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Kreisliga B2 Lemgo

SV Wüsten II vs. SV Werl-Aspe II
1 : 1

Wüsten II holt ersten Punkt – überlegenes Werl-Aspe II hadert mit der Chancenverwertung


(cs.) Das Trainergespann Ruge / Schlautkötter muss vor dem Spiel gegen Wüsten erneut einige verletzungsbedingte Änderungen in der Formation vornehmen. Für die verletzten Vezzon, Haugk und Ullmann rückten Jablonski, M. Sturhan und der etatmäßige Kapitän Schlautkötter in die Startelf. Die Marschroute des Gastes ist von Anfang an klar zu erkennen. Einen gepflegten Ball spielen über den Vierer respektive die Sechser das Spiel aufbauen und schnell in das Angriffsdrittel gelangen. Erste Abschlüsse durch Schneider, Lange und Rausch sind aber in der Anfangsviertelstunde noch zu ungefährlich.

Auf der Gegenseite ist der Gastgeber ausschließlich durch Standardsituationen gefährlich. Eine auf den zweiten Pfosten geschlagene Ecke findet den Kopf von Oertel, dessen Kopfball stark pariert vom Gästetorwart Peters und mit Hilfe des Querbalkens nicht im Tor. Die anschließende Ecke verpufft. Nun sind die Gäste wieder am Zug. Ein über die rechte Seite vorgetragener Angriff über Graw und Bergheim, dessen Pass auf den rechten Flügel findet Lange, der führt den Zweikampf gegen Führing und schließt postwendend vom Flügel ab. Sein Schuss findet vom Innenpfosten den Weg ins Tor zum verdienten 0:1 (31. Minute). Die Gäste von nun an komplett spielbestimmend. Sichere Kombinationen im Mittelfeld, Ruhe am Ball in der Defensive und den Gegner völlig im Griff. Aspe will nun noch das zweite Tor vor der Pause. Ein schöner Angriff über die linke Seite mit Jablonski und Rausch, dessen Flanke findet am zweiten Pfosten den völlig freistehenden T. Sturhan (für M. Sturhan in der Partie), der den Ball nicht im Gehäuse unterbringen kann (38. Minute). In den nächsten Minuten weitere Angriffswellen der Gäste. Rausch versucht über links den Ball noch irgendwie ins Zentrum zu bekommen, wo der aufgerückte Schlautkötter lauert, ein Verteidigerbein kommt noch gerade dazwischen. Somit geht es mit 0:1 in die Pause. Die Gäste führen hochverdient gegen überforderte Hausherren, die ausschließlich bei Standards gefährlich werden können.
Aspe will genau da weitermachen, wo sie in der ersten Hälfte aufgehört haben. Wüsten will nun über den Kampf wieder ins Spiel finden. Dies soll den Gastgebern gelingen, da Aspe nicht mehr das Spiel aufzieht, sondern sich dem schwachen Niveau des Gegners anpasst. Anstatt weiterhin das sichere Passspiel aufzuziehen, werden vermehrt unkontrollierte lange Bälle gespielt. Diese Spielweise kommt den robusten Gastgebern entgegen. Werl-Aspe II trotzdem weiterhin mit den Möglichkeiten. Doch der in der zweiten Hälfte gut aufgelegte Krumme kann Schüsse durch Lange, Rausch, Bergheim, Schneider und Gieselmann entschärfen. So kommt es, wie es im Fußball kommt, wenn man seine eigenen Chancen nicht nutzt, schlägt der Gegner zu. In der 76. Minute fasst sich Oertel ein Herz und zieht aus 30 Metern ab. Sein Schuss findet den Weg an den Querbalken. Im anschließenden Eins-gegen-eins reagiert Peters prächtig und verhindert den Ausgleich. In der 80. Minute werden die Gäste für Ihre mangelhafte Chancenauswertung bestraft. Werl-Aspe-Spielertrainer Christoph Schlautkötter (Bild rechts) schildert die Szene, die zum Ausgleich führt: "Ein von der linken Seite geschlagener Eckball fliegt in den Strafraum, die Asper Krack und T. Sturhan werden regelwidrig (vom Schiedsrichter nicht erkannt) bei Seite geschoben, und Oertel nickt zum 1:1 ein (80. Minute)." Die letzten Minuten entwickelt sich ein rassiges Fußballspiel. Aspe will unbedingt die drei Punkte mitnehmen und drückt weiter. Doch Rausch scheitert mit seinem Schuss aus 18 Metern am Heimkeeper Krumme, die darauffolgende Ecke bringt keine Gefahr. Letzte Chance des Spiels: Erneut eine Standardsituation für die Gäste. Freistoß halbrechte Seite, circa 20 Meter vor dem Tor (vorangegangen war ein Foul an Neufeld) : Lange bringt den Ball gefährlich in den Sechszehner, Oertel unterläuft den Ball, Krack steht drei Meter vor dem Tor völlig blank in der Luft…. Und kann den Ball nicht im Gehäuse unterbringen, sondern köpft drüber.

Schlautkötter echauffiert sich nach dem Spiel bei Lippe-Kick: Normalerweise sage ich nichts über die Schiedsrichterleistung. Aber die heute war unterirdisch. Wer Foulspiele nicht erkennt, grobe Foulspiele nicht mit gelb bestraft, sondern lieber die Karten wegen „Meckern" und zu frühes Auflaufen bei einer Auswechslung verteilt, hat in dieser Liga nichts mehr an der Pfeife zu suchen! Trotz alledem müssen wir hier drei Punkte einfahren. Leider haben wir es verpasst, das zweite Tor nachzulegen, denn dann brennt hier nichts mehr an. Wir werden in den kommenden Einheiten weiter an uns arbeiten und freuen uns auf das nächste Spiel gegen Helpup II am kommenden Sonntag um 15:00 Uhr auf dem heimischen Heerser Bruch." Er fügt hinzu: "Völlig überforderte Gastgeber holen unverdient einen Punkt gegen den Aufsteiger aus Werl-Aspe, da der Gast das zweite Tor nicht nachlegt." SV Wüsten II-Spieler Marc Reissmann erklärt nach der Partie: "Ein verdienter Punktgewinn durch eine kämpferische Mannschaftsleistung!"

Fazit: Werl-Aspe II muss den zweiten Treffer nachlegen, um mehr Ruhe zu bekommen. So aber verpassen sie den Sieg gegen den kampfstarken Mitaufsteiger. Die Gäste müssen mehr aus Ihren Chancen machen, um in den kommenden Partien wieder mehr Ertrag mitzunehmen.

Tore:
0:1 Jan-Hendrik Lange (31. Min.)
1:1 Achim Oertel (80. Min.)



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