Kreisliga B | Detmold

„Im Südosten kriegen wir keine Kunstrasenplätze"


Kreisliga B Detmold (ab). In der Kreisliga B Detmold ist die unterschiedliche Anzahl an Spielen besonders eklatant. Auf der einen Seite haben Teams wie der TuS Eichholz-Remmighausen und der FSV Pivitsheide II bereits 19 Partien absolviert und gehen somit komplett ohne Nachholspiel in die Rückrunde. Auf der anderen Seite steht die Spvg Hagen-Hardissen bei erst zehn gespielten Spielen, englische Wochen en masse sind vorprogrammiert. Ein Umstand, der nur noch mit ganz viel Wohlwollen geduldet werden kann. Lippe-Kick hat sich bei den Teams umgehört und nach Lösungsvorschlägen und Ideen gefragt, wie so etwas verhindert werden kann.


Von André Bell & Henning Klefisch



Jürgen Bolinger, FSV Pivitsheide, (Spieler)


„Sowas ist natürlich immer blöd. Einmal für die, die schon knappe zehn Spiele mehr haben und natürlich auch für die, die noch zehn Nachholspiele haben. Wettbewerbsverzerrungen möchte ich keinem vorwerfen, da es ja in der Regel die Stadt ist, die die Plätze sperrt, da können die Vereine nichts für. Jedoch bekommt man in manchen Situationen das Gefühl, dass einige Spiele bewusst ausfallen. Wir als FSV haben, wie manch andere Vereine in der Liga, einen schönen Kunstrasenplatz, wo wir bisher alle Spiele und Trainingseinheiten durchführen konnten (bis auf das Hörste-Spiel) da frage ich mich, wie es im Frühjahr aussehen soll, wenn das Wetter genauso bescheiden aussehen wird? Wird die Saison dann für manche Vereine bis Ende Juli laufen? Lösungsvorschläge fallen mir auf Anhieb nicht ein, aber ich würde sagen, dass die Liga wieder auf 16 Mannschaften reduziert werden sollte, das werden immerhin vier Spiele weniger."


Marcus Baumgartner, RSV Hörste (Spieler)


„Die Situation bewerte ich als katastrophal, denn, wenn ich sehe, dass Vereine wie Hagen erst zehn Spiele gemacht haben und Eichholz/Remmighausen fast das doppelte, dann sehe ich da schon eine gewisse Wettbewerbsverzerrung. Denn, wenn dir ein Leistungsträger im Frühjahr mal zwei Wochen ausfällt, dann können das im schlimmsten Fall vier Spiele bedeuten. Das ist ein klarer Nachteil. Ich persönlich finde die Liga zu groß und würde mir entweder eine zweite B-Liga wünschen oder eben mehr Absteiger in die C-Klasse. So wie es momentan läuft, klappt es nicht. Leider gibt es auch zu wenig Kunstrasenplätze. Das beste Beispiel ist die Stadt Lage, die es nach zehn Jahren mal verstanden hat, endlich zu reagieren, wo Detmold schon einige Kunstrasenplätze hat."


Simon Janzen, FC Augustdorf II (Spieler)


„Natürlich ist da ein Nachteil für die Mannschaften, die ihre ganzen Nachholspiele im Frühjahr nachholen müssen. Weil durch die ganzen Wochenspiele mehr Spieler wegen Schichtarbeit oder anderen Verpflichtungen ausfallen. Außerdem ist es eine extrem hohe Belastung, so viele Spiele in so kurzer Zeit zu bestreiten. Hinzu kommt noch, sollte ein wichtiger Spieler ausfallen, fehlt er in viel mehr Spielen. Ich denke, manchmal werden die Spiele zu voreilig abgesagt. Klar ist es für einen Rasenplatz nicht vorteilhaft, wenn bei Unwetter darauf gespielt wird. Aber das Wetter wird im März/ April auch nicht unbedingt besser und wenn man dann da noch die ganzen Nachholspiele austrägt, leidet der Rasen vermutlich noch mehr."


