Kreisliga B | Detmold

Endspurt Richtung Winterpause


Kreisliga B Detmold (ab). Zwei Spieltage noch, dann haben es auch die Detmolder Teams geschafft und dürfen in die Winterpause. Spielausfälle gibt es auch an diesem Wochenende wieder, so können die SG Istrup-Brüntrup und der Hakedahler SV am Samstag die Füße hochlegen, das gleiche gilt für den SV HW Falkenhagen und die Spvg Hagen-Hardissen, sowie für den BSV Müssen und die SG Brakelsiek/Wöbbel. Derlei Probleme kennen die Kunstrasen-Teams nicht. Die SG Hiddesen/Heidenoldendorf II will ihren Lauf fortsetzen, hat den FC Fortuna Schlangen II zu Gast. Einen Lauf stoppen will hingegen der TuS Eichholz-Remmighausen. Nach drei Niederlagen in Folge soll gegen die SG Klüt-Wahmbeck wieder ein Dreier geholt werden. Einen Schritt aus der Abstiegszone will der Post TSV Detmold III machen, die SG Sabbenhausen/Elbrinxen ist zu Gast. Keinen Bock mehr auf die rote Laterne hat der FSV Pivitsheide II, nur mit einem Sieg gegen der RSV Hörste verlässt der Aufsteiger den letzten Platz. Ebenfalls auf Kunstrasen wird die Partie der SF Oesterholz-Kohlstädt stattfinden, für das Spiel gegen den FSV Pivitsheide zieht man auf den Platz des FC Fortuna Schlangen um. Eine ziemlich matschige Angelegenheit kommt hingegen auf den SuS Pivitsheide II und den FC Augustdorf II auf dem Hartplatz zu.


Von André Bell & Henning Klefisch



SuS Pivitsheide II vs. FC Augustdorf II


(hk). Man darf durchaus von einem Derby sprechen, wenn die Zweitvertretungen des SuS Pivitsheide und des FC Augustdorf aufeinandertreffen. Die Pivitker haben zuletzt eher wechselhafte Wochen erlebt, gab es vor heimischer Kulisse gegen den Post TSV Detmold III (5:3) und beim FSV Pivitsheide II (2:1) die maximale Ausbeute, während die Partien gegen Sabbenhausen/Elbrinxen (0:3) und beim Hakedahler SV (1:4) verloren wurden. Nun geht es gegen den Tabellenzweiten FC Augustdorf II. SuS II-Coach Karsten Kuczer erwartet ein „richtig schweres Spiel." Auch diesmal kann er nicht in Bestbesetzung antreten. „Es ist zurzeit echt verhext", klagt er bei Lippe-Kick. Die Namen der Ausfälle schützt er aber so, wie die Nonne ihre Jungfräulichkeit. Immerhin lässt er sich entlocken, dass es Leistungsträger sind, auf die er verzichten muss. „Wir werden alles probieren, um dagegenzuhalten." Dies wird auch nötig sein, denn die Sandhasen spielen um den A-Liga-Aufstieg mit. Deshalb wollen die Kuczer-Kicker kein Verstecken spielen. Ihr Trainer frohlockt: „Wenn meine Jungs den Kampf annehmen und alles geben, dann schauen wir mal", lässt er sich einen Monat vor dem heiligen Fest gerne mit einem Überraschungssieg beschenken.

Acht Siege in Serie sorgen für mächtig Selbstvertrauen im Lager des FC Augustdorf II. In der Favoritenrolle sieht FCA II-Kicker Simon Janzen seine Mannschaft, weshalb die Zielsetzung klar ist: „Wir wollen das Spiel gewinnen." Trotz dieser maximalen Marschroute ist ihm aber auch bewusst: „Allerdings müssen wir trotzdem 100 Prozent geben, um dort zu gewinnen, da es diese Saison schon einige Überraschungen gab", gesellt sich zudem der nicht gerade allseits beliebte Hartplatz hinzu. Die Sandhasen müssen auf einige Spieler verzichten. Konkret: Eduard Federov, Samuel Frieden, Adam Penkalla, Martin Willmann und Raphael Kampmeier fallen aus. Für Janzen ist dies nicht beunruhigend, weil: „Wir haben einen großen Kader, was uns diese Saison schon sehr zugute kam."

Cemil Türkoglu pfeift diese Partie um 14.00 Uhr am Samstag an.



