einem weiteren Dreier will man nicht nur die Serie ungeschlagener Spieler auf sechs Partien ausbauen, sondern auch „den Anschluss ans obere Drittel nicht verlieren, um eine ordentliche Basis für die Rückserie zu schaffen. Aber dafür müssen wir Sonntag nun mal gewinnen, da führt kein Weg dran vorbei." Aus personeller Sicht kehrt Philipp Pucker zurück, ansonsten fehlt nur Silas Kriete.

Auf dem Kunstrasenplatz an der Oerlinghauser Straße ist um 12:30 Uhr Spielbeginn, geleitet wird die Begegnung von Sebastian Termöllen.



FSV Pivitsheide vs. SG Hiddesen/Heidenoldendorf II


(hk). Ein wunderschönes Derby findet ab 14.30 Uhr unter der Leitung von Schiedsrichterin Heike Schnittcher am Sonntag an der Oerlinghauser Straße statt. Gut ist beim FSV-Spielmacher Jürgen Bolinger noch die Erinnerung an das Hinspiel in Heidenoldendorf, was die neuformierte Pivitsheider Mannschaft nur knapp mit 2:1 für sich entschieden hat. Bolinger blickt zurück und sagt: „Wir haben uns in Heidenoldendorf sehr schwer getan, was damit wohl auch zusammenhängt." Nach Ende der Hinrunde rangiert das Team von Cheftrainer Dima Charov mit 38 Punkten an der Tabellenspitze, was auch Jürgen Bolinger in seiner Analyse miteinbezieht: „Ich denke, wir sind als Team in der Hinserie gut zusammengewachsen und spielen heute deutlich einfacheren Fußball als am Anfang." Bolinger selbst wird fehlen. Tommy Gwiasda hat sich im letzten Spiel den Finger gebrochen und könnte auch ausfallen.

Dadurch, dass das Spiel der ersten SG HH-Mannschaft in Kachtenhausen ausfällt, verbessert sich die Personalsituation der Reserve auf einen Schlag. Coach Sören Müller zeigt sich voller Optimismus, hat man doch bereits das Hinspiel gegen den Aufstiegsaspiranten gut gestalten können und unterlag erst in der Schlussphase knapp. „Wir haben gesehen, dass wir mithalten können", so sein gezeigter Optimismus. Nach drei ungeschlagenen Spielen in Serie ist zudem das Selbstbewusstsein deutlich angewachsen. Deshalb: „Die Serie wollen wir weiter fortsetzen", so Müller, der selbstbewusst erklärt: „Ich traue meinen Jungs drei Punkte beim FSV zu. Wir wollen sie ärgern und gehen mit dem Ziel in das Spiel, es zu gewinnen", zeigen seine Schützlinge doch aktuell gute Trainingsleistungen und sind auch zahlreich dort anzutreffen. „Es macht richtig Bock", hat der SG HH II-Coach Schwierigkeiten, Spieler nicht mitzunehmen und in die Winterpause zu gehen.



SG Brakelsiek/Wöbbel vs. TuS Eichholz-Remmighausen


(ab). Als „Wermustropfen" bezeichnet es SG-Coach Falk Weskamp, dass er seinen Best-of-Lippe-Kick-Trainerkollegen Jörg Jöstingmeier am Sonntag nicht wiedersehen wird. „Ich bin davon überzeugt, dass Jörg diese Situation nicht herbeigeführt hat. So wie ich ihn kennengelernt habe, ist er eigentlich ein Trainer, wie man sich das als Spieler wünscht", lobt Weskamp den Kollegen in den höchsten Tönen. Zusammen führte man das Team Detmold zum Sieg. Doch auch ohne Jöstingmeier erwartet Weskamp am Sonntag „einen spielstarken Gegner." Das wird die SG aber nicht davon abhalten, selbst zu versuchen „unser Spiel zu spielen." „Eichholz wird sicher nach dem letzten Ergebnis eine Reaktion zeigen wollen. Wir aber auch", haben beide Kontrahenten ihr jeweils letztes Spiel verloren.

