Kreisliga A | Detmold

„Abgänge haben uns schwer getroffen"


Kreisliga A Detmold (hk). Es gilt: Vor allem spielt man, um zu gewinnen. Diese Eigenschaft eint alle Fußballer. Die Kicker des CSL Detmold haben das Gefühl eines Sieges in dieser Spielzeit noch nicht erlebt, sind mit drei Punkten das Schlusslicht der A Detmold. Wenn man es positiv sieht, kann man sagen: Es kann nur besser werden. Aus pessimistischer Sicht weiß man aber auch: Schlechter geht es kaum noch. Ähnlich wie beim ebenfalls sieglosen 1. FC Köln spielt CSL teilweise gut mit, ist in der Abwehr aber zu fehlerhaft und offensiv zu harmlos. Dabei haben sie nicht einmal den schlechtesten Angriff und die schlechteste Defensive der Liga, es ist einfach nur der Belohnungseffekt, der vermisst wird.


Von Henning Klefisch


In der letzten Spielzeit da hing der Himmel voller Geigen, als die Residenzler mit zwei Punkten Vorsprung vor dem RSV Hörste ihr Comeback in der höchsten Detmolder Kreisklasse geben konnten. 2016 noch hat CSL durch eine Niederlage gegen Hörste zum Saisonfinish die Fußballhölle erlebt und scheiterte denkbar knapp am direkten Wiederaufstieg. Der klappte bekanntlich ein Jahr später. Allerdings sind die Vorzeichen äußerst ungünstig gewesen, denn sieben Spieler haben den Verein verlassen. Fünf Kicker aus der C-Liga-Reserve sind dafür hochgezogen worden. CSL-Vereinsboss Karl Schmid gibt bei Lippe-Kick ehrlich zu: „Die Abgänge haben uns schwer getroffen", bezeichnet er es doch als „mächtigen Schritt", wenn er vom Unterschied zwischen C- und A-Klasse spricht. Auch die beiden A-Jugendspieler brauchen zunächst die nötige Zeit der Eingewöhnung. Folglich redet Schmid auch von einer „riesigen Aufgabe" für den neuen Trainer Ruben Neumann. All dies hat dazu geführt, dass die Detmolder mit nur drei Zählern bereits etwas abgeschlagen am Tabellenende stehen, immerhin ist das rettende Ufer bereits sieben Punkte entfernt. Als Manko hat Schmid analysiert. „Die Abwehr ist unser Sorgenkind, denn wir schießen auswärts drei Tore und verlieren und wenn man beim Gegner drei Tore schießt, da muss man etwas mitnehmen", bereitet ihm jedoch Hoffnung, dass Christoph und Phillip Wiebe ihr Comeback in der Rückserie geben, wodurch die defensive Stabilität wohl zunimmt. Ein weiterer Wunsch von Schmid: „Vielleicht stößt auch noch der eine oder andere Spieler zu uns." Klare Worte spricht er bezüglich der Abgänge, von denen er sich „zum Teil enttäuscht" zeigt. Er begründet diesen Gemütszustand: „Wir haben für die Spieler alles getan und sind auf deren Wunsch eingegangen, haben Gespräche mit der Stadt Detmold und zähe Verhandlungen geführt, dass wir auf einen Rasenplatz kommen und dann gehen die zu einem anderen Verein", meint er damit konkret Erik Zweininger, Marvin Dück (Bild rechts), Tim Penner (Bild links), Jonas Peters und David Skryschowski, die sich allesamt dem Post TSV Detmold angeschlossen haben. Besonders enttäuscht zeigt er sich vom Verhalten von Keeper Skryschowski, der Schmid im persönlichen Gespräch mitteilte, dass er operiert werden muss und deshalb nicht zur Verfügung steht, mittlerweile aber beim Post TSV Detmold spielt. Karl Schmid hat dazu eine klare Meinung: „Ich meine, wenn einer wechseln möchte, soll er es machen, da muss ich mich aber nicht so anstellen und die Unwahrheit sagen." Als Lippe-Kick Marvin Dück mit der Aussage konfrontiert, sagt dieser: „Die haben sich schon bemüht, endlich da auf den Platz zu kommen. Und haben sich da auch ins Zeug gelegt, auch viel für uns getan, der Kalli und Eddy Pauls, aber auch noch andere. Das schätzen wir alle auch. Aber den Platz mit unserem Wechsel in Zusammenhang zu stellen, verstehe ich nicht ganz", hat es „nie eine verbindliche Zusage gegeben", erklärt Dück bei Lippe-Kick. Für den Aufsteiger gilt es aber vor allem darum, sich auf die eigene Leistung zu konzentrieren und „alles zu versuchen, um aus dem Keller herauszukommen, auch wenn es schwer wird", so Schmid abschließend.

 

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