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Meryem träumt von der Nationalmannschaft

Jugendfußball (hk). Die Bilanz von Meryem Duran (Bild rechts) ist einfach nur beeindruckend. Die D-Jugendspielerin des SuS Lage hat in dieser Saison bereits 35 Tore erzielt, gilt als eine der besten Spielerinnen in ganz Nordrhein-Westfalen und läuft im Dezember für die Deutsche Jugendnationalmannschaft in den Niederlanden auf. Einsätze in der Kreis- und Westfalen-Auswahl hat sie bereits absolviert. Bei Lippe-Kick erklärt sie, wie sie zum Fußball gekommen ist und verrät ihre Stärken.

Von Henning Klefisch

Schon früh, im Kindergartenalter, kommt Meryem mit dem Fußball in Kontakt. Ihre Brüder und Freunde haben sie an den Sport herangeführt und schnell entwickelt sie eine Passion für das runde Leder. Eine wichtige Unterstützung ist auch ihr Trainer Tuncay Yilmaz, der sie drei Jahre trainierte und genauso motiviert hat wie ihre Familie. Ihr Erfolgsrezept ist simpel: „Ich versuche das, was mir beigebracht wird, in jedem Spiel umzusetzen, um der Mannschaft dabei zu helfen, Erfolge zu feiern." Ihre Freude an der schönsten Nebensache der Welt ist groß und sie liebt es, Tore zu erzielen. Dazu hat der Fußball auch eine wichtige Aufgabe für ihre Entwicklung, übernimmt sie doch als Spielführerin der Mannschaft enorme Verantwortung, was ihre Motivation steigert. Auch in den Auswahlteams wird sie gefordert und gefördert, setzt dort ihre Stärken gewinnbringend ein. Selbst beschreibt sich die Zwölfjährige als „zielstrebig, hilfsbereit und teamfähig." Über die temporär von ihr gezeigte Aggressivität weiß sie berichten, dass diese „nicht immer zum Vorteil ist." Die Marschroute ist klar: Eine Profikarriere und Einsätze in der Deutschen Fußballnationalmannschaft stehen ganz weit oben auf der Agenda. „Ich gebe auf gar keinen Fall auf", zeichnet sie ein gewisser Ehrgeiz aus. Erfreut registriert sie, dass dem Frauenfußball immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, erkennt aber noch reichlich Steigerungspotential diesbezüglich. Der entscheidende Unterschied zum Männerfußball: „Männer, die in Europa in der ersten Liga spielen, verdienen genug, um mehrere Familien zu ernähren", müssen viele Frauen trotz ihrer Fußballtätigkeit noch nebenbei arbeiten, um ausreichend Geld zum Lebensunterhalt zu verdienen. Dass der Frauenfußball noch nicht die Beliebtheit der männlichen Zeitgenossen genießt, sieht man auch auf den Rängen. Oft sind die Stadien, selbst bei Spielen der Frauennationalmannschaft, vor allem aber in der Frauen-Bundesliga, nur spärlich gefüllt. Meryem Duran zeigt sich diesbezüglich optimistisch: „Aber ich bin zuversichtlich, dass der Sport für die Frauen mehr Aufmerksamkeit bekommt."

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