Kreisliga A | Detmold

Post TSV II hofft auf Überraschung

Kreisliga A Detmold (hk). Runde 17 beginnt schon heute Abend mit dem Eröffnungsspiel des Post TSV Detmold II gegen den Tabellenzweiten TuS WE Lügde. Die fünf weiteren Partien folgen am Samstag um 16.00 Uhr, da am Totensonntag bekanntlich nicht gespielt werden darf. Da die Rasenplätze in Detmold-Hohenloh und Rischenau wohl nicht bespielbar sind, fallen zwei Spiele aus. Richtig interessant ist das Aufeinandertreffen des Tabellenvierten SV Diestelbruch/Mosebeck beim Sechsten aus Lage. Auch die talentierte Truppe der SG Hiddesen/Heidenoldendorf rechnet sich gegen die drittplatzierte Fortuna aus Schlangen durchaus etwas aus.

Von Henning Klefisch

Post TSV Detmold II vs. TuS WE Lügde

Von einer „schwierigen Aufgabe" spricht Post TSV II-Coach Jens Kaiser, der sich keineswegs chancenlos sieht, hat sein Team im Hinspiel doch erst in der Nachspielzeit das entscheidende 0:2 kassiert. Die positive Entwicklung der Südostlipper ist ihm nicht entgangen, weshalb er zu berichten weiß: „Lügde spielt seitdem sehr konstant. Wir können recht befreit aufspielen", schiebt er doch ganz geschickt der Westfälischen Eiche die Favoritenrolle zu, immerhin möchte der Gast doch zum Primus aus Jerxen/Orbke aufschließen. Bei den Hausherren weilt der eine oder andere Akteur im Urlaub, Alexander Klefisch ist erkrankt und fehlt, aus der Bezirksligatruppe gesellen sich nur ein bis zwei Akteure hinzu. „Das wird also schwierig", prophezeit Kaiser, der wohl selbst seine Sporttasche packen muss und eine Hoffnung hat: „Vielleicht gelingt uns ja eine Überraschung." Die Postler schätzt Gästecoach Andreas Hoffmann „sehr stark" ein, wohl wissend: „Bereits im Hinspiel haben wir uns über weite Strecken sehr schwer getan." Dies ändert aber nichts an der Zielsetzung: „Wir wollen natürlich in die Erfolgsspur zurück und das Spiel möglichst siegreich gestalten." Auf die verletzten Tim Dachrodt und Philipp Deppe muss verzichtet werden.

TuS Horn-Bad Meinberg vs. SV Eintracht Jerxen/Orbke

TuS-Trainer Kemal Akman schwärmt geradezu vom kommenden Gegner, den er als „jung, technisch gut und dynamisch", bezeichnet. In einer abwechslungsreichen Partie gab es einen 4:2-Hinspiel-Sieg für den SVE, „obwohl mehr für uns drin war", trauert Akman der Möglichkeit noch hinterher. Positiv ist für die Kurstädter, dass „wir es immer schaffen, uns in jedem Spiel Torchancen herauszuarbeiten", so Akman, der sich künftig mehr defensive Disziplin wünscht. Seine Beobachtung stimmt ihn hoffnungsfroh: „Mein Team ist seit Wochen heiß auf das nächste Match." Im Heimspiel gegen den Klassenbesten haben die Horner bis auf den dauerverletzten Sergio Frey alle Spieler dabei. Ganz fest glaubt Eintracht-Manager Hubert Orynczak daran, „dass Horn-Bad Meinberg alle Kräfte mobilisieren wird, um unseren Spielfluss zu unterbinden und sich selbst Chancen herauszuarbeiten", sind die Kurstädter doch bereits etwas unter Zugzwang. Selbst möchte der Primus „konzentriert und fokussiert in das Spiel gehen", zudem allzu gerne die Leistung wieder abrufen, die bereits beim Sieg im Spitzenspiel gegen Lügde gezeigt worden ist. „Sind wir genauso energisch wie im letzten Spiel, werden wir den entsprechenden Erfolg für uns verbuchen", hofft Orynczak auf die nötige Konstanz im eigenen Spiel. Auf die Langzeitverletzten Hijazi, Schönwälder, Merz, Kanne und Meier kann Coach Bastian Möller nicht bauen.

