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Kreisliga B2 Lemgo

FC Union Entrup vs. SV Werl-Aspe II
1 : 2

Aspe löst die „Pflichtaufgabe" in Entrup - Glücklich aber nicht unverdient

(hk). In den ersten 45 Minuten entwickelt sich ein Spiel in eine Richtung. Aspe ist deutlich spiel- und feldüberlegen, im Abschluss aber nicht konsequent genug. So sollte es dann Julian Lindheim sein, der in dieser Saison sein Startelf Debüt gibt, der das 1:0 markiert. Ein flüssig vorgetragener Angriff über die rechte Seite, Bergheim kommt aus 16 Metern zum Abschluss, sein gechippter Ball findet den Weg an den Querbalken, Lindheim reaktionsschnell als erster am Ball, sein Nachschuss findet den Weg ins Tor. Weitere Tormöglichkeiten durch Bolschew, Durmaz, Gieselmann und Ullmann bleiben aber ungenutzt. So geht es für die Hausherren mit einem schmeichelhaftem 0:1 in die Kabine.Im zweiten Durchgang dann ein komplett anderes Bild. Entrup nun gewillt, den Kampf anzunehmen und über diesen wieder ins Spiel zu finden. Dies sollte den Gastgebern gelingen. In der 49. Minute segelt eine Freistoßflanke in den Asper 16er, Peters verschätzt sich, und der Entruper Fynn Simon (Bild rechts) bedankt sich mit einem Kopfballtreffer, zu diesem Zeitpunkt ist dies ein unverdienter Ausgleich. Der Gast findet nun überhaupt nicht mehr ins Spiel. Entrup kann sich somit ein kleines Übergewicht erarbeiten, zwingende Torchancen ergeben sich erst einmal nicht. Die teilweise sehr harte Spielweise, die vom "sehr schwachen Schiedsrichter" (O-Ton: Schlautkötter) auch zugelassen wird, kauft den Gästen den Schneid ab. Die brauchen im zweiten Durchgang 20 Minuten, um den Kampf anzunehmen und sich der Spielweise der Hausherren anzupassen und nun auch ihrerseits, teilweise am Rande des Erlaubten, dagegenzuhalten. Schlautkötter: „Mit einem konsequenten Schiedsrichter kommt niemals so eine Unruhe ins Spiel und wenn doch, dann geht dieses Spiel mit acht gegen acht zu Ende!" Aspe findet ab der 70. Minute auch wieder komplett ins Spiel und kann sich Torchancen durch Schneider, Bolschew und Bergheim (Bild rechts) erarbeiten, die allerdings keinen Ertrag bringen. So soll es Bergheim vorbehalten sein, der den „Lucky Punch" hat. Eine Seitenverlagerung findet den Weg zu Vezzon, der den Ball auf den im Abseits stehenden Schneider spielt (Pfiff bleibt aus), dieser bedient Bergheim im 16er, der mit seinem schwachen linken Fuß den Ball im Entruper Gehäuse unterbringen kann. Die letzten zehn Minuten versucht Entrup nun alles, um noch einen Punkt aus dieser Partie mitzunehmen. Der schwache Schiedsrichter bleibt seiner Linie treu, wodurch das Spiel eher einem MMA Kampf gleicht als einem Fußballspiel. Die Pfeife des Unparteiischen bleibt aber häufig stumm, und wenn doch ein Pfiff ertönt, so werden fragwürdige Entscheidungen getroffen. Vielleicht ist ihm bewusst, dass er beim 1:2 die Abseitsstellung übersieht, so werden viele Entscheidungen zu Gunsten von Entrup entschieden, die somit noch zweimal gefährlich durch Standards werden können. Einen Schuss aus der zweiten Reihe hält Peters glänzend, nach einem fragwürdigen Freistoß kann Peters seine Klasse im Eins-gegen-eins unter Beweis stellen und den Ball abwehren. In der Summe hätte sich Entrup einen Punkt verdient gehabt, da diese eine enorme Leistungssteigerung im zweiten Durchgang zeigen können. Aspe gewinnt am Ende glücklich, aber nicht unverdient, da es zur Pause bereits 0:4 hätte stehen müssen. Schlautkötter resümiert: „Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel in Entrup. Wir fahren mit drei Punkten nach Hause, und das ist das einzig Positive, was wir aus diesem Spiel mitnehmen können. Leider mussten wir erneut dreimal verletzungsbedingt wechseln, was der überharten Spielweise geschuldet war. Der Schiedsrichter hat es zugelassen, dass so ein Spiel zu Stande kommt. Zu hoffen bleibt, dass die Verletzungen nicht so schwerwiegend sind, wie diese den ersten Anschein machten, spannend bis zum Schluss und für die Zuschauer kein Fußball Leckerbissen. Jetzt bereiten wir uns in der kommenden Woche intensiv auf die nächste Aufgabe vor, unser Heimspiel gegen Lemgo/West." Union Entrup-Coach zeigt Mitleid mit seiner Truppe nach dieser knappen Niederlage, zeigt sich aber "mit dem gezeigten Spiel absolut zufrieden." Was ihn spürbar ärgert: "Mir tut es für die Jungs einfach nur Leid, dass sie für ihr taktisches, spielerisches und läuferisches Engagement nicht mit einem Punkt belohnt wurden." Während er im ersten Spielabschnitt den SV Werl-Aspe als das bessere Team bewertet, hat er seine Truppe im zweiten Durchgang als "die spielbestimmende Mannschaft" gesehen.

Fazit: Ein hart erkämpfter Auswärtserfolg vom Aufsteiger, der im ersten Durchgang überlegen ist, doch auch beste Einschussmöglichkeiten nicht verwertet. Dies wird mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich der stärker werdenden Entruper bitter bestraft. Letztlich geht dieser Sieg in Ordnung, auch wenn die Hausherren jedoch keineswegs enttäuschen.

Tore:
0:1 Julian Lindheim (26. Min.)
1:1 Fynn Simon (49. Min.)
1:2 Boris Bergheim (80. Min.)

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