Kreisliga B | Detmold

Die besten Torjäger der Liga im Portrait


Kreisliga B Detmold (ab). Fünf verschiedene Clubs stellen die Top 5 der Torjäger-Wertung. Tabellenführer FSV Pivitsheide hat einen Spieler am Start, genau wie der erste Verfolger vom RSV Hörste. Auch die SG Brakelsiek/Wöbbel und der BSV Müssen haben einen Goalgetter in ihren Reihen. Für den fünften muss man in der Tabelle etwas weiter nach unten gucken, die SG Istrup/Brüntrup hat, wie in der letzten Saison, wieder einen Cucchiara ganz vorne dabei. Überhaupt war nur ein Spieler auch letztes Jahr bereits unter den Top 5 der Liga zu finden.


Von André Bell



Pascal Hannibal, SG Brakelsiek/Wöbbel, 25 Tore


Einsam an der Spitze thront Pascal Hannibal von der Viertplatzierten SG Brakelsiek/Wöbbel. Satte 25 Treffer hat er bereits erzielt und das in nur 14 Spielen. Sein Trainer Falk Weskamp sagt über Hannibal: „Pascal ist ein sehr guter Kicker, technisch stark, überhaupt nicht anfällig für Verletzungen und ziemlich abgezockt. Seine Stärken sind sicherlich das 1:1, das Erahnen von möglichen Spielsituationen und der Torabschluss. Zudem verfügt er über eine hervorragende Schusstechnik. Er ist mutig, auch auf die Gefahr hin, dass mal was in die Hose geht.

Pascal ist ein wichtiger Teil unseres Mannschaftsgefüges, auch außerhalb des Platzes. Er kümmert sich um organisatorische Dinge im Umfeld und ist natürlich auch bei Feierlichkeiten rund ums Team der Kapitän, der Vollgas gibt.

Sein wichtigstes Tor war sicherlich der Siegtreffer zum 4:3 in der 94. Minute gegen Post TSV Detmold III.

Aber er weiß auch einzuschätzen, dass seine Mitspieler einen enormen Aufwand betreiben um ihn in diese Situationen zu bringen und ihm die Bälle besorgen.



Sascha Zunke, RSV Hörste, 19 Tore


Sascha Zunke ist zum wiederholten Male dabei, war auch letzte Saison zur Winterpause bereits Zweiter in der Torjägerliste mit 14 Toren. Dieses Jahr hat er noch einmal einen draufgesetzt, hat schon 19-mal getroffen, das aber auch in erst 15 Partien. Sein Mitspieler Kevin Leps ist froh, einen Stürmer wie Sascha Zunke an seiner Seite zu haben: „Er ist einer unseren schnellsten Spieler, hat einen enormen Antritt und ist dazu noch sehr ballsicher. Für uns vorne ist er sehr wichtig allein durch seine Tore und er ist ein absoluter Teamplayer. Er arbeitet viel, bringt sich viel in organisatorische Dinge ein und wir sind sehr froh, dass er bei uns ist. Einziges Manko ist, dass er öfter mal beim Training fehlt, aber sonst gibt es nichts Negatives zu sagen. Sein wichtigstes Tor, ich denke, das war in der Schlammschlacht gegen Istrup, als wir aus zwei Rückständen noch einen Sieg mit nach Hause nehmen konnten."



Sören Rottschäfer, BSV Müssen, 17 Tore


Der Youngster des BSV Müssen gehört zu den Shootingstars der Liga, hat sich mit 17 Toren perfekt eingefügt, dabei aber mit 13 Partien sogar noch weniger Spiele absolviert als die vor ihm liegenden Hannibal und Zunke. Pascal Swoboda (Bild links) ist hellauf begeistert: „Sören ist ein ausgezeichneter Stürmer, mit seinen grade mal 18 Jahren bringt er schon unglaublich viel Erfahrung mit. Er weiß immer, wo er zu stehen hat und ist vor dem Tor mit einem sehr harten Schuss eiskalt. Wenn man überlegt in welchen Ligen und Vereinen er gespielt hat (in der Jugend u.a. beim TBV Lemgo und beim SV Rödinghausen; Anm. d. Red.), ist er echt eine Bereicherung für uns. Seine Stärken liegen definitiv im Zweikampf sowie im Abschluss. Seine Schwächen eher in der Hitzköpfigkeit, das hält sich aber alles soweit in Grenzen. Als eines der wichtigsten und schönsten Tore könnte ich direkt zwei aufzählen. Beide Tore fielen im Spiel gegen Istrup. Das erste Tor nahm er per Direktabnahme aus der Luft und schoss ihn unhaltbar ins Tor. Das zweite war der entscheidende Treffer zum 2:1, den er in der 80. Minute entscheidend und wunderschön aus knapp 23 Metern aus halblinker Position unglaublich in den Knick versenkte."