SC Augustdorf vs. SF Berlebeck/Heiligenkirchen


Weiterhin „sehr angespannt" ist die Personalsituation beim Vorletzten SC Augustdorf. Dies weiß Vorstand Recep Kirikci, der via Lippe-Kick ankündigt: „Wir werden alles daransetzen, eine schlagkräftige Truppe zusammen zu bekommen!" Dennoch ist ihm die Spielstärke der Sportfreunde vollauf bewusst, erinnert er sich noch an ein „ausgeglichenes Hinspiel", was der SCA in Heiligenkirchen mit 2:4 verloren hat. Die Marschroute auf dem heimischen Heidesportplatz ist nun klar: „Diesmal wollen wir natürlich versuchen, es positiv für uns zu gestalten!" Nicht groß in Debattierlaune befindet sich Berlebeck/Heiligenkirchen-Coach Thorsten Geffers, der eine klare Vorgabe für seine Mannschaft parat hat: „Natürlich fahren wir nach Augustdorf, um dort zu gewinnen. Auch als Wiedergutmachung für die dämliche Niederlage am letzten Sonntag gegen Rischenau", weiß er wohl auch heute noch nicht, wie man solch ein Spiel verlieren konnte. Geffers möchte den Gegner tunlichst nicht unterschätzen und wählt einen treffenden Vergleich, um seine Mannschaft zu sensibilisieren. „Der Gegner taumelt zwar wie ein angeschlagener Boxer zurzeit durch den Ring, aber kann jederzeit den Lucky Punch setzen", möchten die Sportfreunde nach dem Spiel nicht am Boden liegen. Konzentration und Disziplin wären zwei Zutaten für den erwünschten Erfolg. Die „kölschen Jungs" Max und Michel Schnitzerling und Tim Weber fallen aus, ebenso die Langzeitverletzten Jasper Diekmann und Maik Watermeier, sowie Pascal Jöstingmeier (Messe). Bei einem Trio wird sich erst am morgigen Vormittag entscheiden, ob sie spieltauglich sind.



SuS Lage vs. SV Diestelbruch/Mosebeck

Das 1:6 in Schlangen ist durchaus schmerzhaft für die Zuckerstädter gewesen. Im Auswärtsspiel beim heimstarken SV Diestelbruch/Mosebeck erwartet Coach Christian Martens nun ein anderes Auftreten, adelt aber den Konkurrenten, wenn er sagt: „Diestelbruch/Mosebeck hat einige gute Einzelspieler, wenn wir die in den Griff bekommen, bin ich zuversichtlich, dass wir auch punkten." Sehr fahrlässig im Umgang mit den eigenen Torchancen agierten die Lagenser bei der 0:4-Klatsche im Hinspiel. Auch individuelle Fehler sind ausschlaggebend für diese Niederlage gewesen. „Die Mannschaft will Wiedergutmachung", so das Empfinden von Martens, der mit einem engen Spiel rechnet und auf die volle Punktzahl für sein Team hofft. Bereits vorzeitig in die Winterpause gegangen ist Endrit Merovici, der wieder körperliche Probleme hat. Einige Jungs hat der Grippevirus befallen, weshalb geschaut werden muss, ob sie bis Samstag wieder voll einsatzfähig sind. Martens muss wegen einer Wadenverletzung bereits passen und hofft: „Wir wollen nochmal alle Kräfte bündeln in den letzten Partien." An ein „packendes Duell auf Augenhöhe", glaubt Di-Mo-Pressesprecher Lennart Rethmeier. Dass das Selbstvertrauen nach den letzten guten Ergebnissen bei seiner Truppe groß ist, hat er mit Wohlwollen registriert. „Deshalb möchten wir auch am Samstag etwas Zählbares mitnehmen", wünscht er sich Zuwachs für das Punktekonto. Neben den Langzeitverletzten können auch Timo Schiewe und Christopher Wessel nicht mitspielen, die wegen der Spielverlegung auf den Samstag jeweils Hinderungsgründe haben.