Falk Weskamp, SG Brakelsiek/Wöbbel (Trainer)


„Frag mal eine Mannschaft, die immer auf Rasen spielen muss. Kunstrasen-Teams klagen da häufiger als Mannschaften, die es nicht anders kennen. Das muss auch mal gesagt werden. Die Teams mit Rasen müssen sich schon ein Bein ausreißen bei dem Wetter, um alles möglich zu machen. Das ist eine Menge Aufwand. Beim Kunstrasen stelle ich Eckfahnen auf und los geht‘s. Da ist es leicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Wenn es aber nicht zumutbar wäre, auf Rasen zu spielen, würde ich meiner Mannschaft nicht dem Risiko einer Verletzung aussetzen. Da geht es schon darum, meine Spieler zu schützen."


Sven Grossmann, SG Sabbenhausen/Elbrinxen (Trainer)


„Es wird jedes Jahr über die Spielausfälle diskutiert und darüber, ob das eine Wettbewerbsverzerrung ist, da wurde bislang aber noch keine Lösung gefunden. Fakt ist, in unserer Liga ist es drastisch mit 19 Spielen für Eichholz und zehn für Hagen-Hardissen, das geht natürlich gar nicht. Da sind die Mannschaften, die einen Kunstrasen haben, klar bevorteilt. Aber bei den jeweiligen Teams sind ja auch die Städte mit verantwortlich, dass man da man überlegt, Kunstrasenplätze zu bauen. Wenn ich jetzt überlege, dass Detmold drei Kunstrasenplätze bekommt und wir hier im Südosten bekommen nicht einmal einen, sollte man da vielleicht mal darüber nachdenken. Es ist aber natürlich für alle Mannschaften eine schwierige Situation. Gerade in Bezug auf die, die nur einen Rasenplatz haben ist auch die Vorbereitung auf die Rückrunde dementsprechend, man kann auf dem Rasen nicht trainieren und muss auf ausweichen. Man muss immer fragen, ob man auf einen Kunstrasenplatz drauf darf und das ist nicht gut für die Vorbereitung. Aber jammern hilft nicht, man muss da durch, man weiß, dass die Problematik da ist. Das muss man aber mal angehen. Vielleicht muss man früher in die Winterpause gehen oder so, wie es der Kreis Höxter gemacht, drei Wochen vorher schon alle Spiele absagen. Ich glaube, das wäre eine gute Idee. Ich glaube auch nicht, dass wir am 25. Februar, wenn die Rückrunde wieder anfängt, schon wieder spielen können. Das wird dann sicher noch drei Wochen dauern. Und wenn ich dann überlege, dass die Kunstrasen-Mannschaften schon wieder zu spielen anfangen und die anderen fallen wieder aus. Wie soll das funktionieren? Alle sind berufstätig, viele Schichtarbeiter dabei. Sollen wir dann Gründonnerstag, Ostersamstag und Ostermontag spielen, wo viele dann vielleicht auch mit Familien wegfahren. Das kann nicht funktionieren. Da sollten die Herren mal überlegen, wie man das am besten macht. Ich habe da jetzt auch kein Rezept, wie man das angehen kann."


Andre Swoboda, BSV Müssen (Obmann)


„Die Situation ist wirklich absolut unvorteilhaft. Während Mannschaften wie beispielsweise FSV Pivitsheide sich recht entspannt zurücklegen können, müssen wir oder auch Hagen-Hardissen beinahe zwei, dreimal wöchentlich spielen. Das bringt allein die Umstrukturierung der Liga auf aktuell 18 Mannschaften mit sich. Leider verfügen eben nicht alle Vereine über das ganzjährig bespielbare grüne Hartplastik. Unser Rasenplatz ist seit Anfang Oktober schon geschlossen und erlaubt uns somit auch keine regelmäßige Trainingsmöglichkeit. Da sind wir natürlich extrem im Wettbewerbsnachteil. Allerdings gibt es da noch deutlich mehr Mannschaften in unserer Liga. Ich denke, man sollte im Amateurbereich einfach mal grundlegend umdenken. Warum werden zwischen Anfang Juni und Ende August fast drei Monate die Rasenplätze bei bestem Wetter im Sommer durch eine Sommerpause ungenutzt, währenddessen wir Ende November versuchen, noch Spiele stattfinden zu lassen, die zumeist dann ausfallen und einen Vollgepackten Rückrundenkalender nach sich ziehen? Im Amateurbereich könnte es doch auch eine Idee sein, eine Saison von Mitte März bis Ende Oktober spielen zu lassen. Nur werden wir zwischen Mitte März und Ende Mai 21 Spiele absolvieren müssen, was mehr als zwei Stück pro Woche sind. Zum Problem wird das vor allem dann, wenn durch Spätschicht, Studium und Verletzungen aufgrund der hohen Intensität für den Amateurbereich dann zahlreiche Spieler ausfallen. Auch das regelmäßige Training geht natürlich komplett verloren. Ich denke, da ist schon von einer Wettbewerbsverzerrung zu sprechen, wenn einige Mannschaften in aller Seelenruhe ihre Saison durchspielen können, währenddessen andere sich durch unfassbar viele noch auszutragende Spiele kämpfen müssen. Außerdem wird der mentale Druck auf die Mannschaften erhöht, die weniger Spiele haben und eventuell um den Auf- oder Abstieg kämpfen, weil andere ihre Spiele vielleicht schon gewonnen haben. Dem Kreis mache ich dabei absolut keinen Vorwurf, der Schrei bezüglich Absetzungen von Spielen in Form von Generalabsagen war von den Vereinen mit Kunstrasen zuletzt riesig. Diese können sich nun recht entspannt zurücklehnen. Das Thema gehört für meine Begriffe viel höher aufgehängt, wie eingangs erwähnt, an die Gestalter der Rahmenterminpläne."


Kai Tcheon, TuS Eichholz/Remmighausen (Vorstand)


„Klar liegt da eine Wettbewerbsverzerrung vor. Aber da wir nicht ganz oben und nicht ganz unten stehen, habe ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht. Ich schlage einen Arbeitskreis vor, der für dieses Problem Lösungsvorschläge erarbeitet."


Björn Brinkmann, SF Oesterholz-Kohlstädt (Obmann)


„Es ist schon sehr bedauerlich was die verschiedene Spielanzahl bei uns in der Kreisliga B betrifft. Von erst zehn bis schon 19 Spielen ist alles dabei und das darf natürlich nicht sein. Das Wort „Wettbewerbsverzerrung" macht die Runde. Auf der einen Seite spult die Kunstrasenmannschaft ihr Spielkontingent runter mit vielleicht zwei bis vier Nachholspielen, während die Rasenmannschaften hinterherhinken und ab Februar die Doppelbelastung haben. Wenn die Rasenmannschaft nach Generalabsage schreit, wundert sich die Kunstrasenmannschaft, warum ihnen das Spielen untersagt wird. Und dass man sein Heimspiel mit allen Zuschauern und Vorteilen, was ein richtiges Heimspiel nun einmal mit sich bringt, auf seinem Platz bestreiten möchte, halte ich für legitim und verständlich. Aber die Schuld nur auf den Staffelleiter zu schieben ist zu einfach. Nein, man sollte alle ins Boot holen um bessere Strukturen zu schaffen und zwar die Vereine, die Städte und die Verantwortlichen.

Man kann zum Beispiel was am Terminplan verändern. Früher anfangen, mehr Spiele von August bis Oktober, schon Anfang Februar beginnen usw.

Oder das Heimrecht tauschen, falls es möglich ist, um wenigstens zu spielen, aber seinen Heimplatz behält.

Muss ein Rasenplatz in Lage schon Donnerstag oder Freitag für das Wochenende gesperrt werden oder kann man den Vereinen eine Sperrung auch erst Sonntagmorgen zumuten? Wie oft ändert sich das Wetter und man hätte doch spielen können.

Wenn wirklich nur 50% des Spieltages gespielt werden kann, dann über Generalabsagen nachdenken

Wie kann ich als Verein oder Stadt schneller und effizienter Kunstrasenplätze erschaffen damit dieses Problem gelöst wird und alle profitieren?

Ich finde immer, die Mannschaften, die spielen möchten, finden auch eine Möglichkeit. Aber ich finde auch, dass jede Mannschaft das Recht dazu hat seinen Heimplatz zu nutzen. Kunstrasen kann nur die Zukunft sein und das wird vieles vereinfachen. Das Wetter und die Rasenplätze werden nicht besser und da werden wir uns drauf einstellen müssen. Aber es geht nur zusammen an einem Tisch."


Sören Müller, SG Hiddesen/Heidenoldendorf II (Trainer)


„Auf der einen Seite können die Mannschaften und die, die die Planung machen, nichts dafür, wenn das Wetter so ist und die Plätze gesperrt werden. Allerdings ist das schon totaler Käse, wenn einige Mannschaften 15 Partien haben oder 16 und manche erst 10. Das ist für mich nicht direkt wettbewerbsverzerrend, aber für die Mannschaften, die unter der Woche spielen ist das schon nervig. Wir sind keine Profis, gehen alle arbeiten und haben andere Sachen zu tun als unter der Woche jedes Mal ein Nachholspiel zu haben. Wenn man dann noch im Pokal dabei ist hat man im Prinzip jede Woche ein Nachholspiel. Ich finde, man sollte die Sommerpause um ein, zwei Wochen verkürzen und da schonmal die Pokalspiele ansetzen. Dann hat man schonmal mehr Platz für Nachholspiele. Die wären dann zwar auch unter der Woche, aber so könnte man schonmal ein wenig vorgreifen. Ich gehe davon aus, dass die Plätze zum Start der Rückrunde eh noch alle gesperrt sind. Die Sommerpause also einfach ein, zwei Wochen verkürzen. Wenn man nämlich mal ehrlich ist, dann zieht sich die Vorbereitung nach vier oder fünf Wochen auch immer ewig hin, dann hat man auch irgendwann einfach wieder Bock zu spielen. Dann sind es statt sechs oder sieben Nachholspielen dann nur noch drei oder vier. Wenn man mal nach Lemgo schaut, die Pokalspiele sind da schon fast durch und wir fangen gerade an. Normalerweise kriegt man im Sommer eine genauso schlagkräftige Mannschaft zusammen, auch, wenn Urlaubszeit ist. Da fehlen dann halt ein oder zwei Spieler, das ist aber eh immer der Fall. Und vielleicht sollte man die Spiele dann auch einfach auf Kunstrasen verlegen. Wenn da schon zwei Mannschaften spielen um 13 und um 15 Uhr, dann ist da halt noch ein Spiel um 11 Uhr. Dann hat man zwar den Heimvorteil nicht mehr, was vielleicht ein Argument sein könnte, aber dann hätte man zumindest die ganzen Nachholspiele nicht mehr. Wir versuchen schon immer zu tauschen. In den Wintermonaten sollte auch viel auf Kunstrasen gespielt werden und im Sommer dann auf Rasen. Dann hat man vielleicht mal drei oder vier Auswärtsspiele nacheinander, aber das gleiche sich dann ja wieder aus."


Nuri Kurt, Hakedahler SV (Spieler)


„Das Problem haben wir jedes Jahr und dann wird in der Rückrunde immer eine englische Woche gespielt. Das ist natürlich für viele Mannschaften enorm schwierig. Meine Meinung ist, dass die Verantwortlichen sich schleunigst Gedanken machen sollten, wie man den Amateurfußball attraktiver machen kann, denn das Interesse der Jungs ist schon stark zurückgegangen und wenn so Doppelbelastungen, Verletzungen usw. neben dem Job, Schule, Studium dazu kommen, dann ist es verständlich, wenn die jungen Leute lieber auf Fußball verzichten. Man könnte zum Beispiel lokal für alle Rasenplätze das so regeln, einen Ausweichplatz auf Kunstrasen zu stellen. Wir haben das dieses Jahr sehr harmonisch mit Heidenoldendorf geregelt, als abzusehen war, dass unser Platz gesperrt bleibt, haben wir rechtzeitig bei Heidenoldendorf angefragt und es hat immer super funktioniert. Vorausgesetzt die Heimmannschaft spielt nicht selbst auf dem Platz. In unserem Fall haben wir es noch schwerer, weil durch die Zusatzbelastung von CSL auf unserem Platz, der Platz natürlich schnell in einem schlechten Zustand ist und auch schneller als die letzten Jahre gesperrt wird."


Roy Wangert, SG Istrup-Brüntrup (Trainer)


„Sicher ist es irgendwie eine Wettbewerbsverzerrung, wenn über fünf Spiele Unterschied sind. Und die Tabelle ist auch nicht auf dem richtigen Stand. Es wird sich noch einiges verschieben. Viel kann man dagegen nicht machen. Sicher, es wird gerade was die Stadt Lage angeht was dagegen gemacht, mit dem Bau von drei Kunstrasenplätzen. Aber hier im Südosten wird sich leider erstmal nichts ändern. Planung ist ja bis jetzt nur unser Kunstrasenplatz. Die Liga wird sich ja auch nächste Saison um vier Spieltage verkürzen. Man muss es nehmen wie es kommt."


Anton Brum, Post TSV Detmold III (Trainer)


„Ich finde es ziemlich unglücklich, dass die Anzahl an Spielen so unterschiedlich ist und das verzerrt natürlich das Bild der Tabelle. Meiner Meinung nach findet eine Wettbewerbsverzerrung leider statt, da Vereine in den Wochenspieltagen teilweise keine schlagkräftige Truppe zur Verfügung haben. Das ist uns leider auch schon an einem Wochenspiel passiert. Aus unterschiedlichen Gründen mussten wir in einem Auswärtsspiel mit zehn Mann beginnen und konnten erst zur Halbzeit aufstocken.

Solange es noch Naturrasenplätze gibt, wird es nach wie vor zahlreiche Spielausfälle geben. Langfristig betrachtet müssen nach und nach weitere Kunstrasenplätze installiert werden. Bis dahin müssen sich die Vereine selber helfen, Heimrechttausch oder ausweichen, was natürlich nicht immer machbar ist und auch keine Dauerlösung sein kann."


Karsten Kuczer, SuS Pivitsheide II (Trainer)


„Ich finde die Gesamtsituation extrem ungünstig. Ich finde schon, dass hier eine Wettbewerbsverzerrung stattfindet. Aber dieses ist auch der eingleisigen Kreisliga B geschuldet. Die Kadergröße wird kleiner und man muss mit Verletzungen und Arbeiten rechnen bei den englischen Wochen. Wenn man sich Hagen-Hardissen anschaut, mit nur zehn Spielen, möchte ich nicht mit Michel tauschen. Wir müssen mal ehrlich sein, in der Kreisliga C-Detmold ist die Winterpause schon seit Wochen angefangen. Mal ein Spiel, dann eine Pause und wieder einmal ein Spiel. In der Kreisliga B mit 18 Mannschaft und in der Kreisliga C 12 -13 Mannschaften. Da kann jeden den Fehler finden. In diesen Bereich ist Lemgo mit der alten Variante besser gefahren. Ich habe es schon öfters gesagt, ich würde wieder zwei Kreisliga B Gruppen machen. Die Kreisliga C auch wieder in zwei Gruppen aufstellen. Es ist auch noch immer ein Hobby, was auch Spaß machen sollte!"


Michel Wißmann, SpVg Hagen/Hardissen (Trainer)


„Zu der Sache mit den erst zehn ausgetragenen Partien gibt es nicht viel zu sagen! In meinen fünf Jahren bei der Spielvereinigung hatten wir nach jeder Hinrunde die mit Abstand wenigsten Partien bestritten! Das stimmt uns alle sehr nachdenklich, dass dieses Jahr erst so wenig Spiele bestritten wurden, aber die Wetterbedingungen waren häufig katastrophal und die Stadt Lage ist auch dafür bekannt, dass sie die Sportplätze schnell sperrt!

Mehr möchte ich zu dieser Sache nicht sagen! Außer: Ich verstehe nicht mit welcher Berechtigung ein Kolumnist der Lippischen Landeszeitung solche Äußerungen tätigt! Ich finde diese Äußerungen waren deutlich unter der Gürtellinie."


Douglas Vukadinovic, FC Fortuna Schlangen II (Trainer)


„Das ist ein schwieriges Thema, wo es sicherlich Gesprächsbedarf seitens der Staffelleitung gibt. Alle Mannschaften, die einen Kunstrasenplatz haben, sind da sicherlich im Vorteil. Die Mannschaften die nur einen Rasenplatz zur Verfügung haben werden sicherlich durch eine strapaziöse Rückrunde mit mehreren Wochenspieltagen im Nachteil sein. Das ist natürlich schon eine gewaltige Wettbewerbsverzerrung. Da sind jetzt mal die Herren der Entscheidung gefragt und es gibt garantiert auch Möglichkeiten das etwas aufzufangen, zum Beispiel könnte die Serie mindestens zwei, drei Wochen eher anfangen. Die Mannschaften, die als Ausweichplatz noch einen Hartplatz haben müssen dann auch konsequent ausweichen. Dass die Liga mit 18 Mannschaften zu groß ist, haben die Herren ja jetzt verstanden, aber dass es eventuell zu mehr als vier Absteigern kommen kann, ist auch so ein Unding, wo man garantiert auch eine andere Lösung vor Jahren schon hätte anpacken müssen."


Patrick Hoffmann, SG Klüt/Wahmbeck (Spieler)


„Für mich persönlich existiert im Moment gar keine Tabelle in unserer Kreisliga B - denn einen Blick darauf zu werfen lohnt sich doch gar nicht. Sie hat schlicht keine Aussagekraft. Man muss sich mal überlegen, da steht eine Mannschaft nach möglichen 19 Spielen mit lediglich zehn gespielten Spielen. das ist ganz klare Wettbewerbsverzerrung in meinen Augen, da diese Mannschaften nun deutlich mehr sogenannte englische Wochen vor der Brust haben, die sich gerade im Amateurbereich unter der Woche als schwierig gestalten. Wer daran schuld ist? Sicherlich beide Parteien! Vielleicht sollte der Kreis überlegen, wieder die zweigleisige B-Liga einzuführen, mit deutlich weniger Mannschaften in den Gruppen, außerdem ist es den Vereinen sicherlich das ein oder andere Mal möglich gewesen, sich einen Ausweichplatz zu organisieren. Das zum Beispiel Hagen-Hardissen seit zwei Monaten nicht ein Spiel bestritten hat, hat sicherlich auch andere Hintergründe, ohne dass ich jetzt dem Verein etwas Spezielles vorwerfen will. Im Großen und Ganzen zeigt der Blick auf die Tabelle, dass es so nicht weitergehen kann. Wie die Lösung aussieht? Das sollte der Kreis entscheiden!"


SV HW Falkenhagen, Denis Micheller (Spieler)


„Die Mannschaften, die auf Kunstrasenplätze zurückgreifen können, werden im Frühjahr sicherlich einen Vorteil haben, da sie nicht jede Woche Donnerstag und Sonntag antreten müssen. Gerade Mannschaften, die bisher nur 10, 11, 12 oder 13 Spiele absolviert haben, werden nächstes Jahr viele Wochenspiele auf sich nehmen müssen. So was ist dann die Konsequenz, wenn man eine Liga unbedingt auf 18 Mannschaften aufblähen muss und das Wetter bereits Anfang November nicht mitspielt. Aber soweit denkt natürlich wieder keiner. Die höhere Belastung für uns Hobbykicker ist aufgrund der vielen Nachholspiele weitaus größer und die Verletzungsanfälligkeit steigt. Bei Mannschaften mit kleinen Kadern, wo ich uns definitiv zuzähle, kann das ganz schnell nach hinten losgehen.

Das Problem ist außerdem, dass es im lippischen Südosten keinen einzigen Kunstrasenplatz gibt, auf den man unter Umständen ausweichen könnte. Da sieht es im Stadtgebiet von Detmold definitiv besser aus."

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