TuS-Kicker Jan Eskuchen bestätigt das sofort: „Wir wollen natürlich nach dem letzten Spiel Wiedergutmachung betreiben, allerdings ist Wöbbel keine Laufkundschaft." Dennoch will man beim TuS an die vor der 1:4-Niederlage bei Fortuna Schlangen II gezeigten Leistungen anknüpfen. Zwei, drei Spieler werden den Gästen weiterhin verletzt fehlen, zudem sind Marco Barkowski und Jan Lukas angeschlagen.

Geplant ist der Anstoß für 14:30 Uhr, gespielt werden soll auf dem Sportplatz in Lothe. Ernst-Albrecht Kuhlmann steht als Schiedsrichter bereit.



Hakedahler SV vs. SuS Pivitsheide II


(hk). Der 4:0-Heimsieg über die SG Klüt/Wahmbeck sorgt für gute Laune im Lager des Hakedahler SV. Nuri Kurt hofft, „da anknüpfen zu können." Aufgrund der Platzsperre in Hohenloh hat der HSV unter der Woche nicht trainiert und spielt wohl in Heidenoldendorf. „Daher hoffen wir auch auf drei Punkte", kann der ehemalige A-Ligist in Bestbesetzung auflaufen. „Das macht es noch schwieriger gegen einen Gegner wie SuS II, der eine gute Raumaufteilung hat und nie aufgibt", ist der Respekt vor den Pivitkern groß.

Nicht gerade in Plauderlaune präsentiert sich SuS II-Coach Karsten Kuczer, der bei Lippe-Kick erklärt: „Es wird ein schweres Spiel", stehen ihm aber nicht alle Spieler zur Verfügung. „Trotzdem werden wir alles geben", zeigt er sich motiviert.

Sascha Wellmann ist ab 15 Uhr für die Spielleitung zuständig.



SG Sabbenhausen/Elbrinxen vs. RSV Hörste


(ab). Nach jetzigem Stand „kann gespielt werden", meint SG-Coach Sven Grossmann. „Und wir wollen das Spiel auch durchbringen", ist die Motivation groß, nach dem 3:0 beim SuS Pivitsheide II vor zwei Wochen die Liste an Nachholspielen nicht weiter anwachsen zu lassen. Das Duell gegen den Tabellennachbarn ist wichtig für die SG, um nicht den Anschluss an die vorderen Plätze zu verlieren. Das Hinspiel war bereits eine torreiche Partie, 4:4 hieß es nach 90 spannenden Minuten, in denen die Grossmänner eine starke Moral zeigten und viermal einen Rückstand egalisieren konnten. Dennoch sagt der Coach: „Wir wollen nicht die Fehler machen, die wir im Hinspiel gemacht haben, müssen konzentriert zu Werke gehen und Hörste keine Räume bieten. Wir spielen zu Hause und wollen Hörste unter Druck setzen und so unsere Stärke nach vorne nutzen. Wir spielen voll auf Sieg." Zwar sieht es bei der „personell nicht gut, aus aber wir haben einen großen Kader, der das auffangen wird."

Eher unregelmäßig waren zuletzt auch die Auftritte des RSV Hörste, zuletzt erreichte man ein 2:2 bei den SF Oesterholz-Kohlstädt, davor hatte man auch schon zwei Wochen Pause. „Bei uns sind paar angeschlagene", sagt Kevin Leps vor dem Duell am Sonntag, aber „trotz alledem haben wir eine gute Truppe für Sonntag." Das Ziel ist klar formuliert: „Wir wollen gewinnen, wir sind heiß."

Um 15:30 Uhr bittet Schiedsrichter Jakob Hamm die Teams zum Anstoß, gespielt wird auf dem Sportplatz in Sabbenhausen.

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