SG Hiddesen/Heidenoldendorf II vs. FC Fortuna Schlangen II


(ab). Die SG Hiddesen/Heidenoldendorf II hat derzeit einen richtigen Lauf. Seit vier Spielen ist die Elf von Sören Müller ungeschlagen, mit zehn Punkten aus diesen Partien hat man sich ordentlich Luft verschafft auf die Abstiegsränge. Auf den FC Fortuna Schlangen II, der den ersten Abstiegsplatz belegt, hat man derzeit acht Punkte Vorsprung. Daraus sollen am Samstag elf werden. „Wenn wir gegen Schlangen gewinnen, haben wir uns erstmal komplett aus dem Abstiegskampf verabschiedet", meint Müller. Der Coach verlangt von seinen Jungs, den Gegner „ernst zu nehmen." Als Marschroute verspricht Müller, „noch etwas offensiver zu spielen, dass wir die unter Druck setzen und möglichst schnell zum Torerfolg kommen, damit es kein Spiel wird, wo wir uns spät noch so ein doofes Gegentor einfangen." Gespannt ist Müller, ob die Fortuna „Spieler aus der ersten Mannschaft einsetzt, die ja nach uns spielt." Und auch, wenn er noch nicht weiß, „was auf uns zukommt, gehen wir natürlich mit dem Ziel ins Spiel, drei Punkte zu Hause zu behalten." Müller selbst wird Spieler aus seinem Team an die erste Mannschaft abgeben müssen: „Uns fehlen dann auch noch Leute, aber wir kriegen die Mannschaft voll, das wird nicht das Problem. Auf ein, zwei Spieler werde ich aber verzichten müssen, was dann irgendwo auch wieder weh tut. Aber ich bin absolut zuversichtlich, weil die Leute so motiviert sind, dass wir mit den Leuten, die uns zur Verfügung stehen, auch gewinnen können."

Die Gäste aus Schlangen mussten sich unter der Woche von einer klaren 0:5-Pleite gegen Istrup-Brüntrup erholen, als „Rückschritt" bezeichnete Douglas Vukadinovic den Sieg. Für Samstag erwartet der Coach „eine schwere Aufgabe für uns." Vor allem der 4:0-Sieg der SG beim FSV Pivitsheide hat für Eindruck gesorgt: „Wenn man den Tabellenführer zu Hause 4:0 schlägt, ist das schon ein ganz schönes Brett." Ob Spieler aus der ersten Mannschaft für die Vukadinovic-Elf auflaufen werden, verrät der Coach nicht, aber: „Die personelle Lage ist nicht optimal und ich muss wohl mehrere Spieler von der dritten Mannschaft mitnehmen." Dennoch „werden wir natürlich versuchen etwas zu erreichen."

Im Hinspiel trennten sich die beiden Kontrahenten 2:2-Unentschieden. Um 14 Uhr ist Anstoß auf dem Kunstrasen in Heidenoldendorf, geleitet wird die Partie von Jerome Miguel Neese.



Post TSV Detmold III vs. SG Sabbenhausen/Elbrinxen


(ab). Im letzten Heimspiel des Jahres bekommt es der Post TSV Detmold III mit der SG Sabbenhausen/Elbrinxen zu tun. Von den letzten acht Spielen gewannen die Residenzler nur eines, auf Rang zwölf liegend hat man nur drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang. Trainer Anton Brum hat vor dem kommenden Gegner großen Respekt: „Sabbenhausen hat technisch sehr gute Kicker und wir müssen höllisch aufpassen und von der ersten Minute fokussiert sein, um etwas Zählbares aus dem Spiel mitzunehmen." Im Jahr 2017 traf man zweimal auf die SG, im Frühjahr im Laufe der Rückrunde der vergangenen Saison und Ende August zu Beginn dieser Spielzeit. „Wir haben beide Male eine Reise bekommen, weil wir, wie schon so oft in dieser Saison, unmotiviert und unkonzentriert agiert haben." 1:6 und 0:7 lauteten die Ergebnisse aus Sicht des Post TSV. „Wir schauen nicht auf den Gegner, sondern nur auf uns", so Brum, „wir müssen auf das Spiel Bock haben, Zweikämpfe suchen und an die Grenzen gehen, dann sind auch gegen Sabbenhausen drei Punkte möglich. Die wollen und müssen wir zu Hause behalten." Personell muss der Coach, „wie jedes Spiel, die halbe Mannschaft umstellen." Positiv allerdings: „Ein paar Verletze stoßen dazu." „Auf der anderen Seite haben sich vier Leistungsträger verletzt und werden dieses Jahr nicht mehr spielen können", ist die Verletztenliste dennoch noch recht lang.

