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Kreisliga A Lemgo

SV Werl-Aspe vs. TuS Ahmsen
1 : 2

Kurioser Doppelschlag bringt Ahmsen auf die Siegerstraße

(re). Die Erwartungen sind hoch an dieses Topspiel, das zeitgleich ein Derby ist und die Zuschauer sollten nicht enttäuscht werden. Von Anfang an entwickelt sich ein flottes Spiel mit Chancen hüben wie drüben. In der elften Minute köpft Ahmsens Torjäger Sören Seifert den Ball ins Tor, Schiedsrichter Andre Kraus entscheidet jedoch auf Abseits. Auf der anderen Seite ist es Marius Seipt, der zweimal knapp scheitert. Zunächst an der Latte, dann am gegnerischen Keeper Till Käufer. So fällt das erste Tor in der 20.Minute: Florian Ewert (Bild rechts) schießt einen Freistoß aus zentraler Position, fast 30 Meter vor dem Tor. Der harte Schuss wird vom Rücken seines Mitspielers Jan-Hendrik Pluskat entscheidet abgefälscht und der Ball trudelt ins Tor. Schiedsrichter Kraus schreibt den Treffer Ewert gut. Äußest kurios: Nur fünf Minuten später erleben die Zuschauer die Duplizität der Ereignisse. Wieder tritt Ewert zum Freistoß an, diesmal wird Moritz Brünger getroffen. Auch dieser Freistoß wird entscheidend abgefälscht und somit unhaltbar.
In der 38. Minute haben die Gastgeber die Riesenchance zu verkürzen, schaffen es jedoch erneut nicht, den Ball im Tor unterzubringen. So geht es mit dem 0:2 zum Pausentee. Vollkommen unverdient war dies allerdings nicht, bescheinigt doch auch Werl-Aspes Coach „Bonzo" Meier den Gästen, dass „sie in der ersten Halbzeit optisch überlegen" sind. Nach dem Seitenwechsel wird nicht nur das Wetter besser, wie Ahmsens Obmann Lothar Köhnemann erfreut beobachtet, sondern zu seinem Leidwesen auch die Chancenverwertung der Gastgeber: Marius Seipt (Bild links) erzielt in der 55. Minute den überfälligen Anschlusstreffer. Köhnemann bezeichnet dieses Tor als „folgerichtig, da Aspe komplett geladen ist und voller Schwung und Elan aus der Kabine kommt." Auch Meier sieht eine zweite Spielhälfte, in der „wir mehr vom Spiel haben."
Es folgen in der letzten halben Stunde, die Köhnemann als „offenen Schlagabtausch" tituliert, einige Chancen auf beiden Seiten. Besonders dramatisch entwickeln sich die Schlussminuten: Schiedsrichter Kraus lässt fünf Minuten nachspielen und es „überschlagen sich die Ereignisse" wie es Köhnemann ausdrückt: In der 90. Minute ist Ahmsen frei durch, jedoch kann sowohl der Schuss von Fabian Frölich als auch der Nachschuss von Jörn Seifert vom Asper Schlussmann Alexander Peters pariert werden. Quasi im Gegenzug die Riesenchance zum Ausgleich: Auch hier muss der Schlussmann, diesmal Ahmsens Till Käufer, zweimal eingreifen. Köhnemann lobt ihn für seine „bravouröse Parade". Zudem beobachtet Köhnemann in der Schlussphase einige unschöne Fouls, die Kraus ungeahndet durchgehen ließ. Letztlich überwiegt für den erfahrenen Obmann jedoch: „Dann pfiff er ab und wir lagen uns in den Armen", war die Freude verständlicherweise groß über einen Sieg, den Köhnemann als „etwas glücklich, aber auch etwas verdient" einschätzt. Meier ärgert sich: „Leider haben wir in der letzten halben Stunde einige gute Möglichkeiten liegen gelassen. Alles in allem wäre ein Remis das gerechte Resultat gewesen!", kann auch er seiner Mannschaft gar keinen Vorwurf machen: „Nach dem 0:2 haben wir uns nie aufgegeben und immer an uns geglaubt. Also Mund abputzen und weiter geht’s!", blickt er nach der insbesondere in der zweiten Hälfte überzeugenden Vorstellung bereits nach vorne. Jedoch möchte er es sich nicht nehmen lassen, den Gästen zum Sieg zu gratulieren: „Glückwunsch an Jörg (Horstkötter, Trainer TuS Ahmsen, d.Red.) und Lothar zum Sieg!", treffen hier alte Bekannte aufeinander.

Fazit: Am heutigen Tage stand Glücksgöttin Fortuna den Gästen bei beiden Treffern bei. Der Aufsteiger marschiert weiter und erringt seinen zehnten Sieg in den letzten elf Spielen. Nächste Woche hat man eine auf dem Papier machbare Heimaufgabe gegen den TSV Kirchheide, während sich am Lemgoer Jahnplatz die Zweitvertretung des TBV und die SG Hörstmar/Lieme gegenseitig die Punkte nehmen. Lange Rede, kurzer Sinn: Auch wenn ein Remis heute das gerechtere Ergebnis gewesen wäre, ist der TuS im Aufstiegskampf angekommen, während die Gastgeber sich nach der bereits vierten Heimniederlage aus selbigem verabschieden.

Tore:


0:1 Florian Ewert (20. Min.)
0:2 Moritz Brünger (25. Min.)
1:2 Marius Seipt (55. Min.)


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