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Kreisliga B2 Lemgo

SV Werl-Aspe II vs. TuS Lipperreihe II
2 : 1

Lipperreihe II verpasst verdienten Zähler

(hk). Schon vor Spielbeginn muss die Mannschaft um das Trainergespann Ruge/Schlautkötter die erste Hiobsbotschaft verkraften: Kapitän Schlautkötter zog sich beim Abschlusstraining eine Oberschenkelblessur zu und konnte sich nicht fit zurückmelden.

Das Spiel der Hausherren beginnt druckvoll. In den ersten Minuten der Partie sind die Hausherren deutlich überlegen, aber in den Abschlussaktionen durch Ruge, Gieselmann und Vezzon zu unpräzise. Für TuS Lipperreihe II -Coach Oliver Brinkmann (Bild links) ist die schwache Vorbereitung der Grund für diesen wenig berühmten Auftritt seines Teams in den Anfangsminuten. Bei Lippe-Kick liefert er die Erklärung: „Wir haben uns am Schulzentrum in Aspe auf dem Parkplatz umgezogen, weil meine Jungs wenig Lust hatten, zu Fuß bis zum Rasenplatz zu laufen!" Lipperreihe aber ab Minute zehn besser im Spiel. In den folgenden Minuten neutralisieren sich beide Mannschaften im Mittelfeld, auf beiden Seiten keine Torgefahr. Ab Minute 30 ist das Team aus Lipperreihe am Drücker. Die Gäste sind nun deutlich feldüberlegen, aber in den Abschlüssen zu überhastet und zu ungenau, zweimal hält Heimkeeper Stickdorn das 0:0 fest. Somit geht es mit einem für die Hausherren eher glücklichen 0:0 in die Pause.
Ärgerlich für Aspe, dass bereits in den ersten 45 Minuten zweimal verletzungsbedingt gewechselt werden muss (Neufeld für Dewitz, Graw (Bild rechts) für Vezzon). Nach der Pause knüpft Lipperreihe genau da an, wo sie vor der Pause aufhören. Diesmal mit Erfolg. Ein Spielzug durchs Zentrum, ein desolates Abwehrverhalten der Hausherren, Weiss freistehend aus 14 Metern, der Ball findet den Weg in die linke untere Ecke, 0:1 (46. Minute). Zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient. Lipperreihe II ist gewillt, das zweite Tor nachzulegen. Aspe in diesen Minuten unsortiert und bei jedem Zweikampf auch einen Schritt zu spät. Etwas Zählbares springt aus Sicht der Gäste nicht heraus. Brinkmann ärgert sich: „Wir haben anschließend verpasst, das Spiel zu entscheiden, hatten danach bestimmt noch drei sehr gute Chancen", zählt er bei Lippe-Kick auf und kann nicht verstehen, dass seine Mannschaft von diesem Zeitpunkt an das Fußballspielen eingestellt hat.
Ab Minute 52 hat Aspe sich wieder gefangen. Ein flüssig vorgetragener Angriff der Hausherren über die rechte Seite, Ruge bringt den Ball gefährlich vor das Tor, der eingewechselte Rehder (für Ullmann in der Partie) scheitert am Gästetorwart Spitzer, der den Ball gerade noch im Nachfassen vor der Torlinie stoppen kann. Die Mannschaft vom Heerser Bruch nun im Spiel. Ein Angriff durchs Zentrum führt zum Strafstoß. Ruge steckt den Ball auf Gieselmann durch, dieser wird unsanft von Spitzer zu Fall gebracht, Elfmeter, völlig unstrittig. Ruge  tritt an und trifft aus seiner Sicht in die rechte Ecke. Die Hausherren nun um Spielkontrolle bemüht, von Lipperreihe kommt nichts mehr, außer Entlastungsangriffe. Nun merkt man den Hausherren auch an, dass diese unbedingt die drei Punkte einfahren wollen.
Erneut ein Angriff durchs Zentrum, der agile Gieselmann spielt den Ball auf Ruge, dieser gewinnt den Zweikampf und schiebt freistehend aus zwölf Metern den Ball am herauseilenden Spitzer in die Maschen. 2:1 für Aspe. In der Folgezeit verpasst es Aspe, die Führung zu erhöhen. Der Gast aus Lipperreihe versucht nun in den Schlussminuten irgendwie noch den Ausgleich zu markieren. Wirklich gefährlich wird es bis zur 93. Minute nicht. Hier tritt „der schwache Schiedsrichter" (O-Ton: Schlautkötter) nochmal in den Mittelpunkt. Gieselmann erkämpft sich den Ball am eigenen 16er, wird gefoult, die Pfeife bleibt stumm, Haugk kommt hinzu, führt „einen fairen Zweikampf" (O-Ton:Schlautkötter), Lipperreihes Angreifer fällt, und der Schiedsrichter pfeift Freistoß für die Gäste. Torentfernung rund 17 Meter, halblinke Position. Der Freistoß wird knallhart auf die Torwartecke gebracht und klatscht gegen den Querbalken. Glück für Aspe und die letzte Aktion im Spiel. Oliver Brinkmann zeigt sich enttäuscht mit dem Ergebnis und resümiert: „Alles in allem hätten wir auf jeden Fall einen Punkt verdient !" Spielertrainer Christoph Schlautkötter erklärt bei Lippe-Kick nach dem Spiel: „Es war das  erwartet schwere Spiel. Wir sind froh, dass wir die drei Punkte einfahren konnten und konzentrieren uns nun auf die schwere Auswärtsaufgabe in Hör/Lie II", geht es mit dem Aufsteigerduell nun weiter.

Fazit: Die Gäste hätten sich einen Zähler durchaus verdient. Mit einer guten und konzentrierten Vorstellung schnuppern sie beim favorisierten SV Werl-Aspe II am möglichen Punktgewinn. Die Effizienz ist spielentscheidend.

Tore:
0:1 Pascal Weiss (44. Min.)
1:1 Tobias Gieselmann per Elfmeter (55. Min.)
2:1 Tobias Gieselmann (68. Min.)

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