Kurz vor Ende des Spieljahres 2017 will auch die SG Sabbenhausen/Elbrinxen noch einmal die Kurve kriegen. Nur einen Sieg holten die Grossmänner aus den letzten fünf Spielen, man hat ein wenig verloren auf die ganz vorderen Plätze. Doch man lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und unter Druck setzen erst Recht nicht. Jan Hundertmark demonstriert Selbstbewusstsein: „Post III sollte wohl zu schlagen sein, wir sind in jedem Fall gut aufgestellt, wollen die volle Ausbeute mitnehmen." Allerdings sei das Hinspiel kein Maßstab, denn: „Man weiß nie, wer alles aus Erster oder Zweiter so aufläuft." Und auch Sven Grossmann kennt nur ein Ziel, drei Punkte: „Wir wollen natürlich gegen Post gewinnen und wollen endlich unsere mangelnde Chancenverwertung jetzt mal verbessern."

Philipp Kalesse wird die Partie leiten, um 14 Uhr ist Anstoß auf dem Werresportplatz in Detmold.



SF Oesterholz-Kohlstädt vs. FSV Pivitsheide


(ab). Die Sportfreunde Oesterholz-Kohlstädt haben eine Serie zu verteidigen. Unter Philipp Schnieders als Trainer ist der Absteiger noch ungeschlagen, gewann seine letzten beiden Partien. Die aktuelle Serie sorgt für neue Zuversicht: „Wir sind im Moment ganz gut drauf, auch, wenn die Spiele nicht immer die Klasse haben, die Ergebnisse stimmen dafür. Wir haben im November sieben Punkte geholt und haben seit dem 12.10. nicht mehr verloren." Gegen den kommenden Gegner haben die Sportfreunde „weiß Gott noch was gut zu machen." „Sonntag ist uns die Revanche gegen die Zweite wegen dem 2:2 geglückt, jetzt wollen wir Wiedergutmachung zum 2:6 aus unserer Sicht", erinnert sich Brinkmann nur ungern an das Hinspiel: „Damals wurden wir immer wieder mit langen Bällen überrascht, da standen wir teilweise zu hoch und es war zu einfach für Pivitsheide. Das ist lange her, Pivitsheide hat sich oben in der Tabelle festgesetzt, hat zum Schluss aber nicht die Ergebnisse einer Spitzenmannschaft erzielt." Der Obmann vermutet, dass der FSV gerade deshalb noch etwas motivierter ist als ohnehin: „Gerade das 0:0 gegen Klüt-Wahmbeck und zuletzt das 0:4 gegen Hiddesen-Heidenoldendorf II dürften nicht geschmeckt haben. Dafür kenne ich Tobi Gatzke und Co zu gut." Aus der eigenen Perspektive verspricht Brinkmann: „Wir werden anders auftreten als im Hinspiel und es den Jungs so schwer wie möglich auf einem sehr tiefen und vielleicht schwer zu bespielenden Geläuf machen. Im letzten Heimspiel der Saison wollen wir noch einen Dreier einfahren und ich hoffe nochmal auf zahlreiche Zuschauer und Unterstützer für eine Überraschung. Alle bündeln die Kraft nochmal."

Schönere Erinnerungen an das Hinspiel hat FSV-Kapitän Jürgen Bolinger: „Im Hinspiel haben wir Kohlstädt vorgeführt, als wir mit 6:2 gewonnen haben." Bolinger hofft auf eine Wiederholung: „An diesem Wochenende wird es hoffentlich ähnlich, wobei unser Kader fast komplett umgekrempelt ist. Mit nur noch fünf Spielern der ersten können wir in Schlangen anreisen, um Kohlstädt die Punkte zu klauen. Zwei unserer Spieler sitzen eine Strafe ab, einige sind noch verletzt und der Rest hat wiederum andere Sachen zu erledigen an dem besagten Samstag." Doch man hofft dennoch „auf ein gutes Spiel und wünschen uns keine weiteren Verletzungen mehr, so dass es im letzten Spiel in diesem Jahr am nächsten Sonntag wieder anders aussieht." Die tabellarische Ausgangslage sieht den FSV Pivitsheide als leichten Favoriten. Bolinger warnt jedoch: „Du darfst natürlich keinen Gegner unterschätzen, erst recht nicht einen Absteiger. Aber ich denke, mit dem sofortigen Wiederaufstieg wird es nichts mehr, da sehe ich stärkere Mannschaften, zumal sich Kohlstädt auch letzte Woche sehr schwer gegen unsere zweite getan hat, die wirklich sehr stark dagegengehalten hat, besonderes in der zweiten Hälfte. Ich denke, wir werden fitter und motivierter ins Spiel gehen und über 95 Minuten kämpfen bis der Arzt kommt."

Auf dem Kunstrasen Am Rennekamp geht es um 16 Uhr los. Herbert Indenbirken wird diese Partie leiten.



