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Ben/Ho II als haushoher Favorit

Kalletalmeisterschaften 2018 (hk). Ab 16.15 Uhr rollt in der großen Turnhalle in Hohenhausen die Kugel. Die Reserveteams streiten sich um die Krone bei den Kalletalmeisterschaften. Sieben Teams aus dem romantischten Landstrich in Lippe sind mit von der Partie. Die SG Bentorf/Hohenhausen stellt zwei Teams, spielen doch die Zweit- und Drittvertretung mit. Die Zwote sollte als Favorit in dieses prestigeträchtige Turnier gehen. Lippe-Kick hat die Einschätzungen von den Teams für euch im Angebot.

Von Henning Klefisch

Wenn
man als Fußballer einer Reservemannschaft „Kalletalmeister" in seiner Vita stehen hat, ist das etwas Vorzeigbares. Das dürfte feststehen. Auch Unteres Kalletal II-Kicker Steffen Weiß sieht dies so, bezeichnet diesen Wettbewerb als ein „schönes Highlight", bevor es ernst wird und die Mannschaften die Rückrundenvorbereitung mit viel Schweiß angehen. Derbysiege zählen besonders auf mentaler Ebene doppelt. Die Kalletalmeisterschaften haben den großen Vorteil, dass es ausschließlich zu Derbys kommt. Man spielt gegen Freunde, Bekannte und vielleicht sogar Verwandte. Kurzum: Ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Bei einigen Spielern der UK-Reserve ist der Hallenfußballer aber ungefähr so beliebt wie eine ausführliche Darmspiegelung. Durch mögliche Verletzungen werden sie abgeschreckt. Weiß gibt daher unumwunden zu: Da ist es immer etwas schwer, die Mannschaft danach aufzustellen! Aber wir haben, denke ich, noch genug „Möglichkeiten", was auf die Platte zu bringen", wird das Personalroulette an diesem Tag mal wieder munter gedreht werden. Weiß hat auch drei Wochen nach dem Weihnachtsfest noch einen Wunsch Richtung Fußballgott parat: „Natürlich wollen wir gerne den Pokal mit ins Vereinsheim nehmen! Aber es wird sicherlich ein hartes Stück Arbeit", kommt auch hier der Faktor Schweiß ins Spiel. Immerhin zählt auch er die Ben/Ho-Reserve zum hohen Favoriten, ist sie doch eine B-Ligatruppe bei einem C-Ligaturnier. Auch der erste Gruppengegner, die Kalldorfer-Zweitvertretung, hat nach seinem Dafürhalten durchaus ihre Qualitäten, will er jetzt aber nicht voller Depression Trübsal blasen, denn auch er weiß: „Natürlich ist wieder alles möglich in der Halle, aber wir müssen erstmal unsere Spiele gewinnen! Und dann sehen wir, was dabei herauskommt", klingt dies doch sehr vernünftig. Der Stratege betet kurz das Kruzifix, atmet tief durch, um dann hoffnungsvoll in seine Umwelt zu stöhnen: „Hauptsache, wir kommen alle heile aus der Halle raus und können ohne "weitere" Verletzte in die Vorbereitung starten", soll das Lazarett nicht noch weiter anwachsen. Die Kalldorfer müssen auf Marcel Flörkemeier verzichten. Ansonsten kann Coach Jens Rasche in Bestbesetzung antreten. Er will sich nicht unnötig verrückt machen lassen, wenn er sagt: „Wir gehen ganz entspannt in das Turnier, wollen natürlich besser als letztes Jahr abschneiden", wo die Schwarz-Gelben den vorletzten Rang im Endklassement eingenommen haben. Auch er glaubt, dass Bentorf/Hohenhausen II gute Perspektiven auf den Titel hat, dennoch gilt laut Rasche: „Aber in der Halle ist alles möglich." Für den großen Favoriten ist es das einzige Hallenturnier, wie Coach Christoph Güse erkannt hat, weiß zudem, dass es ausschließlich Derbys gibt, weshalb für ihn folglich resümierend feststeht: „Es hat natürlich schon einen gewissen Stellenwert." Für die Spielgemeinschaft geht es auch immerhin darum, den Titel zu verteidigen, zugleich will man auch verletzungsfrei durch dieses Turnier gehen. Auf der Prioritätenliste weiter oben steht natürlich die Rückrunde und die baldige Vorbereitung, dennoch ist der sportliche Ehrgeiz bei den Güse-Jungs stets vorhanden: „Wenn wir auf der Platte sind, wollen wir immer gewinnen. Als einziger B-Ligist im Feld sind wir dann auch wieder die Gejagten", gesellt sich der besondere Druck noch hinzu. Daher fordert Christoph Güse von seiner Mannschaft, „die Gegner entsprechend ernst zu nehmen. Wenn uns das gelingt, gehe ich davon aus, dass wir ganz vorne dabei sein werden", sieht er in diesem Fall eine lukrative Perspektive. Ehrlichkeit ist für Lüdenhausen II-Coach Jan Rügge eine ganz elementare Tugend, weshalb er Lippe-Kick anvertraut: „Wir haben nicht die besten Hallenspieler im Kader, dennoch ist es eine sympathische Truppe, die wir zusammen haben und darauf soll es ankommen", ist dem nicht zu widersprechen. Der Spaß sollte beim Indoorkick Trumpf sein. Die Grün-Weiß-Schwarzen werden mit keinen allzu großen Erwartungen die kurze Reise antreten. Die Rüggesche Vorgabe ist leicht ersichtlich: „Wir freuen uns auf ein paar Highlights des Tages und anschließend auf ein kühles Bier." Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Fußballspielen sind bei der SG Talle/Westorf II eher mittelprächtig. Die letzten acht Saisonspiele sind allesamt ausgefallen. Auch die Trainingsbeteiligung bietet viel Luft nach oben. Immerhin kann er auf einen guten und namhaften Kader bauen. „Wir haben sehr gute Einzelspieler dabei", freut sich Coach Boris Borowski, der seinem Team eine Platzierung im mittleren Bereich des Rankings zutraut. Auch Borowski will ein faires Turnier, „mit viel Spaß", absolvieren. Ähnlich wie sein Vorredner argumentiert Sven Grotegut, der Coach der Spielvereinigung Bavenhausen II: „Vorgenommen haben wir uns jetzt nichts, aber schön wäre es, wenn wir nicht Letzter werden, da wir eigentlich keine schlechte Truppe zusammenhaben und ich hoffe einfach nur, dass sich keiner verletzt", ist diese Hoffnung wohl bei allen Teilnehmern identisch. Grotegut listet die Zweitvertretungen von Ben/Ho und UK auf seine persönliche Favoritenliste auf. Trotz der Tatsache, dass der Großteil der Kaderspieler Trainingsrückstand aufweist, möchte Ben/Ho III gerne „ordentlich mitspielen", wie Co-Trainer Michael Gerber bei Lippe-Kick erklärt. Auch dieser sieht seine eigene Zweitvertretung klar in der Favoritenposition, berichtet mit Blick auf sein Team, dass viele Akteure fehlen, „weil sie nicht Halle spielen." Brian Reissmann agiert in seiner Mannschaft als mitspielender Keeper, was beim Budenzauber einen echten Vorteil zur Folge hat. Zur Taktik verrät Gerber: „Coach Schumacher baut auf eine starke Abwehr mit Rückkehrer Erwin Wiens und Oldie Linnenbecker!"


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