Kreisliga B | Detmold

Spitzenspiel in Pivitsheide – Derby in Schlangen


Kreisliga B Detmold (ab). Den ein oder anderen Leckerbissen gibt es am letzten Spieltag des Jahres 2017 in der Kreisliga B Detmold. Im Mittelpunkt steht zum einen das Top-Spiel zwischen dem Tabellenführer FSV Pivitsheide und Verfolger RSV Hörste. Ebenso mit Spannung erwartet wird das Derby zwischen dem FC Fortuna Schlangen II und den Sportfreunden Oesterholz-Kohlstädt. Abstiegskampf gibt es auch noch. Die zweite Mannschaft des FSV Pivitsheide II will mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause, der Post TSV Detmold III ist zu Gast. Schwere Auswärtsspiele gibt es für die SG Istrup-Brüntrup (beim FC Augustdorf II) und den SV HW Falkenhagen (beim TuS Eichholz-Remmighausen. Nicht stattfinden werden die Spiele der SG Klüt-Wahmbeck (gegen den BSV Müssen), der SG Sabbenhausen/Elbrinxen (gegen die Spvg Hagen-Hardissen) und des Hakedahler SV (gegen die SG Hiddesen/Heidenoldendorf II). Das Spiel der SG Brakelsiek/Wöbbel gegen den SuS Pivitsheide II ist ebenfalls noch gefährdet.


Von André Bell & Henning Klefisch



FC Fortuna Schlangen II vs. SF Oesterholz-Kohlstädt


(ab). Die Ausgangslage vor dem Derby zwischen dem Auf- und Absteiger ist klar. Zumindest, wenn es nach Fortuna-Coach Douglas Vukadinovic geht: „Oesterholz ist hier klarer Favorit." „Personell sind noch einige Fragezeichen, aber ich hoffe, dass das bis Sonntag noch geklärt wird", weiß der Coach erst kurzfristig, welche Mannschaft er auf das Feld schicken kann. So oder so: „Einige Spieler müssen noch eine Schüppe drauflegen, damit wir was Zählbares erreichen können." „Motivation meinerseits ist beim Derby nicht notwendig, die Spieler wissen, worum es geht", gibt in einem Derby ohnehin jeder Vollgas.

Die Vorfreude auf das letzte Spiel des Jahres ist auch den Worten von SF-Obmann Björn Brinkmann anzumerken: „Natürlich freuen wir uns zum Ende des Jahres und als letztes Spiel noch ein Derby bestreiten zu können. Derbys haben immer ihre eigenen Gesetze und es ist schwer, einen Favoriten auszumachen." Brinkmann vermutet, dass die Fortuna einen guten Kader haben wird: „Da die erste Mannschaft nach uns spielt gehe ich davon aus, dass die zweite Mannschaft mit Sicherheit auch gut unterstützt wird, vielleicht auch durch Spieler der ersten Mannschaft und der Heimplatz ist schließlich auch ein leichter Vorteil." Den hat man aber ein wenig minimieren können, am letzten Wochenende waren die Sportfreunde gegen den FSV Pivitsheide selbst Gastgeber auf dem Sportplatz Am Rennekamp. „Wir haben letzten Samstag gut auf dem Platz gespielt und wenn wir so auftreten und die Chancen konsequent nutzen, müssten wir als Sieger vom Platz gehen", ist der Obmann guter Dinge. Mit einem Erfolgserlebnis im Rücken „können wir in eine verdiente Pause gehen und Kräfte sammeln für eine gute Rückserie." „Ebenfalls hoffe ich, dass wir so einige Fragezeichen für die kommende Serie in Ausrufezeichen umwandeln können, denn auch dahingehend sind wir sehr fleißig, aber jetzt freue ich mich auf ein spannendes Derby und hoffe, dass wir es für uns entscheiden können." Fragezeichen personeller Natur gibt es auch bei den Gästen: „Es gibt ein paar angeschlagene, die noch auf Kippe stehen. Aber es wollen alle das Unentschieden aus dem Hinspiel wettmachen."

Das torlose Unentschieden Anfang September war nämlich viel zu wenig für die Sportfreunde. Um 12 Uhr ist am Sonntag bereits Anstoß, Jakob Janzen leitet die Partie.



FC Augustdorf II vs. SG Istrup-Brüntrup


(ab). Einen harten Kampf gab es im Hinspiel zwischen diesen beiden Teams. Auch FCA-Kicker Adam Penkalla erinnert sich, dass „Istrup im Hinspiel gut gespielt hat und es ein hartes Stück Arbeit war, zu gewinnen." Mit 3:1 siegten die Sandhasen Anfang September. Der SG bescheint Penkalla, „hart, aber fair" zu spielen. Zudem verfügt die SG über „eine gute Offensive." „Wenn die Jungs einen guten Tag erwischen, können sie gegen jeden in dieser Liga punkten", hat der FCA II großen Respekt vor den Gästen. Dennoch: „Unser Motto lautet aber weiterhin: Die Serie soll halten. Wir wollen weiter siegen." Schließlich soll die Serie von zehn ungeschlagenen Spielen in Folge auch im neuen Jahr noch Bestand haben.