Fabio Cucchiara, SG Istrup/Brüntrup, 14 Tore


Letzte Saison war Luca Cucchiara unter den Top 5 der Liga zu finden, nun ist Fabio Cucchiara mit 14 Treffern dabei. In 14 Spielen hat er diese Tore erzielt. Trainer Roy Wangert ist voll des Lobes für seinen Torjäger: „Fabio verfügt über ein Gesamtpaket, was nicht jeder Spieler in seinem Alter vorweisen kann. Mit seinen gerade mal 20 Jahren ist er schon sehr weit. Er ist ein technisch versierter Spieler, der Ball klebt regelrecht an seinem Fuß. So kann er auch mit seinem Tempo am Ball für jede Abwehr schwer zu stoppen sein. Außerdem ist er mit seinem Körper kein kleiner und zierlicher Spieler. Das sieht man auch daran, wie er in die Zweikämpfe geht. Er setzt seinen Körper hervorragend ein. Durch seine Position ist er unser erster Verteidiger und durch seine Laufarbeit erobert er viele Bälle schon in der gegnerischen Hälfte. Wenn mich aber etwas an seinem Spiel zur Weißglut bringt, dann seine Chancenverwertung. Für ein Tor braucht er noch zu viele Chancen, da muss er noch abgeklärter werden. Ansonsten ist Fabio ein wichtiger Bestandteil unseres Teams.

Ein tolles Tor war das 3:3 beim Tabellenführer. Fabio hatte sich in der zweiten Hälfte verletzt hat, ich musste ihn rausnehmen, da die Schmerzen sehr doll waren. Dann machte Pivitsheide das 3:2 und Hendrik Tönsmeier ist des Platzes verwiesen worden. Es waren nur noch fünf Minuten zu spielen, Fabio kam zu mir und sagte: „Trainer, wechsel mich ein, ich mach noch eine Bude, es geht wieder." Dann letzte Minute, Freistoß für uns von der Mittellinie. Wir werfen alles nach vorne und schlagen den Ball in den Sechzehner. Am zweiten Pfosten nimmt Fabio den Ball volley und der Ball zappelt im Netz. Die Situation unterstreicht nochmal, was Fabio für ein geiler Spieler ist und wie er sich für die Mannschaft reinhängt."



Dennis Kran, FSV Pivitsheide, 13 Tore


Dennis Kran wechselte vor der Saison aus Kachtenhausen zum FSV Pivitsheide und überzeugt dort auf Anhieb mit 13 Treffern. Jürgen Bolinger charakterisiert den besten Torschützen des Tabellenführers: „Dennis ist ein sehr wichtiger Teil unserer Mannschaft, er ist mit sich selbst oft unzufrieden und am hadern, wenn mal was nicht klappt, was gleichzeitig gut ist, aber auch manchmal abstellbar sein sollte. Der Ehrgeiz ist jedenfalls da, das sieht man ihm im Training und in den Spielen immer an. Eines der wichtigsten Tore war sein erstes Saisontor gegen Heidenoldendorf gleich im ersten Spiel, wo er das Spiel in der Nachspielzeit zum 2:1 entscheidet. Geiles Gefühl für die ganze Mannschaft und natürlich auch für ihn selbst, es ist immer ein schönes Gefühl, ein Spiel entscheiden zu können. Technisch würde ich ihn jetzt nicht als Maschine bezeichnen, aber seine Schnelligkeit und sein Durchsetzungsvermögen sind seine absoluten Stärken, da kommt kaum einer an ihn ran. Im Abschluss ist er natürlich auch megastark."

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