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Kreisliga B2 Lemgo

SV Werl-Aspe II vs. SG Hörstmar-Lieme II
1 : 1

Kein Sieger im Aufsteigerduell – gerechtes 1-1 Unentschieden am Heerser Bruch

(cs). Das Trainergespann Ruge/Schlautkötter muss am Sonntagmorgen noch zweierlei Umstellungen im Kader vornehmen. Für den verletzten Dewitz rückt V. Schneider (Bild links) in die Startformation, für den arbeitsbedingt abwesenden Neufeld rückt Krack in den Kader. Es soll sich, bei sehr wechselhaftem Wetter, ein kurzweiliges Spiel, geprägt von intensiven Zweikämpfen und schnellem Umschaltspiel auf beiden Seiten, auf gutem Kreisliga B Niveau entwickeln. In der Anfangsphase der Partie belauern sich beide Mannschaften und stellen schnell fest, dass die Defensivreihen auf beiden Seiten einen guten Job machen, durch geschicktes Verschieben die Räume eng gemacht werden, so dass die Devise bei den Mannschaften lauten soll, das Mittelfeld schnell zu überbrücken und den Ball auf die Außenbahn zu bekommen. Dennoch hat SG Hörstmar/Lieme-Cheftrainer Heinrich Wölk zwei hundertprozentige Chancen beobachtet, die sein Team in der Anfangsphase vergeben hat. Auf Hörstmarer Seite ist es bevorzugt die rechte Angriffsseite über Granitza, auf Asper Seite geht es ebenfalls häufig über die rechte Angriffsseite mit Bergheim. Die erste sehr gute Einschussmöglichkeit entwickelt sich für Aspe in der 25. Minute. Nach einer lang geschlagenen Ecke von Lange ist es Durmaz, der den Ball circa sechs Meter vor dem Gästetor mit der Brust verarbeiten kann, sein Abschluss findet allerdings nur den Weg an den Querbalken. Glück für Hörstmar. In der 30. Minute, nach schöner Kombination von Lange und Bergheim, bekommt der aufgerückte Haugk den Ball im Sechszehner, seine Volleydirektabnahme fliegt über das Gehäuse von Krüger. Nun kommt Hörstmar auch zu den ersten Top Möglichkeiten. In der 32. Minute bekommt Heimkeeper Peters den Ball von Rausch zurückgespielt und geht in den Zweikampf mit dem lauernden Fenani. Dieser kann Peters den Ball vom Fuß nehmen, vergibt aber aus spitzem Winkel. In der 34. Minute kann ein langer Ball auf Fenani nicht verhindert werden, Hanewacker unterläuft den Ball, Peters zögert mit dem Herauslaufen, so dass Fenani den Ball an Peters vorbeilegen kann, aber das verwaiste Tor nicht trifft. Glück für Aspe. In der 38. Minute wirft Peters den Ball zu Rausch ab, dieser direkt im Zweikampf mit Granitza, welcher diesen für sich entscheiden kann, zieht in den 16er, wo er den Kontakt von Haugk dankend annimmt und den Strafstoß für Hörstmar herausholt. Für Wölk handelt es sich hierbei um "einen klaren Elfmeter." Dieser wird in der 40. Minute durch Fenani, aus Sicht des Schützen unten links, verwandelt. Kurz darauf rutscht Graw der Ball beim Klärungsversuch über den Spann, dieser landet bei Olfert, der geht unbedrängt auf Peters zu, scheitert aber am Heimtorwart, der hier seine Klasse im direkten Duell unter Beweis stellen kann. Somit geht es mit 0:1 in die Halbzeitpause. Marschroute durch das Trainergespann Ruge / Schlautkötter: Möglichst schnell den Ausgleich erzielen! Schlautkötter ersetzt den angeschlagenen Schneider, Gieselmann kommt für den verletzten Ullmann.