Da hat aber SG-Coach Roy Wangert etwas gegen. Die Favoritenrolle schiebt er geschickt zum Gastgeber: „Der Druck liegt bei Augustdorf, die wollen aufsteigen und spielen zu Hause. Alle erwarten eine klare Sache, denn Augustdorf spielt eine super Saison, wie wir auch im Hinspiel bemerkt haben. Doch wir haben die doch vor große Probleme gestellt." Wangert hofft, dass die SG das erneut schaffen kann: „Wenn wir wieder so eine Leistung abrufen können, ohne die blöden Fehler, die zu den Treffern geführt haben, werden wir mit einem oder drei Punkte mehr in die Winterpause gehen." Auch der Untergrund auf dem Heidesportplatz ist kein Problem: „Dass wir auf Kunstrasen und gegen Topteams gut mithalten können, haben wir gezeigt. Wir wollen nicht ohne Punkte quer durch Lippe fahren." Zuletzt gewann die SG vor zwei Wochen mit 5:0 bei Fortuna Schlangen II.

Das bereits erwähnte Hinspiel entschied der FC Augustdorf II schließlich mit 3:1 für sich. Um 12:30 Uhr startet das Rückspiel, das von Andreas Kütemeier geleitet wird.



FSV Pivitsheide vs. RSV Hörste


(hk). Mehr Spitzenspiel geht nicht, wenn am Sonntag ab 13.00 Uhr der Spitzenreiter FSV Pivitsheide auf den ersten Verfolger aus Hörste trifft. FSV-Spielmacher Jürgen Bolinger macht die Marschroute deutlich: „Wir wollen natürlich oben bleiben und unseren "Vorsprung" ausbauen (da die andern noch ein paar Nachholspiele haben). Es ist ein Sechs-Punkte-Spiel, was wir gerne für uns entscheiden möchten", teilt er Lippe-Kick mit. Den RSV Hörste bezeichnet er als einen „harten Brocken. Aber", so erinnert er sich gerne zurück, „im Hinspiel haben wir den Brocken mit dem 3:1-Auswärtssieg durchbrochen." Mit dem gleichen Ergebnis wäre Bolinger im Status der Zufriedenheit angelangt. Sein Coach Dima Charov wird wohl in dieser wichtigen Partie auf einige verletzte Akteure verzichten müssen. Erst am morgigen Samstag herrscht endgültig Klarheit. „Ich denke, mit vielen Zuschauern auf beiden Seiten wird es ein sehr schöner Spieltag mit hoffentlich viel Spannung", ist die Sehnsucht im FSV-Lager nach der Herbstmeisterschaft groß. In die lange Winterpause möchte man mit dem positiven Gefühl eines Sieges gehen.

Bis auf die zwei, drei Dauerverletzten kann der RSV Hörste seine beste Formation aufbieten. Auf Uhlig, Neufeld (beide körperlich angeschlagen) und Tcheon (beruflich verhindert) muss verzichtet werden. Nach der Winterpause geben die verletzten Akteure aber wieder ihr Comeback, versichert RSV-Kicker Kevin Leps. „Es wird mit Sicherheit ein kampfbetontes, aber auch ein sehr ansehnliches Spiel", erklärt er gegenüber Lippe-Kick und gibt als Wunsch aus: „Wir wollen definitiv die drei Punkte, um über den Winter punktgleich mit dem Spitzenreiter zu stehen", wollen die Hörster alles investieren, um sich zu belohnen. Den FSV Pivitsheide charakterisiert er als eine „spielstarke Mannschaft", die auf den Außenpositionen „brutal schnell" agiert, aber „Probleme in der Hintermannschaft" aufweist, so die Analyse von Leps, der ankündigt: „Das wollen wir ausnutzen." Zudem weiß er noch über eine ganz besondere Form der Motivationshilfe zu berichten: „Wir haben ja noch etwas gutzumachen, nachdem sie uns im Hinspiel geschlagen haben", ist diese Pleite durchaus schmerzhaft gewesen.

Frank Stockhuß pfeift diese Begegnung.



TuS Eichholz-Remmighausen vs. SV HW Falkenhagen


(ab). Mit einem Sieg „zu Hause auf unserem Platz" will der TuS Eichholz-Remmighausen das Fußballjahr 2017 beenden. Zum Gegner aus Falkenhagen kann Felix Tcheon „nicht so viel sagen." Außer: „Sie kämpfen immer bis zum Ende und da müssen wir gegen halten." Die personellen Vorzeichen könnten allerdings besser sein. Neben Tcheon selbst fehlen Jannik Rother, Mirko Röhl und Marco Barkowski. Auch Keeper Jean-Marc Krumme wird nicht spielen können. So bekommen andere Akteure noch einmal die Chance, sich zu beweisen. So oder so wird der TuS das Jahr aber auf Rang sieben beenden, nach oben und nach unten ist der Abstand zu groß bzw. groß genug.