SuS Pivitsheide vs. SC Ditib Detmold

Mit einem „sehr intensiven und sehr kämpferischen Spiel" rechnet SuS-Keeper Marvin Schulz, der sich noch gut an das 3:3 vom Hinspiel zurückerinnert. Er spricht von einem „sehr wichtigen Spiel" für seine Truppe, ist die Motivation doch klar: „Wir wollen uns auch endlich wieder belohnen für den Aufwand, den wir Woche für Woche betreiben, ich bin da aber sehr guter Dinge, dass unser Trainer uns wie jedes Spiel perfekt auf den Gegner einstellt", gibt es das Pivitker-Motto: In Skarupke we trust! Von einem Kontrahenten, „der über 90 Minuten bis zum Schluss kämpft", spricht Ditib-Coach Erhan Eksioglu, der seiner Mannschaft folgende Botschaft mit auf den Weg gibt: „Wir müssen unser Spiel machen und versuchen, unsere Stärke dem Gegner aufzudrängen." Die Schwachpunkte der Pivitker hat er beobachtet und gespeichert, weshalb er ankündigt: „Und genau an diesen Punkten müssen wir den Gegner packen." Die Personalsituation der Detmolder ist allerdings schlecht. Am Samstag heiratet ein Ditib-Kicker. Der gesamte Verein ist eingeladen. Eksioglu sagt: „Wir wollten das Spiel verlegen, aber der Gegner wollte nicht. Wir haben alles angeboten, aber leider wurde das abgelehnt. Wir haben bisher immer Anfragen von Vereinen akzeptiert und eine Lösung gefunden. Leider müssen wir da jetzt durch", fehlt ihm dafür das Verständnis.

SG Hiddesen/Heidenoldendorf vs. FC Fortuna Schlangen

In den letzten Partien hat die Spielgemeinschaft aus Hiddesen/Heidenoldendorf unfreiwillig eine Pause einlegen müssen. Deshalb ist die Vorfreude vor dem Spiel gegen ein Schwergewicht der Liga groß. Unglaublich: Im gesamten Monat November hat die Truppe vom Trainerduo Lütfi Soylu/Sascha Möller einzig die Partie gegen Berlebeck/Heiligenkirchen bestritten, die am 5. November mit einer Punkteteilung endete. „Meine Jungs sind heiß", schildert Soylu gegenüber Lippe-Kick. Die fehlende Spielpraxis könnte ein Problem darstellen. Dennoch möchte der Vorjahresaufsteiger vor heimischer Kulisse auch weiterhin ungeschlagen bleiben und mindestens einen Zähler, „wenn möglich sogar drei" (O-Ton: Soylu) am Platz behalten. Im Gegensatz zu der schlafmützigen Anfangsphase seiner Truppe hofft der SG-Coach, dass sein Team nun von Anpfiff an wachsam agiert. Im letzten Heimspiel möchte man glänzen. Am Dienstag wartet nur noch das Nachholspiel beim SV Diestelbruch/Mosebeck, bevor die Vorbereitung für die lange Hallensaison losgeht. Die beiden A-Jugendkreispokalsieger Miguel Soylu und Michael Thissen werden mitspielen. Mit einem 15-Mann-Kader soll diese Aufgabe angegangen werden, glaubt Soylu, dass seine Mannschaft der Fortuna „Paroli bieten kann. Wir werden eine sehr starke Truppe aufstellen können und so hoffe ich, dass wir ein richtig gutes Spiel abliefern werden", so ein erwartungsfroher Soylu. Sicherlich hat Soylu den Schlänger 6:1-Sieg über SuS Lage noch im Gedächtnis, zählt aber auch die Niederlagen gegen Ditib (1:2), Lügde (0:2) und Jerxen/Orbke (1:2) auf. „Ich denke nicht, dass das reichen wird für ganz oben", so Soylu, der mit einem Schlänger Durchmarsch vor der Serie gerechnet hat. Die Ursache dafür liegt nach seiner Einschätzung im Rücktritt von Werner Koch. „Mit Koch wären sie weiter oben", glaubt er, der auch mit Blick auf die letzten sieben Spiele sagt: „Schlangen ist schlagbar", wenn man „richtig dagegenhält." Die Favoritenbürde liegt dennoch klar bei der Fortuna aus Schlangen. „Wir haben nichts zu verlieren", betont Lütfi Soylu bei Lippe-Kick. Obwohl die Fortuna das Hinspiel letztlich mit 3:1 für sich entschieden hat, erinnert sich Kapitän Yannik Vukadinovic an eine „sehr ausgeglichene Partie." Schon damals ist ihm aufgefallen: „Ihre Spielweise ist sehr auf die schnellen Spitzen zugeschnitten." Bei den Gästen gibt es im Personalbereich noch einige Fragezeichen, da die eine oder andere Krankheit noch auskuriert werden muss. Fortuna Schlangen möchte vor allem den Fokus auf sich selbst legen: „Wir bleiben bei unserer Spielweise und werden versuchen, über Ballkontrolle Chancen zu kreieren", gibt „Vuka" bei Lippe-Kick zu Protokoll.

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