Connect with us

Interviews

Interview Karl Schmid

CSL-Obmann Schmid: “Mit dem Schiedsrichterschwund liegt zum größten Teil an den Vereinen”

Kreisliga B1 Detmold (hk). CSL Detmold hatte die minimale Verweildauer von einer Spielzeit im Detmolder Fußball-Oberhaus. Nun ging es direkt wieder zurück in die B-Liga, wo der Auftakt gelungen ist. Im ausführlichen Interview mit Lippe-Kick-Chefredakteur Henning Klefisch hat CSL-Obmann Karl Schmid auch zu Themen, wie dem Umgang mit dem Pinneichenplatz, den Schiedsrichterschwund und die Perspektive seines Vereins gesprochen.


Lippe-Kick: Hallo Karl, im Sommer habt ihr nach dem kurzen Gastspiel in der A-Klasse den Weg zurück in die B-Liga antreten müssen. Was waren die Gründe für den Abstieg?

Karl Schmid: „Die Gründe für den Abstieg lagen daran, dass wir unsere Torchancen nicht nutzen konnten und der Aufstieg etwas zu früh kam.”


Lippe-Kick: Wie optimistisch bist du, dass die Neuzugänge die abgewanderten Spieler kompensieren können?


Schmid: „Das dies funktioniert, da bin ich sehr optimistisch. Da jetzt sechs junge Spieler aus dem Jahrgang 1995 zum Kader gehören und den Sprung in die erste Mannschaft geschafft haben.”


Lippe-Kick: Der Start in die Saison gegen die Spielvereinigung Hagen-Hardissen fiel direkt ins Wasser. Bei eurem Auftaktspiel beim Mitabsteiger RSV Hörste gab es hingegen einen klaren 5:0-Auswärtssieg. Besonders die Spielfreude war offensichtlich. Mit welchen Tugenden soll der Kampf um die Spitzenplätze in Angriff genommen werden?


Schmid: „Das war ein gut heraus gespielter Sieg und das macht Hoffnung, wenn die Jungs so weiter machen gehören wir zu den ersten fünf Mannschaften. Auch diese junge Elf braucht ihre Zeit, um sich zu entwickeln.”


Lippe-Kick: In der letzten Saison vor der Zusammenlegung der beiden B-Ligen herrscht im Detmolder-Fußball der Tenor, dass die B1-Klasse qualitativ deutlich anspruchsvoller ist, als die Kreisliga B2. Wie ist deine Meinung zu dieser These?


Schmid: „Das stimmt natürlich. Es gibt zehn Mannschaften, die um die ersten acht Plätze kämpfen werden und man muss ja mindestens Achter werden, um die Klasse zu halten. Da kann ich nicht viel zu sagen, es wäre nur schade, wenn dadurch einige Vereine auseinander fallen würden. Das ist schwer zu sagen. Man muss das erst abwarten und schauen, was mit den Vereinen geschieht, die absteigen müssen.”


Lippe-Kick: Ihr seid nun alleiniger Nutzer des Pinneichen-Sportplatzes, da der TSV Detmold zum Post TSV Detmold verschmolzen ist. Wie gestaltet sich die neue Situation nun für euch?


Schmid: „Das ist eine angenehme Situation, einen Platz für sich alleine zu haben. Aber es war auch für uns einen schöne Zeit, die wir mit dem TSV Detmold auf dem Platz verbracht haben. Es ist nur schade, dass die Stadt Detmold nichts mehr für den Pinneichenplatz über hat. Wir haben acht Jugendmannschaften und eine Alte Herren Mannschaft, sowie eine erste und zweite Mannschaft und sind doch ein Verein, der auseinander gerissen ist. Die Situation gefällt mir ganz und gar nicht.”


Lippe-Kick: Die nächsten Wochen sind durchaus anspruchsvoll. Nach der Partie gegen den FSV Pivitsheide warten mit Gegnern, wie SG Hiddesen-Heidenoldendorf II, Klüt-Wahmbeck, oder auch Post TSV II und Müssen Kontrahenten auf euch, die ebenfalls hohe Ansprüche haben. Mit welcher Zielsetzung geht euer Team in diese Begegnungen?


Schmid: „Das stimmt. Wir werden noch sehr schwere Spiele haben, aber ich freue mich darauf. Wir möchten natürlich so viel wie mögliche Punkte in diesen Begegnungen holen, aber dass das schwer wird, ist uns allen klar.”


Lippe-Kick: Du prägst den Verein CSL Detmold maßgeblich. Mit Leib und Seele liebst du den Fußball. Welche Werte sind dir persönlich im Fußball wichtig und wie ist deine Meinung zum Schiedsrichterschwund?


Schmid: „Das fair gespielt wird, dass Gegner geachtet werden, fair zu den Schiedsrichtern und alles, was dazu gehört. Jeden Gegner achten. Das mit dem Schiedsrichterschwund liegt ja zum größten Teil an den Vereinen. Und wenn man sieht, wie die Schiedsrichter im Jugendbereich und im Seniorenbereichen behandelt werden, wundert einen nicht, dass nur noch wenige Schiedsrichter werden möchten.”

More in Interviews

%d Bloggern gefällt das: