Kreisliga A | Detmold

„Rückserie ist ein Neustart"

Kreisliga A Detmold (hk). Seit 2010 gibt es den SC Augustdorf. Diese Saison ist die bislang schwerste der siebenjährigen Vereinsgeschichte. In der A Detmold rangieren die Augustdorfer auf dem vorletzten Tabellenplatz. Die Personalsituation ist bedenklich. Keeper Sefik Kartal wechselt in der Winterpause zum B-Ligisten FC Augustdorf II. „Er möchte bei seinen Freunden und seinem Ex-Verein spielen", verrät Vorstand Recep Kirikci. Weitere Abgänge könnten sich noch dazugesellen. Nun sucht der Verein neue Spieler.

Von Henning Klefisch

Mit Fousseyni Traore (Asylbewerber), Arbnor Kameroli und Leutrim Dragusha (beide vereinslos) sind es immerhin drei Neuzugänge, die die Qualität des Teams in der Hinrunde auch signifikant gesteigert haben. Speziell die Integration von Traore beeindruckt den Vorstand sehr, absolviert er aktuell ein Probetraining, beginnt danach mit einer Ausbildung und spricht immer besser Deutsch. Kirikci (Bild rechts) gibt zu: „Fousseyni konnte am Anfang überhaupt nicht kicken", hat er sich durch viel Ehrgeiz und Training eine geschickte Zweikampfführung angeeignet. Weiterhin gibt es jedoch noch Steigerungspotential im taktischen und technischen Bereich. Der auch als Jugendtrainer und Spieler beim SCA aktive Kirikci zählt einige Punkte auf, die einen Wechsel zum Detmolder A-Ligisten schmackhaft machen: „Wir haben einen fußballverrückten Trainer, dem es am Herzen liegt, jeden Spieler besser zu machen! Hazir Hasani ist sich nicht zu schade, für einzelne Spieler Individualtraining anzubieten", ist dies für junge und unfertige Spieler hervorragend. Aufgrund unseres dünnen Kaders bekommen die Spieler viele Einsatzzeiten und können sich in der höchsten Kreisliga gut entwickeln", spricht er auch direkt Kicker, die in ihren Vereinen nur wenig Spielzeit erhalten, keine Perspektive mehr sehen, aber auch vereinslose Fußballer, unabhängig von ihrer Qualität, an. „Sie können bei uns durchstarten", betont er gegenüber Lippe-Kick. Recep Kirikci hofft auf „junge und ältere Spieler" und „Flüchtlinge", die das Team bereichern können, denn ein Nichtantritt, wie beim kampflosen 0:2 gegen die Eintracht aus Jerxen/Orbke in der Hinrunde, soll sich nicht wiederholen.


Unverständnis über Karakilcik-Sperre


Mit Mehmet Karakilcik können die potentiellen Neuzugänge zunächst nicht zusammenspielen.

Nach seiner Unsportlichkeit bei der 2:4-Niederlage gegen Berlebeck/Heiligenkirchen, als er dem Referee Mario Hoffmann die Karte aus der Hand geschlagen hat, muss er rund sechs Monate aussetzen. Innerhalb von nur fünf Sekunden bekommt er die beiden Gelben Karten wegen Meckerns. Kirikci schildert ehrlich: „Der Spieler sagt, dass er gar nicht nach dem Schiri geschlagen habe! Er wollte ihm die Karte aus der Hand reißen! Der Schiri sah dies anders", muss aber auch das Vorstands- und Gründungsmitglied zugeben, dass dies „so oder so eine unnötige Aktion" gewesen ist. Die Strafe ist nach seiner Einschätzung dennoch „übertrieben", bezeichnet er dies als „eine Kurzschlussreaktion", unterstreicht aber auch: „Ich verstehe und finde es vollkommen richtig, dass Schiedsrichter besonders geschützt werden müssen!" Der Blick ist nun nach vorne gerichtet. Mit einer gezielten Rückrundenvorbereitung soll der Klassenerhalt doch noch erreicht werden. Für Kirikci steht fest: „Die Rückserie ist für uns ein Neustart", muss der SCA allerdings einen Sechs Punkte Rückstand aufholen. Dazu haben die Blau-Weißen bereits drei Spiele mehr als der Tabellennachbar SG Kachtenhausen/Helpup bestritten. Trotzdem ist die Zielsetzung klar: „Wir wollen wieder eine neue Mannschaft formen. Priorität besitzt, die Mannschaft nicht zurückzuziehen", soll doch bitteschön der Spaß zurückkommen. Ergo: Es gibt also durchaus genügend Ansätze, um auf A-Liganiveau bei einer sympathischen Mannschaft fußballerisch aktiv zu werden.

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