Gefühlt schon in der Winterpause war der SV HW Falkenhagen. „Das letzte Spiel ist bei uns ziemlich genau einen Monat her", meint Kicker Denis Micheller, „das macht so ein Spiel natürlich nicht leichter." Doch klein beigegeben wird nicht: „Trotzdem werden wir auch in diesem Spiel versuchen, etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen." Micheller sieht auch „gute Möglichkeiten, von dort etwas mitzunehmen", denn: „Die Ergebnisse des TuS waren in der Vergangenheit sehr schwankend." „Das wird allerdings sehr schwer im Sandkasten, da der TuS zu Hause sehr spielstark ist", weiß der Abwehrmann, „das haben wir dort leider schon oft erfahren müssen, doch auch diese „Serie" sollte mal gebrochen werden." Ein Blick in die Vergangenheit verrät, dass der SV von bislang elf Partien gegen den TuS nur zwei überhaupt gewinnen konnte, beide zu Hause.

So ging auch das Hinspiel relativ deutlich mit 5:0 an Eichholz-Remmighausen. Um 14:30 Uhr beginnt das Rückspiel, Michael Joyce wird es leiten.



SG Brakelsiek/Wöbbel vs. SuS Pivitsheide II Spiel fällt aus


(ab). Die SG hat alles in ihrer Macht Mögliche getan, um das Spiel stattfinden zu lassen. „Der Platz wurde gewalzt, Löcher zugemacht. Wir wollen spielen, wenn es geht", so SG-Coach Falk Weskamp. Am Wetter hat man allerdings keine Aktien, da heißt es „abwarten". Falls aber gespielt wird ist das Ziel des Tabellenvierten ganz klar: „Wir wollen drei Punkte holen." „Pivitsheide war zweimal unangenehm zu bespielen", erinnert sich Weskamp an die letzten Partien. In denen hat sich seine Elf „teilweise nicht gut angestellt, das wollen wir besser machen."

Auch angesichts der Auswärtsschwäche gehen die Gäste als Außenseiter in diese Partie. Nur vier Punkte holte der SuS II in dieser Saison auf fremden Plätzen. Keine gute Ausgangslage für das Spiel bei der zu Hause verlustpunktfreien SG. Hinzu kommen Ausfälle, denn auch am Sonntag kann Coach Karsten Kuczer nicht aus dem Vollen schöpfen. „Es wird ein schweres Spiel, wenn man sieht, dass Brakelsiek mit nur 14 Spielen auf Platz vier steht", mein der Coach. Aber: „Wir werden alles geben, um was Zählbares mitzunehmen."

Ein Schiedsrichter ist für diese Partie bislang nicht angesetzt. Anstoß wäre um 14:30 Uhr auf dem Sportplatz in Lothe.



FSV Pivitsheide II vs. Post TSV Detmold III


(ab). Der Abstiegskracher des Spieltags steigt in Pivitsheide und bildet den Abschluss des Jahres 2017. Die zweite Mannschaft des FSV, derzeit Tabellenletzter, empfängt die dritte Mannschaft des Post TSV Detmold, aktuell auf Rang zwölf gelistet, sechs Punkte vor dem FSV. „Wir spielen zu Hause und wollen natürlich punkten, um für die Rückrunde eine bessere Ausgangsposition zu haben", verkündet Andree Köhler die Marschroute für die Partie. Mit welchem Gegner man es zu tun bekommt, kann man nicht einschätzen: „Wir wissen nicht, was für ein Gegner uns erwartet, haben sie doch in den letzten Wochen des Öfteren Unterstützung von oben gehabt." Was aber nichts daran ändert, dass der FSV trotzdem „mit viel Kampf und Leidenschaft" sich mal „für die guten Leistungen der letzten Wochen belohnen" will.

Nach nur einem Sieg aus den letzten sieben Partien stehen auch die Residenzler gewaltig unter Druck. Von einem „sehr wichtigen Spiel, das berühmte Sechs-Punkte-Spiel" spricht Coach Anton Brum. „In so einem Spiel ist es das wichtigste, die drei Punkte zu holen, egal wie", meint Brum, der ein „kampfbetontes Spiel" erwartet, in dem „beide Mannschaften alles geben werden." Aufgrund des deutlichen 5:1-Sieges im Hinspiel warnt der Coach: „Das Ergebnis aus dem Hinspiel hat nichts zu bedeuten. Wer der Meinung ist, dass wir dahinfahren und locker drei Punkte holen, der sollte mit so einer Einstellung lieber zu Hause bleiben." Personell kann Brum auch „am letzten Spieltag nicht aus dem Vollen schöpfen."

Um 15 Uhr ist Anstoß an der Oerlinghauser Straße, Bernhard Engelke leitet die Partie.

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