Schneller Ausgleich für die Hausherren

Dieses Vorhaben soll auch gelingen. 47. Minute: Schlautkötter gewinnt das Kopfballduell im eigenen 16 er, Gieselmann spielt den Ball auf die linke Seite, von wo aus Vezzon einen langen Ball auf Lange spielt. Dieser wird immer länger, wird vom herauseilenden Krüger unterschätzt, der durchgelaufene Lange braucht nur noch einschieben. Aspe in der Folgezeit deutlich feldüberlegen, Hörstmar nur noch durch lange Bälle auf Fenani und Granitza gefährlich. Hörstmar will nun jede Angriffsbemühung der Hausherren früh unterbinden, was häufig nur durch Foulspiele möglich ist. Daher kann Aspe einige gefährliche Situationen durch Standards hervorrufen. Lange verpasst in der 55. Minute einen langen Ball von Haugk nur knapp am zweiten Pfosten. In der 60. Minute wird ein Eckball von Lange zu kurz abgewehrt, die Direktabnahme von Vezzon wird auf der Linie geklärt. Schlautkötter kann einen weiteren Eckball in der 70. Minute nicht mehr entscheidend drücken, so landet sein Kopfball wenige Zentimeter über dem Querbalken. In der 75. Minute landet eine verunglückte Flanke von Vezzon am Pfosten. In dieser Phase kann Hörstmar sich glücklich schätzen, dass es immer noch 1:1 steht. Nun merkt man, dass die Kräfte der Hausherren ein wenig nachlassen, bedingt durch das laufintensive Spiel auf tiefem Geläuf. Hörstmar kann sich nun wieder ein wenig Luft verschaffen. So soll sich in der Schlussviertelstunde ein Spiel entwickeln, in dem man beiden Mannschaften anmerkt, dieses Spiel noch irgendwie für sich zu entscheiden. So scheitert Bergheim in der 87. Minute mit einem Schuss aus 16 Metern am Gästetorwart Krüger, in der 89. Minute ist es der aufgerückte Hamm, der den letzten Angriff des Spiels nicht im Tor unterbringen kann Sein Schuss, freistehend aus elf Metern, fliegt mehrere Meter neben das von Peters gehütete Gehäuse. SV WA II-Spielertrainer Christoph Schlautkötter fasst zusammen: "Betrachtet man beide Halbzeiten, so ist ein Unentschieden gerecht. Hörstmar hätte mit 1:3 in die Pause gehen können, in der zweiten Hälfte ist Aspe deutlich aktiver und chancenreicher. Sollten beide Mannschaften in den kommenden Spielen Ihre Leistung abrufen können, werden Sie sich weiter oben festsetzen und die Kreisliga B mit Ihrem Spiel bereichern und manchem etablierten Team das Leben verdammt schwer machen", sieht er eine günstige Zukunftsprognose. Heinrich Wölk (Bild rechts) resümiert bei Lippe-Kick: "Werl-Aspe war mit langen Bällen und ihren saustarken Standards immer wieder brandgefährlich." Nach dem Gegentreffer kurz nach dem Wiederanpfiff "hatten wir einige Male Glück, hätten jedoch mit dem Schlusspfiff das 2:1 machen müssen", ist der Siegtreffer nach seiner Einschätzung für beide Teams möglich gewesen. Deshalb fasst er zusammen: "Die Punkteteilung geht voll in Ordnung, können beide mit leben, denke ich!"

Fazit: Dieses Unentschieden ist leistungsgerecht. Beide Neulinge haben unter Beweis gestellt, dass sie fußballerisch eine Bereicherung für diese Liga darstellen. Es müsste wirklich viel Negatives zusammenkommen, wenn diese beiden Teams noch in den Abstiegskampf stürzen, auch wenn die Saison noch lang ist. Das gestrige Aufsteigerduell hat Freude auf mehr gemacht.

Tore:
0:1 Imad Fenani (40. Min.)
1:1 Jan-Hendrik Lange (47. Min.)

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