FSV Pivitsheide II vs. RSV Hörste


(ab). Die Ausgangslage für den Aufsteiger vor dem Duell mit einem der Liga-Favoriten ist „nicht ganz perfekt", wie Andree Köhler es ausdrückt. Den FSV Pivitsheide II plagen Verletzungssorgen. Doch klein beigeben ist nicht. Zwar wurden dem FSV im Hinspiel beim 1:7 schnell die Grenzen aufgezeigt, doch aus genau diesem Spiel hat man noch „etwas wiedergutzumachen." Die zuletzt gezeigten Leistungen machen Mut, dass gegen den RSV was drin ist. Köhler hofft, dass sich die Jungs „endlich mal wieder selber belohnen und punkten, weil die Niederlagen in den letzten Wochen sehr unglücklich und knapp waren. So ein Erfolgserlebnis würde den Jungs ganz guttun." Seit immerhin schon sechs Spielen wartet man auf einen Punktgewinn.

Ganz anders sieht es beim RSV Hörste aus, der seit elf Spielen ungeschlagen ist und auch am Samstag seine Serie ausbauen will, um weiterhin ein gewaltiges Wörtchen um den Aufstieg mitreden zu können. Mit einem Selbstläufer rechnet Marcus Baumgartner jedoch nicht: „Zwar steht der Gegner auf dem letzten Platz, doch ich gehe stark davon aus, dass sie alles daran setzen werden uns wehzutun. Sie werden versuchen ihrer ersten Mannschaft zu helfen, indem sie uns Punkte abknüpfen wollen." Doch das Selbstbewusstsein ist riesig: „Selbst, wenn man den ein oder anderen aus der ersten Mannschaft sehen wird, gehe ich davon aus, dass wir uns auch in Pivitsheide nicht aufhalten lassen werden und unseren Lauf fortführen werden. Wir sind hungrig und werden bis zur Winterpause versuchen alle möglichen Punkte einzufahren." Den FSV Pivitsheide II bezeichnet Baumgartner als einen „harter Gegner, der sehr über den Kampf kommen wird. Fußballerisch ist es nicht die große Klasse, doch kämpfen können sie." Verzichten muss der RSV auf Marvin Burmeier mit einer Grippe und Yanik Klocker, der sich abends im Borussia Park befindet."

Jonas Hasse wird die Begegnung leiten, los geht es um 16 Uhr an der Oerlinghauser Straße.



TuS Eichholz-Remmighausen vs. SG Klüt-Wahmbeck


(ab). Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge ist die Sehnsucht nach drei Zählern groß beim TuS Eichholz-Remmighausen. Kai Tcheon verrät: „Nach den letzten verlorenen Spielen haben wir uns vorgenommen, gegen die SG Klüt-Wahmbeck einen klaren Sieg einzufahren." Er warnt: „Wir werden nicht den Fehler machen, die SG zu unterschätzen." Gerade Teams aus der oberen Tabellenhälfte tun sich schwer gegen den Aufsteiger, das mussten zuletzt Sabbenhausen/Elbrinxen und der FSV Pivitsheide am eigenen Leib erfahren, für die es nur zu Unentschieden reichte. Der TuS muss am Samstag auf „wichtige Spieler" verzichten. Jannik Rother und Marco Barkowski fehlen definitiv, „aufgrund einer Verletzung im letzten Spiel ist auch unser wichtiger Abwehrspieler Mirko Röhl nicht mehr dabei." Dafür kehrt einer zurück: „Wichtig für uns ist aber, dass Jan Lukas als schneller Rechtsaußen wieder dabei ist." Doch trotz der Ausfälle „wollen wir das Spiel offensiv gestalten und den Gegner frühzeitig unter Druck setzen."

Die SG Klüt-Wahmbeck holte fünf Punkte aus ihren letzten fünf Spielen. Dennoch steht der Aufsteiger auf einem Abstiegsplatz. Kapitän Patrick Hoffmann fordert: „Wir müssen so langsam punkten. Das wollen wir natürlich auch am Samstag gegen Eichholz, auch, wenn wir uns durchaus bewusst sind, wie schwierig diese Aufgabe wird." „Eichholz gegen Klüt-Wahmbeck? Das waren immer knappe und spannende Duelle", erinnert sich Hoffmann. Der letzte Sieg der SG gegen den TuS liegt allerdings schon über drei Jahre zurück, im Oktober 2014 siegte man mit 3:2.

Ab 16 Uhr bietet sich die Chance auf den nächsten Sieg. Leiter der Partie ist der Unparteiische Rudolf Gallmann.

Wir bedanken uns für die Unterstützung bei unseren Sponsoren & Partnern